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Wechselwirkung zwischen Sucht und Straffälligkeit

Titel: Wechselwirkung zwischen Sucht und Straffälligkeit

Seminararbeit , 2001 , 20 Seiten , Note: 2

Autor:in: Nancy Mühlenberg (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Motivation für diese Hausarbeit war für mich zum einen mein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und das Seminar ,,Straffälligenhilfe - Bewährungshilfe", welches ich im Sommersemester 2001 besuchte.
Mein FSJ absolvierte ich in einer Begegnungsstätte für Alkoholiker in Stendal.
Ziel der Einrichtung war und ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und der Versuch die Probanden wieder in das ,,normale Leben" einzugliedern. Um diese Ziele zu ermöglichen bzw. zu verwirklichen sind an der Begegnungsstätte u. a. eine Suppenküche und das Betreute Wohnen angegliedert. Auch die Zusammenarbeit mit Ämtern, Behörden usw. stand und steht im Vordergrund. Besonders die Arbeit mit Betreuern, aber vor allem mit Bewährungshelfern machte einen großen Teil meiner Arbeit aus. Es war auffällig, dass ca. 90 % der in der Begegnungsstätte verkehrenden Probanden straffällig geworden sind und entweder ihre Haftstrafen schon verbüßt hatten und dann auf Bewährung ,,draußen" waren oder, zumeist bei erster Straffälligkeit, sofort Bewährung bekommen hatten. Meist wurden ihnen Delikte wie Diebstahl, Körperverletzung oder Fahren unter Alkohol zur Last gelegt.
Dies bringt mich zu dem bereits erwähnten Seminar. Hier habe ich mich erstmals intensiver mit den theoretischen Grundlagen der Straffälligen- und Bewährungshilfe befasst.
Aufgrund dieser Impulse stellte sich mir die Frage nach einem möglichen Zusammenhang zwischen Sucht und Straffälligkeit.
Dieser Frage möchte ich in dieser Hausarbeit auf den Grund gehen.
Vor allem möchte ich klären, ob es einen Zusammenhang bzw. ein Wechselspiel zwischen Sucht und Straffälligkeit gibt.
Da es aber sehr viele Arten von Sucht bzw. von Abhängigkeit gibt, z. B. Spielsucht, Sexsucht, Arbeitssucht, Internetsucht oder aber auch Zigaretten- und Alkoholsucht, möchte ich mich in der Hausarbeit besonders auf die Alkohol- und Drogensucht beziehen bzw. beschränken. Ich unterscheide die Sucht von der Droge Alkohol und die Sucht von Drogen, wie LSD, Kokain oder Cannabis deshalb so explizit, weil Alkohol eine so genannte legale Droge ist, die in jedem Geschäft frei gekauft werden kann und z.B. Kokain illegal ist und die Beschaffung dieser Droge rechtswidrig ist.
Folglich möchte ich die Frage erörtern, ob jeder Suchtkranke zwangsläufig straffällig wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Sucht

2. Straffälligkeit

3. Bewährungshilfe

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen Suchterkrankungen und Straffälligkeit. Das primäre Ziel besteht darin zu klären, inwiefern eine Abhängigkeit zwangsläufig zu kriminellem Handeln führt und welche Rolle die Bewährungshilfe bei der Resozialisierung straffällig gewordener Suchtkranker einnimmt.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen von Sucht und Abhängigkeit
  • Analyse der Ursachen und Folgen von Suchterkrankungen
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Suchtmitteln und Delinquenz
  • Darstellung der Aufgaben und Ziele der Bewährungshilfe
  • Diskussion über Präventions- und Resozialisierungsansätze

Auszug aus dem Buch

1. Sucht

„Sucht“ wird definiert als „unbeherrschbares Verlangen eines Menschen, sich eine bestimmte Substanz immer wieder zuzuführen oder eine bestimmte Tätigkeit immer wieder aufzunehmen, obwohl er sich selbst oder anderen dadurch schadet.“

allgemein

Der Begriff Sucht lässt sich auf das Wort siech = krank zurückführen und meint zugleich Erkrankungen der Seele (Eifersucht, Habsucht) und körperliche Krankheiten (Gelbsucht, Schwindsucht).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Sucht 1957 folgendermaßen definiert: Sucht ist „ein Zustand periodischer oder chronischer Vergiftung, hervorgerufen durch den wiederholten Gebrauch einer natürlichen oder synthetischen Droge und gekennzeichnet durch 4 Kriterien:

1. Ein unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels,

2. eine Tendenz zur Dosissteigerung (Toleranzerhöhung),

3. die psychische und meist auch physische Abhängigkeit von der Wirkung der Droge,

4. die Schädlichkeit für den einzelnen und/oder die Gesellschaft.“

Sucht ist das zwanghafte Bedürfnis und Angewiesensein auf eine bestimmte Substanz oder Tätigkeit. Es muss unterschieden werden zwischen psychischer und körperlicher Abhängigkeit und zwischen stoffgebundener und nicht stoffgebundener Sucht. Suchtauslöser sind meist zahlreiche unterschiedliche Drogen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation der Autorin und steckt den Rahmen der Untersuchung ab, indem sie die Relevanz der Verbindung zwischen Sucht und Straffälligkeit für die Sozialarbeit hervorhebt.

1. Sucht: Dieses Kapitel definiert den Suchtbegriff, benennt wesentliche Merkmale und Ursachen von Abhängigkeitserkrankungen und skizziert die gesundheitlichen sowie sozialen Folgen.

2. Straffälligkeit: Hier wird der Begriff der Delinquenz erörtert und die komplexe Problematik der Lebenslagen straffälliger Menschen analysiert, wobei besonders die Korrelation zwischen Sucht und kriminellem Verhalten aufgezeigt wird.

3. Bewährungshilfe: Dieses Kapitel beschreibt den Auftrag, die gesetzlichen Grundlagen und die praktischen Tätigkeitsfelder der Bewährungshilfe bei der Betreuung straffällig gewordener Menschen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Wechselwirkung zwischen Sucht und Straffälligkeit und diskutiert kritisch Ansätze zur Drogenpolitik, wie etwa die Debatte um Legalisierung.

Schlüsselwörter

Sucht, Abhängigkeit, Straffälligkeit, Bewährungshilfe, Resozialisierung, Drogenkonsum, Suchtprävention, Kriminalität, Sozialarbeit, Delinquenz, Beschaffungskriminalität, Betäubungsmittelgesetz, Soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Wechselwirkung zwischen Suchterkrankungen und kriminellem Verhalten aus der Perspektive der Sozialarbeit und Bewährungshilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Definition von Sucht, die Ursachen für soziale Abgleitprozesse, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Straffälligenhilfe und die Rolle der Bewährungshelfer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist zu ergründen, ob ein direkter kausaler Zusammenhang besteht, der Suchtkranke zwangsläufig in die Straffälligkeit führt, und wie Hilfesysteme dagegenwirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Quellen, fachliche Broschüren, gesetzliche Grundlagen sowie die persönlichen Erfahrungen der Autorin aus einem Freiwilligen Sozialen Jahr.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung von Suchtmerkmalen, die Analyse der Lebenslagen Straffälliger sowie die detaillierte Darstellung der Aufgaben und Befugnisse der Bewährungshilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Sucht, Straffälligkeit, Resozialisierung, Bewährungshilfe, Delinquenz und soziale Benachteiligung.

Welche Rolle spielt das Betäubungsmittelgesetz für die Argumentation der Autorin?

Das Betäubungsmittelgesetz dient als Beleg dafür, dass bereits der Erwerb und Konsum illegaler Drogen den Konsumenten per Gesetz zum Straftäter macht und somit eine "künstliche" Straffälligkeit erzeugt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Bewährungshilfe bei Suchtkranken?

Die Autorin sieht die Bewährungshilfe als essenzielle Stütze, die einerseits bei der sozialen Wiedereingliederung berät und hilft, andererseits aber auch eine Kontrollfunktion hinsichtlich gerichtlicher Auflagen wahrnimmt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wechselwirkung zwischen Sucht und Straffälligkeit
Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen  (Sozialpädagogik)
Veranstaltung
Straffälligenhilfe-Bewährungshilfe
Note
2
Autor
Nancy Mühlenberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
20
Katalognummer
V8341
ISBN (eBook)
9783638153317
ISBN (Buch)
9783656519317
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wechselwirkung Sucht Straffälligkeit Straffälligenhilfe-Bewährungshilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nancy Mühlenberg (Autor:in), 2001, Wechselwirkung zwischen Sucht und Straffälligkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8341
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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