Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation

Physiologische Folgen von Stress

Physische Folgen von Stress und Stressbewältigung

Titel: Physiologische Folgen von Stress

Seminararbeit , 2007 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christian Ubben (Autor:in), F. Dietzel (Autor:in), V. Kekanovic (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details


Unter Stress versteht man die Auswirkungen von Stressoren. Können die Auswirkungen dieser Stressoren auf Dauer nicht behoben werden kann dies zu Krankheiten bis hin zum Tode führen. Stress führt nach der Somatisierungstheorie zu körperlichen Symptomen, welche durch den Mechanismus der Sensitisierung bei gleich bleibender Reizung zu immer stärkeren physiologischen Auswirkungen führen können. Unterschiedliche Individuen haben aufgrund ihrer psychologischen Voraussetzungen, wie z.B. divergierenden Wahrnehmungen, unterschiedliche Möglichkeiten der Stressbewältigung. Die Demand-Control-Theorie und das Modell der beruflichen Gratifikationskrise operationalisieren die moderierenden Wirkungen von sozialer Unterstützung, wahrgenommener Kontrolle, wahrgenommener Lohngerechtigkeit und quantitativer Arbeitsbelastung die Auswirkungen der Stressoren auf das Individuum

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Somatische Reaktionen auf Stress

3 Somatisierung, Sensitisierung und subjektive Gesundheitsbeschwerden

4 Die Sensitisierungstheorie

5 Stressbewältigung

5.1 Primäre Stressbewältigungsstrategien

5.2 Sekundäre Stressbewältigungsstrategien

5.3 Tertiäre Stressbewältigungsstrategien

6 Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die physiologischen Komponenten von Stress sowie den Zusammenhang zwischen Stressoren und Stressreaktionen. Dabei wird analysiert, wie somatische Prozesse, Sensitisierung und individuelle Bewältigungsstrategien die gesundheitlichen Auswirkungen von Arbeitsplatzstress moderieren, um Ansätze zur Prävention und Schadensminimierung aufzuzeigen.

  • Physiologische Mechanismen der Stressreaktion (Allgemeines Adaptationssyndrom)
  • Zusammenhänge zwischen Somatisierung und Sensitisierung
  • Modelle zur Arbeitsplatzbelastung (Demand-Control-Modell und Gratifikationskrisen)
  • Klassifizierung und Anwendung von Stressbewältigungsstrategien (primär bis tertiär)

Auszug aus dem Buch

Typ-A-Paradigma

Ursprünglich von den zwei Kardiologen, Meyer Friedman und Ray Rosenman (1959) beobachtet, wurde das Typ-A Verhalten schnell zu einem zentralen Faktor in der Stressforschung und ist von der Organisation für Herzgesundheit neben dem Rauchen sogar als offizieller Risikofaktor für eine koronare Herzerkrankung, akzeptiert. Typ As befinden sich in einem ständigen Kampf so schnell wie möglich so viel wie möglich aus ihrer Umwelt zu bekommen, wobei ihre genauen Ziele nicht unbedingt genau definiert sind. Sie kämpfen darum immer mehr Aufgaben in immer kürzerer Zeit zu erfüllen. So kann es sein, dass sie zwei Rasierer gleichzeitig benutzen um schneller fertig zu werden (Bluedorn, 2003)

Typische Verhaltensweisen sind die schnelle Erregtheit, Ungeduld, Feindseligkeit, kämpferisches Verhalten, Durchsetzungsvermögen, Leistungsorientiertheit, ein ständiges Gefühl von Zeitdruck und hohe Ansprüche an sich und andere. Weil das ursprüngliche Typ A Konstrukt nicht konkret genug war um genügend signifikante Ergebnisse zu „liefern“ wurde das Typ A Verhalten auf die vier Subkomponenten Feindseeligkeit, Leistungsmotivation, Ungeduld und Zeitdruck beschränkt(Edwards, Baglioni, & Cooper,1990) Während diese Eigenschaften im Berufsleben oft mit starker Arbeitsleistung und einer erfolgreichen Karriere verbunden sind, was sicherlich als positiv bewertet werden kann, sind die physiologischen Folgen eindeutig negativ.

Typ A Verhalten führt sehr wahrscheinlich zu erhöhtem Blutdruck (Irvine, Garner, Craig & Logan, 1991) Im Vergleich zu Personen mit Typ B Verhalten (relaxing, easy-going) haben Typ A Personen ein doppelt erhöhtes Risiko einen Herzanfall zu erleiden (Booth-Kewley & Friedman, 1987; Haynes, Feinleib, & Kannel, 1980; Rosenman et al., 1975). Durch Training das Typ A Verhalten zu unterlassen, kann die Gesundheit von Herzpatienten verbessert werden (Friedman et al.,1986). Besonders die Feindseligkeitskomponente gilt als Prädiktor für Herzerkrankungen (Williams & Barefoot, 1988). Dennoch haben andere Faktoren, wie Sprachgeschwindigkeit und Konkurrenzdenken ebenfalls starken Einfluss (Chesney, Hecker, & Black, 1988).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert Stress als Anpassungsreaktion des Körpers an physikalische oder emotionale Faktoren und führt in die Themen Somatisierung und Bewältigungsstrategien ein.

2 Somatische Reaktionen auf Stress: Das Kapitel erläutert Hans Selyes allgemeines Adaptationssyndrom und beschreibt die physiologischen Phasen der Stressreaktion, einschließlich der Rolle des sympathischen Nervensystems und der HPA-Achse.

3 Somatisierung, Sensitisierung und subjektive Gesundheitsbeschwerden: Hier werden körperliche Beschwerden ohne physiologischen Befund analysiert und der Übergang von psychischen Konflikten zur Somatisierung thematisiert.

4 Die Sensitisierungstheorie: Das Kapitel beschreibt den neurobiologischen Mechanismus der Sensitisierung, bei dem wiederholte Reizung die Reizschwelle senkt und die Schmerzwahrnehmung verstärkt.

5 Stressbewältigung: Dieser Abschnitt unterteilt Interventionsstrategien in primäre, sekundäre und tertiäre Ansätze, um auf Stressoren oder deren Symptome zu reagieren.

5.1 Primäre Stressbewältigungsstrategien: Fokus auf die Veränderung von Stressoren durch Arbeitsgestaltung und kognitive Umstrukturierung, illustriert am Typ-A-Verhaltensmuster.

5.2 Sekundäre Stressbewältigungsstrategien: Behandelt reaktionsorientierte Maßnahmen wie soziales Coping, Biofeedback und progressive Muskelrelaxation.

5.3 Tertiäre Stressbewältigungsstrategien: Beschreibt symptomorientierte Interventionen wie psychotherapeutische Beratung und Mitarbeiterprogramme.

6 Zusammenfassung und Diskussion: Das Fazit fordert ein verstärktes betriebliches Gesundheitsmanagement sowie die Eigenverantwortung der Arbeitnehmer zur Minimierung stressbedingter gesundheitlicher Folgeschäden.

Schlüsselwörter

Stress, Stressoren, Somatisierung, Sensitisierung, Arbeitsplatzstress, Demand-Control-Modell, Gratifikationskrisen, Stressbewältigung, Prävention, Typ-A-Verhalten, Kortisol, psychische Gesundheit, Arbeitsintensität, Coping, physiologische Reaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den körperlichen Auswirkungen von Stress im beruflichen Kontext und analysiert, wie diese Prozesse durch verschiedene psychologische Faktoren und Arbeitsplatzbedingungen beeinflusst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind physiologische Stressreaktionen, die neurobiologische Sensitisierung, verschiedene Stressmodelle (wie das Demand-Control-Modell) und Strategien zur Bewältigung von Stress.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Stressfaktoren, somatischen Folgen und individuellen sowie organisatorischen Bewältigungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um präventive Maßnahmen zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse verschiedener psychologischer und arbeitswissenschaftlicher Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung somatischer Reaktionen, die Erklärung der Sensitisierungstheorie und eine detaillierte Aufarbeitung der präventiven Strategien, unterteilt in primäre, sekundäre und tertiäre Prävention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Stress, Somatisierung, Sensitisierung, Arbeitsplatzstress, Coping-Strategien und das Modell beruflicher Gratifikationskrisen.

Was unterscheidet den primären vom sekundären Stressbewältigungsansatz?

Primäre Strategien zielen darauf ab, die Stressoren selbst zu eliminieren oder zu modifizieren, während sekundäre Strategien sich auf die Reaktion des Individuums auf die Stressoren konzentrieren.

Wie erklärt die Arbeit das „isolated high strain“ Konzept?

Es wird als eine besonders belastende Kombination aus hohen Anforderungen, mangelnder Kontrolle und fehlender sozialer Unterstützung definiert, die das Risiko für psychosomatische Erkrankungen massiv erhöht.

Warum wird das Typ-A-Verhalten in der Arbeit thematisiert?

Das Typ-A-Verhalten wird als Persönlichkeitsmerkmal angeführt, das durch Zeitdruck und Leistungsorientierung die physiologischen Auswirkungen von Stress verstärkt und als Risikofaktor für Herzerkrankungen gilt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Physiologische Folgen von Stress
Untertitel
Physische Folgen von Stress und Stressbewältigung
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Fachbereich 06 Psychologie und Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Stress und Stressprävention
Note
1,0
Autoren
Christian Ubben (Autor:in), F. Dietzel (Autor:in), V. Kekanovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
21
Katalognummer
V84607
ISBN (eBook)
9783638010320
ISBN (Buch)
9783656042983
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Physiologische Folgen Stress Stressprävention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Ubben (Autor:in), F. Dietzel (Autor:in), V. Kekanovic (Autor:in), 2007, Physiologische Folgen von Stress, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84607
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  21  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum