Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Tabellen 3
Abkürzungsverzeichnis 4
1. Einleitung 5
2. Die nachhaltige Region 6
3. Der Stuttgarter Hauptbahnhof 7
3.1 Geschichte des Stuttgarter Hauptbahnhofes 8
3.2 Planung und Entwicklung von Stuttgart 21 10
3.3 Der neue Stuttgarter Tiefbahnhof 11
4. Theoretische Vorklärungen 12
4.1 Gesetzliche Grundlagen 12
4.2 Nachhaltige Entwicklung 13
4.3 Region Kommune und kommunale Entwicklung 13
5. Zwischenfazit 15
6. Zu berücksichtigende Aspekte der Nachhaltigkeit bei S21 16
6.2 Bauflächenmanagement 16
6.3 Der neue Tiefbahnhof 17
6.4 Bebauung freiwerdenden Flächen 18
6.5 Frischluftversorgung und Kaltluftströmungen 18
6.7 Schutz heimischer Flora und Fauna 19
6.8 Erhalt des Grundwasserspiegels 19
6.9 Schutz der Mineral und Heilquellen 20
7. Umsetzungsmöglichkeiten nachhaltiger Aspekte 21
7.1 Nachhaltiges Bauflächenmanagement 21
7.2 Die Nachhaltigkeit des neuen Tiefbahnhofes 22
7.3 Nachhaltiges Bauen auf freiwerdenden Flächen 23
7.4 Frischluftversorgung und Kaltluftströmung 23
7.5 Nachhaltiger Schutz heimischer Flora und Fauna 24
7.6 Erhalt des Grundwasserspiegels 26
7.7 Nachhaltiger Schutz der Mineral und Heilquellen 27
8. Kritik am Projekt Stuttgart 21 29
9. Zusammenfassung und Fazit 30
Literaturverzeichnis 32
Quellen im Internet 35
2
Verzeichnis der Tabellen
Tabelle. 1:
Zunahme der Flächennutzung der Stadt Stuttgart seit 1850: Seite 9.
Tabelle. 2:
Bevölkerungswachstum der Stadt Stuttgart von 1815 bis 2007: Seite 17.
3
Abkürzungsverzeichnis
AWW = Arbeitskreis Wasserwirtschaft
BBG = Bundesbaugesetz
BMBF = Bundesministerium für Bildung und Forschung
BMVBS = Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
BWVEL = Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und
Landwirtschaft
BMWi = Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
BUND = Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
BWL = Baden Württemberg Land (Bundesland Baden
Württemberg)
DB = Deutsche Bahn AG
DVWG = Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft e.V.
FNP = Flächennutzungsplan
GG = Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
GVE = Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen e.V.
Hbf = Hauptbahnhof
IC = Intercity (nationaler Schnellzug der DB AG)
ICE = Intercity Express (internationaler Schnellzug der DB AG)
IÖR = Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V.
LHS = Landeshauptstadt Stuttgart
NBM = Nachhaltiges Bauflächenmanagement in Stuttgart
NBS = Neubaustrecke
OB = Oberbürgermeister
RP = Regierungspräsidium
S21 = Stuttgart 21
S-Bahn = Stadtschnellbahn (Vorortzüge der DB AG)
SSB = Stuttgarter Straßenbahn AG
UN = United Nations
UNESCO = United Nations Educational, Scientific and Cultural
Organisation
UNO = United Nations of Organisations
VCD = Verkehrsclub Deutschland
VRS = Verband der Region Stuttgart
VVS = Verkehrsverbund Stuttgart
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1. Einleitung
“Der ICE 791 `Hercules` gleitet fast lautlos in die unterirdische
Schon die Tatsache, dass dieser Artikel mehr als zehn Jahre zurückliegt, zeigt, wie lange sich Politik, Öffentlichkeit und Wirtschaft bereits mit dem Projekt S21 beschäftigen. Erste Vorschläge für dieses Projekt stammen bereits aus den 1980er Jahren. Damals brachte der Verkehrswissenschaftler Prof. Gerhard Heimerl den Bau einer Schnellbahntrasse von Stuttgart nach Ulm ins Gespräch, um die berühmte und berüchtigte Geißlinger Steige zu umgehen. Dazu passend sollte in Stuttgart ein unterirdischer Bahnhof gebaut werden um einen Durchgangsverkehr für den IC von Mannheim und Karlsruhe zu ermöglichen. Dieses Projekt, das als „Heimerl-Trasse“ bekannt wurde bildet den Grundstock für S21 (Turmforum, 2005).
1994 kam das Vorhaben wieder in die Schlagzeilen, jetzt vorrangig mit dem Tiefbahnhof in Stuttgart. Erste Modell und Pläne für die Umsetzung und die Neugestaltung der Stadt und der freiwerdenden Flächen entstanden. Allerdings taten sich immer wieder neue Probleme, zumeinst in der Finanzierung auf, welche eine Realisierung bis heute unmöglich machten (www.stuttgarternachrichten.de). Allerdings steht heute nun fest: Stuttgart 21 wird gebaut. Am 19. Juli 2007 einigten sich die DB, die LHS, das BWL und der Bund auf die Finanzierung. Schon 2009 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, bis 2019 wollen die Planer den Durchgangsbahnhof und die anderen Bahnanlangen realisiert haben (www.tagesschau.de).
Nun sollen in dieser Arbeit aber weder die Entwicklung dieses Bauvorhabens noch die Umsetzung desselben dargestellt werden. Im Hinblick auf die aktuelle Debatte über den Klimaschutz und die steigende Umweltproblematik soll hier
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S21 auf seine Nachhaltigkeit hin untersucht werden. Dabei wird die Nachhaltigkeit der Region, und der LHS im Vordergrund stehen. Im Bezug auf das Projekt S21 heißt dies, eine Untersuchung der Nachhaltigkeit des Tiefbahnhofes in Mitten der Stadt. Ausgewählte Indikatoren der Nachhaltigkeit, vor allem solche des Erhalts der Umwelt, der Wasserqualität und des Klimas sollen dabei untersucht und auf mögliche, durch den Bau von S21 zu erwartende, Veränderungen analysiert werden. Besonderen Stellenwert erhalten dabei das Klima im Talkessel, Zu- und Abluftströme, die Trinkwasserver-sorgung, sowie die in Stuttgart vorkommenden Mineral- und Heilwasserquellen. Aber auch andere Umweltaspekte sollen berücksichtigt werden.
Dem Analyseteil vorangehen werden daher die nötigen theoretischen Vorklärungen und Definitionen, sowie ein historischer Teil. Letztere soll einerseits die Entwicklung des Projektes S21 aufzeigen und andererseits verdeutlichen welche Baumaßnahmen und damit verbundene Eingriffe und Veränderungen in das ökologische System zu erwarten sind.
2. Die nachhaltige Region
Das nachhaltige Denken ist in der aktuellen Politik nicht mehr weg zu denken. Die Nachhaltigkeit bildet mittlerweile eine Art Schlüsselbegriff. Bevor ich aber auf diese selbst zu sprechen kommen, soll grob dargestellt werden, in wie weit sie schon die Regionen, also einzelne Städte oder Gemeinden erreicht hat. Eine genauere Definition soll erst später folgend. 1 Zu Beginn sollte geklärt werden, wie genau Regionen sich nachhaltig entwickeln.
Schon zu Beginn der 1990er Jahre wurden, mit auf den Brundtlandbericht, zahlreiche Bundesministerien aktiv. So bildeten sich Arbeitskreise auf allen politischen Ebenen, wurden Wettbewerbe und Aktionen gestartet. Vor allem das BMVBW, das BMVEL und das BMBF wurden auf regionaler und kommunaler Ebene aktiv. Gezielt wurden die Kooperation und die Vernetzung in Bereichen wie Verkehr, Bau, Infrastruktur und soziokultureller Arbeit verbessert. Aber auch die Prozesse der kommunalen Selbstverwaltung wurden gestärkt. Dazu wurden
1 Vgl. Punkt 4.: Theoretische Vorklärungen.
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durch den Bund diverse Fonds, Anreize, sowie die Möglichkeit einer zentralen Koordination geschaffen, (Wiechmann, et al. 2004, S. 3ff).
Im Zuge dieses Vorhabens wurden in Deutschland 25 sog. Zukunftsregionen geschaffen, acht davon werden im Modellcoaching zusätzlich gefördert. Bei den Regionen handelt es sich um Großstädte, Ballungszentren und Wirtschaftsräume. Eine dieser Modellregionen ist die Region Stuttgart mit der Landeshauptstadt und den umliegenden Landkreisen Böblingen, Ludwigsburg, Esslingen, Göppingen und dem Rems-Murr-Kreis. Innerhalb solcher Regionen bestehen Netzwerke mit Austauschmöglichkeiten über nachhaltige Projekte unter Einbeziehung ortsansässiger Hochschulen. Stuttgart 21 ist ein solches Projekt. Von ihm werden Vorteile, auch solche von nachhaltiger Natur für die ganze Region erwartet (Wiechmann, et al. 2004 S. 15f).
Die Grundlage der Nachhaltigkeitsdebatte liegt dabei auf dem Brundtlandbericht der UNO sowie nationaler Nachhaltigkeitssauditen der Bundessrepublik: Danach zeichnet sich Nachhaltigkeit durch eine dauerhafte Entwicklung aus, welche die gegenwärtigen und zukünftigen Bedürfnisse der Gesellschaft befriedigt und zum Ausgleich sozialer, ökologischer und ökonomischer Interessen beiträgt. Dies gilt global ebenso wie regional. (Wiechmann, et al. 2004 S. 22f) Diese Aspekte gilt es in der Analyse des Projektes S21 nachzuvollziehen.
3. Der Stuttgarter Hauptbahnhof
Nicht nur die Idee und die Planung des Projekts Stuttgart 21 dauert schon Jahre an, auch die Geschichte des Stuttgarter Hauptbahnhofes ist sehr vielseitig. Obwohl diese zwar nicht Thema dieser Arbeit ist, möchte ich sie einer Darstellung der Entwicklung von S21 voranstellen. Dies soll zeigen wie wichtig der Bahnhof für Stuttgart und die Entwicklung der Stadt ist, und welche Rolle er noch haben könnte. Außerdem lässt sich so auch die immense Rolle der Nachhaltigkeit für S21 und die LHS verdeutlichen.
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Florian Huber, 2007, "Stuttgart 21" - Studien zur Nachhaltigkeit des neuen Durchgangsbahnhofs in Stuttgart, Munich, GRIN Publishing GmbH
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