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Raumstruktur bei Norbert Elias

Titel: Raumstruktur bei Norbert  Elias

Seminararbeit , 2007 , 20 Seiten , Note: gut

Autor:in: Bernhard Jaeck (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

ELIAS betrachtet Geschichte als einen Prozess, der prinzipiell ungeplant und ungesteuert verläuft und trotzdem durch eine Ordnung und eine Entwicklungsrichtung gekennzeichnet ist. Die folgenden Ausführungen zur Raumstruktur bei Norbert Elias zeigen, dass auch die Entwicklung in der Raumstruktur diesem Prinzip unterliegt. Das Hauptanliegen dieser Arbeit ist es, die Raumstruktur bei Norbert Elias darzustellen.

Zunächst werden die Begriffe Figuration und Macht dargestellt. Anschließend wird auf den Prozess der Feudalisierung eingegangen, infolge dessen eine neue, jetzt labile Machtstruktur sich einstellt. Auf diese Situation wird dann als Ausgangssituation am Ende der Feudalisierung eingegangen. Anschließend wird die Staatenbildung bei ELIAS behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Figuration

3. Macht

3.1 Sozialanthropologische Grundlagen der Macht

3.2 Instrumentelle Macht

3.3 Autoritative Macht

3.4 Datensetzende Macht

3.5 Prozesse

3.6 Machtquellen und Machtmittel

3.7 Formen der Machtausübung

3.8 Wirkungsmechanismen der Macht

4. Mechanismen der Feudalisierung

5. Ausgangssituation am Ende der Feudalisierung

6. Staatenbildung

7. Abschlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Raumstruktur in der soziologischen Theorie von Norbert Elias darzustellen, indem der Wandel von gesellschaftlichen Machtkonstellationen und Figurationen im historischen Prozess der Staatenbildung analysiert wird.

  • Soziologische Grundlagen der Figuration und Macht bei Norbert Elias
  • Prozess der Feudalisierung und seine Auswirkungen auf Machtbalancen
  • Mechanismen der Monopolbildung und der Entstehung von Staaten
  • Verhältnis zwischen Zentralisierungs- und Dezentralisierungsprozessen
  • Rolle der Raumstrukturierung im Kontext von Gewalt- und Abgabenmonopolen

Auszug aus dem Buch

6. Staatenbildung

Es findet durch Akkumulierung von Land aufgrund von Heirat, Kauf oder Eroberungen in allen Territorien eine Kristallisation innerhalb der Territorien mit dem Ergebnis statt, dass einige Kriegerfamilien eine Vormachtstellung über andere gewinnen, da ihr kriegerisches Potential erhöht wurde. Die Konkurrenz um den Boden im Inneren wird verstärkt durch ein Wachstum der Bevölkerung, eine Verfestigung des Bodenbesitzes und fehlender Möglichkeiten der äußeren Expansionen.

Wer in dieser Konkurrenzgesellschaft nicht mehr erwirbt, der verliert. Dieser Druck setzt einen Monopolmechanismus in Gang, in Folge dessen eine weitere Akkumulation von Machtmitteln bei einigen erfolgt, während andere ausscheiden. Es findet eine Hierarchisierung der Krieger in Gewinner und Verlierer statt. Die Ausscheidungskämpfe oder gesellschaftlichen Selektionsprozesse wiederholen sich bis schließlich eine Territorialherrschaft übrig bleibt, die sich aufgrund der Monopolstellung aus dem Konkurrenzbereich der übrigen heraushebt.

Im Zuge der Monopolbildung bleibt der zukünftige Gebrauch von militärischen Machtmitteln nur der Zentralgewalt vorbehalten. Zu diesem Gewaltmonopol reserviert sich die Zentralgewalt das Abgabenmonopol der Steuereinnahmen. Die Einnahmen aus dem Abgabenmonopol finanzieren das Gewaltmonopol, dieses wiederum ermöglicht die Durchsetzung des Abgabenmonopols. In den Territorien mit einem Gewaltmonopol entstanden befriedete Räume.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Hauptanliegen der Arbeit, die Raumstruktur bei Norbert Elias darzustellen, und gibt einen Überblick über den thematischen Aufbau von der Figuration bis zur Staatenbildung.

2. Figuration: Dieses Kapitel definiert den Figurationsbegriff als ein sich wandelndes, komplexes Beziehungsgeflecht von Menschen und verortet ihn innerhalb der Prozesssoziologie.

3. Macht: Hier wird Macht als integraler Bestandteil sozialer Prozesse und Beziehungen analysiert, wobei verschiedene Typen, Quellen und Wirkungsmechanismen von Macht differenziert werden.

4. Mechanismen der Feudalisierung: Es wird der Prozess der Dezentralisierung beschrieben, der eintritt, wenn Zentralherren Herrschaftsfunktionen durch Landvergabe delegieren müssen, was langfristig die Zentralmacht schwächt.

5. Ausgangssituation am Ende der Feudalisierung: Dieses Kapitel beschreibt den Zustand einer zersplitterten Machtstruktur, in der kleine Herrscher in ihren Territorien autonom agieren und der König nur noch eine relative Machtstellung innehat.

6. Staatenbildung: Hier wird der Prozess der Monopolbildung analysiert, in dem durch Ausscheidungskämpfe eine Zentralgewalt entsteht, die das Gewalt- und Abgabenmonopol monopolisiert.

7. Abschlussbemerkung: Das Fazit stellt fest, dass die Entwicklung zu befriedeten Räumen durch die Etablierung staatlicher Monopole das zentrale Ergebnis der von Elias untersuchten Prozesse ist.

Schlüsselwörter

Norbert Elias, Figuration, Macht, Raumstruktur, Feudalisierung, Staatenbildung, Prozesssoziologie, Interdependenz, Gewaltmonopol, Abgabenmonopol, Zentralisierung, Dezentralisierung, soziale Prozesse, Machtbalance, Monopolmechanismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziologische Theorie von Norbert Elias mit einem spezifischen Fokus auf die Entwicklung der Raumstruktur durch historische Prozesse der Machtbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Verständnis von sozialen Figurationen, die Dynamik von Machtbeziehungen sowie der historische Übergang von feudalen Strukturen zur staatlichen Monopolbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Aufarbeitung der Raumstruktur bei Norbert Elias sowie die Erklärung der zugrunde liegenden Mechanismen der gesellschaftlichen Transformation.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenfassung soziologischer Konzepte von Norbert Elias unter Einbeziehung ergänzender Literatur zur Machttheorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Figuration und Macht sowie die historische Analyse des Feudalisierungsprozesses und der anschließenden Entstehung moderner Staaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Figuration, Machtbalancen, Prozesssoziologie, Gewaltmonopol und die Dynamik von Zentralisierungs- und Dezentralisierungsprozessen.

Wie unterscheidet sich die "Etablierten-Außenseiter-Figuration" bei Elias?

Elias nutzt dieses Modell, um soziale Ungleichheiten und Machtkonstellationen zwischen Gruppen zu beschreiben, die auf unterschiedlich verteilten Ressourcen und gesellschaftlicher Anerkennung basieren.

Warum spielt das Gewaltmonopol eine so große Rolle für die Raumstruktur?

Das Gewaltmonopol ist entscheidend, da es "befriedete Räume" schafft und den Übergang von einer durch kriegerische Gewalt geprägten Ordnung zu einer staatlich organisierten, administrativen Gesellschaft ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Raumstruktur bei Norbert Elias
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
gut
Autor
Bernhard Jaeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V85242
ISBN (eBook)
9783638003124
ISBN (Buch)
9783638911207
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Raumstruktur Norbert Elias
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernhard Jaeck (Autor:in), 2007, Raumstruktur bei Norbert Elias, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85242
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Leseprobe aus  20  Seiten
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