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Jugendliche als Gewalttäter

Klärung der Ursachen von Gewalt und ihre Prävention

Titel: Jugendliche als Gewalttäter

Hausarbeit , 2007 , 35 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexandra Haberecht (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird das Thema der Gewalt unter Jugendlichen behandelt. Es wird außerdem versucht Gründe, warum meist männliche Jugendliche gewalttätig werden, zu klären.
Die Verbindung zur Pädagogik besteht darin, dass man sich auf diesem Gebiet inteniv mit den Erziehungsstilen, die im Laufe der Jahre entwickelt wurden (z.B. Fröbel, Pestalozzi) beschäftigt. Desweiteren sind die Rechte der Kindern ein Thema. Wenn nun genau diese Kindern gewalttätig werden, stellt sich die Frage, woran das liegt. Haben die vorhandenen pädagogischen Konzepte versagt, müssen alte überarbeitet oder gar neue überlegt werden? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, ist es wichtig sich mit den Ursachen der Gewaltanwendung zu befassen. Diese Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene Versuche diese Ursachen zu finden. Gleichzeitig befasst sie sich mit dem Ablauf der Gewalttanwendung an sich; was muss passieren, damit man Gewalt als Lösungsmittel benutzt, was geschieht während der Anwendung. Ebenso gibt diese Hausarbeit einen Überblick über verschiedene Methoden und Pädagogische Konzepte, um der Gewalt vorzubeugen. In beiden Aspekten werden verschiedenen ausgewählte Lebensbereiche Jugendlicher betrachtet.
An diese Arbeit wurde wissenschaftlich herangegangen. Sie stellt eine Zusammenfassung verschiedener Forscher dieses Themengebiets dar. Alle Autoren haben Praxiserfahrungen in diesem Tätigkeitsfeld und die vorgeschlagenen Lösungsvorschläge sind erprobt worden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Definitionen

3.1 Gewalt

3.2 Aggression

4. Ursachen von Gewalt

4.1 Übergreifende Ursachen

4.2 Ursachen in Familie

4.3 Ursachen in Freizeit

4.4 Ursachen in Schule

4.5 Erklärungsansätze zur Entstehung von Gewalt

Desintegrations-Verunsicherungs-Erklärungsansatz

Dominanztheorie

4.6 Prozessverlauf von Gewalt

5. Prävention

5.1 Allgemeine Prävention

5.2 Prävention in Familie

5.3 Prävention in Schule

5.4 Prävention in Institutionen / Pädagogische Konzepte

5.4.1 Konfrontativ

5.4.2 Mediativ

5.4.3 erlebnispädagogisch

5.4.4 Szenisches Spiel

6. Warum gerade die Jungen?

7. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Ursachen von Gewalt unter Jugendlichen und analysiert pädagogische Interventions- und Präventionsmöglichkeiten. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, weshalb männliche Jugendliche signifikant häufiger in Gewaltsituationen verwickelt sind und welche Rolle gesellschaftliche Männlichkeitsbilder dabei spielen.

  • Psychologische und soziologische Ursachen von Gewalt
  • Einflussfaktoren von Familie, Schule und Freizeit
  • Methodische Präventionsansätze wie Coolness-Training und Mediation
  • Die Bedeutung von Männlichkeitsbildern in der Sozialisation
  • Prozessverlauf von Gewalthandlungen

Auszug aus dem Buch

4.2 Ursachen in Familie

Die Familie ist der erste Ort, in dem man bewusst Gewalterfahrungen macht. Die Eltern demonstrieren ihre Gewalt mit Sätzen wie „Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, tust du ,was ich sage!“ (Kuhlmann S.42, 1999). Dabei wird nicht lang gezögert. Entweder gibt es Verbote oder leider oft auch Schläge. Dadurch wird vermittelt, wer die Macht hat und dass es Wege - über Gewalt - gibt, die schneller zum Ziel führen als andere. Gewalt wird als äußerst sinnvoll angesehen, weil es zu einer schnellen Lösung beiträgt. Jugendliche, denen ein solches Verhalten vorgelebt wird, haben oft keine Möglichkeit Konfliktsituationen anders zu lösen. Sie verspüren den Wunsch, den dabei empfundenen Stress schnell wieder los zu werden, und greifen zu gewalttätigen Lösungen. Sie lernen zwar in Auseinandersetzungen mit Geschwistern, dass dies auf Dauer keine effektive Lösung ist, aber ihnen geht es auch nicht primär um Gewalt als Gegenwehr, sondern lediglich um Gewalt als sinnvolles Lösungsmittel für den Moment.

Die Individualisierung der Gesellschaft hat auch in der Familie große Auswirkungen. So verliert das soziale Milieu an Bedeutung. Viele Eltern verfolgen ihre eigenen Interessen stärker als die ihrer Kinder. Es kommt zu Vernachlässigungen der Kinder. Zwar werden Pflichten, wie Abholen der Kinder etc. noch eingehalten, aber die Zeit, die man nach der Arbeit mit den Kindern verbringt wird immer knapper. Der Vater mag das Kind zwar abholen, aber übergibt es nach kurzer Zeit der Mutter, um seinen Hobbies nach zu gehen. Die Mutter geht ebenso ihren Interessen nach und liefert das Kind auch bei irgendwem ab. Man sieht sich nur noch selten, weil die Zeit dafür fehlt (vgl. Kuhlmann S.44, 1999). Das Zuhause verkommt zu einem Raum der Verabschiedungen und Begrüßungen und verliert den Status als sicheren Raum. Die Familie wird zur „,Inter-City-Familie'“ (Kuhlmann S.44, 1999). Dadurch fehlt den Kindern die Sicherheit, die sie brauchen. Die nicht mit den Kindern verbrachte Zeit führt zu weniger Kommunikation in der familiären Gemeinschaft. Doch diese ist wichtig.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit stellt die Motivation für das Thema Gewalt unter Jugendlichen dar und verknüpft diese mit pädagogischen Fragestellungen zum Erziehungserfolg.

Definitionen: Hier werden die Begriffe Gewalt und Aggression wissenschaftlich definiert und nach körperlichen sowie seelischen Formen unterschieden.

Ursachen von Gewalt: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Auslöser für Gewalt, von familiären Strukturen über den Einfluss von Freizeit und Schule bis hin zu theoretischen Erklärungsmodellen.

Prävention: Es werden pädagogische Ansätze zur Gewaltprävention vorgestellt, darunter konfrontative Konzepte, Mediation sowie erlebnispädagogische Maßnahmen.

Warum gerade die Jungen?: Dieses Kapitel analysiert die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Gewaltausübung und deren Verankerung in gesellschaftlichen Männlichkeitsidealen.

Schlussbemerkungen: Die Autorin reflektiert den Prozess der Erarbeitung der Hausarbeit und gibt eine kritische Einschätzung zur Komplexität des Themas.

Schlüsselwörter

Gewalt, Aggression, Jugendliche, Erziehung, Pädagogik, Prävention, Coolness-Training, Mediation, Familie, Schule, Sozialisation, Männlichkeitsbild, Frustrationstoleranz, Konfliktbewältigung, Täter-Opfer-Ausgleich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen jugendlicher Gewalt und sucht nach Erklärungen für deren Ursachen sowie nach Wegen, diese durch pädagogische Prävention zu mindern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf Ursachen in verschiedenen Lebensbereichen wie Familie, Schule und Freizeit sowie auf die Wirksamkeit pädagogischer Konzepte bei gewaltbereiten Jugendlichen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Klärung der Entstehung von Gewalt und die Beantwortung der Frage, warum insbesondere männliche Jugendliche stärker zu aggressivem Verhalten neigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Theorieanalyse, die Erkenntnisse verschiedener Forscher zusammenfasst und durch Praxiserfahrungen ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse, die Erörterung von Erklärungsmodellen für Gewaltentstehung, einen Überblick über Präventionskonzepte und eine geschlechterspezifische Betrachtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Gewalt, Aggression, Prävention, Erziehung, Coolness-Training, Mediation und Männlichkeitsbilder.

Warum wird im Kapitel 5.4 der „Coolness-Training“ Ansatz so betont?

Weil dieser Ansatz gezielt als konfrontative Pädagogik entwickelt wurde, um Jugendlichen außerhalb rein strafrechtlicher Konsequenzen alternative Verhaltensmuster zu vermitteln.

Was versteht die Autorin unter der „Inter-City-Familie“?

Dies beschreibt ein Familienmodell, in dem durch Individualisierung und Zeitmangel das Zuhause seinen Status als sicherer Rückzugsort verliert und zur bloßen Durchgangsstation verkommt.

Wie spielt das Männlichkeitsbild bei der Gewaltneigung von Jungen eine Rolle?

Jungen werden oft früh in die Rolle des „Beschützers“ gedrängt, wobei Gefühlsäußerungen als „weiblich“ oder „schwach“ abgewertet werden, was dazu führt, dass Stress und Ohnmacht kompensatorisch durch Gewalt entladen werden.

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Details

Titel
Jugendliche als Gewalttäter
Untertitel
Klärung der Ursachen von Gewalt und ihre Prävention
Hochschule
Evangelische Hochschule Berlin
Note
1,3
Autor
Alexandra Haberecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
35
Katalognummer
V86229
ISBN (eBook)
9783638020596
ISBN (Buch)
9783638921473
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendliche Gewalttäter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Haberecht (Autor:in), 2007, Jugendliche als Gewalttäter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86229
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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