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Die Herren - Diener Beziehung

Don Juan und Catalinon, alias Sganarelle, alias Leporello bei Tirso, Moliére und Da Ponte/Mozart

Titel: Die Herren - Diener Beziehung

Hausarbeit , 2005 , 12 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Milena Vasileva (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Don Juan und sein Diener sind zwei literarische Typen, die die dichterische Phantasie der Autoren bis in unsere Zeit immer wieder herausgefordert haben.
Mit Tirso de Molinas Schauspiel „El Burlador de Sevilla y convidado de piadro“ geboren, löste das untrennbare Paar ein literarisches Feuerwerk von neuen Versionen aus. Diese bunte Mischung aus Tragödie und Komödie hat immer noch nichts von seiner zündenden Kraft verloren.
Herr und Diener – zwei Figuren, die voneinander so abhängig sind, dass sie einzeln nicht existieren könnten. Zwei Personen, die so unterschiedlich sind, verschiedenen Sozialklassen der Gesellschaft zugeordnet sind und die sich gleichzeitig so vollkommen ergänzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung in das Thema

1.2 Don Juan und sein Diener

1.3 Die Darstellung der Dienerfigur im Herr – Diener Verhältnis

2. Hauptteil

2.1 Tirsos de Molina „El Burlador de Sevilla y Convidado de piedra“

2.2 Don Juan und Catalinón

2.2.1 Die Funktion des Dieners

2.2.2 Ein Kontrastpaar wird geboren. Don Juan – das genaue Gegenteil seines Dieners

2.2.3 Das Herr – Diener Verhältnis in Tirsos Werk

2.3 Das Herr – Diener Paar bei Moliére

2.3.1 Das Verhältnis zwischen Dom Juan und Sganarelle und die wichtige Rolle des Herrn

2.4 – Diener Konstellation bei Mozart/da Ponte

2.4.1 Die Leporello Figur

2.4.2 Der Diener in der Rolle des Herrn

2.4.3 Das Finale der Oper

3. Resümee/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Entwicklung und Funktion des Diener-Typs in den verschiedenen literarischen Bearbeitungen des Don Juan-Stoffes. Das primäre Ziel ist es, die wechselseitige Abhängigkeit zwischen dem Protagonisten und seinem Diener zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese Figur als moralische Instanz, komischer Spiegel und notwendiges Kontrastmittel fungiert.

  • Die Charakterisierung der Diener Catalinón, Sganarelle und Leporello im Vergleich.
  • Analyse der sozio-kulturellen Dynamik des Herr-Diener-Verhältnisses.
  • Untersuchung der moralischen und komischen Funktionen des Dieners innerhalb der Werktreue.
  • Die Bedeutung der Dienerfigur für die strukturelle Aufrechterhaltung der Komödie.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Das Verhältnis zwischen Dom Juan und Sganarelle und die wichtige Rolle des Herrn

Moliére eröffnet sein Stück mit einem Diener – Dialog, in dem Dom Juans Diener Sganarelle das größte Wort führt und letztlich nichts Gutes über seinen Herrn sagt. Moliére hat die Gestalt des Dieners ausgeweitet, indem er ihn aus seiner Perspektive den Herrn darstellen und skizzieren lässt. Der redelustige Sganarelle charakterisiert farbenfroh seinen Herrn durch Benennungen wie „un Diable, un Turc, un Hérétique“,“en pourceau d’Èpicure, en vrai Sardanapale“. Sganarelles farbenprächtiges Portrait seines Herrn erzeugt Neugier auf diesen „größten aller Schurken“, der offenbar die Herzen der Damen im Flug erobert. Dom Juan selbst, der dazukommt, vervollständigt das Portrait durch sein Bekenntnis zur freien, ungebundenen Liebe:

„la constance n’est bonne que pour des ridicules; toutes les belles ont droit de nous charmer“.

Die Dialoge zwischen Dom Juan und Sganarelle nehmen bei Moliére einen weit größeren Raum als bei Tirso de Molina ein. Gleich die erste Begegnung der beiden ist typisch für die Art ihrer Beziehung. Ein in kurzen Repliken geführter Dialog eröffnet das Gespräch zwischen Herrn und Diener. In diesem kurzen Wortwechsel ist deutlich der Kontrast zwischen dem überlegenen Dom Juan und der ängstlichen Keckheit des Dieners zu erkennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das literarische Phänomen Don Juan und die Relevanz der Dienerfiguren für die Gesamtdarstellung.

2. Hauptteil: Detaillierte Analyse der Dienerfiguren in den Werken von Tirso de Molina, Moliére sowie Mozart und Da Ponte.

2.1 Tirsos de Molina „El Burlador de Sevilla y Convidado de piedra“: Vorstellung des historischen Kontextes von Tirsos Drama als Ausgangspunkt der Don Juan-Tradition.

2.2 Don Juan und Catalinón: Analyse der Rolle des Catalinón als moralischer Gegenpart zum Verführer.

2.2.1 Die Funktion des Dieners: Untersuchung der Doppelfunktion von Feigheit und moralischer Ermahnung bei Catalinón.

2.2.2 Ein Kontrastpaar wird geboren. Don Juan – das genaue Gegenteil seines Dieners: Betrachtung der gegensätzlichen Wesenszüge beider Figuren als tragisch-komisches Element.

2.2.3 Das Herr – Diener Verhältnis in Tirsos Werk: Untersuchung der symbolischen Überlegenheit des Dieners durch seine Rolle als Zeuge und Retter.

2.3 Das Herr – Diener Paar bei Moliére: Fokus auf die Ausweitung des Diener-Dialogs bei Moliére.

2.3.1 Das Verhältnis zwischen Dom Juan und Sganarelle und die wichtige Rolle des Herrn: Analyse von Sganarelles kritischem Blick auf Dom Juan und dessen Bekenntnis zur Freiheit.

2.4 – Diener Konstellation bei Mozart/da Ponte: Behandlung der komplexen Ausformung des Stoffes durch die Verbindung von Libretto und Musik.

2.4.1 Die Leporello Figur: Vergleich der Leporello-Figur mit seinem Vorgänger Sganarelle.

2.4.2 Der Diener in der Rolle des Herrn: Erörterung der Identitätsverwirrung und des Kleidertausches als Motiv.

2.4.3 Das Finale der Oper: Analyse der schließenden Konfrontation und der komischen Erleuchtung im Vergleich zum tragischen Ende.

3. Resümee/Ausblick: Fazit zur bleibenden Bedeutung des Herr-Diener-Kontrastpaares in der Weltliteratur.

Schlüsselwörter

Don Juan, Dienerfigur, Literaturgeschichte, Herr-Diener-Verhältnis, Catalinón, Sganarelle, Leporello, Moral, Komik, Kontrastpaar, Tirso de Molina, Moliére, Mozart, Da Ponte, Libertin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die literarische Entwicklung und Funktion der Dienerfiguren in drei zentralen Bearbeitungen des Don Juan-Stoffes: Tirso de Molina, Moliére sowie Mozart und Da Ponte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die soziologische Dynamik zwischen Adel und Bediensteten, die Moralvorstellungen des Dieners im Vergleich zum Sündenfall des Herrn und die erzählerische Funktion der Dienerfigur als komisches Element.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die Analyse der wechselseitigen Abhängigkeit: Der Diener fungiert dabei nicht nur als humoristisches Beiwerk, sondern als notwendiger Spiegel und moralischer Kontrast, der die Stücke erst in ihre volle Form bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die die Texte vergleichend betrachtet und die Charakterzeichnungen sowie die Dialogführung der verschiedenen Epochen untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Catalinón (Tirso), Sganarelle (Moliére) und Leporello (Mozart/Da Ponte), wobei besonders auf deren Funktion als Spiegel des Herrn und deren moralische Ambivalenz eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Don Juan, Herr-Diener-Verhältnis, literarisches Kontrastpaar, moralische Instanz und die theatralische Funktion der Komik.

Warum wird der Diener oft als Stimme des Gewissens bezeichnet?

In allen drei Stücken dient der Diener als mahnende Figur, die den Herrn an die Konsequenzen seines Handelns erinnert, obwohl er selbst oft nicht in der Lage ist, sich von diesem gewissenlosen Herrn vollständig zu lösen.

Welche Rolle spielt die Musik im Fall von Mozart und Da Ponte für die Dienerfigur?

Die Musik, insbesondere das Rezitativ und das Orchester, unterstreicht die inneren Konflikte und die Angst des Dieners, wodurch die Komik und das Drohende (wie etwa der steinerne Gast) intensiviert werden.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Herren - Diener Beziehung
Untertitel
Don Juan und Catalinon, alias Sganarelle, alias Leporello bei Tirso, Moliére und Da Ponte/Mozart
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Veranstaltung
Proseminar
Note
2,0
Autor
Milena Vasileva (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
12
Katalognummer
V87141
ISBN (eBook)
9783638065887
ISBN (Buch)
9783640108756
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Herren Diener Beziehung Proseminar herr und knecht herr knecht don juan sganarelle catalinon leporello
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Milena Vasileva (Autor:in), 2005, Die Herren - Diener Beziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87141
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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