Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis..................................................................................................... I
Abbildungsverzeichnis.............................................................................................II
Tabellenverzeichnis .................................................................................................II
1 Thema der Seminararbeit 1
2 Definition und Klassifikation der ADHS 3
3 Ursachen für ADHS 5
4 Diagnostik der ADHS 6
4.1 Screening 9
4.1.1 Conners-Skala 10
4.1.2 Strengths and Difficulties Questionnaire 10
4.1.3 Marburger Verhaltensliste 11
4.1.4 Child Behavior Checklist 11
4.2 Exploration 12
4.3 Verhaltensbeobachtung 13
4.4 Leistungsdiagnostik 14
4.4.1 Intelligenzdiagnostik 15
4.4.2 Aufmerksamkeitstests 17
4.5 Erfassung der Emotionalität 19
4.5.1 Familie in Tieren 20
4.5.2 Scenotest 21
4.6 Weiterführende Diagnostik 21
5 Therapie der ADHS 22
6 Fazit 23
7 Literaturverzeichnis 24
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zappelphilipp und Hans-guck-in-die-Luft 1
Abbildung 2: Entscheidungsbaum für die Diagnose von ADHS 7
Abbildung 3: Typische Schilderung für die Verdachtsdiagnose ADHS 8
Abbildung 5: Fragen bei der Unterrichtsbeobachtung 14
Abbildung 6: Fragen bei der Leistungsdiagnostik 15
Abbildung 7: Fragen bei der emotionalen Diagnostik 20
Abbildung 8: Entscheidungsbaum zur Planung einer multimodalen Therapie 22
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Übersicht über die Leitlinien zur Diagnostik und Verlaufskontrolle.......9
Tabelle 2: Skalen des HAWIK-III 16
Thema der Seminararbeit 1
1 Thema der Seminararbeit
ADHS ist keine neu erfundene Erkrankung. Der Frankfurter Nervenarzt Dr. Heinrich
Hoffmann kreierte 1845 schon die allseits bekannten Figuren des „Zappelphilipp“ und „Hans- guck-in-die-Luft“, die in dem Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ noch heute bestimmte Aspekte dieser Störung vortrefflich darstellen (vgl. Lauth & Schlottke, 2002, 3). Abbildung 1: „Zappelphilipp“ und „Hans-guck-in-die-Luft“
In der internationalen Fachwelt geht man bei ADHS von einer Störung aus, die sich aus einem Bündel von Verhaltenssymptomen zusammensetzt, die in unterschiedlich starker Ausprägung auftreten können.
Das vielfältige Erscheinungsbild reicht vom Zappelphilipp über brav träumerische Kinder bis
hin zum depressiv orientierungslosen Jugendlichen und umfasst unstete impulsive, aber auch
depressive Erwachsene bis zum brillanten zerstreuten Professor. (Farnkopf, 2002, S. 14)
Thema der Seminararbeit 2
Einen Untertyp von ADHS stellt ADS 1 dar, „d.h. bei diesen Kindern findet sich das Merkmal der allgemeinen motorischen Unruhe / mangelnden Impulskontrolle nicht, aber das Merkmal Unaufmerksamkeit ist vorhanden“ (Bundesärztekammer, 2005a, S. 3). Unaufmerksamkeit, erhöhte Ablenkbarkeit, motorische Unruhe, vorschnelles Handeln, Clownerie etc. sind Verhaltensweisen, die in der Schule sehr negativ auffallen. Die Anzahl der von ADHS betroffenen Kinder liegt in Deutschland momentan bei etwa 3-5 %, Tendenz steigend. Im Durchschnitt sind also 1-2 Kinder pro Klasse betroffen, wobei Jungen gegenüber Mädchen etwa zwei- bis viermal häufiger betroffen sind (Bundesärztekammer, 2005a, S. 4). Die Kinder bereiten mit ihrem Verhalten sich selbst, aber auch ihren Eltern und Erziehern/Lehrern erhebliche Schwierigkeiten.
Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über ADHS und seine Ursachen gegeben, um anschließend auf die Diagnostik der ADHS näher einzugehen. Um das Thema abzurunden, werden abschließend mögliche Therapieformen angesprochen.
1 Hierauf wird in der vorliegenden Arbeit jedoch nicht näher eingegangen.
Definition und Klassifikation der ADHS 3
2 Definition und Klassifikation der ADHS
ADHS existiert als psychiatrische Diagnose, wobei sich die Vergabe der Diagnose
ausschließlich nach der Symptomatik und nicht wie früher nach den Entstehungsbedingungen oder Ursachen richtet. Daher spricht man auch von einem Syndrom.
Über die Symptome Unaufmerksamkeit, motorische Unruhe und Impulsivität wird eine Gruppe
von Störungsbildern definiert, die in den gebräuchlichen Klassifikationssystemen ICD-10
[International Classification of Diseases] und DSM IV [Diagnostic and Statistical Manual of
Mental Disorders] als Hyperkinetische Störungen (HKS) bzw. Aufmerksamkeitsdefizit- /
Hyperaktivitätsstörung (ADHS) detailliert beschrieben und mit diagnostischen Kriterien
versehen werden. (Bundesärztekammer, 2005b, S. 5)
Das Klassifikationsschema nach DSM-IV der American Psychiatric Association (APA) und das Klassifikationsschema nach ICD-10 der World Health Organization (WHO) versuchen also die Symptomatik möglichst genau zu beschreiben, um ein einheitliches Bild der Störung zu zeichnen; sie sind beschreibend, aber nicht erklärend.
Beide Klassifikationssysteme gehen von einer Grundsymptomatik bei ADHS aus, die sich unter den folgenden drei Kardinalsymptomen zusammenfassen lässt (vgl. hierzu auch Döpfner & Lehmkuhl, 2005, S. 609f.; Lauth & Schlottke, 2002, S. 4f.; Heubrock & Petermann, 2001, S. 43ff.):
• Unaufmerksamkeit: Die Kinder haben sowohl Schwierigkeiten irrelevante Reize auszublenden (selektive Aufmerksamkeit) als auch ihre Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum auf eine Aufgabe aufrechtzuerhalten (Daueraufmerksamkeit).
• Hyperaktivität: Die Kinder sind motorisch unruhig. Sie besitzen einen ausgeprägten, oft unangemessenen Bewegungsdrang; sie sind also über die Maßen aktiv.
• Impulsivität: Die Kinder folgen ihrem Impuls. Sie handeln ohne nachzudenken und übersehen hierbei mögliche negative Folgen ihres Handelns. In der Regel betrifft die Impulsivität ihr gesamtes Verhalten.
Unter diesen Begriffen – Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität – werden Verhaltensweisen erfasst, die nahezu jedes Kind gelegentlich aufzeigt. Daher definiert sich
ADHS zusätzlich über die Häufigkeit, Dauer und Ausprägung der Symptomatik. Eine Störung
wird demnach nur als ADHS bezeichnet, wenn die Symptomatik
Definition und Klassifikation der ADHS 4
• vor dem siebten Lebensjahr aufgetreten ist,
• mindestens sechs Monate besteht,
• situationsübergreifend existiert,
• deutliches Leiden verursacht bzw. eine Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionen darstellt,
• eine andere psychische Störung (z.B. affektive Störung, Angststörung, Entwicklungsstörung) als Ursache für das Problemverhalten ausgeschlossen werden kann (vgl. hierzu Bundesärztekammer, 2005b, S. 6ff.).
Arbeit zitieren:
Désirée Frietsch, 2007, Diagnostik von ADHS , München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
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