Gliederung
Einleitung 1
1. Hochbegabung 2
1.1 Definition 2
1.2 Intelligenzquotient 3
2. Identifikation von hochbegabten Kindern Schülern 4
2.1 Intelligenztest 6
7
2.2 Hamburg- Wechsel- Intelligenztest
3. Schlussfolgerung 7
Einleitung
In dieser Ausarbeitung geht es um begabte Kinder – und schon bei dem Wort „begabt“ fangen die Schwierigkeiten an, denn was ist Hochbegabung und wie erkenne ich Sie. Manche sprechen von hoch begabten, andere von hoch intelligenten, wieder andere von besonders befähigten und talentierten Kindern. Mädchen und Jungen, die sich durch früh entwickelte, weit überdurchschnittliche Fähigkeiten und durch ihre Interessen von Gleichaltrigen unterscheiden. Dies kann den mathematisch-naturwissenschaftlichen, den sprachlichen, den musisch-künstlerischen, den sportlichen oder den handwerklichen Bereich betreffen. Manche Kinder sind auch auf mehreren Gebieten besonders begabt. Hier ein Beispiel: Ganesh Sittampalam im Londoner Stadtteil Wimbledon, Sohn ceylonesischer Einwanderer, wurde 1992 mit 13 Jahren und vier Monaten an der Universität Surrey in Guilford der jüngste Träger eines Bachelor-Titels erster Klasse für Mathematik. Das Studium absolvierte er in zwei statt der üblichen drei Jahre neben der Schule, die er für die anderen Fächer noch weiter besuchte. Diese Kinder und Jugendlichen werden häufig als „Genies“ oder „Wunderkinder“ bezeichnet, doch verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Wunder in der Regel eine besonders günstige Konstellation, in der eine hohe Begabung frühzeitig erkannt und konsequent mit hohem Aufwand gefördert wurde. Bei ausgeprägtem Leistungswillen und Spaß an der Sache bewältigen solche Kinder über Jahre ein tägliches Arbeitspensum von vielen Stunden. Derart außergewöhnliche Frühentwicklungen sind jedoch die Ausnahme. Extremvarianten der Begabungsentfaltung können aus pädagogischer und psychologischer Sicht sogar durchaus problematisch sein. Meistens verläuft die Entwicklung begabter Kinder weitaus weniger dramatisch.
Wenn Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer mehr über besondere Begabungen erfahren wollen, dann lautet ihre erste Frage fast immer: „Wie erkennt man denn überhaupt, ob ein Kind hoch begabt ist?“ – Ist der oder die Klassenbeste in der Regel auch außergewöhnlich begabt? Wie steht es mit dem Kind, das sich mit vier Jahren selbst das Lesen beigebracht hat? Kann eine bestimmte Schülerin/ein bestimmter Schüler, die/der im mathematischnaturwissenschaftlichen Bereich brillante, im sprachlichen Bereich aber nur mäßige Leistungen aufweist, als hoch begabt gelten oder nicht? Einige dieses fragen sollen in der Ausarbeitung geklärt und näher beleuchtet werden.
1
1. Hochbegabung
1.1 Definition
„Nach Paul Witty ist hochbegabt, wessen Leistung in einem potentiell wertvollen Bereich menschlicher Aktivität durchgängig bemerkenswert ist! Es gibt viele Definitionen, doch genauso viele Hochbegabungen in den verschiedensten Gebieten.“ 1
Hochbegabung wird heute überwiegend verstanden als ein geistiges Potential, welches sich unter günstigen Bedingungen zu herausragenden Leistungen und Kenntnissen entwickeln kann, aber nicht muss. Im Gegensatz dazu beschreibt der Begriff Genie Personen, die sich durch extrem hohe Leistungen in bestimmten Gebieten auszeichnen und durch diese auch in die Geschichte eingehen. Als Expertin oder Experten wiederum bezeichnet man Personen, die in einem bestimmten Gebiet eine sehr gut organisierte und reichhaltige Wissensbasis erworben haben, die ihr Wissen flexibel anwenden können und die neues Wissen leicht und schnell hinzu lernen.
Hochbegabung wird also seltener über herausragende Leistungen definiert oder über einen großen Reichtum an Wissen und Kenntnissen, sondern vielmehr als ein geistiges Potential für die Entwicklung solcher Leistungen und Kenntnisse.
Der Marland Report (1972) unterscheidet sechs Hauptkategorien von hochbegabten und talentierten Kindern. Erfasst waren Kinder mit demonstrierten Leistungen und/oder Potential in einem der folgenden Bereiche: Allgemeine geistige Fähigkeiten, spezifische Schulneigung, Kreatives oder Produktives Denken, Führungsqualität, Bildende oder darstellende Künste und Psychomotorische Fähigkeiten. Obwohl psychomotorische Fähigkeit (z.B. Leichtathletik) überwiegend ausgeklammert wird, decken diese Kategorien einen breiten Hochbegabungsbereich ab, der den Rahmen eines Intelligenzbegriffs sprengt. In der Praxis jedoch betonen die meisten Programme die ersten zwei oben genannten Kategorien und rücken dabei geitige Fähigkeiten und Schulneigung der Kinder in den Brennpunkt. Kinder mit spezifischen Talenten, zum Beispiel für bildende Kunst oder Musik, aber ohne hohes intelligensniveau, werden gewöhnlich vernachlässigt und kommen zu kurz. Wenn die Eltern es sich finanziell leisten können, sorgen sie Privat für Förderung.2
1 Wieczerkowski, Wilhelm/ Wagner, Harald (Hrsg.), Das hochbegabte Kind, Düsseldorf 1981, S. 24.
2 Webb, James T./Meckstroth, Elisabeth A./Tolan, Stephanie S., Hochbegabte Kinder, ihre Eltern,
2
ihre Lehrer. Ein Ratgeber, Bern 1998, S. 17-19.
Arbeit zitieren:
Sebastian Woye, 2008, Hochbegabung, München, GRIN Verlag GmbH
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