Belegarbeit
Fachbereich 4, Wirtschaftsingenierwesen,
Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Thema:
Aspekte montagegerechter Produktgestaltung
Autor:
Martin Harras
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Inhaltsverzeichnis
1. Produktgestaltungsprozess als wichtiger Wettbewerbsfaktor... 2
2. Anforderungen an die Produktgestaltung ... 3
3. Montagegerechte Produktgestaltung als wichtige Rationalisierungsstragtegie ... 5
4. Unterstützung durch CAD- und CAM-Systeme ... 6
5. Maßnahmen und Richtlinien zur montagegerechten Produktgestaltung... 6
6. Zusammenfassung... 8
8. Abbildungen: ... 9
9. Abbildungsverzeichnis:... 10
9. Literaturverzeichnis: ... 11
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1.Einleitung
Thema dieser Arbeit ist die ,,montagegerechte Produktgestaltung" als ein Aspekt des Pro-
duktgestaltungsprozesses. Dabei soll der Begriff zunächst fachlich eingeordnet und entspre-
chende grundlegende Zusammenhänge dargestellt werden. Im weiteren Verlauf werden die
allgemeingültigen Anforderungen, welche heutzutage an die Produktgestaltung gestellt wer-
den aufgezeigt. Anschließend wird die Eignung der montagegerechten Produktgestaltung als
Rationalisierungsstrategie dargestellt bevor der Zusammenhang zu modernen CAD-
Programmen hergestellt wird und kurz dargestellt wird, inwieweit diese den Konstruktions-
prozess unterstützen können. Zum Ende sollen grundlegende Gestaltungsrichtlinien, die im
Fokus der montagegerechten Produktgestaltung der Erfüllung konstruktiver Präventionsmaß-
nahmen zur Kostensenkung dienen. Die kurze Zusammenfassung zum Ende schließt diese
Arbeit mit einem Ausblick in die Zukunft ab.
2. Produktgestaltungsprozess als wichtiger Wettbewerbsfaktor
Die schnelllebige Gesellschaft und das daraus resultierende Kundenverhalten der heutigen
Zeit nehmen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklungen in der Industrie, vor allem im
Bereich der Produktplanung und Herstellung. Unternehmen, die sich heutzutage am Markt
behaupten wollen, müssen nicht nur immer öfter neue Produkte auf den Markt bringen, son-
dern sie auch den individuellen Wünschen der Kunden anpassen können. Innovative und wirt-
schaftliche Produktionsbetriebe sollten stets in der Lage sein, kurzfristig auf den sich ständig
ändernden Markt zu reagieren (vgl. PRIT-04, S.26). Aus diesem Zusammenhang ,,[...] ent-
steht die Notwendigkeit dramatischer Verkürzungen der Durchlaufzeit, beispielsweise durch
Prozesskettenverkürzung." (PRIT-04, S.26) Dabei gilt auch die Produktentstehungszeit als
ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. ,,Ein Unternehmen, das sich mit einem innovativen
Produkt zuerst am Markt positioniert, besitzt erhebliche Vorteile gegenüber Mitbewerbern."
(HOFF-00, S.1).
Dies bedeutet, dass Unternehmen innerhalb kürzester Zeit auf neue Produk-
te der Konkurrenz reagieren müssen, um sich entsprechende Marktanteile zu sichern. "Die
Zielgröße ,,Zeit" im Sinne von ,,Time-to-market" gewinnt deswegen als entscheidender Wett-
bewerbsfaktor [...] ständig an Bedeutung." (EHM-92, S.2).
Um neue Produkte schnell auf
den Markt bringen zu können, ist nicht zuletzt auch häufig in der Produktion eine Automati-
sierung der Montage unumgänglich, deren Ziel eine Kostensenkung bei gleichzeitiger Erhö-
hung von Produktivität und Qualität ist. Innerhalb solcher automatisierten Montageprozesse
auftretende Fehler sind häufig Ursache für kostspielige Produktionsunterbrechungen. Deshalb
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ist die Zuverlässigkeit und Beherrschbarkeit der Montageprozesse eine wichtige Vorausset-
zung (vgl. MICH-04, S.58). In der Phase der Produktgestaltung ist es unter anderem die Auf-
gabe der Konstrukteure, zu Produktionspausen führende Fehler, die oft auf die nicht monta-
gegerechte Form der einzelnen Produktelemente zurückzuführen ist, im Vorfeld abzuschätzen
und zu vermeiden. Dabei spielt unter anderem auch die montagegerechten Produktgestaltung
(engl. = Design for manufacture and assembly) eine nicht zu unterschätzende Rolle (vgl.
EHM-86, S.13; BLR-88, S.21; EHM-92, S.1)
. Neben der Montagegerechtheit gibt es jedoch
noch diverse weitere Anforderungen, denen die Konstrukteure in der Produktgestaltungsphase
gerecht werden müssen. Unternehmen, die langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit im internati-
onalen Markt sichern möchten, sollten möglichst alle diese Aspekte der Produktgestaltung in
den Gestaltungsprozess neuer Produkte mit einfließen lassen. Die Anforderungen an die Pro-
duktgestaltung werden im Folgenden etwas genauer dargestellt.
2. Anforderungen an die Produktgestaltung
Beim Kauf eines Produktes ist für die Kunden die Gestalt bzw. das Design oftmals ein we-
sentliches Kriterium, welches die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflusst. Bei der Produkt-
gestaltung geht es jedoch nicht ausschließlich um die Umsetzung künstlerischer und modi-
scher Vorstellungen, sondern sie stellt darüber hinaus eine technische Konstruktions- und
Gestaltungsaktivität dar (vgl. KLR-81). In Zeiten der Globalisierung und der immer stärkeren
Verdichtung des Marktes ist es für innovative und wirtschaftliche Unternehmen absolut not-
wendig, Kosten zu kontrollieren und zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber an-
deren Unternehmen langfristig zu gewährleisten. Bezüglich der Produktherstellungskosten
werden, wie bereits angesprochen, in der Produktgestaltungsphase, auch als Konstruktions-
phase bezeichnet, enorme Potentiale deutlich. ,,Analysen der Kostenentstehung und
verursachung in verschiedenen Produktionsbereichen ergaben, dass der überwiegende Teil
der Kosten eines Produktes zwar in der Montage verursacht wird, die Verantwortung dieser
Kosten aber hauptsächlich während der Konstruktionsphase bestimmt wird, nämlich ca. 75 %
." (BLR-88, S.23).
In einem anderen Werk des Jahres 1997 heißt es: ,,Für etwa 70 % der späteren Herstellungs-
kosten eines Produktes werden die Grundlagen in der Konstruktion gelegt. Das zeigt die Be-
deutung der Konstruktionsphase." (KON-97, S.4)
, (vgl. FELD-92, S.7). Dabei kommt das
Kosteneinsparpotential der montagegerechten Produktgestaltung klar zur Geltung. Bezüglich
des angesprochenen Verantwortungsanteils der Produktgestaltung an den Herstellungskosten
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