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2.1. Kriterien der Standortwahl 6
2.1.1 arbeitsbezogene Standortfaktoren 7
2.1.2 absatzorientierte Standortfaktoren 8
2.1.3 materialbezogene Standortfaktoren 9
2.1.4 staatlich festgelegte Standortfaktoren 10
2.2. Entscheidungsmodelle der Standortwahl 11
2.2.1 quantitative Entscheidungsmodelle 11
2.2.2 qualitatives Entscheidungsmodell 12
3.1 . historische Aspekte der Globalisierung 13
3.1.1 kolonialistische Globalisierungsphase 14
3.1.2 imperialistische Globalisierungsphase 14
3.1.3 neoliberale Globalisierungsphase 15
3.2. Anforderungen für eine erfolgreiche Globalisierung 15
3.3. Chancen der internationalen Standortwahl 17
3.4. Risiken der internationalen Standortwahl 19
3.5. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes 20
Literaturverzeichnis 23
Abbildungsverzeichnis 25
3
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Die Standortentscheidung hat in den letzten Jahren entscheidend an Bedeutung gewonnen. Insbesondere seit die zunehmende Globalisierung und die damit verbundenen politischen Veränderungen die Grenzen zwischen Staaten durchlässig gemacht und die Verbesserung der Transportsysteme und Informationssysteme Kontakte zwischen verschiedenen Standorten erleichtert haben, stehen den heutigen Unternehmen weltweite Standortalternativen zur Verfügung.
Die Standortwahl ist eine unternehmerische Entscheidung, die wie die Wahl der Rechtsform den Aufbau des Betriebes mitbestimmt. Sie kann den Erfolg eines Unternehmens positiv wie auch negativ beeinflussen und kann unter Umständen nicht mehr revidiert werden.
Diese Arbeit soll zeigen, wie bei solch einer Entscheidung in der Regel vorgegangen wird und wie alle wichtigen gewünschten Eigenschaften eines Standortes bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden sollten.
Zunächst wird erläutert, was unter einer Standortwahl verstanden wird und nach welchen Kriterien und Vorgehensweisen sie erfolgt. Danach werden die Auswirkungen der zunehmenden Globalisierung auf die Standortwahl aufgezeigt und es wird speziell auf Chancen sowie Risiken eingegangen. Um ein Land als Standort attraktiv zu gestalten, bestehen verschiedene Möglichkeiten, die zum Abschluss dieser Arbeit dargestellt werden.
4
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Die Standortwahl ist eine der wichtigsten unternehmerischen Entscheidungen mit langfristiger Wirkung. Sie muss beispielsweise bei der Betriebsgründung, Unternehmensverlagerung aufgrund negativer Standortfaktoren oder der Betriebserweiterung getroffen werden. 1
Entscheidend bestimmt wird die Standortwahl durch eine Vielzahl von Faktoren, die miteinander in Konkurrenz stehen können. So kann zur Diskussion stehen, ob ein nationaler oder ausländischer Standort in Frage kommt oder ob das Unternehmen sich an einem einzigen Standort oder auf mehrere Standorte verteilt ansiedelt. Die Entscheidung fällt in der Regel auf den Standort, der die Handlungsziele oder Erwartungen des Entscheidungsträgers am ehesten befriedigt und ist immer individuell vom Unternehmen abhängig. Grundsätzlich ist das Ziel der Standortwahl bei der Mehrheit der Unternehmen die langfristige Maximierung der Differenz zwischen standortbedingten Erträgen und standortunabhängigen Aufwendungendem Gewinn.
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Die Standortwahl beeinflusst, wie in Abbildung 1 dargestellt, die Kosten- und Erlössituation und somit die Gewinn- und Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens. Sie zieht also kapitalintensive und langfristige Konsequenzen nach sich. Aus diesem Grund muss die Entwicklung der Standortfaktoren, die im folgenden erläutert werden, möglichst weit in die Zukunft abgeschätzt werden. 2
1 vgl. Kreis, R.: Handbuch der Betriebswirtschaft, Oldenbourg Verlag GmbH, München, 1993, Seite 161
2 vgl. www.sielkamp.de
5
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Als Standortkriterien, auch Standortfaktoren genannt, werden alle Einflussgrössen bezeichnet, die für die Wahl eines Standortes unter ökonomischen Gesichtspunkten maßgebend sind. Sie können je nach Standort unterschiedlich wirken und haben Einfluss auf die langfristige Gewinnerzielung eines Unternehmens. 3
Die Vielzahl der Standortfaktoren kann in verschiedene Gruppen zusammengefasst werden. Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die grundlegende Einteilung der Standort-faktoren:
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3 vgl. Gabler Wirtschaftslexikon S - Z, 15. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden, 2000, Seite 2883
6
2.1.1 arbeitsbezogene Standortfaktoren
Vor allem für arbeitsintensive Unternehmen stellen die arbeitsbezogenen Standortfaktoren die mitunter wichtigsten Kriterien dar. Früher war die Frage nach der Arbeitsorientierung allein ein Problem der Orientierung an den niedrigsten Löhnen, heute orientieren sich Unternehmen im zunehmenden Maß an Orten, wo überhaupt noch qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Es kann jedoch angenommen werden, dass je höher die Löhne sind, desto weniger Probleme treten tendenziell bei der Suche nach ausreichenden und geeigneten Arbeitskräften auf.
Der Faktor Arbeit kann grundsätzlich in drei Dimensionen unterschieden werden, die nicht unabhängig voneinander betrachtet werden dürfen, da sie in enger Beziehung zueinander stehen.
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Die Arbeitskosten sind vor allem abhängig vom Lohnniveau und den Lohnnebenkosten und spielen, wie schon erwähnt, in der heutigen hochentwickelten Wirtschaft eine eher untergeordnete Rolle. Die Bedeutung der Verfügbarkeit von Arbeitskräften - quantitativ sowie qualitativ - wächst dagegen mehr und mehr. Die Schwierigkeit liegt darin, qualifizierte Arbeits- und Führungskräfte zu veranlassen, sich an Orten niederzulassen, die im Hinblick auf komfortable Wohnungen, kulturelle Leistungen, Schulen, Sportanlagen und ähnlichem mit größeren Orten nicht konkurrieren können. Der geringe Freizeitwert muss in solchen Fällen unter Umständen durch erheblich höhere Gehälter oder Zulagen kompensiert werden. 4
4 vgl. Thommen, J. - P.: Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre, 5. Auflage, Versus Verlag AG, Zürich, 1996, Seite 93 f.
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Mandy Kunert, 2002, Standortwahl und Globalisierung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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