Die Standortentscheidung hat in den letzten Jahren entscheidend an Bedeutung gewonnen.
Insbesondere seit die zunehmende Globalisierung und die damit verbundenen politischen Veränderungen die Grenzen zwischen Staaten durchlässig gemacht und die Verbesserung der Transportsysteme und Informationssysteme Kontakte zwischen verschiedenen Standorten erleichtert haben, stehen den heutigen Unternehmen weltweite Standortalternativen zur Verfügung.
Die Standortwahl ist eine unternehmerische Entscheidung, die wie die Wahl der Rechtsform den Aufbau des Betriebes mitbestimmt. Sie kann den Erfolg eines Unternehmens positiv wie auch negativ beeinflussen und kann unter Umständen nicht mehr revidiert werden.
Diese Arbeit soll zeigen, wie bei solch einer Entscheidung in der Regel vorgegangen wird und wie alle wichtigen gewünschten Eigenschaften eines Standortes bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden sollten.
Zunächst wird erläutert, was unter einer Standortwahl verstanden wird und nach welchen Kriterien und Vorgehensweisen sie erfolgt. Danach werden die Auswirkungen der zunehmenden Globalisierung auf die Standortwahl aufgezeigt und es wird speziell auf Chancen sowie Risiken eingegangen. Um ein Land als Standort attraktiv zu gestalten, bestehen verschiedene Möglichkeiten, die zum Abschluss dieser Arbeit dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Standortwahl
2.1. Kriterien der Standortwahl
2.1.1 arbeitsbezogene Standortfaktoren
2.1.2 absatzorientierte Standortfaktoren
2.1.3 materialbezogene Standortfaktoren
2.1.4 staatlich festgelegte Standortfaktoren
2.2. Entscheidungsmodelle der Standortwahl
2.2.1 quantitative Entscheidungsmodelle
2.2.2 qualitatives Entscheidungsmodell
3. Internationale Standortwahl
3.1. historische Aspekte der Globalisierung
3.1.1 kolonialistische Globalisierungsphase
3.1.2 imperialistische Globalisierungsphase
3.1.3 neoliberale Globalisierungsphase
3.2. Anforderungen für eine erfolgreiche Globalisierung
3.3. Chancen der internationalen Standortwahl
3.4. Risiken der internationalen Standortwahl
3.5. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Kriterien und Entscheidungsmodelle der unternehmerischen Standortwahl im Kontext der zunehmenden globalen wirtschaftlichen Vernetzung. Das primäre Ziel besteht darin aufzuzeigen, wie Unternehmen unter Berücksichtigung verschiedener Standortfaktoren und der damit verbundenen Chancen und Risiken eine fundierte Entscheidung für ihren optimalen Produktionsstandort treffen können.
- Grundlagen der Standortwahl und relevante Standortfaktoren
- Methoden der Entscheidungsfindung (quantitative und qualitative Modelle)
- Historische Entwicklung der Globalisierungsphasen
- Chancen und Risiken internationaler Standortentscheidungen
- Strategien zur Stärkung der nationalen Wettbewerbsfähigkeit
Auszug aus dem Buch
2.2.2 qualitatives Entscheidungsmodell
Viele und zum Teil wesentliche Standortfaktoren sind quantitativ nicht erfassbar und die Berechnung liefert dadurch keine schlüssigen Ergebnisse. Die Nutzwertanalyse bezieht den Einfluss der qualitativen Ergebnisse mit ein.
Bei der Nutzwertanalyse werden zunächst alle relevanten Standortfaktoren aufgelistet und nach der Bedeutung für das Unternehmen gewichtet. Danach wird jeder Standort einzeln bewertet. Durch die Multiplikation der Gewichtung mit der Bewertung, wird der Nutzen ermittelt und die Summe der Nutzen ergibt folglich den Gesamtnutzen des jeweiligen Standortes. Vorteil hat der Standort mit der höchsten Punktzahl.
Trotz der überwiegenden Vorteile hat die Nutzwertanalyse aber auch Nachteile. Diese sind die meist willkürliche und subjektive Gewichtung und uneinheitliche Messgrößen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung der Standortwahl ein und umreißt die Auswirkungen der Globalisierung auf unternehmerische Entscheidungen.
2. Standortwahl: Hier werden die theoretischen Grundlagen, verschiedene Standortfaktoren sowie quantitative und qualitative Entscheidungsmodelle detailliert erläutert.
3. Internationale Standortwahl: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Phasen der Globalisierung, die Anforderungen an Unternehmen sowie die Chancen, Risiken und Strategien der Standortstärkung.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer sorgfältigen Standortanalyse zusammen und betont die Notwendigkeit, kulturelle Unterschiede bei internationalen Expansionen zu berücksichtigen.
Schlüsselwörter
Standortwahl, Globalisierung, Standortfaktoren, Entscheidungsmodelle, Nutzwertanalyse, Wettbewerbsfähigkeit, Internationalisierung, Standortpolitik, Arbeitskosten, Markterschließung, Weltmarkt, Unternehmensführung, Standortanalyse, Globalisierungsphasen, Investitionsentscheidung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Standortwahl und untersucht, wie diese Entscheidung unter dem Einfluss der fortschreitenden Globalisierung getroffen wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Einteilung von Standortfaktoren, die Anwendung von Entscheidungsmodellen sowie die Analyse der Chancen und Risiken bei der internationalen Standortwahl.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen eine rationale Standortentscheidung treffen können, indem sie sowohl quantitative als auch qualitative Faktoren in ihre Planung einbeziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Standortwahl empfohlen?
Der Autor empfiehlt primär die Nutzwertanalyse, da diese im Gegensatz zu rein quantitativen Modellen auch qualitative Aspekte bei der Bewertung der Standortalternativen berücksichtigt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Kriterien der Standortwahl, die Darstellung verschiedener Entscheidungsmodelle sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der internationalen Standortwahl und ihren historischen Hintergründen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Standortwahl, Globalisierung, Standortfaktoren, Entscheidungsmodelle, Nutzwertanalyse und Wettbewerbsfähigkeit.
Warum spielt die Nutzwertanalyse eine so wichtige Rolle?
Da viele standortrelevante Aspekte wie Lebensqualität oder rechtliche Rahmenbedingungen nicht rein mathematisch erfasst werden können, ermöglicht die Nutzwertanalyse eine fundiertere, mehrdimensionale Bewertung.
Welche Herausforderungen sind mit der internationalen Standortwahl verbunden?
Neben den Chancen wie Kostenvorteilen oder Marktzugängen nennt der Autor vor allem Risiken durch kulturelle Unterschiede, politisch-ökonomische Abhängigkeiten und Herausforderungen bei der Arbeitsorganisation im Ausland.
- Arbeit zitieren
- Mandy Kunert (Autor:in), 2002, Standortwahl und Globalisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9213