Universität Bielefeld
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft Veranstaltung: Argumentieren und Didaktik des Argumentierens Semester: Sommersemester 2001
Analyse von Argumentationen
Name: Tanja Knüppel
Studiengang: Lehramt Primarstufe Semester: 2
,QKDOWVYHU HLFKQLV
Inhaltsverzeichnis 1-2
1. Einleitung 3
2. Wissenschaftlicher Teil 4
2.1. Definition: Was ist ein Argument? Was ist eine Argumentation? 4
2.2. Die Teile einer Rede 4 5
2.3. Der Fünfsatz 5 6
2.4. Der Aufbau eines Arguments 6
2.5. Der Syllogismus 6 7
2.6. Das Toulmin-Schema 7 8
2.7. Argumentationsklassen/ Topik 8
2.8. Schritte der Argumentationsanalyse 8 9
3. Analyse 9
3.1. Die These 9
3.2. Analyse des Statements von Gabriele Behler 10
3.2.1. Inhalt 10
3.2.2. Makroanalyse: 10
3.2.2.1. Aufbau 10 11
3.2.2.2. Verhältnis zu klassischen Mustern einer Rede 11 12
3.2.2.3. Der Fünfsatz: 12
3.2.4. Mikroanalyse 12
3.2.4.1. Die Argumente 12 13
3.2.4.2. Der Syllogismus 13 14
3.2.4.3. Das Toulmin-Schema 14
3.2.4.4. Topik 14
3.2.5. Sprachstilistische Analyse 14 15
3.3. Analyse des Statements von Matthias Rössler 15
3.3.1. Inhalt 16
3.3.2. Makroanalyse: 16
3.3.2.1. Aufbau 16 17
3.3.2.2. Verhältnis zu klassischen Mustern einer Rede 17
3.2.2.3. Der Fünfsatz: 17 18
3.3.4. Mikroanalyse 18
3.3.4.1. Die Argumente 18 19
3.3.4.2. Der Syllogismus 19 20
3.3.4.3. Das Toulmin-Schema 20 21
3.3.4.4. Topik 21 22
3.3.5. Sprachstilistische Analyse 22
4. Schlussteil 23 24
Literaturangaben: 25
Anlage: Analysematerial (These und Statements)
(LQOHLWXQJ
Anhand eines Theorieteils und eines Beispiels soll das Thema „Argumentationsanalyse“ in dieser Hausarbeit behandelt werden.
Im ersten Teil der Hausarbeit werde ich wesentliche Aspekte der Argumentationsanalyse erläutern. Beginnen werde ich mit einer Definition von Argument und Argumentation und zunächst fortfahren mit dem Aufbau einer Rede, dem Fünfsatzschema und dann mit dem Aufbau von Argumenten, dem Syllogismus, dem Toulmin-Schema,der Topik und den Teil mit den Schritten einer Argumentationsanalyse beenden.
Im zweiten Teil, der der zentrale Teil der Arbeit werden soll, werde ich versuchen die erläuterte Theorie auf die Praxis anzuwenden. Als Material habe ich einen Streitfall der Internetseite www.woche.de 1 gewählt. Dieser hat das Thema „Kopfnoten wieder ins Zeugnis?“. Ich halte ihn für passend, da er einen Bezug zu meinem Studiengang hat. Außerdem ist die Diskussion wie Zeugnisse sein sollen aktuell und war auch Thema meiner ESL-Einführungsveranstaltung. Dort hat das Thema mein Interesse geweckt. Ich werde so vorgehen, dass ich zunächst den Inhalt der These wiedergebe. Dann werde ich zwei Statements analysieren, indem ich auch hier zunächst den Inhalt zusammenfasse, daraufhin werde ich eine Makroanalyse (Aufbau des Statements, Verhältnis zu klassischen Redemustern und das Fünfsatzschema), eine Mikroanalyse (Aufbau der Argumente, Syllogismus, das Toulmin-Schema und Topik) und eine sprachstilistische Analyse durchführen.
Für den Theorieteil habe ich Texte aus dem Reader gewählt, denn sie haben einen direkten Bezug zum Seminar und wurden dort verwendet. Anderes Textmaterial stand leider nicht zur Verfügung.
Den Theorieteil werde ich unter den Fragestellungen „Was für Merkmale haben Argumente im Allgemeinen?“ und „Was gibt es für Schemata um Argumente auszuwerten?“ schreiben.
Den Teil der Argumentationsanalyse werde ich unter den Aspekten „Wie wird im Alltag argumentiert?“ und „Inwieweit kann man die vorhandenen Schemata auf eine Argumentation anwenden?“ bearbeiten.
♦
1 Internetseite der Wochenzeitung „ Die Woche“
3
:LVVHQVFKDIWOLFKH+LQWHUJUQGH
In diesem Teil werde ich zunächst eine theoretische Grundlage für die spätere Analyse schaffen.
2.1. Definition: Was ist ein Argument? Was ist eine Argumentation?
Nach Nussbaumer ist eine Argumentation eine Form des sprachlichen Handelns 2 . Es gibt eine strittige Frage, die man entweder mit ja („ pro“ ) oder nein („ contra“ ) beantworten kann. Nun werden Gründe für beide Seiten angeführt. Diese nennt man Argumente. Diese Gründe können wiederum auch strittig sein. Ziel ist eine Situation, in der das zuvor Strittige nicht mehr strittig ist. 3
Manfred Kienpointner bezeichnet ein Argument als den Grund, der für oder gegen die strittige These angeführt wird. Dieses Argument muss haltbar sein und sinnvoll Bezug auf die strittige These nehmen. Der sinnvolle Bezug setzt eine Schlussregel voraus.
Die Schlussregel ist eine allgemeine inhaltliche Regel die garantiert, dass von dem Argument auch auf die These geschlossen wird. Wenn das so ist, ist das Argument relevant. Die Schlussregel wird in einer Argumentation oft nicht genannt sondern als bekannt vorrausgesetzt. Die These ist die strittige Behauptung.
Hinzu können Ausnahmebedingungen kommen und eine qualifizierte Angabe zur Stärkung der Schlussfolgerung. 4
2.2. Die Teile einer Rede
Den klassische Aufbau einer Rede beschreiben Gert Ueding und Bernd Steinbrink. Sie teilen eine Rede in vier Teile: Die Einleitung (Exordium), die Erzählung (Narratio), die Beweisführung (Argumentatio) und den Redeschluss (Peroratio). In der Einleitung will der Redner Aufmerksamkeit erlangen. Dazu kann er zum Beispiel versprechen sich kurz zu fassen oder erklären wie aktuell sein Thema momentan ist.
2 Nussbaumer 1991, Seite 208.
3 Nussbaumer 1991, Seite 208.
4 Kienpointner 1996, Seite 75-76.
4
In der Narratio legt der Redner den Sachverhalt dar und bereitet seine Zuhörer auf die Argumentation vor.
Im dritten Teil, der Beweisführung bezieht der Redner sich auf Beweisgründe. Dies können Zeichen/Anzeichen sein, Gesetze, Traditionen oder wissenschaftliche Erfahrungen. Er kann Beispiele nennen. Ferner kann er hier rhetorische Figuren wie Steigerungen oder Häufungen benutzen.
Im Redeschluss kann der Redner seine Rede noch einmal kurz zusammenfassen.
2.3. Der Fünfsatz 5
Beim Fünfsatzschema teilt der Redner seine Argumentation in 5 Teilschritte ein. Es gibt verschiedene Arten das Fünfsatzschema anzuwenden:
Die gängige Aufsatzgliederung: Hier teilt man in Einleitung, Hauptteil und Schluss ein, wobei der Hauptteil aus drei gleichberechtigten Teilen besteht. Diese drei Schritte sind gleich wichtig. Plant man den Sprechverlauf muss man den fünften Satz zuerst erfassen und von hinten nach vorne vorgehen.. Beim Vortrag ist dieser der fünfte Satz der letzte, den man sagt. Die sogenannte „ Kette“ enthält eine streng chronologische oder logische Abhängigkeit der Glieder. Der Sprecher geht hier auf einen Vorschlag ein und zieht daraus eine Konsequenz. Daraufhin macht er einen Verbesserungsvorschlag und begründet ihn.
Eine weitere Form ist die Dialexe, die dialektisch aufgebaut ist. Der Sprecher geht auf etwas ein, was jemand anders gesagt hat und hält dem etwas entgegen. Dann vergleicht er beide Ansichten und macht daraus einen Vorschlag.
Vom Allgemeinen zum Besonderen geht die sogenannte „ Gabel“ . Dabei geht der Sprecher von einer allgemeinen Ansicht aus und hält dem dann aus seiner Erfahrung zwei andere Einsichten entgegen und zieht daraus eine Konsequenz. Ferner können zwei Positionen verglichen werden. Dabei nennt der Sprecher zwei verschiedene Ansichten und wie diese begründet werden. Letztendlich bevorzugt er keine der beiden, sondern nennt einen eigenen Standpunkt.
Außerdem kann man einen Kompromiss vorschlagen. Dabei nennt der Redner zwei sich widersprechende Ansichten und behauptet, dass diese beiden sich in der Mitte treffen und schlägt einen daraus resultierenden Kompromiss vor.
5 Quelle unbekannt, siehe Handout des Referats zum Thema „ Fünfsatz“ im Seminar.
5
Quote paper:
Tanja Knüppel, 2001, Analyse von Argumenten, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Die attische Philosophie: Sokrates, Platon und Aristoteles
Philosophy - Philosophy of the Ancient World
Termpaper, 12 Pages
Grundideen und -verfahren der Generativen Grammatik
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 30 Pages
Argumentieren - Eines der wichtigsten sprachlichen Mittel
Rhetoric / Elocution / Oratory
Scholary Paper (Seminar), 22 Pages
Punk in der DDR. Wahre Rebellion oder Spaßnische
Politics - Political Systems - History
Termpaper, 26 Pages
Die Substanz analytischer Argumentationen - Eine Untersuchung zum Verh...
Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 26 Pages
Die Lexik im "Cantar de Mio Cid"
Romance Languages - Spanish Studies
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 31 Pages
Reflecting Us and the Other: Das Chicana-/Chicano-Drama der Gegenwart
Thesis (M.A.), 93 Pages
Akzente Waltherscher Minnekonzeption
German Studies - Older German Literature, Mediaevistik
Scholary Paper (Seminar), 32 Pages
Argumentationstheorie und Alltagsargumentation - Untersucht an einer R...
Rhetoric / Elocution / Oratory
Termpaper, 31 Pages
Die Tradition des Hässlichen im Expressionismus
Am Beispiel von Gottfried Benn...
German Studies - Modern German Literature
Intermediate Examination Paper, 33 Pages
Lessings "Ringparabel", ein Stundenentwurf mit 4 Arbeitsblät...
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Lesson Plan, 20 Pages
Gewalt in der Sprache zwischen Männern und Frauen
Scholary Paper (Seminar), 21 Pages
Die Sprache der Politik der Gegenwart - Definition, Funktionen und Bes...
Bachelor Thesis, 24 Pages
Wie erstelle ich einen Fragebogen für eine empirische Forschungsarbeit...
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 21 Pages
From Martha to Laura: The role of the first lady in US politics
Politics - Political Systems - General and Comparisons
Scholary Paper (Seminar), 26 Pages
Die utilitaristischen Positionen bei Bentham und Mill - Kann das Nützl...
Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
Scholary Paper (Seminar), 16 Pages
Tanja Knüppel has published the text Analyse von Argumenten
Tanja Knüppel has uploaded a new text
Tamdem Argumentieren und Erörtern. Vom Schreibanlass zum überarbeitete...
Arbeitstechniken und Lösungswe...
0 comments