1. Einleitung 3
2. Quellenlage 3
3. Biographie 4
3.1 Eltern Kindheit und Jugend (354 ca 373) 4
3.2. Berufliche Laufbahn und Bekehrung (373 386 387) 5
3.3. Von der Taufe bis zur Priesterweihe (387 391) 6
3.4. Tätigkeit als Priester und Bischofsweihe (391 395 396) 6
3.5. Bischöfliche Wirksamkeit und letzte Jahre (ca 396 430) 7
4. Werke 7
5. Die Bedeutung Augustinus in der heutige Zeit 8
5.1. Ehe 8
5.2. Augustinusregel 9
5.2.1. Entstehungsgeschichte 9
5.2.2. Verbreitung der Regel 9
5.2.3. Charakteristische Merkmale der Regel 9
5.2.4. Inhaltsangabe der Augustinusregel (in Stichworten) 10
6. Literaturverzeichnis 12
1. Einleitung
Mit dem Namen Augustinus werden einige Begriffe und Bezeichnungen assoziiert. Zum einen ist er vielen Menschen als gelehrter Theologe, Neubekehrter, Bischof, spätantiker Kirchenlehrer bzw. Kirchenvater oder Mönch bekannt.
Zum anderen gilt er als seiner Zeit voraus denkender und einflussreicher Philosoph sowie als Gründer des westlichen Mönchtums.
Zudem wird er als Heiliger verehrt, dessen Namenstag am 28. August gefeiert wird. Dies lässt auf Augustinus’ große Bedeutung für die christliche Geschichte schließen. Ich möchte daher mit dieser Hausarbeit einen groben, gesamtheitlichen Überblick über das Leben und Werken der Person Augustinus geben.
2. Quellenlage
Die heutigen Kenntnisse über Augustinus sind – im Gegensatz zu anderen Personen der vergangenen Zeiten – sehr gut, da er ein großes Schriftentum hinterließ.
In seinem wohl wichtigsten Werk, der Autobiographie Confessiones (Bekenntnisse), beschreibt Augustinus sein Leben von seiner frühesten Jugend an bis hin zu seiner Bekehrung zum Christentum. Wichtige Details über sein Leben und Denken sind darüber hinaus auch in seinen zahlreichen Büchern, Briefen und Predigten zu finden. 1
Die Retractationes (Nachprüfungen), die Augustinus im fortgeschrittenen Alter verfasste, beinhalten besonders intensive biographische Hinweise. Denn gegen Ende seines Lebens hatte Augustinus alle seine Werke nochmals durchgesehen und, falls nötig, einige Passagen korrigiert oder mit intimen Informationen über die Zeit, die Dauer, die Gründe oder den Ort des Entstehens versehen. 2
Ebenfalls als eine wichtige Quelle anzusehen ist die von Augustinus’ Freund und Schüler Possidius verfasste Vita Augustini (Das Leben des Augustinus’). 3
1 LOEWENICH, WALTER V. (1965): Augustin – Leben und Werk. München, S.21. 2 Ebd. S.21ff.
3 Ebd. S. 21.
GEERLINGS, WILHELM (Hrsg.) (2002): Augustinus – Leben und Werk : Eine bibliographische Einführung. Paderborn, S. 27.
3. Biographie
3.1 Eltern, Kindheit und Jugend (354 – ca. 373)
Augustinus wurde am 13. November 354 n. Chr. in Thagaste in der römischen Provinz Numidien im heutigen Souk-Ahras in Algerien geboren.
Sein Vater Patricius war ein Heide und Mitglied der städtischen Curia, was etwa einem heutigen Verwaltungsbeamten gleichzusetzen ist. Er legte bei Augustinus großen Wert auf eine gute Ausbildung. Es ist allerdings davon auszugehen, dass Augustinus kein besonders positives Verhältnis zu seinem Vater hatte. 4 Umso prägender war der Einfluss seiner geliebten Mutter Monica, die aus einem christlichen Haus stammte und versuchte, ihren Sohn zu dem Christentum hinzuführen. „Ihr Bild in den „Confessiones“ ist so gezeichnet, daß an Nähe oder Ferne Augustinus’ zu seiner Mutter Nähe und Ferne zur Kirche abzulesen sind. Augustinus glaubt seiner Mutter alles zu verdanken, was er ist. 5 “ Als Geschwister sind uns nur Bruder Navigius und Augustinus’ Schwester Perpetua bekannt, die als Witwe eine religiöse Gemeinschaft leitete. 6
Augustinus, der anscheinend viel begabter als seine Geschwister war, besuchte in Thagaste den Elementarunterricht. Dieser wurde in Madaura auf der Grammatikschule fortgesetzt und später vom Unterricht in Rhetorik abgelöst.
Im Alter von 16 Jahren begann er in Karthago ein Rhetorikstudium, obwohl er zwischenzeitlich aus Geldmangel eine Zwangspause einlegen musste. In dieser Zeit hatte Augustinus „ein Verhältnis mit einer Frau; kein eheliches“ 7 , aus dem sein ungewollter Sohn Adeodatus hervorging. Im Zuge des Rhetorikstudiums lernte Augustinus Ciceros Hortensius kennen. Dies ist als eine bis auf wenige Fragmente verloren gegangene Werbeschrift Ciceros für die Philosophie zu verstehen. Diese Schrift veranlasste ihn dazu, sich dem Kreis der Manichäer anzuschließen Deren im Vergleich radikale Lehre beinhaltete, grob vereinfacht, die klare Unterscheidung zwischen Gut oder Böse, Hell oder Dunkel, und schien für Augustinus damals die attraktivere Form des Christentums zu sein. 8
4 SCHINDLER, ALFRED (1979): Augustin. In: Theologische Realenzyklopädie. Bd. 4, Berlin, S. 646. 5 GEERLINGS, WILHELM (1993): Augustinus. In: Lexikon für Theologie und Kirche. Bd. 1, München, Sp. 1240. 6 Ebd. Sp.1240 7 AUGUSTINUS; ENDRÖS, HERMANN (Übers.) (1963): Augustinus – Bekenntnisse. München. IV,2, S. 66. 8 SCHINDLER, ALFRED (1979): Augustin. In: Theologische Realenzyklopädie. Bd. 4, Berlin, S. 647. GEERLINGS, WILHELM (1993): Augustinus. In: Lexikon für Theologie und Kirche. Bd. 1, München, Sp. 1240.
Arbeit zitieren:
Dorothee Aßmann, 2006, Augustinus - Leben und Werke, München, GRIN Verlag GmbH
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