1
Ernst Probst
Die nordische Bronzezeit
2
Meiner Ehefrau Doris gewidmet
3
Ernst Probst
Die
nordische
Bronze-
zeit
5
Vorwort
Die Bronzezeit vor mehr als 2000 bis 800 v. Chr. gilt als die
erste und längere der Metallzeiten in Europa. In dieser Zeit
wurden Werkzeuge, Waffen und Schmuck aus Bronze her-
gestellt. In einigen Gebieten hatte die Bronzezeit eine andere
Zeitdauer. So begann sie in Süddeutschland schon vor etwa
2300 v. Chr. und endete um 800 v. Chr. In Norddeutschland
dagegen währte sie von etwa 1600 bis 500 v. Chr.
Zu den in Deutschland verbreiteten Kulturen der Bronze-
zeit gehören die nordische frühe Bronzezeit bzw. frühe
Bronzezeit des Nordischen Kreises (etwa 1800 bis 1500 v.
Chr.), die nordische ältere Bronzezeit (etwa 1500 bis 1200
v. Chr.), die nordische mittlere Bronzezeit (etwa 1200 bis
1100 . Chr.) und die nordische späte Bronzezeit (etwa 1100
bis 800 v. Chr.). Der von dem schwedischen Prähistoriker
Oscar Montelius (18431921) stammende Begriff ,,Nordi-
scher Kreis" beruht auf der eigenständischen Entwicklung
nördlicher Regionen Europas.
Die Texte über die nordische Bronzezeit stammen aus dem
vergriffenen Buch ,,Deutschland in der Bronzezeit" (1996)
des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in alter
deutscher Rechtschreibung und entsprechen dem damaligen
Wissensstand. Weitere Kulturen der Bronzezeit aus Deutsch-
land werden ebenfalls in Einzelpublikationen vorgestellt.
6
OSCAR MONTELIUS,
geboren am 9. September 1843
in Stockholm,
gestorben am 4. November 1921
in Stockholm.
Er promovierte 1869,
wurde 1888 Professor
und war von 1907 bis 1913
Reichsantiquar in Schweden.
Montelius teilte 1885
die nordische Bronzezeit
in sechs Perioden und
1897 die Eisenzeit
in acht Perioden ein.
Außerdem prägte er
schon im 19. Jahrhundert
den Begriff Nordischer Kreis
der Bronzezeit,
von dem der heutige Name
nordische Bronzezeit abgeleitet ist.
7
Stabdolche als
Zeichen der Götter
Die nordische frühe Bronzezeit
vor etwa 1800 bis 1500 v. Chr.
Als in Mittel- und Süddeutschland bereits frühbronzezeitliche
Kulturen heimisch waren, verharrten in Mecklenburg-Vor-
pommern noch Bevölkerungsgruppen auf dem technischen
Niveau der Jungsteinzeit. Der Fortschritt setzte sich dort erst
später durch als in südlicheren Gebieten. So war es im Nor-
den auch schon mit Ackerbau und Viehzucht geschehen, die
als Kennzeichen der Jungsteinzeit gelten und dort mit gro-
ßer Verzögerung eingeführt wurden.
Ähnlich erging es in Mecklenburg-Vorpommern dem neuen
Metall Bronze, weshalb dort die frühe Bronzezeit einige Jahr-
hunderte später als in Mittel- und Süddeutschland einsetzte.
Da im Norden auch das Eisen zunächst kaum Beachtung
fand, währte dort die Bronzezeit länger als im Süden und
die Eisenzeit begann dementsprechend merklich später.
In Mecklenburg-Vorpommern gilt die Gliederung der Bron-
zezeit in sechs Perioden. Diesem Schema zufolge entspricht
dort die frühe Bronzezeit der Periode I, die nach heutiger
Kenntnis etwa von 1800 bis 1500 v. Chr. dauerte. Jener Ab-
schnitt wird auch als nordische frühe Bronzezeit oder als
frühe Bronzezeit des Nordischen Kreises bezeichnet. Der
von dem schwedischen Prähistoriker Oscar Montelius (1843
1921) stammende Begriff ,,Nordischer Kreis" beruht auf der
eigenständigen Entwicklung nördlicher Regionen Europas.
8
Über die Anatomie, Körperhöhe und Krankheiten der Men-
schen aus der frühen Bronzezeit in Mecklenburg-Vor-
pommern läßt sich nichts sagen. Der Grund hierfür ist, daß
die Skelette in den Gräbern im kalkarmen Boden völlig auf-
gelöst wurden. Auch die Siedlungen, das Leben darin und
das Wirtschaftswesen sind bisher kaum erforscht.
Pfeilspitzen aus Feuerstein mit eingezogener Basis wie in
der späten Jungsteinzeit verdeutlichen, daß Pfeil und Bogen
weiterhin eine wichtige Jagdwaffe waren. Hinweise auf zu-
mindest gelegentlich ausgeübte Jagd auf Rothirsche (Cervus
elaphus) geben die Werkzeuge und Waffen mit Geweih-
griffen. Wichtiger als das Töten von Wildtieren dürften je-
doch Ackerbau und Viehzucht für die Ernährung gewesen
sein.
Die Keramik bestand teilweise aus einfachen, unverzierten
Formen, die entweder keinen oder nur einen Henkel besa-
ßen. Reste von solchen schlichten Tongefäßen wurden in
Lemmersdorf und Bagemühl (beide Kreis Uecker-Randow)
in Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Daneben modellier-
te man henkellose Schalen und Tassen mit einfacher Form
und Verzierung.
In der nordischen frühen Bronzezeit gab es weiterhin Werk-
zeuge und Waffen aus Feuerstein, Knochen und Geweih. Als
besonders typische Waffen dieser Kulturstufe gelten Streit-
äxte mit einer Klinge aus Felsgestein und hölzernem Schaft
sowie aus Feuerstein zurechtgeschlagene Dolche. Besonders
prächtig wirken die ,,Fischschwanzdolche" mit fisch-
schwanzartigem Griff. Feuersteindolche wurden auch dann
noch hergestellt, als man bereits Kupfer- und Bronzedolche
eintauschte.
Die Menschen der frühen Bronzezeit in Mecklenburg-Vor-
pommern deckten ihren Bedarf an Metallerzeugnissen vor
9
allem durch Tauschgeschäfte mit Angehörigen der Aun-
jetitzer Kultur. Von diesen bezogen sie Flachbeile, Rand-
leistenbeile, Randmeißel, Schaftlochäxte, Schaftröhrenäxte,
Vollgriffdolche, Stabdolche, Lanzenspitzen und Schmuck.
Die Flachbeile hatten die gleiche Form wie die aus Feuer-
stein zurechtgehauenen Beilklingen der Jungsteinzeit. Flach-
beile wurden in Mildenitz-Hornshagen (Kreis Mecklenburg-
Strelitz), Jasmund (Kreis Rügen) und in Pantelitz (Kreis
Nordvorpommern) gefunden. Bei den Randleistenbeilen
überwog der norddeutsche Typ mit geradem Nacken und
ausladender bogenförmiger Schneide gegenüber dem säch-
sischen Typ mit rundem Nacken und weit gebogener, stark
gewölbter Schneide.
Von den Schaftlochäxten sind bisher in Mecklenburg-Vor-
pommern sechs Exemplare gefunden worden. Sie kamen oft
in Mooren zum Vorschein und könnten daher als Opfer für
Götter bestimmt gewesen sein. Eine reichverzierte Schaft-
lochaxt wurde in Gägelow (Kreis Nordwestmecklenburg)
entdeckt. Die Schaftröhrenäxte ähneln Funden aus Ungarn
und sind vermutlich auf dem Tauschweg bis nach Mecklen-
burg-Vorpommern und Skandinavien gelangt.
Bei den frühbronzezeitlichen Dolchfunden aus Mecklenburg-
Vorpommern wird zwischen Vollgriffdolchen des Malchiner
Typs und solchen des Aunjetitzer Typs unterschieden. Er-
stere gelten als einheimische Erzeugnisse, letztere als Im-
porte. Beide Typen waren in dem Depot von Malchin (Kreis
Demmin) vertreten. Bisher sind nach Angaben des Schwe-
riner Prähistorikers Horst Keiling in Mecklenburg-Vor-
pommern insgesamt 21 Dolche vom Malchiner Typ entdeckt
worden. Sie ähneln einander so sehr, daß sie vermutlich in
einer einzigen Werkstatt, die jedoch noch nicht lokalisiert
werden konnte, gegossen wurden. Die Klinge, der Griff mit-
10
Stabdolche und ein Randleistenbeil aus dem Depot
von Melz (Kreis Müritz) in Mecklenburg-Vorpommern.
Das Randleistenbeil (links)
hat einen 71,3 Zentimeter langen Bronzeschaft.
Originale im Archäologischen Landesmuseum
Mecklenburg-Vorpommern, Lübstorf
11
samt Heftplatte und manchmal auch die Nieten wurden ver-
mutlich in einem Stück angefertigt. Der Griff ist mit Rillen
und die Klinge mit einer Mittelrippe verziert. Der spitzovale
bis rautenförmige Querschnitt hat große Ähnlichkeit mit den
Feuersteindolchen.
Offenbar reichten die Gegengaben der Mecklenburg-
Vorpommerner Bevölkerung nicht aus, um sich auf dem
Tauschweg ausschließlich mit Metalldolchen auszurüsten.
Deshalb wurden weiterhin viele Feuersteindolche hergestellt
und teilweise metallene Vorbilder nachgeahmt. Das Neben-
einander von Feuerstein- und Bronzedolch ist in Blengow
(Kreis Bad Doberan) belegt. Dort lagen in einem Grab ein
Feuersteindolch und eine bronzene Dolchklinge.
Seltener als die Dolche des Malchiner Typs waren in Meck-
lenburg-Vorpommern die Vollgriffdolche vom Aunjetitzer
Typ. Letzterer Typ ist im Depot von Malchin und im Depot
I von Melz (Kreis Müritz) sowie in Rehna (Kreis Nordwest-
mecklenburg) nachgewiesen.
An zehn Fundorten in Mecklenburg-Vorpommern wurden
bronzene Stabdolche entdeckt. Der bedeutendste Fund die-
ser Art glückte im Depot II von Melz. Dort wurden sechs
komplette Stabdolche mit bronzenen Klingen und mit Schäf-
ten aus Eschen- und Lindenholz darin, acht Klingen sowie
ein komplettes Randleistenbeil mit bronzener Klinge und
ebensolchem Schaft geborgen. Eine Altersdatierung von
Holzresten der Stabdolche nach der Cl4-Methode ergab ei-
nen Mittelwert von 1786 v. Chr. Die Klinge des Randleisten-
beils aus Melz wurde vermutlich noch in heißem Zustand
auf den Bronzeschaft gezogen
Die Menschen der frühen Bronzezeit in Mecklenburg-Vor-
pommern tauschten mit den Leuten der Aunjetitzer Kultur,
des Sögel-Wohlde-Kreises sowie mit gleichzeitigen Kultu-
12
ren in England und Irland begehrte Güter aus. Malchiner
Dolche auf der Ostseeinsel Rügen sind vielleicht mit Feuer-
stein von dort bezahlt worden.
Schmuckstücke gab es in Form von Ösenhalsringen, Spiral-
röllchen, Bronze- und Steinperlen als Anhänger von Hals-
ketten, Hals- und Armringen mit verjüngten Enden, Man-
schettenarmbändern (Stulpen), Arm- und Brillenspiralen. Mit
Ausnahme der Steinperlen handelte es sich auch hier aus-
schließlich um Importe.
Bronzene Ösenhalsringe lagen vor allem in Depots. So ge-
hörten zum Depot von Wendhof (Kreis Müritz) 18 Ösen-
halsringe. In Nipmerow auf Rügen kamen mehrere recht roh
gegossene Ösenhalsringe zum Vorschein. In Gräbern sind
solche Schmuckstücke mit Ausnahme von Twietfort (Kreis
Parchim) nirgends gefunden worden. Aus Twietfort kennt
man auch Bronze- und Steinperlen an Halsketten. In den
Löchern mancher dieser Perlen steckten noch gezwirnte
Fadenreste.
Bei den Hals- und Armringen mit verjüngten Enden waren
die unverzierten und besonders dicken Exemplare wohl Me-
tallbarren, die noch weiterverarbeitet werden sollten. Dage-
gen sind die etwas dünneren und leichteren Stücke vermut-
lich als Schmuck getragen worden. Die Enden der großen
und der kleinen Hals- und Armringe waren stumpf oder spitz
gestaltet. Manschettenarmbänder wurden nur an wenigen
Plätzen in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt.
Die Armspiralen aus Bronzedraht besaßen zehn bis 20 Win-
dungen. Der Draht hatte einen schmalen, dreieckigen oder
spitzovalen Querschnitt.
Als Brillenspiralen werden zwei mit einem Bügel verbun-
dene Spiralplatten bezeichnet. Sie ähnelten einer Brille und
dienten als dekorativer Hängeschmuck.
13
Von der damaligen Schiffahrt zeugt der fragmentarisch er-
haltene Fund eines Einbaums südwestlich von Dahlen (Kreis
Mecklenburg-Strelitz) in Mecklenburg-Vorpommern. Das in
etwa 1,90 Metern Tiefe entdeckte Wasserfahrzeug ist 3,36
Meter lang und 62 Zentimeter breit. Seine ursprüngliche
Höhe läßt sich nicht mehr ermitteln.
An den Gräbern von Blengow und Twietfort wird ersicht-
lich, wie die Toten in der nordischen frühen Bronzezeit be-
stattet worden sind. In diesen Gräbern schützte man die Lei-
chen durch Packungen aus vorwiegend rundlichen oder ova-
len Feldsteinen. Die Hinterbliebenen gaben den männlichen
Verstorbenen meistens einen Feuersteindolch und nur noch
selten eine Steinaxt mit ins Grab. Metallobjekte lagen ledig-
lich in den Gräbern von Blengow (Kreis Bad Doberan),
Warrenzin (Kreis Demmin) und Twietfort (Kreis Parchim).
Weitere Beigaben waren Tongefäße, darunter mehrheitlich
henkellose Schalen und Tassen.
Bronzene Waffen und Schmuckstücke in Sümpfen, Mooren,
auf feuchten Wiesen und an Seeufern waren vermutlich als
Weihegaben für Götter gedacht. Das Depot von Neubauhof
(Kreis Demmin) umfaßte drei Vollgriffdolche, vier Man-
schettenarmringe, vier Halsringbarren, ein Randleistenbeil
und ein Manschettenarmband. In Pustohl (Kreis Bad
Doberan) fand man einen Stabdolch sowie ein Manschetten-
armband und in Wendhof (Kreis Müritz) Ösenhalsringe.
Als Weihegaben gelten auch die Stabdolche, die eher den
Charakter von Prunkwaffen, Würdezeichen oder Zere-
monialgeräten von Häuptlingen oder Priestern hatten als ei-
nen praktischen Nutzen. Sie spielten vielleicht bei kultischen
Prozessionen eine Rolle, bei denen sie als ,,heilige Zeichen",
Zeremonialgeräte oder Machtsymbole einer Gottheit mitge-
führt wurden. Einen diesbezüglichen Hinweis gibt ein Fels-
14
bild von Simrishamn in Schweden. Darauf präsentiert ein
stehender Mann mit deutlich erigiertem Penis eine ihn merk-
lich überragende Prachtaxt. Diese Szene wird als
Fruchtbarkeitsritus gedeutet.
15
Der Sonnenkult
der ,,Urgermanen"
Die nordische ältere Bronzezeit
vor etwa 1500 bis 1200 v. Chr.
In Schleswig-Holstein, auf den Nordfriesischen Inseln Sylt,
Amrum und Föhr, im Küstengebiet von Mecklenburg-Vor-
pommern sowie auf der Ostseeinsel Rügen werden die ar-
chäologischen Funde aus der Zeit von etwa 1500 bis 1200 v.
Chr. der nordischen älteren Bronzezeit (Periode II) zuge-
rechnet. Diese Regionen Norddeutschlands gehörten zum
Nordischen Kreis, dessen Kerngebiet damals in Dänemark
lag, zudem aber Südnorwegen, Süd- und Mittelschweden
umfaßte. Auch die Stader Gruppe im nördlichen Niedersach-
sen gilt als Teil des Nordischen Kreises.
Das Gebiet des in Nordeuropa weit verbreiteten Nordischen
Kreises deckt sich nicht mit dem einer zeitlich vorangehen-
den Kultur der Frühbronzezeit oder der Jungsteinzeit. Dort
lebte wohl auch kein Stamm oder Volk mit derselben Spra-
che. Zu den wenigen Gemeinsamkeiten zählten die Form
und der Stil oder salopper gesagt die Mode der Bronze-
erzeugnisse: also der Werkzeuge, Waffen, Gefäße und
Schmuckstücke, die in eigenen Werkstätten hergestellt wur-
den.
Nach Erkenntnissen des Hamburger Prähistorikers Friedrich
Laux von 1989 lassen sich anhand bestimmter Waffen-
kombinationen im südlichen Schleswig-Holstein und im
westlichen Mecklenburg-Vorpommern einige Lokalgruppen
16
Kostümbild ,,Germanenpaar der Bronzezeit"
auf einem Holzstich um das Jahr 1890.
Damals bezeichnete man die Menschen der Bronzezeit
irrtümlich als Germanen.
Tatsächlich sind diese erst ab der Eisenzeit
um 500 v. Chr. nachweisbar.
17
der nordischen älteren Bronzezeit unterscheiden. Dazu ge-
hören die Westholsteinische Gruppe, die Segeberger Grup-
pe und die Westmecklenburgische Gruppe.
Für die Westholsteinische Gruppe ist laut Friedrich Laux
die Waffenausstattung mit einem Schwert und einer Lan-
zenspitze typisch, die vereinzelt durch ein Absatzbeil oder
einen Dolch ergänzt wurde. Dagegen gilt für die Segeberger
Gruppe die Bewaffnung mit einem Schwert und einem Ab-
satzbeil als kennzeichnend, wozu häufig ein Dolch kommt.
Die Angehörigen der östlich benachbarten Westmeck-
lenburgischen Gruppe trugen ein Schwert, ein Absatzbeil und
einen Dolch.
Die Menschen der nordischen Bronzezeit werden manch-
mal als ,,Urgermanen" bezeichnet, weil sie Vorfahren der ab
der Eisenzeit um 500 v. Chr. nachweisbaren Germanen sein
sollen. Wie ein Grabfund von Kampen auf der Nordseeinsel
Sylt zeigt, gab es damals bereits Männer von erstaunlichem
Körperwuchs. Dort hat man unter einem Grabhügel das Ske-
lett eines 1,82 Meter großen Kriegers entdeckt, der offenbar
in einem verrotteten Baumsarg bestattet worden ist.
Nach der Beisetzung eines Jugendlichen von Freienwill
(Kreis Schleswig-Flensburg) zu schließen, war das Haar
manches ,,Urgermanen" dunkelblond, bis zu 20 Zentimeter
lang und geflochten. In Baumsärgen auf Jütland (Dänemark)
wurden häufig blonde Haare gefunden.
Funde aus Dänemark zeigten, daß Frauen sehr kunstvolle
Haartrachten mit Perücken, Haarrollen und -netzen trugen.
Haarnetze bestanden wie sich in einem Frauengrab aus
Skrydstrup in Nordschleswig (Dänemark) herausstellte
mitunter aus Pferdehaar.
Dank ungewöhnlich erhaltener Bestattungen in Baumsärgen
aus Dänemark ist die damalige Kleidung gut bekannt. Dem-
18
,,Rückkehr der Krieger aus einem Frühjahrsfeldzug
über See in die Heimat"
auf einer Zeichnung des dänischen Malers Karl Jensen.
Kleidung, Waffen und Schmuck
wurden nach Funden und Felsbildern
in Schleswig-Holstein und Dänemark dargestellt.
19
nach trugen die Männer einen von der Brust bis zu den Knien
reichenden Schurz mit Schulterträgern und quastenver-
ziertem Stoffgürtel. Hinzu kamen an kühlen Tagen ein ova-
ler Schulterumhang und eine halbkugelige Mütze.
Zur Garderobe der Frauen gehörten ein bis auf die Füße fal-
lender, faltenreicher Wollrock mit Quastengürtel und eine
kurzärmelige Bluse im Kimonoschnitt. Mädchen dagegen
waren wie ein Fund aus Egtved in Dänemark belegt mit
einer Bluse und einem kniefreien Fransenrock, der sich zwei-
mal um den Unterleib wickeln ließ, bekleidet. Die Füße von
Frauen und Männern wurden mit Binden umwickelt und
steckten in ledernen Sandalen.
Mit einer halbkugeligen Mütze auf dem Kopf sowie einem
Kittel und einem Umhang alles aus Wolle angetan lag
ein Krieger von Harrislee (Kreis Schleswig-Flensburg) in
einem Baumsarg. Er war in eine große wollene Decke ge-
hüllt, von der Fetzen erhalten blieben. Bei der Mütze wur-
den drei Stoffschichten übereinander gelegt, durch Walken
zu Webfilz verarbeitet, geformt und durch zusätzlich einge-
zogene Fäden gepolstert. In Gräbern von Nebel auf der Nord-
seeinsel Amrum fand man Reste eines Gewandes mit dun-
kelbraunem und helleren Gewebe sowie einen Bernstein-
knopf mit V-förmiger Durchbohrung.
Überbleibsel eines Stoffgürtels kamen in einem Grabhügel
von Itzehoe (Kreis Steinfurt) in Schleswig-Holstein zum
Vorschein. Wie ein Grabfund von Borum Eshøj westlich von
Århus in Dänemark veranschaulicht, waren gewebte Gürtel
manchmal drei Zentimeter breit, fast 2,50 Meter lang und
hatten an jedem Ende als Abschluß eine Quaste.
Auf Körperpflege und Schönheitssinn deuten Kämme aus
Geweih, bronzene Pinzetten, Ohrlöffel, Nagelreiniger und
Tätowiernadeln hin. Kämme lagen in Dänemark sowohl in
20
Frauen- als auch in Männergräbern. In Egtved steckte der
Kamm hinter der bronzenen Gürtelscheibe, in Skrydstrup
war er mit einer Schnur am Gürtel befestigt.
Die bronzenen Pinzetten (Nippzangen) zum Ausreißen stö-
render Haare gelten als Nachahmungen von ebensolchen
Geräten der süddeutschen Hügelgräber-Kultur. Tätowier-
nadeln bestanden aus einem kurzen Stück Bronzedraht, der
an einem Ende zugespitzt und am anderen breitgehämmert
ist. Man hat diese Nadeln oder Pfrieme aber auch schon als
Geräte zum Entfernen von Dornen gedeutet.
An drei Orten in Schleswig-Holstein wurden bereits im 19.
Jahrhundert bronzene Beschläge von Klappstühlen entdeckt.
Solche Sitzmöbel sind aus Ottenbüttel und Drage (beide im
Kreis Steinburg) sowie in Hollingstedt (Kreis Dithmarschen)
nachgewiesen. Daß es sich hierbei um Klappstühle handel-
te, hat als erster der Kustos am damaligen Museum Vater-
ländischer Alterthümer zu Kiel, Friedrich Knorr (1872
1936), erkannt.
In Ottenbüttel lagen neun Bronzeknäufe, in denen teilweise
Holzreste steckten, in einem Grab, in Drage waren es drei
und in Hollingstedt vier (ebenfalls mit Holzresten). Die
Bronzeknäufe dienten als Endbeschläge der runden oder
leicht ovalen Hölzer, aus denen die Klappstühle konstruiert
waren. Teilweise wurden auch Bronzebolzen gefunden, wel-
che die beiden Rahmenteile verbanden. Mit den vereinzelt
geborgenen bronzenen Ziernägeln ist die Sitzfläche aus Fell
oder Leder an den oberen Längsholmen befestigt worden.
Relikte von Klappstühlen aus der nordischen älteren Bron-
zezeit kennt man auch aus Mecklenburg-Vorpommern
(Bechelsdorf bei Niendorf, Kreis Nordwestmecklenburg) und
Dänemark (Guldhøj bei Vamdrup) sowie aus der Stader
Gruppe (Daensen, Stadt Buxtehude, Kreis Stade). Bei dem
21
Fund aus Bechelsdorf handelt es sich um Teile eines Klapp-
stuhls mit Sitzleisten aus Weißbuchenholz und verzierten
Bronzekapseln. Das in einem Baumsarg von Guldhøj ent-
deckte Exemplar ist vollständig erhalten.
Derartige Sitzmöbel gelten als eine Eigenart der nordischen
Bronzezeit und waren in Europa offenbar auf Norddeutsch-
land und Dänemark beschränkt. Manche Prähistoriker mei-
nen, die Klappstühle seien bedeutenden Männern vorbehal-
ten gewesen, denen auf Reisen ein hervorragender Sitz zu-
stand. Ähnlich alt wie die nordischen Klappstühle sind zwei
solcher Sitzmöbel aus dem Grab des ägyptischen Pharaos
Tutanchamun. Klappstühle wurden zudem auf Fresken in
Ägypten und auf der Mittelmeerinsel Kreta dargestellt.
Abdrücke von Getreidekörnern auf Tongefäßen der nordi-
schen älteren Bronzezeit und Reste von Getreidekörnern
belegen den Anbau von Nacktgerste (Hordeum vulgare var.
nudum), mehrzeiliger Gerste (Hordeum vulgare), Emmer
(Triticum dicoccon) und Dinkel (Triticum spelta). In Bordes-
holm-Schmalstede (Kreis Rendsburg-Eckernförde) wurden
Gerstenkörner mit einem Gesamtgewicht von 346 Gramm
gefunden.
Pflüge sind durch Pflugspuren unter Grabhügeln von
Harrislee (Kreis Schleswig-Flensburg), Ramsdorf (Kreis
Rendsburg-Eckernförde), Nebel auf der Nordseeinsel Am-
rum in Schleswig-Holstein und in Wendelstorf (Kreis Bad
Doberan) in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen. Sie
wurden kreuz und quer von Hakenpflügen gezogen. In
Harrislee lagen die Pflugspuren unter zwei Grabhügeln, in
Ramsdorf und Nebel jeweils unter einem. Die Pflugspuren
von Wendelstorf bedeckten eine Fläche von etwa 20 Qua-
dratmetern und waren durchschnittlich fünf Zentimeter breit.
Die Pflugspuren unter Grabhügeln sind unterschiedlich er-
22
Ackerbauer und Pflug
ähnlich dem Fund aus Walle (Kreis Aurich)
in Niedersachsen
und Rindern als Zugtieren.
Pflugspuren aus der älteren nordischen Bronzezeit
wurden in Schleswig-Holstein
und Mecklenburg-Vorpommern entdeckt.
23
klärbar. Sie können einerseits auf vormaligen Ackerbau hin-
deuten, andererseits aber auch entstanden sein, als man die
Grasnarbe in handliche Plaggen zerlegte, die dann beim Bau
des Hügels Verwendung fanden.
Pflugspuren aus dieser Zeit sind des weiteren von einigen
Orten in Dänemark bekannt. Sie stammen von Pflügen, mit
denen man die Erdoberfläche kreuz und quer aufritzte, aber
den Ackerboden nicht wendete. Auf südschwedischen Fels-
bildern sind Pflüge zu sehen, die von Rindern gezogen wer-
den.
Das reife Getreide wurde mit Feuersteinsicheln, aber auch
schon mit aus Bronze gegossenen Geräten geschnitten. Al-
lein in Mecklenburg-Vorpommern kamen an fast 20 Fund-
orten bronzene Knopfsicheln zum Vorschein. Ein Depot in
Wieck (Kreis Güstrow) in Mecklenburg-Vorpommern um-
faßte vier Exemplare. Die Getreidekörner hat man auf Trog-
mühlen mit Mahlsteinen zerquetscht.
Als Haustiere sind im Nordischen Kreis Schafe, Ziegen,
Rinder, Schweine, Hunde und Pferde nachgewiesen. In ei-
nem Hügelgrab von Schwaan (Kreis Bad Doberan) in Meck-
lenburg-Vorpommern hat man Pferdereste geborgen. Die
kleinen Pferde gelten als Luxustiere der damaligen Ober-
klasse. Sie spielten auch eine Rolle als Zugtiere von Sonnen-
wagen im Sonnenkult.
Am bereits erwähnten Fundort Bordesholm-Schmalstede
wurden verkohlte halbierte Wildäpfel (Malus sylvestris) im
Gewicht von 200 Gramm sowie 40 Gramm geschälte und
halbierte Eicheln von Stieleichen (Quercus robur) gefunden.
Dabei handelte es sich wohl um mißglücktes Dörrobst. Eine
Vorratsgrube von Nørre Sondegård auf Bornholm (Däne-
mark) enthielt neben Getreidekörnern etwa 600 halbierte
Holzäpfel, die zerschnitten und getrocknet wurden, bevor
24
man sie als Wintervorrat konservierte. Außerdem hat man
dort Nußschalen entdeckt.
Auf den Genuß von berauschenden Getränken weist ein Fund
aus Egtved in Dänemark hin. Dort hatte man einer jungen
Frau unter anderem eine kleine Schachtel aus Birkenrinde
ins Grab gelegt, die mit Lindenbast zusammengenäht war.
Die Schachtel enthielt Reste eines Fruchtbieres aus Weizen
sowie Preiselbeeren (Vaccinium vitisidaea) oder Moosbee-
ren (Vaccinium oxycoccus) mit Zusatz von Porst (Ledum)
und Honig, also eine alkoholische Mixtur.
Die schmucklos gestalteten Tongefäße der nordischen älte-
ren Bronzezeit spiegeln den Niedergang des damaligen Töp-
ferhandwerks wider. Zum Formenschatz der Keramik ge-
hörten Töpfe, Tassen, Becher und Schalen. Nur einzelne
Töpfe wurden auf dem unteren Teil der Außenseite mit schrä-
gen Riefen versehen.
Da es in der Norddeutschen Tiefebene weder Kupfer- noch
Zinn- oder Goldvorkommen gab, mußte das Rohmaterial für
die Verarbeitung von Bronze und Gold von weit her impor-
tiert werden. Das Kupfer kam vermutlich aus Mittel- und
Süddeutschland sowie Südosteuropa, das Zinn aus Cornwall
und von den Britischen Inseln, das Gold vor allem aus Ir-
land, aber auch aus den österreichischen Alpen oder aus Sie-
benbürgen. Als Gegengabe bei Tauschgeschäften diente viel-
leicht Bernstein von den Nordfriesischen Inseln und von der
Ostseeküste.
Die von Metallhandwerkern der nordischen älteren Bronze-
zeit hergestellten Bronze- und Golderzeugnisse standen qua-
litativ und künstlerisch auf einem erstaunlich hohen Niveau.
Sie wurden nur noch von gleichartigen Produkten ungari-
scher Metallhandwerker übertroffen. Außer den in eigenen
Werkstätten angefertigten Werkzeugen, Waffen, Metall-
25
gefäßen und Schmuckstücken schätzte man auch importier-
te Waren dieser Art, wodurch das heimische Metallhandwerk
neue Anregungen erhielt.
Daß neben Gußformen aus Stein auch solche aus Bronze
benutzt wurden, zeigen Funde von Morsum auf der Nord-
seeinsel Sylt, von Rendsburg in Schleswig-Holstein und von
Vorland bei Rolofshagen (Kreis Nordvorpommern). Aus ei-
nem Grabhügel der Wikingerzeit von Morsum kamen Guß-
formen für Schwerter der älteren Bronzezeit zum Vorschein,
die mit den Aufschüttungsmassen des Hügels von einer be-
nachbarten Siedlung entnommen wurden. In Rendsburg hat
man zwei Gußformen für nordische Absatzbeile entdeckt,
die jeweils aus zwei Hälften bestehen. Mit der größeren die-
ser beiden Gußformen konnte ein 18,8 Zentimeter langes
Beil gegossen werden, mit der kleineren eines von 16,9 Zen-
timeter Länge. Auch die Gußform von Vorland war für die
Anfertigung von Absatzbeilen bestimmt.
Zu den bronzenen Werkzeugen gehörten unverzierte Beile,
Messer und Meißel. Bei den Beilklingen lassen sich Absatz-
und frühe Tüllenbeile unterscheiden. Unter den Meißeln
kennt man pfriemartige Exemplare mit sehr schmaler Schnei-
de, Tüllenmeißel und massive Meißel.
Ab der nordischen älteren Bronzezeit wurden auch in Schles-
wig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bronzene
Schwerter gegossen. Diese Stichwaffen hatten Griffe, die
für eine sie umschließende Faust zu kurz waren. Offenbar
mußte der Besitzer den Daumen unterhalb des Griffes auf
den obersten Teil der Klinge legen oder aber auf den Knauf-
kopf. Im ersten Fall führte man den Stich von unten, im
zweiten von oben.
Während der Blüte der nordischen älteren Bronzezeit ge-
hörten zur Waffenausrüstung eines Kriegers ein Schwert,
26
Absatzbeil, Dolch und Speer. In Dänemark und Schweden
gab es auch einschneidige bronzene ,,Krummschwerter", die
manchmal mit einer Öse zum Aufhängen versehen waren.
Die ,,Krummschwerter" dienten jedoch nicht als Waffen, da
die Schwertscheide mit dem Ortband gleich mitgegossen
wurde. Es handelt sich sozusagen um eine Schwertscheide
mit einem Griff.
Bei den Schwertern aus der Periode II der nordischen älte-
ren Bronzezeit in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-
Vorpommern fällt der große Formenreichtum auf. Ihr Griff
und ihr ovaler Knauf wurden oft mit Spiralmustern verziert.
Mitunter hat man den Griff aber auch mit kräftig eingedrück-
ten Dreiecken oder schmalen Rechtecken verschönert.
Das Schwert steckte in einer gefütterten hölzernen Scheide,
die durch ein Bronzeortband zusammengehalten wurde und
an einem Ledergürtel hing. Bronzeortbänder wurden in
Gadeland (Kreis Segeberg) und Perdoel (Kreis Plön) in
Schleswig-Holstein geborgen. Das Ortband von Gadeland
besteht aus einem seitlichen, rechteckigen Bronzerahmen,
der den unteren und seitlichen Abschluß einer Holzscheide
bildete. Das Ortband endet unten mit einer spitzovalen Plat-
te von 4,8 Zentimeter Länge und 1,8 Zentimeter Breite.
Lederreste, deren Verwendungszweck teilweise nicht bekannt
ist, kamen in Gräbern der Periode II in Mecklenburg-Vor-
pommern zum Vorschein.
Nach der Fundhäufigkeit in den Gräbern zu schließen, war
das Beil neben dem Schwert die wichtigste Waffe. Die bron-
zene Klinge wurde in das aufgespaltene, knieförmig abge-
bogene obere Ende des hölzernen Schaftes eingesetzt und
dann mit Lederbändern verschnürt. Reste des Holzschaftes
und der Lederbindung hafteten an einem Absatzbeil von
Poltnitz (Kreis Parchim) in Mecklenburg-Vorpommern. Bei
27
den reich mit eingeritzten Mustern verzierten Klingen han-
delte es sich wohl um Streitbeile.
Bronzene Vollgriffdolche, deren Klinge und Griff in einem
Stück gegossen wurden, lagen sowohl in Gräbern von Män-
nern als auch von Frauen. Manche Prähistoriker deuten dies
als ein Indiz für die Ebenbürtigkeit der Geschlechter. Wie
die Schwerter steckten auch die Dolche in hölzernen Schei-
den. Von Nebel auf Anrum kennt man eine Dolchklinge mit
Resten des Felles und des groben Wollgewebes, mit dem die
Scheide ausgekleidet war.
Der in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
reichlich vorkommende Feuerstein blieb in der nordischen
älteren Bronzezeit ein beliebter Rohstoff für die Herstellung
von Werkzeugen und Waffen. Das läßt sich an den Funden
aus Siedlungen und Gräbern ablesen. Dagegen findet man
in den Siedlungen aus dieser Zeit keine Bronzeerzeugnisse,
weil diese, wenn sie unbrauchbar waren, umgeschmolzen
wurden.
Vom Fleiß und Geschick eines Feuersteinschlägers zeugt ein
Platz bei Bellin (Kreis Güstrow) in Mecklenburg-Vorpom-
mern, der einst am Nordrand eines größeren, später völlig
verlandeten Sees lag. Auf einer Fläche von etwa zwei mal
1,50 Metern wurde eine bis zu 20 Zentimeter hohe Schicht
mit schätzungsweise 500 000 Abschlägen zwischen drei und
80 Millimeter Länge sowie mit fertigen Werkzeugen und
Waffen gefunden. Die Geräte waren auf zwei Amboßsteinen,
die mit dem Unterteil tief im Boden steckten, zurechtgehauen
worden.
Unter der Lage mit Feuersteinabschlägen befand sich eine
Feuerstelle, deren Brandschicht 128 ganze und 152 bruch-
stückhafte Getreidekörner von Nacktgerste enthielt, die alle
angekohlt sind. Eine Datierung von Funden aus der Feuer-
0 comments