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Personalbereitstellungsplanung bei Arbeitszeitflexibilisierung

Titel: Personalbereitstellungsplanung bei Arbeitszeitflexibilisierung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 28 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stefan Wiedmer (Autor:in)

BWL - Unternehmensforschung, Operations Research
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Heutzutage sind die Schlagworte Technisierung und Automatisierung in aller Munde. Technischer Fortschritt revolutioniert den privaten wie auch beruflichen Alltag. Obwohl in Betrieben in immer stärkerem Maße moderne Maschinen zum Einsatz kommen, ist die komplette Ersetzung personeller Ressourcen durch Automaten zumindest augenblicklich nicht denkbar.1 Die Beteiligung menschlicher Arbeitskraft an der Erstellung von Gütern wird auch weiterhin insbesondere im Dienstleistungssektor von entscheidender Rolle sein. So ist es nur schwer vorstellbar, beispielsweise die Betreuung von Patienten in Krankenhäusern oder Gästen in Hotels von Maschinen bewerkstelligen zu lassen. Personen werden weiterhin „bestimmte Dispositionsbefugnisse über ihre Arbeitskraft gegen eine festgelegte Vergütung“2 einem Unternehmer zur Verfügung stellen. Jedoch geht mit dem Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft und sich ändernden Unternehmensstrategien und -strukturen eine deutliche Wandlung in der Personalarbeit einher. In der Industriegesellschaft, in der vorwiegend die „Strategie der einförmigen Massenproduktion“3 zu beobachten ist, gilt es zumeist unqualifiziertes Personal bei starrem Einsatz zu managen. In einer an Komplexität zunehmenden Informationsgesellschaft herrscht dagegen die „Strategie der flexiblen Spezialisierung“4 vor. Die Organisation der Unternehmensstruktur erfolgt in verstärktem Maße teamorientiert, wofür jetzt hochqualifiziertes, flexibel einsetzbares Personal benötigt wird.5

In der Arbeit sollen neben einführenden Bemerkungen zu personalwirtschaftlichen Problemstellungen insbesondere die beiden Personalplanungsmodelle D und F von Kossbiel dargestellt werden. Diese berücksichtigen sowohl unterschiedliche Qualifikationen des Personals als auch Arbeitszeitoptionen für die Mitarbeiter und den Betrieb, und kommen damit der heutigen Forderung nach Arbeitszeitflexibilisierung nach. Der Formulierungsaufwand der Modelle ist unterschiedlich hoch. Jedes Modell liefert unterschiedliche Informationen. Einfache Varianten der in den Modellen beschriebenen Situationen, ausgehend von Abstimmung nachgefragter und angebotener Arbeitskraftqualifikationen und fest vorgegebenen Arbeitszeitmustern, werden in der Literatur oft mit Warenhäusern verglichen. Tatsächlich stehen viele Betriebe mit variablen Personalbedarf, insbesondere im Dienstleistungssektor wie Hotels, Krankenhäuser, Behörden, vor ähnlichen personalwirtschaftlichen Fragestellungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Personalwirtschaftliche Problemstellungen

3. Die Personalpotentialdisposition als personalwirtschaftliches Instrument

3.1. Der Personalbedarf

3.2. Maßnahmen zur Personaldisposition

3.3. Zur Planung der Personaldisposition

4. Die Kossbiel’schen Personalplanungsmodelle

4.1. Die Modellsituation

4.2. Der implizite und explizite Ansatz der Personalplanung

4.3. Das auf dem impliziten Ansatz basierende Modell D

4.3.1. Die Modellannahmen des Modells D

4.3.2. Die Modellformulierung des Modells D

4.4. Das auf dem expliziten Ansatz basierende Modell F

4.4.1. Die Modellannahmen des Modells F

4.4.2. Die Modellformulierung des Modells F

4.5. Vergleich der Modelle D und F

5. Die Implementierung des Modells F in OPL anhand eines Zahlenbeispiels

5.1. Die Daten des Beispiels

5.2. Formulierung des Modells F in OPL

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht personalwirtschaftliche Verfügbarkeitsprobleme im Kontext der Arbeitszeitflexibilisierung und stellt dabei die Kossbiel’schen Personalplanungsmodelle D und F dar, um eine lohnkostenminimale Personaleinsatzplanung zu ermöglichen.

  • Personalwirtschaftliche Instrumente zur Verfügbarkeitssicherung
  • Differenzierung zwischen impliziten und expliziten Personalplanungsansätzen
  • Mathematische Modellierung von Personalausstattung und -einsatz
  • Implementierung von Planungsmodellen mittels OPL-Modellierungssprache

Auszug aus dem Buch

4.2. Der implizite und explizite Ansatz der Personalplanung

In der Personalplanung werden der implizite und der explizite Ansatz unterschieden. Beim impliziten Ansatz erfolgt die direkte Abstimmung des Personalbedarfes mit der Personalausstattung. Das Ergebnis der Problemlösung einer derartigen Modellformulierung ist die Garantie, dass mindestens ein entsprechender Personaleinsatzplan existiert. Dieser ist jedoch nicht aus dem Ergebnis unmittelbar zu entnehmen, sondern muss erst durch zusätzliche Lösungsschritte, d.h. die „Lösung eines inhomogenen linearen Gleichungssystems“, berechnet werden. Das eigentliche Ergebnis der impliziten Modellformulierung trifft jedoch keine Aussage darüber, wie das unterschiedlich qualifizierte Personal den unterschiedlichen Aufgaben zugeordnet wird.

Im Vergleich dazu liefert der explizite Ansatz zur Lösung des Personaleinsatzproblems direkt einen zulässigen und darüber hinaus bestmöglichen Personaleinsatzplan. Möglich wird dieser Informationsgewinn durch die gleichzeitige Abstimmung des Personalbedarfes mit dem Personaleinsatz und des Personaleinsatzes mit der Personalausstattung. Hier nun erfolgt mit der Berechnung des Personaleinsatzes die ausdrückliche Zuordnung von Arbeitskräften zu Tätigkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Technisierung, Automatisierung und den steigenden Bedarf an flexiblen Personalkonzepten in einer zunehmend komplexen Informationsgesellschaft.

2. Personalwirtschaftliche Problemstellungen: Systematisierung der personalwirtschaftlichen Instrumente mit Fokus auf die Personalpotentialdisposition zur Sicherung der Verfügbarkeit von Arbeitskräften.

3. Die Personalpotentialdisposition als personalwirtschaftliches Instrument: Analyse des Personalbedarfs als zentrales Kriterium und dessen Abhängigkeit vom Leistungsprogramm sowie der Arbeitszeitflexibilität.

4. Die Kossbiel’schen Personalplanungsmodelle: Detaillierte Betrachtung und mathematische Herleitung der Modelle D (implizit) und F (explizit) sowie deren theoretischer Vergleich.

5. Die Implementierung des Modells F in OPL anhand eines Zahlenbeispiels: Praktische Anwendung des Modells F mittels der Modellierungssprache OPL zur Lösung eines konkreten Personaleinsatzproblems in einem Warenhaus.

6. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Modelle zur Unterstützung einer effizienten Personaleinsatzplanung unter Berücksichtigung von Mitarbeiterwünschen.

Schlüsselwörter

Personalwirtschaft, Personalbereitstellungsplanung, Arbeitszeitflexibilisierung, Personalplanungsmodelle, Personalbedarf, Personalausstattung, Personaleinsatz, OPL, Mathematische Optimierung, Lohnkostenminimierung, Dienstleistungssektor, Personaldisposition, Modell D, Modell F.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Modellierung und Optimierung der Personalbereitstellungsplanung in Betrieben, die mit flexiblen Arbeitszeitmodellen arbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Personalwirtschaft, der mathematischen Optimierung von Personaleinsatzplänen, der Analyse von Modellen zur Personalplanung und deren praktischer Implementierung durch EDV-Systeme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Darstellung und der Vergleich zweier spezifischer Personalplanungsmodelle (Modell D und F nach Kossbiel), um eine lohnkostenminimale Personaleinsatzplanung zu erreichen, die sowohl den betrieblichen Bedarf als auch die Qualifikationen und Arbeitszeitoptionen berücksichtigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden mathematische Optimierungsmodelle verwendet, die im Rahmen einer linearen Programmierung formuliert und anhand der Modellierungssprache OPL (Optimization Programming Language) praktisch umgesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in personalwirtschaftliche Instrumente, die formale Modellierung der Kossbiel’schen Ansätze sowie deren praktische Implementierung anhand eines Fallbeispiels für ein Warenhaus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Personalbereitstellungsplanung, Arbeitszeitflexibilisierung, mathematische Modellierung, Lohnkostenminimierung und OPL.

Worin liegt der Hauptunterschied zwischen dem impliziten Modell D und dem expliziten Modell F?

Modell D garantiert lediglich die Existenz eines zulässigen Personaleinsatzplans ohne die exakte Zuordnung von Personen zu Aufgaben auszuweisen, während Modell F den Einsatzplan explizit berechnet und detailliert darstellt.

Warum wird im Beispiel die Trennung von Modelldatei und Datendatei gewählt?

Die Trennung zwischen Modell (.mod) und Daten (.dat) dient der Übersichtlichkeit und ermöglicht es, das Modell einfacher an sich ändernde Rahmenbedingungen anzupassen, ohne die logische Modellstruktur verändern zu müssen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Personalbereitstellungsplanung bei Arbeitszeitflexibilisierung
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Institut für Operations Research)
Veranstaltung
Modellierung und Optimierung: Computergestützte Modellierung
Note
2,0
Autor
Stefan Wiedmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
28
Katalognummer
V9525
ISBN (eBook)
9783638162098
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Personalplanung Personaldisposition OPL
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Wiedmer (Autor:in), 2001, Personalbereitstellungsplanung bei Arbeitszeitflexibilisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9525
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Leseprobe aus  28  Seiten
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