Kernkraft und Unfälle
1. KERNKRAFTWERKE UND UNFÄLLE 1
1.1. Verbreitung 1
1.2. Funktionsweise 1
1.3. Unfälle 2
1.3.1. Mögliche Unfälle 2
1.3.2. Katastrophen bis jetzt 2
2. TSCHERNOBYL 3
2.1. Ablauf 3
2.2. Folgen 3
2.2.1. Unmittelbare Folgen 3
2.2.2. Die Liquidatoren 4
2.2.3. Auswirkung auf Mensch und Umwelt 4
2.2.4. politische Folgen 5
3. ALTERNATIVEN 5
4. QUELLEN: 5
5. TABELLE 1 : ÄQUIVALENTDOSISWERTE FÜR DAS AUFTRETEN BESTIMMTER
FRÜHSCHADENSSYMPTOME NACH GANZKÖRPERBESTRAHLUNG 7
1. Kernkraftwerke und Unfälle
1.1. Verbreitung
- 430 Kernkraftwerke auf Welt
- in 30 Ländern
- 16 in Deutschland
- ca. 23 GW Leistung
- 30% an Strombedarf
- 10% an Energiebedarf
1.2. Funktionsweise
Am Beispiel vom KKW Tschernobyl
- besteht aus Haupthaus mit einem gr. Hauptraum (Reaktorraum)
- einigen Nebenräumen und Schaltzentrale
- im Reaktorraum befindet Lademaschine => ein.- + ausfahren von Regelstäbe
- darunter befindet geschützt von 1700t schwere Beton/Stahlplatte Herz KKW
- besteht aus 1600- 1700 Brennstabbündeln in denen 211 Regelkanäle eingearbeitet
sind im massiven Graphitblock
- in Regelkanäle: Zirkulation von Wasser als Kühlmittel und zum Einführen der
Aluminiumregelstäbe
- Wasser wird hohen Druck d. Röhren im Graphitblock gepumpt i. primär Kreislauf
=> Wasser wird durch Kernreaktion erhitzt => Wasser fließt zu Seperator ·
zweiter Kreislauf · Dampf treiben mehreren Turbinen mit 500 MW Leistung. an
- zusätzl. Kühlkreisläufe v. Pumpen
- d. Pumpen/ Turbinen befinden in Nebenräumen
- Regelstäbe beeinflussen die Reaktion in den Brennstäben
Eingefahren: Reaktion vermindert/ gestoppt
Leistung verringert/ gestoppt
Ausgefahren: andersherum
- · Probleme: Bewegen von Regelstäben zu langsam: d.h. Unfall => Reaktion
nicht schnell genug verlangsamt
- Graphitblock mit Regelstäben zu kurz: d.h. wenn Reaktion außer Kontrolle kein
Eindämmen Mgl.
- Alte Sicherheitssysteme
- Kein Betonpanzer als Kuppel => ,,kleine" Explosionen nicht Geschützt
- Einsatz von Notstromaggregaten zu langsam d.h. bei plötzlichen Stromausfall
könnte Pumpen ausfallen => Ausfall der Kühlung ↳ GAU
- außerdem keine Gewißheit ob manche Sicherheitssysteme überhaupt funktionieren,
da durch großen Druck zur Planerfüllung einige Tests vor Inbetriebnahme nicht
durchgeführt wurden oder fehlgeschlagen waren
1.3. Unfälle
1.3.1. Mögliche Unfälle
- Schätzungen: bei 1000 MW Leistung pro Jahr liegt Warscheinl. Bei 1:10000
GAU´s d.h. bei 1 KKW 1 großer Unfall in 10000 Jh. · Problem: eine Unfall auch am
Anfang der 10000 Jh. passieren _ Statistik unbrauchbar · nur als Beruhigung _
Unfall nie Vorhersehbar
- subjektiver Faktor: Fehlbedienung; Eingabe falscher Daten; Unterschätzung/
Nichtbeachtung von kleineren Störfällen; Selbstüberschätzung
- interne Faktoren: - Materialfehler: Lecks (z.B. Kühlleitung); Defekte an
Baugruppen
- Überlastung von Systemen
- Leistungsabfall
- zufällige Faktoren: Erschütterungen; Kriege; Sabotage; Brände
1.3.2. Katastrophen bis jetzt
Rangliste: Tschernobyl (1986)
Harrisburg (1979)
Tokaimura (1999)
- Harrisburg: - Three Miles Island
- 100 Meilen bis Philadelphia
- Kühlwasserfehler _ Überhitzung _ wörtlich: "Die Konrollkonsole leuchtete auf,
wie ein Weihnachtsbaum, untermalt von den Tönen von Sirenen und Alarmsignalen."
- nicht unter Kontrolle
- Evakuierung der Gegend
- Rückkehr
- Bestand Möglichkeit von GAU
- Kaum Austritt von Radioaktivität
- Tokaimura: - Uranverarbeitungsanlage
- Vorgang zur Anreicherung von Uran (5-25%)
- falsches Behältnis, falsche Mischverhälnisse (Säure, U305-Pulver) _
Limitüberschreitung 7-8-fach
- kritisch bis Kühlwasserzuführung und Borsäure
- Verstrahlung von Arbeitern lebensbedrohend (8-17 Sv)
- Freiwerden von Strahlung außerhalb von Anlage durch Abluft
2. Tschernobyl
2.1. Ablauf
- 26.4.´86 Wiederholung eines Tests der vor Inbetriebnahme fehlschlug _ bei
Stromausfall Turbinen so lange d. Nachlauf Strom Produzieren - Einsetzen von
Notstromaggregaten
- eigentlich ungefährlich · geplant: Leitung etwas Reduziert Turbine vom
Dampfkreislauf abschneiden · und Strom messen dabei Kühlsystem mit Strom aus
Festnetz weiter betreiben
- wirklicher verlauf:
- Start 13.00 jedoch Verschiebung aus ungeklärten Gründen
- Neuaufnahme 23.10 · Problem: eingewiesene Crew schon längst Feierabend· nun
nur unerfahrene, unterbesetzte Nachtmanschaft => keine Ahnung von Ablauf und
INHALT von Test , innerhalb Test Ablösung der 1. Crew außerdem durch 2. Crew ·
ebenfalls unerfahren ↳ Unglaubliche Tatsache warschnl. Begründet durch Druck von
Oberer Stelle zur Planerfüllung _ 2. Problem Test am Ende v. Reaktorzyklus d.h.
kurz vor Austausch v. Brennstäben (immer noch im 1. Zykl.) · bed. Das
unterschiedlich alte mit untersch. Leistung (Alt = viele Ablagerung· sehr viel
Aggressiver/ Neue = frisch· kalkulierbarere Reaktionen)
- versch. Umstände ( viel Xenon im Reaktor) · Reduzierten Leistung auf zu
geringe Leistung f. Test · Unvorstellbar trotzdem Test begonnen war inzwischen
1.23.04
- um Abschalten des Reaktors durch niedrige Leistung zu verhindern · ABSCHALTUNG
des SICHERHEITSSYTEM !!
- nun Turbine von Dampfzufuhr abgeschnitten
- um geringe Leist. auszugleichen ausfahren der Regelstäbe _ Verletzung der
Betriebsvorschrift
- durch sinkende Leistung d. Turbine · ausfallen versch. Kühlpumpen ↳ Erhitzung
d. Kühlwassers
- dadurch enstehen von Dampfblasen ↳ Erhöhung des Druckes ↳ Anstieg Leistung
(Bremse wird zum Gaspedal) ↳ mehr Hitze
- rapider Leitungsanstieg erkannten Ingenieure · drückten Notknopf · Problem:
Regelstäbe zu langsam · unkontrollierbare Kettenreaktion · außerdem bewirkten
Fehlkonstruktion der Regelstäbe eine noch stärkere Reaktion im unteren Teil d.
Reaktors
- auf Hälfte des Weges Leistung 100mal höher als normal
- Erschütterung verkanteten Stäbe · trennte Verbindung zw. Stäben und
Lademaschine · sollte nun durch Eigengewicht absinken bewegten aber nicht
- Hitze und Druck zerstörten Regelkanäle ↳ ungekühlte, ungehemmte Reaktion ↳
mehr Hitze · bewirkte 1. Dampfexplosion um 1.24 2-3 sek. später 2. Explosion
- beiden Expl. hoben die 1700t schwere Betonplatte zerstört das Hallendach
zerfetzt und Unmengen an Graphit und radioaktiven Stoffen in Luft geschleudert
- man schätzte das die Temperatur über 2300 ° C betrugen da geschmolzene Stoffe
in Dtl. gefunden d. bei 2300 erst Schmelten (Uran ca. bei 2100) ↳ gefährl.
Kernschmelze eingetreten
2.2. Folgen
2.2.1. Unmittelbare Folgen
- Ausstoß radioaktiven Wolken - Fall out -Gesamtausstoß _ 1018 Bq
radioaktiver Staub
_ belasteter Boden und Wasser
- 70 % von Fall out in Weißrußland (22% Landfläche)
- Teilchen in Höhe 1000 m
- Transport in Wolke · Abregnung oder Aerosol
- Freisetzung über 10 Tage
- 150.000 km² kontaminiert
- Westdrift
- J-131 u. Cs-137 weit
- Pu und Sr-90 nähere Umgebung
- 30 km Ring (stark kont.) - in Ukraine und Teil Weißrußland
- Teilchen auf gesamter Nord- und Südhalbkugel
- BRD: Cs-137 6000-11000 Bq/m²
J-131 10000-16000 Bq/m²
- Kontaminierter Staub · Wind · auf Straßen und Häuser · Abwaschung
- Landwirtschaftl. Bearbeituzng · Staub · weiter verteilt
- Luft nur kurzzeitig mit Aerosol
- Regen · Boden · Gewässer
- In Boden länger bis Auswaschung
- Wasser belastet · Trinkwasser nach längerer Zeit belastet
2.2.2. Die Liquidatoren
- Arbeiter für Aufräumarbeiten und Sarkophagbau
- Freiwillig ohne Entlohnung
- Arbeiten: - Löschen von Brand
- Zusammentragen von Trümmern
- Bau von Tunnel unter Reaktor (Erdreichkontrolle)
- Bau von Betonhülle um Block 4 (Sarkophag)
- Chemikalien zum Binden von radioaktiven Stoffen
- Reaktorhalle mit Beton ausgegossen
- kurzer Einsatz
- später viele strahlungsbedingte Krankheiten
2.2.3. Auswirkung auf Mensch und Umwelt
- Großteil der Bestrahlung von Innen
- Unterschiedliche Strahlungsarten · verschiedene Wirkungen
- Natürliche Strahleneinwirkung durch med. Geräte, kosmischer Strahlung, nat.
Radioaktivität (Boden (Radon))
- Zusatzbelastung durch Tschernobyl: 2,7 % (in Dt.)
- Schwankt in Gebieten
- Strahlung durch Unfälle meist von Boden
- Innere Radioaktivität
- Durch Lebensmittel/Trinkwasser
- Besonders Milch-, Fleischprodukte und Frischgemüse
- Milch besonders gefährlich (Kinder)
- Cs-137 in Muskeln eingelagert
- J-131 in Schildrüse
- Sr-90 Knochenmark
- Wirkung von Dosis und Dauer abhängig
- Krebshäufigkeit steigt (Leukämie (Sr-90); Schildrüsenkrebs (J-131))
- Vorzeitige Alterung · Verkürzung der Lebenserwartung
- Schädigung der Erbinformationen · erblich
- Schäden im ganzen Körper
- Kurze Belastung im mSv-Bereich ungefährlich
- Jodtabletten
- Anreicherung in Lebewesen · Nahrungskreislauf
- Kein Schutz auf längere Zeit möglich
- J-131: T ½ 8 Tage · Verzicht auf jodhaltige Produkte auf 1 Monat · Risiko
gesenkt
- Cs-137: T ½ 30 Jahre
- Pu: T ½ 24 390 Jahre · kein Schutz möglich
2.2.4. politische Folgen
- Angebliche Überprüfung der KKW′s
- soll sicher sein
- Anti-KK-Kampagnen formieren sich stärker
- Westl. kritisieren Kernkraftpolitik der SU
- Sowjetbürger wenig aufgeklärt
- UdSSR informirt nach 4 Tagen
- Wolke längst über Westeuropa hinweg gezogen
- Konferenz (Wien): Sicherheitskontrollvorschriften neu festgelegt und
Auswertung v. Tschernobyl
_ Atomausstieg in BRD geplant
3. Alternativen
- Regenerative umweltschonende Energiequellen (Sonnenenergie, Windkraft,
Wasserkraft, Biogas)
- Langfristige Energiesicherung
- Energieeinsparung (bessere Nutzung, geringer Verbrauch 30 % möglich,
Lebensstandard)
- Sonnenenergie unendlich nutzbar
- Windkraft: Potential 200 TW (geschätzt), 70% des Energiebedarfs (Dt.)
- Erdwärme: 50-100 GW > Atomenergie 23 GW
- Ausstieg möglich
- Förderung nötig
- Überzeugung von Investoren, Bürgern
4. Quellen:
(Anm. d. Red.: Tabelle kann nur in der Flashansicht und im E-Book angezeigt werden)
Stephan Graupner/ Stefan Nöbel, Taucha 1999
(Anm. d. Red.: Tabelle kann nur in der Flashansicht und im E-Book angezeigt werden)
5. Tabelle 1 : Äquivalentdosiswerte für das Auftreten bestimmter Frühschadenssymptome nach Ganzkörperbestrahlung
Arbeit zitieren:
Stefan Nöbel, Stephan Graupner, 1999, Kernkraft und Unfälle, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Chancen und Risiken der Kernenergie
Physik - Kernphysik, Teilchenphysik, Molekularphysik, Festkörperphysik
Facharbeit (Schule), 17 Seiten
70 Jahre Kernspaltung - Das deutsche Uranprojekt
Physik - Kernphysik, Teilchenphysik, Molekularphysik, Festkörperphysik
Referat / Aufsatz (Schule), 6 Seiten
Physik - Kernphysik, Teilchenphysik, Molekularphysik, Festkörperphysik
Referat / Aufsatz (Schule), 7 Seiten
Sicherheit in Sportarenen: Aspekte, Konzepte, Beispiele
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Hausarbeit, 21 Seiten
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Tschernobyl. Was u.a. Dr. Angela Merkel dazu sagt
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Ulrich Cimolino, Jörg Heck, Christof Linde, Hubert Springer, Jan Südmersen
Technische Hilfeleistung bei PKW-Unfällen
Jan Südmersen, Ulrich Cimolino, Jörg Heck, Tim Heyne, Hubert Springer
Lise
Kernkraft und Unfälle.
Die Fakten stimmen so weit (anscheinend haben sich die Autoren ja gut informiert, wenn man die Quellenliste betrachtet), aber ein Laie kann damit wohl weniger anfangen. (Verständnisprobleme sind vorprogrammiert, wenn man sich nicht schon ein wenig mit Kraftwerksbau auskennt.) Die Referatstruktur mit den verkürzten, notizartigen Sätzen ist schwer verständlich, außerdem läßt die Rechtschreibung zu wünschen übrig. Allerdings ist der Text durchaus für den Physikunterricht der Mittelstufe bzw. 11. Klasse geeignet - auf ein paar physikalische Themen wird hier auch eingegangen.
am Tuesday, October 17, 2000-
IchmeinName
Naja.
Tolle Stichwortsammlung, wo ist das Referat????? Unverständlich!
am Thursday, February 08, 2001-
Lord of Moria
fast unbrauchbar....
Was habe ich über Kernkraftwerke erfahren? nichts ausseretwas über AKW Tschernobyl, und das wurde denkbar schlecht umschrieben...wie siehts denn mit anederen AKWs aus?
am Thursday, April 26, 2001-