Ernährung
Spinnen ernähren sich vorwiegend von Insekten. Es gibt umherwandernde, Jagdspinnen und sesshafte Spinnen mit Fanggewebe. Bei den umherwandernden Jagdspinnen wiederrum kann man unterscheiden zwischwen Lauerjägern die ihre Beute auflauern und erst aus allernächster Nähe anspringen, und Jagdspinnen die ihre Beute anfallen, sich auf sie niederfallen lassen oder bespringen. Spinnen saugen ihre Beute aus! Die Beute wird durch einen Biss, bei dem durch die Klauen der Kieferklauen Gift in die Beute eingespritzt wird, gelähmt. Danach wird das Opfer meist noch mit Seide umsponnen, zum einen, damit die Beute auch ganz und gar unbeweglich wird, zum anderen, damit sie besser transportiert werden kann. Spinnen verdauen ihre Nahrung schon außerhalb des Körpers, d. h. die Spinne spuckt einen kleinen Tropfen Verdauungssaft auf die Beute oder in die Beute. Dieser Saft löst das Gewebe an und auf, so dass die Spinne nun den Verdauungssaft mit den gelösten Gewebeteilchen in sich aufsaugen kann. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis die gesamte Beute ausgesaugt oder aufgesaugt wurde - nur harte Chitinteilchen können von diesem Saft nicht angelöst werden, sie bleiben übrig. Die Speispinnen bespucken ihre Beute mit einer Leim-Giftmasse
über einer Entfernung von über 10mm in zickzackfäden über das Tier hin und her, so dass die Beute nach einiger Zeit völlig bewegungsunfähig ist. Spinnen werden am häufigsten von anderen Spinnen gefressen.
Der Lebensraum der Spinnen
Die meisten Spinnen kommen in einem eng begrenztem Lebensrum vor, der für die einzelnen Arten typisch ist. Es passiert jedoch auch, dass man einzelne Tiere am "falschen" Platz antrifft. So wandern z.B. die Männchen der netzbauenden Spinnen zur Paarungszeit umher, um eine Partnerin zu finden, und auch Jungspinnen benötigen einige Zeit, bis sie den ihnen zusagenden Lebensraum gefunden haben. All diese Tiere wird man hin und wieder auf ihren Wanderungen an einem völlig untypischen Lebensraum antreffen. Im großen und ganzen kann man jedoch behaupten, daß die einzelnen Arten an einen bestimmten Lebensraum gebunden sind, so wird man im Bodenstreu lebende Arten kaum an Bäumen finden, im Haus lebende Tiere kaum im Wald.
Man kann den Lebensraum der Spinnen grob in vier Zonen unterteilen:
1. eine Bodenzone, in der die Spinnen zwischen Bodenstreu, im Moos und unter Steinen
leben. 2. eine Vegetationszone, in der vor allem Spinnen vorkommen, die Fangnetze anlegen und die
hier die Möglichkeit haben, ihre mehr oder weniger großen Netze zwischen Pflanzenstengeln und niederem Gesträuch anzulegen. Hier lauern auch viele Jagdspinnen auf Blütenpflanzen ihrer Beute auf.
3. eine Strauchzone, die bis in höhere Höhen (ca. 4,50 m) reicht und in der sich größere
Spinnen-Arten mit großen Netzen aufhalten, die auf große Fluginsekten lauern. 4. eine Baumzone, die über 4,50 m hinausreicht und wohl den größten Spinnen-Arten
vorbehalten bleibt.
Balzverhalten und Begattung
Das Balzverhalten und die eigentliche Begattung sind von Art zu Art sehr verschieden. Meist werden die Weibchen schon wenige Tage nachdem sie geschlechtsreif geworden sind von den Männchen begattet. Es ist noch nicht eindeutig bekannt wodurch die Männchen auf die Weibchen aufmerksam werden.
Die Geschlechtsöffnung liegt bei den Männchen wie auch bei den Weibchen zwischen den Blätterlungen auf der Hinterleibsunterseite. Äußere Geschlechtsorgane fehlen, deshalb werden drei- oder viereckige Netze gesponnen (manche spinnen auch nur dünne Fäden) auf die einige Samentropfen aufgetragen werden. Am Fußglied des Kiefertasters sitzt ein Organ, in dem ein spiralförmig aufgerollter, blindgeschlossener Schlauch mit ausgezogener Spitze liegt. Mit Hilfe dieser feinen Schlauchspitze können nun die auf dem Samennetz oder Samenfaden abgelegten Samentropfen in den Schlauch aufgezogen werden. Bis zur Begattung wird der Samen in diesem Schlauch gespeichert.
Männliche und weibliche Begattungsorgane ein und der selben Art passen zusammen wie Schloss und Schlüssel.
Arbeit zitieren:
Dominic Mayer, 2000, Spinnen - Referat, München, GRIN Verlag GmbH
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Ori Brafman, Rod A. Beckstrom, Katharina Toparkus
Simon
Mal ne frage ??.
Hey sind die 1,5 die note oder die punkte die du dafür bekommen hast ??
am Wednesday, September 24, 2008-