Gruppen Ringe 2
1.1 AlgebraischeStruktur 2
1.2 Halbgruppe 2
1.3 Gruppe 2
1.4 Ring 2
1.1 Ring m 1 2
1.2 Restklassen modulo n 3
1 n9 3 4
1.5 Einheitengruppe 4
1.6 Ordnung einer Gruppe 4
1.7 Eulersche ϕ Funktion 5
Der Ring m 1 Homomorphismus a n 2 9
2.1 Ring Homomorphismus 6
2.2 Homomorphiesatz für Ringe 6
2 Kern f 6 7
2.4 Kern von f 6
2.5 Ideal 6
Zyklische Gruppen 7
3 Tabelle 8 9
1. Gruppen, Ringe
1.1 Definition: Algebraische Struktur
Eine algebraische Struktur ist eine Menge M φ ≠ zusammen mit einer Familie ω = (ω i | i ∈ I )
von Operationen ω i auf M. Dabei ist I eine Index-Menge, wobei ω jedem Index eine Operation
zuordnet. Schreibweise: (M, ω )
1.2 Definition: Halbgruppe
Eine Halbgruppe (G, (⋅ ⋅)) ist eine algebraische Struktur vom Typ (2), d. h. ° ist eine 2-stellige
Operation mit folgender Eigenschaft.
⋅ : G × G → G, (a, b) a a ⋅ ⋅ b genügt dem Assoziativgesetz,
d. h. (a ⋅ ⋅ b) ⋅ ⋅ c = a ⋅ ⋅ (b ⋅ ⋅ c) gilt für alle a, b ∈ G
1.3 Definition: Gruppe
Eine Gruppe (G, (⋅ ⋅, 1 , -1 )) ist eine algebraische Struktur vom Typ (2, 0, 1), d. h. (⋅ ⋅, 1 , -1 )
sind 2-, 0-, bzw. 1-stellige Operationen die den folgenden Regeln genügen.
c).
⋅
⋅
⋅
(R, (+, 0 , -, ⋅ ⋅) ein Ring ist und für 1 die Einselement-Regel gilt.
1.4.2 Definition: Restklassen modulo n
Im Bereich 9 der ganzen Zahlen kennen wir die Division mit Rest; d.h., zu m, n ∈ 9, n > 0, gibt es eindeutig bestimmte q, r ∈ 9 mit:
m = qn + r und 0 ≤ r < n. [r heißt der Rest.]
Zu
n
∈
Ð
konstruiere ich eine
Relation R
⊆
9
×
9
durch (x,
y)
∈
R
genau dann, wenn
x
und
y
bei Division durch
n
den gleichen Rest haben.
R
ist offensichtlich eine Äquivalenzrelation auf
9.
Anstatt (x,
y)
∈
R
schreibt man üblicherweise
x
≡
y
(mod
n).
Eine andere Beschreibung dieser Relation ist günstig. Ich bezeichne mit n9 alle Vielfachen von n, d.h die Menge n9 läßt sich schreiben als: n9 = {nm |m∈ 9}, und zeige:
x ≡ y (mod n) genau dann, wenn x - y ∈ n9 ist.
Falls
x
und
y
bei Division durch
n
den gleichen Rest haben, dann ist
x
-
y
ein Vielfaches von
n.
Andererseits gelte:
x
=
qn
+
r
und
y
=
q’n
+
r’
mit 0
≤
r, r’
<
n
und
x
-
y
∈
n9.
Daraus folgt mit
x
-
y
= (q -
q’)n
+
r
-
r’,
daß
r
-
r’
ein Element aus
n9
ist. Dieses gilt wegen der Einschränkung 0
≤
r, r’
<
n
nur für
r
=
r’,
also
1.4.3 Restklassenring 9 9/n9 9
genannt.
Die folgenden Operationen auf 9 n sind wohldefiniert:
+ : (x + n9) + (y +n9) = (x + y) + n9 für alle x, y ∈ 9, d.h. x + y = x + ;
0 : 0 = 0 + n9 ;
⋅: (x + n9) ⋅
1 : 1 = 1 + n9.
Restklassenring modulo n.
1.5 Definition: Einheitengruppe
_
= 1.
Gruppe,
Einheitengruppe.
{0}
sind (multiplikativ) invertierbar?
mit ay + mn = 1. Das ist gleichbedeutend damit, dass a und n teilerfremd sind. Insbesondere gilt für den Fall, daß n eine Primzahl p ist, dass jedes Element ≠ 0 in (9 p , (+, 0 , ⋅ ⋅, 1 )) invertierbar
1.6 Definition: Ordnung einer Gruppe:
Ist G eine endliche Gruppe, so nennt man die Anzahl G der Elemente in G die Ordnung der
1.7 Definition: Eulersche ϕ
Die Abbildung
ϕ
:= (n
a
E(9/n9)):
Ð
→
9
heißt
Eulersche
ϕ-Funktion.
Sie gibt also die Ordnung der Einheitengruppe des Restklassenrings
9/n9
an.
Da die Einheiten eines Ringes gerade die invertierbaren Elemente dieses Ringes sind, folgt, dass ϕ(n) genau die Anzahl der zu n teilerfremden ganzen Zahlen zwischen 1und n angibt.
Frage 2: Wieviele Elemente hat die Einheitengruppe von 9/p α 9 für Primzahlpotenzen n = p α ?
Behauptung: ϕ( p α ) = p α (1 - 1/ /p).
Beweis: Wir wissen, daß ϕ(p α ) die Anzahl der zu p α teilerfremden ganzen Zahlen im Restklassenring R := 9/p α 9 angibt. Um ϕ(p α ) für eine Potenz der Primzahl p zu bestimmen, gehe ich wie folgt vor: ϕ(p α ) ist gleich der Anzahl derjenigen Elemente der Reihe 1, 2, ..., p α , die zu p α oder, was auf dasselbe herauskommt, zu p teilerfremd sind. Um diese ϕ(p α ) Zahlen zu erhalten, streiche ich aus dieser Reihe diejenigen Zahlen, die durch p teilbar sind. Dies sind offensichtlich genau die Zahlen px mit 1 ≤ x ≤ p α− 1 .
Streicht man diese Zahlen, so bleiben
p
α
-
p
α−
1
=
p
α
(1
- 1/p)
=
ϕ(p
α
). Hieraus folgt, dass die Einheitengruppe
E(9/p
α
9)
genau
p
α
(1
- 1/
/p)
Elemente hat.
2. Der Ring-m-1-Homomorphismus f f := = (a a (a + n 1 9 9) für a ∈ ∈ 9
9, a + n 2 9 9 ): 9 9 → 9 9 n1 × 9 9 n2
2.1 Definition: Ringhomomorphismus
Es seien R 1 und R 2 Ringe.
Eine Abbildung π: R 1 → R 2 heißt ein Ringhomomorphismus, wenn gilt:
a) π(x + y) = π(x) + π(y) für alle x, y ∈ R 1 .
b) π(xy) = π(x)π(y) für alle x, y ∈ R 1 .
c) Für π gilt stets: π(0) = 0 und π(-x) = -π(x).
Sind R1 und R2 Ringe-m-1 und gilt außerdem:
d) π(1) = 1, so ist π ein Ring-m-1- Homomorphismus.
2.2 Definition: Homomorphiesatz für Ringe
Ist Φ : R 1 → R 2 ein Ringhomomorphismus, dann gilt: R 1 /Kern f ≅ Φ (R) [= Bild(Φ )].
2.3 Der Ring-m-1-Homomorphismus f
Ist n = n 1 n 2 mit teilerfremden n 1 und n 2 , so ist der R-m-1-Homomorphismus f mit f := (a a (a + n 1 9, a + n 2 9) für a ∈ 9 ): 9 → 9 n1 × 9 n2 surjektiv.
Zunächst berechne ich den
Kern
von
f.
2.4 Definition: Kern von f
Kern f := {x ∈ 9 f(x) = 0}
2.5 Definition: Ideal Für einen Ring (R, (+, 0 , -, ⋅ ⋅)) ist eine Teilmenge I ⊆ R genau dann ein Ideal, wenn gilt:
ir
∈
I
und
ri
∈
I
für alle
i
∈
I, r
∈
R,
d. h.
I
ist invariant unter allen Rechts- und Links-
Nun berechne ich den Kern von f.
Dazu sei x ∈ Kern f, dann gilt f(x) = (0 + n 1 9, 0 + n 2 9) = (x +n 1 9, x + n 2 9). Hieraus folgt, dass x ∈ n 1 9 und x ∈ n 2 9 ist, also sind n 1 und n 2 Teiler von x. Da wir Teilerfremdheit der Elemente n 1 und n 2 voraussetzen, folgt, dass auch n 1 n 2 ein Teiler von x ist. Aus n 1 n 2 x folgt dann sofort, dass x ∈ n 1 n 2 9 ist. Also ist Kern f ⊆ n 1 n 2 9. Dass n 1 n 2 9 eine Teilmenge von Kern f ist, gilt ebenfalls, woraus schließlich die Gleichheit von Kern f und n 1 n 2 9, also Kern f = n 1 n 2 9 folgt.
Hieraus folgt mit dem Homomorphiesatz: 9/n 1 n 2 9 ≅ Bild ( f ) 9/n 1 9 × 9/n 2 9.
Wegen
9/n
1
n
2
9
=
n
1
n
2
=
9n
1
×
9
n
2
folgt
Bild
(
f
) =
9n
1
×
9
n
2
. Nun habe ich gezeigt, dass
9/n
1
n
2
9
isomorph zu
9n
1
×
9n
2
ist. Da der
Ring-m-1-Homomorphismus
λ
mit
λ
:= (a
a
(a +
n
1
n
2
9)
für
a
∈
9
):
9
→
9/n
1
n
2
9
offensichtlich surjektiv ist, folgt sofort, dass
Aus der Isomorphie von 9/n 1 n 2 9 und 9n 1 × 9n 2 folgt die Isomorphie der zugehörigen
Einheitengruppen, d.h.
E
(9/n
1
n
2
9)
≅
E
(9n
1
×
9n
2
) =
E
(9n
1
)
×
E
(9n
2
). Es folgt
E
(9/n
1
n
2
9)=
E
(9n
1
)
E
(9n
2
)
.
Für die Eulersche ϕ-Funktion gilt also für teilerfremde n 1 und n 2 : ϕ (n 1 n 2 ) = ϕ(n 1 ) ϕ(n 2 ).
Frage 4: Ist E(9 9 n ) zyklisch?
3. Definition: Zyklische Gruppe
Eine Gruppe G heißt zyklisch, wenn sie von einem ihrer Elemente erzeugt wird, d.h. wenn es ein g∈G gibt mit G = g , wobei g := { g n n ∈ 9 } gesetzt ist.
3.1 Charakterisierung zyklischer Gruppen:
a) Es sei G eine endliche zyklische Gruppe der Ordnung m und d ∈Ð \ {0} ein Teiler von m. Dann gibt es ϕ(d) Elemente der Ordnung d in G.
b) Es sei G eine beliebige Gruppe der Ordnung m und a ∈G ein Element der Ordnung
m∈Ð \ {0}. Für jedes n ∈9 gilt dann: a n =
c) Es sei G eine endliche Gruppe mit dem neutralem Element e und a ∈G. Dann ist a ein Teiler von G und es gilt : a G = e.
d) Es sei G eine endliche Gruppe der Ordnung m. Gibt es zu jedem Teiler d ∈Ð \ {0} von m
höchstens eine Untergruppe der Ordnung d in G, so ist G zyklisch.
e) Es sei G eine endliche Gruppe mit dem neutralem Element e. Gibt es zu jedem Teiler d ∈Ð \ {0} von G höchstens d Elemente x ∈ G mit x d = e, so ist G zyklisch.
Behauptung: Für eine Primzahl p ist die Einheitengruppe E(9/p9) zyklisch.
Da im
Restklassenring
9/p9
für jedes
n
∈
Ð
\{0}
höchstens
n
Elemente
x
∈
9/p9
mit
x
n
= 1
existieren, ist E(9/p9) zyklisch.
Für teilerfremde n 1 , n 2 und n = n 1 n 2 ist E(9 n ) ≅ E (9n 1 ) × E (9n 2 ). Wenn E(9 n ) zyklisch ist,
folgt, dass auch
E(9n
1
) und
E(9n
2
) zyklisch sind, da jede
Untergruppe
einer zyklischen
Gruppe
ebenfalls zyklisch ist. Aus der Tabelle auf Seite 9 ist zu ersehen, dass der Umkehrschluss dieser Behauptung nicht notwendigerweise gilt, da z.B. für
n
1
= 3 und
n
2
= 5
E(9
3
) und
E(9
5
) zyklisch sind,
E(9
15
) jedoch nicht zyklisch ist. Für Primzahlpotenzen
p
α
gilt:ϕ(
p
α
) = p
α
(1 - 1/
/p).
4. Verwendete Literatur Lothar Gerritzen: Grundbegriffe der Algebra: Eine Einführung unter Berücksichtigung funktorieller Aspekte, Vieweg Verlag, Braunschweig/Wiesbaden, 1994. R. Pöschel, K. Rosenbaum: Angewandte Algebra: Für Mathematiker und Informatiker, Vieweg Verlag, Braunschweig/Wiesbaden, 1988.
K. Meyberg: Algebra Teil 1, Carl Hanser Verlag, München/Wien, 1980. Bronstein, Semendjajew: Taschenbuch der Mathematik, Verlag Harry Deutsch , 4. Auflage, 1999. H. Lüneburg: Gruppen, Ringe, Körper. Die grundlegenden Strukturen der Algebra, R. Oldenbourg Verlag, München/Wien, 1999.
G. Scheja, U. Storch: Lehrbuch der Algebra Teil 1, 2. Auflage, Verlag B. G. Teubner Stuttgart
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Sascha Haarkötter, 1999, Die Einheitengruppe des Restklassenrings Z/nZ, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Das quadratische Reziprozitätsgesetz für Polynomringe
Examination Thesis, 45 Pages
Lineare diophantische Gleichungen
Research Paper (Pre-University), 18 Pages
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Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anfangsunterricht und Veränderte Kindheit in der Grundschulpädagogik
Termpaper, 19 Pages
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Einführung in die Phänomenologie der Erkenntnis. Vorlesung 1909
Edmund Husserl, Elisabeth Schuhmann
Encyclopedie Des Pygmees Aka II Dictionnaire Ethnographique Aka-Franca...
J. M. C. Thomas, S. Bahuchet, A. Epelboin
Nadine G.
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Hallo Sascha !!
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Kannst dich ja mal melden ?!
Nadine
on Wednesday, May 25, 2005-
Sascha Haarkötter
Hallo Nadine.
Hallo Nadine,
schön, mal etwas von dir zu hören,
kannst dich ja mal melden.
S.Haarkoetter@gmx.de
Gruß
Sascha
on Sunday, November 20, 2005-