- marklose Nervenfasern: von Schwannschen Zellen umgeben, keine Schnürringe
- marklose und markhaltige NF unterscheiden sich in ihrer Leitungsgeschwindigkeit; beide Fasertypen können in einem Nerv vorkommen
Ruhepotential - Natriumleckstrom - Natrium-Kalium-Pumpe
- für eine best. Nervenfaser hat das Ruhepotential immer den gleichen Wert
- Ionentheorie: Ruhepotential entsteht durch die unterschiedliche Diffusion
von Ionen
- Zelleninneres: Kaliumionen und organ. Anionen; Außenmedium: Natrium- und Chloridionen
-> Zellmembran ist für K + und Cl - permeabel, schlecht permeabel für Na + , impermeabel für Anionen => selektive Permeabilität
- Erklärung:
- Zellmembran besitzt Kanäle für Kaliumionen und Natriumionen
- Kaliumkanäle normalerweise ständig offen
- alle Natriumkanäle sind im Ruhezustand geschlossen
- Kaliumionen: können entsprechend dem Konzentrat.- Gefälle von innen nach außen durch die Kanäle diffundieren
- innen: negative organ. Anionen bleiben zurück -> Ladung -Membranaußenseite: positiv; Membraninnenseite: negativ
- je mehr Kaliumionen nach außen wandern, desto ist der Ladungsunterschied
- K-Ionen werden zwar v. Konz.- Druck gegen die pos. Ladung nach außen gedrängt, aber auch von der neg. Ladung auf der Innenseite zurückgezogen
- Gleichgewichtszustand: es wandern genauso viele K-Ionen nach außen wie nach innen -> dabei herrschende Potentialdifferenz ist das Ruhepotential
- Membran ist nicht absolut undurchlässig für Na-Ionen - können in geringem Maße durch die ständig offenen Kaliumkanäle in das Zellinnere gelangen -> Natriumleckstrom
- d. pos. geladenen Na-Ionen würden allmählich die neg. Ladung der Membraninnenseite aufheben <-> deshalb in der Membran: best. Proteinmoleküle (ATP - danach in ADP und P gespalten) - pumpen unter Energieaufwand die Na-Ionen nach außen; gleichzeitig werden K-Ionen nach innen gepumpt -> Energieaufwand wird geringer, weil nur noch das Konzentrat.-Gefälle überwunden werden muss <-> für die pos. Na-Ionen gelangen nämlich pos. K-Ionen nach innen -> Natrium-Kalium-Pumpe: sorgt dafür, dass das spezifische Ruhepotential der Zelle konstant bleibt
- Na-K-Pumpe erzeugt und erhält die gr. Konzentrat.-Unterschiede der Kationen auf beiden Seiten der Membran
Aktionspotential
(a) Depolarisation und Potentialumkehr
- überschwelliger Reiz -> erste Depolarisation der Membran -> plötzl. Zunahme der Permeabilität der Membran für Na-Ionen (für ca.1 ms)
- Membran des Axons: Na-Kanäle - sind im Ruhezustand geschlossen
- Depolarisation der Membran -> Veränderung der Gestalt der Proteine -> Kanäle werden geöffnet
- entsprechend dem Konzentrat.-Gefälle strömen Na-Ionen (pos. Ladung)ins Innere -> zunehmende Depolarisation -> erhöht Na-Permeabilität
- Aufschauklungsprozess mit pos. Rückkopplung -> explosionsartiger Einstrom von Na-Ionen -> Potentialumkehr
(b) Repolarisation
- Depolarisation -> zeitl. verzögert: Permeabilität der Membran für K-Ionen steigt
- Na-Permeabilität sinkt bereits wieder ab -> 1. pos. Ladungen (K-Ionen) verlassen das Axoninnere; 2. weniger pos. Ladungen (Na-Ionen) gelangen hinein -> Membranpotential erreicht wieder den neg. Wert des Ruhepotentials
(c) Hyperpolarisation
- gesteigerte K-Permeabilität sinkt nur langsam wieder auf den Normalwert ab -> K-Ionenaustoß so groß -> Repolarisation geht sogar über das Ruhepotential hinaus
(d) Rückkehr zum Ruhepotential
- Na-K-Pumpe: Na-Ionen werden aus der Zelle K-Ionen in die Zelle befördert -> Wiederherstellung der Ausgangskonzentration an K-Ionen innerhalb und Na-Ionen außerhalb der Nervenzelle (bzw. des Axons)
- Zahl der Ionen die während des Aktionspotentials die Membran passieren ist gering
- Änderung der Ionenverteilung kann durch die Pumpe schnell ausgeglichen werden
Refraktärphasen
- künstl. Auslösung von Aktionspotentialen
- zeitl. Abstand v. zwei gleichstarken Reizen auf 5 ms und weniger
gekürzt -> Aktionspotentiale erreichen nicht mehr den Spitzenwert von +30mV => Zustand verminderter Erregbarkeit = relative Refraktärzeit -> K-Permeabilität sinkt; Na-K-Pumpe tauscht Na-Ionen gegen K-Ionen
- zeitl. Abstand: 2 ms und weniger -> es kann kein zweites Aktionspotential am gleichen Ort ausgelöst werden - Axon ist für kurze Zeit unerregbar => absolute Refraktärzeit -> Aufschauklungsprozess läuft bereits ab, anschließend sinkt die Na-Permeabilität wieder; während der Refraktärphase ablaufende Prozesse sind durch erneute Reize nicht beeinflussbar
- absolute RP: max. Zahl der Aktionspotentiale/sek.
- zeitl. Abstand von 2 ms -> höchstens 500 Aktionspotentiale/sek. auslösbar
- inaktive Nervensysteme: Erregung wird höchstens mit 200 Aktionspotentialen/sek. übertragen
Quote paper:
Juliane Voigt, 2000, Nerven, Ruhepotential, Aktionspotential, Refraktärphasen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Das Nervensystem, das Gehirn, Reflexe, Verarbeitung von Sinnesreizen
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christos karaoulis
danke.
ist echt krass, dass man sich auf leute wie euch verlassen kann. macht so weiter, jungs!!!!!!!!!!!!!!!!
on Monday, October 07, 2002-