(häufig als Nebenwirkungen von Herzmitteln, oder Schmerzmitteln · langfristige Kopfschmerzen können Folge sein)
Kopfschmerzen können jedoch auch als eigenständige Krankheiten auftreten:
· Entzündung des fünften Gesichtsnerv (Trigeminusneuralgie)
· einfache bzw. klassische Migräne
Folgende Faktoren können Kopfschmerzen verursachen:
· Wetterwechsel
· Falsche Ernährung (z.B. unregelmäßiges Essen)
· Stress
· Schlafmangel
· Hormonschwankungen (Periode)
· Falsche Körperhaltung (Kopfschmerz auslösende Muskelverspannungen)
· Alkohol- bzw. Drogeneinfluss
Hilfen gegen Kopfschmerzen:
· Gesunde Ernährung (falls nötig, kontrollierte Gewichtsab- oder zunahme)
· Heiße und kalte Duschen
· Genügend Schlaf
· Stress vermeiden
· Richtige Körperhaltung
· Entspannungsübungen, z.B. Yoga
· Bewegung an der frischen Luft
· Gezieltes Training der Muskelpartien, Sport
· Psychotherapie (gegen Psychogene Kopfschmerzen)
Kopfschmerzen können sehr gefährlich werden:
· Starke Kopfschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen
· Bewußtseinsveränderungen (Körper fühlt sich schläfrig und schlapp)
· Hohes Fieber mit schmerzhaftem Ziehen beim Vorbeugen des Kopfes im Nackenbereich (· Verdacht auf Meningitis)
· Krämpfe
· Sehprobleme
· Probleme, Arme und Beine zu kontrollieren Bei diesen Beschwerden sollte bei längerem Andauern ärztliche Hilfe hinzugezogen werden.
Es erfolgt, falls nötig medikamentöse Behandlung durch z.B. Aspirin (enthält Wirkstoff Acetylsalicylsäure) oder Paracetamol.
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Migräne
Definition:
Migräne ist ein anfallsartiger, immer wieder auftretender pulsierender Kopf-schmerz. Er beginnt einseitig und breitet sich dann langsam aus. Häufig bleibt er aber auf eine Kopfhälfte beschränkt.
Migräne kann in jedem Alter auftreten. Meist beginnt sie nach der Pubertät, nach dem 40. Lebensjahr tritt sie nur selten auf.
Personen, in deren Familie Migräne vorkommt, haben ein höheres Erkrankungsrisiko. Man unterscheidet bei der Diagnostizierung von Migräne zwischen einfacher und klassischer Migräne.
Einfache Migräne:
Einfache Migräne bedeutet starkes Kopfweh mit raschem Beginn, meist nur auf einer Kopfseite (s.o.).
Der Patient spürt generelles Unwohlsein, ist blaß, kann Licht und Geräusche nicht ertragen, verdunkelt das Zimmer und geht ins Bett. Oft ist es ihm schlecht und er muß erbrechen, wonach es ihm besser geht. Die Migräne klingt eventuell nach einem Schlaf ab.
Ein typischer Migräneanfall dauert zwischen einigen Stunden und drei Tagen. Die Häufigkeit einer einfachen Migräne sollte einige Male im Monat nicht überschreiten.
Entspannungsübungen, viel Schlaf, etc. (siehe Kopfschmerzen) hilft bei einfacher Migräne. Medikamente, falls nötig, wirken auf den Serotoninstoffwechsel ein. Bsp.: Aspirin
Klassische Migräne:
Hier handelt es sich eigentlich um das gleiche, wie bei der einfachen Migräne, außer daß der Patient nicht nur unter seinem Kopfweh leidet, sondern auch noch unter seiner Aura. Eine Aura ist eine Sensation, die normalerweise auftritt, bevor sich das Kopfweh entwickelt (als ,,Vorboten" 10-30 Min vorher). Es können Seh-störungen
(farbige Blitze), Depressionen, Schwindel, Kribbeln oder Taubheit in Arm oder Bein sein. Im klassischen Fall der Migräne kann die Aura im Vordergrund stehen, sogar ganz ohne Kopfweh. Das heißt, der Patient verspürt in solchen Fällen nur vorübergehende neurologische oder psychische Symptome, die Symptomen en eines epileptischen Anfalls ähneln.
Nach Meinung von Dr. Ulrich Oswald sollte eine isolierte Aura ohne Kopfweh nicht medikamentös behandelt werden.
Klassische Migräne wird im Prinzip ähnlich behandelt, wie einfache Migräne. Da die Medikamentenauswahl heutzutage so vielfältig ist, würde es eine zu lange Liste ergeben, würde man alle aufzählen.
Einige Beispiele:
· Ergotamin, sehr häufig, beugt Gefäßerweiterung vor.
· Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure oder Paracetamol bei leichten Kopfschmerzen
· Metoclopramid bei Übelkeit und Erbrechen.
Ablauf eines Migräneanfalls:
Im Vorstadium eines Migräneanfalls verengen sich die Blutgefäße im Gehirn (· Vasokonstriktion).
Kurz darauf erweitern sich die Gefäße wieder (·Vasodilatation).
Dieser Vorgang aktiviert durch Reizung des Trigeminus-Nerv Schmerzrezep-toren und ruft so Schmerzen hervor. Der Auslöser für die Verengung und die folgende Erweiterung der Gefäße ist noch nicht bekannt. Eine Rolle in diesem Prozeß jedoch spielt der Serotoninspiegel.
Infos zu Serotonin:
Serotonin ist eine chemische Substanz, die für die Nervenzellenkommunikation wichtig ist. Man nennt eine solche Substanz Neurotransmitter. Serotonin kommt als Hormon in der Gehirnregion vor. Es vermittelt eine Verengung der Blutgefäße und steuert außerdem den Gemütszustand, Schlafrhythmus, Sexualtrieb und die Temperatur im Körper des Menschen. Der Serotoninwert wird aus Urin und Blutplättchen bestimmt. Ein zu niedriger Wert ist z.B. bei Migräne festzu-stellen. Erhebliche Steigerung des Serotoninwertes wurde festgestellt beim Karzinoid - Tumor, einem Krebsleiden. Auch Menschen, die sich nur vegetarisch ernähren, haben einen erhöhten Serotonin-Spiegel. Der Serotonin-Spiegel wird bei Verdacht auf Krebs hin erstellt.
Vorbeugen eines Migräneanfalls:
Medikamentöse Vorbeugung nach Beratung durch einen Arzt oder ein verhaltenstherapeutisches Konzept zur Stressbewältigung.
Arbeit zitieren:
Annette Scherer, 2000, Kopfschmerzen und Migräne, München, GRIN Verlag GmbH
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Anette Delbrück
Nettie
Kopfschmerzen.
Gut gemacht Annette ;-))))
am Sunday, December 24, 2000-
Michael
Kopfschmerzen und Migräne.
Konnte gut mit den vielzähligen Infos arbeiten und auf eine Klausur lernen, danke.
am Thursday, August 16, 2001-