3.)Die Braunkohle in der Lausitz:
Die Braunkohle in der Lausitz ist vor rund 15-20 Millionen Jahren entstanden. Die Flöze befinden sich geradeeinmal in 40-120m Tiefe und ist ungefähr 8-15m dick. Die Braunkohle reicht noch rund 50 Jahre und sichert somit viele Arbeitsplätze. Die Qualität der Braunkohle ist mittelmäßig gut da sie noch ziemlich Jung ist. Ihr Schwefelgehalt beträgt rund 0,3%-1%. Jetzt will ich euch noch was von der Geschichte in der Lausitz erzählen.
1789 wurde die Braunkohle zum ersten Mal in der Niederlausitz gefunden.
1850 wurde die Braunkohle zum ersten Mal wirtschaftlich genutzt.
1872 wurde die erste Brikettfabrik der Welt in Betrieb genommen.
1882 wurde die Niederlausitzer Kohlenwerk AG gegründet
4.)Die Braunkohleförderung zu DDR-Zeiten:
Nach dem 2. Weltkrieg setzte die neu entstandene DDR in starkem Maße auf die Braunkohle, weil in ihrem Gebiet andere Energieträger nur in sehr begrenztem Umfang zur Verfügung standen. Während 1945 dort 35 % der Elektroenergie aus Steinkohle erzeugt wurden, betrug der Anteil 1976 nur noch 0,6 %. Gerade unter dem Eindruck der Ölkrisen in den 70er Jahren ging man dazu über, alle verfügbaren Braunkohlenlagerstätten in das Energiekonzept einzubeziehen. Im Jahr 1944 lag die Braunkohleforderung bei rund 156 Millionen Tonnen pro 100 m² im Jahr 1989 wurde doppelt soviel Braunkohle gefördert. Dies war, wie man heute weiß, ohne Zweifel eine Überbeanspruchung der natürlichen und technischen Ressourcen. Annähernd 40 Tagebaue waren in Betrieb. In über 50 Fabrikstandorten wurden Kohlever- edlungsprodukte hergestellt. In der Braunkohlenindustrie waren rd. 140 000 Menschen beschäftigt, rechnet man angegliederte Bereiche wie Maschinenbau oder Transportwesen hinzu, kommt man auf annähernd 200 000 Menschen. Die Braunkohle wurde zu 98 % an die Braunkohlekraftwerken verkauft. Sie belieferten in den fünfziger Jahren das modernste Braunkohle Kraftwerk Lübbenau- Vetschau.
5.) Die Braunkohleförderung heute:
Heute beträgt die Arbeitslosigkeit in der gesamten Lausitz rund 25 % das sind rund 16% über den Bundesdurchschnitt. Nach der Wende wurde die Lausitzer Braunkohle Aktiengesellschaft kurz LAUBAG gegründet und 1994 privatisiert. Die LAUBAG fördert heute rund 450 000 m³ Kohle pro Tag. Sie sind heute mit 7000 Arbeitsplätzen immer noch der größte Arbeitgeber in der Lausitz. Heute besitzt die LAUBAG gerade mal noch 5 Tagebaue. Das sind immerhin 35 weniger als vor der Wende. Die LAUBAG beliefert heute das modernste Braunkohlekraftwerk der Welt , welches in Schwarze Pumpe steht und 5 Mrd. DM gekostet
hat, dabei hat sich die LAUBAG an dem Bau mit rund 1,5Mrd. DM beteiligt. Der Umsatz der LAUBAG beläuft sich auf rund 1,5Mrd DM pro Jahr.
Die LAUBAG ist allerdings auch durch eventuelle Strompreissenkungen und Rechtsverfahren ( Horno ) finanziell gefährdet.
6.) Die Maßnahmen zur Rekultivierung in der Lausitz ( Prospekte verteilen )
Die DDR hat keinen Wert auf die Rekultivierung gelegt. Sie haben zum Beispiel keine Filter in die Schornsteine eingebaut das führte dazu dass rund 320kg Schwefeldioxid und Kohlenstoffmonoxid pro Einwohner in die Luft verschleudert wurde. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- Verwaltungsgesellschaft müssen rund 50 000 ha rekultivieren. Einige Vergleiche mögen den Umfang der Aufgabe verdeutlichen:
- Ca. 38 500 ha Öd- und nicht rekultiviertes Kippenland sind wieder nutzbar zu machen, ein Gebiet, so groß wie der Landkreis Dresden.
- Insgesamt 164 Tagebau-Restlöcher mit einer Fläche von rd. 220 km², zweimal so groß wie der Müritzsee, sind zu gestalten.
- In den Bergbauregionen besteht insgesamt ein Grundwasserdefizit von 21 Mrd. m³, davon 13 Mrd. m³ in der Lausitz und 8 Mrd. m³ in Mitteldeutschland. Dieses Defizit ist planvoll
auszugleichen. In der Lausitz muß dafür gesorgt werden, daß der Spreewald und die Trinkwasserversorgung der Stadt Berlin nicht beeinträchtigt werden. Durch Zuführung von Oberflächenwasser soll die Wiederherstellung eines stabilen Wasserhaushaltes in wenigen Jahrzehnten erreicht werden.
- Viele Kohleverarbeitungsbetriebe, Werkstätten oder Verwaltungsstandorte müssen beräumt und einer Folgenutzung zugeführt werden. Daraus sollen regional-wirtschaftliche Impulse resultieren.
Insgesamt werden 1,5 Mrd. DM pro 100m² Rekultivierungsfläche ausgegeben, dabei bezahlt der Staat rund 1 Mrd. DM und die beteiligten Bergbauländer 0,5 Mrd. DM.
Der Grundwasserdefizit ist dadurch zu erklären, dass zu DDR - Zeiten viel Wasser als Energieträger benötigt wurde. Das Wasser wurde aus den Braunkohlegruben gepumpt und in den Tagebau- Restlöchern gespeichert. Um es länger in der Lausitz zu halten ( Verdunstung ; Absickerung ... ) wurde unter anderem die Flussarme des Spree verbreitet. Nach der Wende wurde kaum noch Wasser gebraucht, sprich es wurde nicht mehr aus den Braunkohlegruben gepumpt. Im Laufe der Zeit, fehlen heute rund 1/3 des Grundwassers. Das ist für die Lausitz
fatal, da die Spree wieder rückwärts fließt und die Tagebau-Restlöcher füllt. Wenn man keine finanziellen Mittel zur Unterstützung des Wasserhaltes ausgibt, wird die Spree in ung. 20-30 Jahren vollkommen austrocknet. Das würde bedeuten das die Arbeitslosigkeit um rund 10% steigen würde. (Tourismus...)
So jetzt will euch noch aus aktuellen Anlass etwas über das Lausitzer Dorf Horno vorlesen. Horno soll laut LAUBAG umgebaggert werden. Die Hornoer Bewohner haben gegen die LAUBAG vor dem Landgericht geklagt. ... ( Super Illu )
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Christopher Finck, 2000, Lausitzer Braunkohlegebiet, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Julia;-)
Endlich....
...hab ich was über dieses dämliche Braunkohlegebiet gefunden! Wollte schon aufgeben. Es wird mir garantiert eine Hilfe sein bei der Langzeitaufgabe!! Dickes Dankeschön an dich!!!!!!!!!!!;-)
on Sunday, March 11, 2001-
Darm . Spiegelung
Lausitzer Braunkohlegebiet.
Deine Arbeit hat mich persönlich sehr stark tangiert. Deine Ausführungen sind gut durchdacht.
geil
on Monday, April 22, 2002-
duscholux
Lausitzer Braunkohlegebiet.
Rechtschreibung,Grammatik, Zeichensetzung, Sprache mangelhaft.
Das darf nicht passieren, wenn man einen Text ins Netz stellt.
Der Author sollte sich mehr in die Position des Lesers versetzen.
on Monday, July 21, 2003-
Micha
Quellenangaben....
... fehlen in dem Beitrag gänzlich. Somit ist nicht nachvollziehbar, ob diese Angaben stimmen oder nicht.
on Wednesday, November 19, 2008-
Ma nuel
ich habe den Text gekauft und im heruntergeladenen Zustand ist er nicht umfangreicher als hier zu sehen. Es stehen zwar sachen wie (Folie auflegen) oder (Prospekte verteilen) jedoch sind die nicht im Anhang vorhanden. Auch der letzte Teil des Referats endet so abrupt wie er oben zu sehen ist.
on Tuesday, May 24, 2011-
Antje Bärmann
Hallo Ma nuel, danke für Ihr Kommentar. Der Text wird bereits im Volltext angezeigt (5 von 5 Seiten). Bei dem eBook handelt es sich lediglich um die Druck- und Speicherversion des Volltextes. Viele Grüße, Antje Bärmann (GRIN Verlag)
on Tuesday, May 31, 2011-