3. Flora und Fauna:
- 1/3 bewaldet, Niederungen: Eichen u. Buchen Höhen: Kiefern, Fichten, Tannen
- Nadelholz stellt 30% des Nutzholzes
- Nach starker Abholzung 15.-19. Jahrhundert, ist man darauf bedacht durch umfangreiche Aufforstungen Verluste auszugleichen
- Im Süden wachsen entsprechend dem Klima auch mediterrane Pflanzen, wie z.B. Arten von Macchie
- Viele Tierarten, die auch in Mitteleuropa vorkommen
- Typ. Vertreter: Rehe, Hirsche, Gämsen, Wildschweine vereinzelt auch Bären und Wölfe
4. Klima:
- In nördlichen Gebieten herrscht Kontinentalklima( kalte Winter wechseln mit heißen trocknen Sommern)
- Dürre, Frost, Wind und Hagel zerstören oft einen Teil der Ernte
- Mildernde Einflüsse durch mediterrane Luftmassen werden durch südl. Gebirge verhindert
- Die südl. Beckenlandschaften sind mediterran geprägt(trockene Sommer und feuchte Sommer)
- Durchschnittl. Jahrestemperaturen 9,5 - 13,5°C
- Jahresgesamtniederschlag 400mm(geschützte Becken) 635mm(durchschn.) -1000mm(Gebirgen)
5. Bevölkerung und Soziales:
- Einwohneranzahl: 8,1 Mio.
- Bevölkerungsdichte: 76 EW
- Bevölkerungswachstum: -0,52%
- Alterstruktur: 0-14(16%), 15-64(68%), über 65 (16%)
- Geburtenrate: 8,7/1000Ewh. Sterberate: 13,2/1000 Ewh.
- Kindersterblichkeit: 12,4/1000 Lebendgeburten
- Auf jede Mutter kommen 1,2 Kinder
- 85% Bulgaren, 10% Türken(bes. östl. Rhodopen), ansonsten Rumänen, Armenier, Roma, Makedonier und Griechen
- seit 1945 verstärkt Verstädterung, mittlerweile 70%
- wichtige Städte: Sofia 8 (1,1 Mio.), Plovdiv (364.000), Varna (315.000)
- Lebenserwartung: Männer-68 , Frauen 76
- Gesundheitswesen ist gut ausgebaut, Versorgung mit Ärzten und Medikamenten ist zufriedenstellend
- Seit 1958 gibt es System für Altersversorgung, Erholung und Sozialhilfe, finanziert durch Beiträge der Arbeitgeber und Zuschüsse des Staates
- Durchschnittsrente beträgt 120 DM Ehepaar (1l Benzin = 1,30DM, jedwede Elektronik genauso teuer wie hier)
- Schulbesuch ist gebührenfrei, Bildungswesen ist staatlich kontrolliert
- Schulpflicht vom 7.-16. Lebensjahr, 2% Analphabetenrate
- 30 Hochschulen in Bulgarien
- mehr als 200 Museen, zahlreiche gutausgestattete Bibliotheken
- bekannter Künstler Bulgariens z.B. Christo(Reichstagsverhüllung)
6. Sprache und Religion:
- offizielle Sprache ist Bulgarisch und wird von 90% gesprochen, von den Sprachen der Minderheiten ist Türkisch am weitesten verbreitet
- zur Zeit der mehr als 40jährigen kommunistischen Herrschaft wurden praktizierende Gläubige diskriminiert, der Atheismus wurde gefordert und ca. 65% bekannten sich dazu
- ca. 26% bekannten sich zur orthodoxen Kirche
- Ende der 80er wurde die Kirchenpolitik gelockert und mittlerweile bekennt sich die Mehrheit der Bevölkerung zum orthodoxen Glauben
- Minderheiten sind Muslime, Katholiken, Protestanten und Juden
7. Geschichte und Politik:
- ersten Siedler ca. 800 v.Chr. Thraker
- von 500 v.Chr. - 700 n. Chr. ständiger Wechsel der Herrscher, Makedonen, Griechen, Römer, Awaren
- zwischen 600-700 kamen slawische Völker in dieses Gebiet, die dann von den Protobulgaren unterworfen wurden
- daraufhin Gründung des 1. Bulgarischen Reiches um 679
- bestimmt von großen Gebietsgewinnen, Christianisierung, großen kulturellen
Fortschritten z.B. Erfindung des kyrillischen Alphabets und Einführung der ersten slawischen Schriftsprache( Kyrill und Method)
- war größtes und einflussreichstes Reich in Osteuropa(Griechenland, Albanien, Serbien)
- 1018 Übergang an Byzanz nach allmählichem Verfall und Niedergang
- 1187 Gründung des 2. Bulgarischen Reiches nach Aufstand gegen Byzanz
- bis 1242 hatte es wieder große Macht und Ausdehnung erlangt und war größtes Reich in Südosteuropa
- jedoch setzte wieder Verfall ein, nach anfänglich Niederlagen gegen Serben wurde das Reich 1396 vollständig von Türken unterworfen -> es folgten 500 Jahre leidvolle Herrschaft der Türken
- erst 1878 erstarkt durch wirtschftl. Wachstum erlangte man wieder teilweise Unabhängigkeit
- es folgt Monarchie mit Europäisierung Bulgariens, und der völligen Unabhängigkeit 1908
- es folgten nun 2 Balkankriege und die zweimalige Verbündung mit den Deutschen in den Weltkriegen, die dem Land natürlich eher schadeten
- da von Russland eingenommen, setzte nun ein kommunistisches Regime ein, welches bis 1991 andauern sollte, unter anderem Beitritt Warschauer Pakt und RGW-Mitglied
- vorwiegend unter Todor Schiwkow wurde Bulgarien somit massiv industrialisiert, was den Lebensumständen maßgeblich zu Gute kam
- nach Zusammenbruch der UDSSR wurde auch Bulgarien demokratisiert und wirtschftl. allmählich privatisiert (immer noch im Gange)
- anfangs war es politisch und wirtschaftl. eine sehr turbulente Zeit
- jedoch ist seit Ende 1996 Petar Stojanow an der Macht, der Bulgarien an die NATO und besonders EU annähert, die hohe Inflation stoppen konnte und auch die Wirtschaft wieder etwas ankurbeln konnte
- 1997 gab es 100 Mio. Dollar Kredit von Weltbank bestimmt für strukturelle Reformen im Finanz- und Industriesektor, der schon gute Wirkung gezeigt hat
8. Verkehrswesen:
- 6600 km Schienenweg
- 37000 km Straßennetz, bedeutendes Ereignis war 1954 Eröffnung der einzigen
Donaubrücke zwischen Bulgarien und Rumänien(große Bedeutung), nach langem Streit mit Rumänien wird nun eine zweite in Angriff genommen
- 470 km Kanäle, Donauverkehr hat auch große Bedeutung für Personen- und Frachtverkehr
- nationale Fluggesellschaft Balkan Airlines fliegt wichtigsten Flughäfen des Landes und zahlreiche internationale Flughäfen an, 61 Flughäfen
9. Wirtschaft:
- bis 1947 fast ausschließlich Agrarstaat, ab 1947 mit großer Unterstützung von UDSSR wurde völlig verstaatlichte Industrie aufgebaut(bes. Schwerindustrie)
- 1991 fielen so gut wie alle Absatzmärkte in UDSSR u. Osteuropa weg -> Zusammenbruch vieler Betriebe
- seit 1992 hat sehr hindernisreiche Privatisierung eingesetzt
- Arbeitslosenquote: 12,2 %
- Inflation liegt bei 1%
- BIP: 33,6 Milliarden Dollar
- Jährl. Wachstum: 4%
- 8% Landwirtschaft, 45% in Industrie, 47% in Dienstleistungsgewerbe
- landwirtschftl. Produkte: Getreide, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Baumwolle, Tabak, Wein, Obst, Gemüse und auch Maulbeerbäume für Seidenraupen gibt es
- auch Viehwirtschaft, Nutzholzgewinnung und Fischfang(Varna, Burgas) sind umfangreich vorhanden
- Rohstoffe: Kohle, Blei, Kupfer, Zink, und auch ein wenig Erdöl, Kohle deckt ausreichend den Eigenbedarf und Zink, Kupfer und Erdgas werden auch kommerziell genutzt
- Industrie:(meist marode) Maschinen- und Fahrzeugbau, Chemieindustrie, Herstellung von Metallwaren, Nahrungsmittelherstellung und Tabakverarbeitung gehören zu den neueren Industriezweigen, ältester Industriezweig ist Textilindustrie, welche aus einheimischen Rohstoffen fertigt
- ebenso sind Produktion von Zement, Ziegeln, Fenstern sowie Lederwaren- u. Kunststoffherstellung bedeutend
- die Metallindustrie ist jedoch größtenteils auf Import von Rohstoffen angewiesen
- das bekannteste Produkt Bulgariens ist jedoch das Rosenöl welches zur Parfumherstellung verwendet wird#
- Tourismus war und wird immer mehr ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, bes. Meer
- Außenhandel: wichtigsten Handelspartner sind Nachfolgestaaten der UDSSR, Osteuropa, Italien, Griechenland und Deutschland
- auch plant Russland eine neue Pipeline bis an die Ägäis zu bauen, was zu Einnahmen führen wird
- wichtigste Exportgüter: Maschinen, Nahrungs-Genussmittel, Metalle, Metallwaren, Chemikalien, Lederwaren, Textilien
- wichtigste Importgüter: Brennstoffe, mineralische Erzeugnisse, Maschinen, Transportgeräte, Metalle, Metallwaren und Chemikalien
- Handelsbilanz: EXPORT 4,5 Milliarden $, IMPORT 4,6 Milliarden $
10. Bewertung des Entwicklungsstandes:
- Bulgarien ist ein geschwächtes Industrieland, mit guten Chancen der EU beizutreten und somit seine momentan positive Entwicklung noch zu intensivieren
- Vom Naturraum und Klima sind keine sonderlich Hindernisse gegeben
- Viele wichtige Rohstoffe wie zum Beispiel Kohle selbst vorhanden
- gut ausgebaute med. Versorgung (europ. Normale Werte)
- gutes Bildungssystem und soziales Netz funktioniert
- Infrastruktur weiträumig vorhanden, und wird derzeit saniert(ausgebaut)
- Wirtschaft befindet sich im Aufschwung
- Verteilung der 3 Sektoren entspricht annähernd denen von Industrieländern
- Stabile nach Westen orientierte, demokratische Regierung
- keinerlei Menschenrechtsverstöße bekannt geworden, in letzten Jahren
- Kosovokrieg hat Bulgariens Entwicklung Dämpfer gegeben, Haupthandelsrouten blockiert
- Für Schwellenland sprechen Defizite in sozialem Netz und der überwiegenden Überalterung der Industrie
Quellen:
- Encarta 99 Enzyklopädie
- Internet
Fragen:
1. Hauptstadt?
2. Grenzt an welches Meer?
3. Größter Fluss?
4. Gehörte zu welchem östlichen Staatenbund?
Arbeit zitieren:
Janko Wangelow, 2000, Bulgarien, München, GRIN Verlag GmbH
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mitko
sehr trocken!.
bist du nicht selber beim Vorlesen eingeschlafen??
i kude e rakijata?!
am Saturday, June 01, 2002-