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Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 18
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 285 KB
Archivnummer: V10008
ISBN (E-Book): 978-3-638-16574-7

Textauszug (computergeneriert)


FACHHOCHSCHULE HEIDELBERG
Staatlich anerkannte Fachhochschule der SRH-Gruppe

Studienarbeit


Thema:
Systemische Beratung

Vorgelegt von: Reinhard Bracke



Heidelberg, den 09.07.2002

Inhalt:

1. Einleitung 3

1.1. Geschichte 3
1.2. Modelle 4

2. BEGRIFFE 5

2.1. Was ist ein System 6
2.2. Komplexität und Kontingenz 7
2.3. Autopoiese und Selbstreferenz 7
2.4. Konstruktivismus 8

3. PRAXIS 8

3.1. Hypothesen bilden 9
3.2. Zirkularität 10
3.2.1. Zirkuläres Fragen 10
3.2.2. Fragetechniken 10
3.3. Systemskulptur 13

4. LÖSUNGS- UND RESSOURCENORIENTIERUNG 14

5. SCHLUSSBEMERKUNG 15

LITERATURVERZEICHNIS 17

1. Einleitung

"Soziale Arbeit bewegt sich in der Regel zwischen den Polen "Verändern" und "Bewahren" (Miller, 2001, S 1). Sehr oft haben SozialarbeiterInnen mit Menschen zu tun, die in Krisensituationen stehen. Dabei gilt es, gewisse Denk-, Gefühls-, Beziehungs- und Handlungsmuster, die einer positiven Entwicklung hemmend gegenüberstehen zu verändern. Gleichzeitig sollen aber Mechanismen, die identitätsbildend und stabilisierend wirken bewahrt und gepflegt werden. Somit sind Verändern und Bewahren zwei grundlegende Pole, innerhalb der sich Soziale Arbeit bewegt.
Die Aufgabe Sozialer Arbeit als Wissenschaft ist es ein Handwerkszeug in Form von Handlungstheorien zur Verfügung zu stellen, um die Professionalität Sozialer Arbeit sicherzustellen und SozialarbeiterInnen in der Praxis in ihrem Tun zu unterstützen. Die vorliegende Arbeit wird ein systemisches Angebot vorstellen.

1.1. Geschichte

Die systemische Therapie entstand nicht von heute auf morgen. Ihre Wurzeln reichen weit in die Psychotherapiegeschichte hinein. In den 50er Jahren begannen erste Pioniere, das Feld der Einzel- oder Gruppentherapie zu verlassen und mit Familien zu arbeiten. Die Familientherapie entstand und gewann immer mehr Anhänger. Gleichzeitig rückte die Bedeutung einer systemischen Perspektive, die Welt in einer bestimmten Weise zu sehen immer mehr in den Vordergrund. Diese Weltsicht hatte ihren Ursprung in der Atomphysik. Mit der Formulierung der "Unschärferelation" durch Werner Heisenberg wurde ein neues Paradigma geschaffen. Diese besagt kurz formuliert, dass beobachtete Subatomare Teilchen während einer Beobachtung immer in einer Beziehung zum Beobachter stehen und durch diesen beeinflusst werden (vgl. Capra 1991. S 82). Der Beobachter stand ab diesem Zeitpunkt in einem Beziehungsrahmen zum Objekt. Es entwickelte sich eine neue Vorstellung, ein neues Paradigma (Weltsicht), in der die Beziehungen zwischen verschiedenen Objekten betrachtet wurde. "Nicht die Eigenschaften der Objekte wurden hier als entscheidend verstanden, sondern das Netzwerk der gegenseitigen Beziehungen zwischen den Objekten" (Weiss 1998, S20). Dieses Denken blieb nicht auf die Mathematik und Physik beschränkt, sondern fand auch in anderen Bereichen schnelle Verbreitung. Am bekanntesten ist die Anwendung in der Kybernetik und der Informatik, wo durch das Denken in Regelkreisen eine völlig neue Technologie entstand, - die Computertechnik. Erst durch das zirkuläre Denken in den Kategorien von Rückmeldungen (positivem und negativem Feedback) wurde diese Entwicklung möglich.
Der Einzug der systemischen Betrachtungsweise in der Psychotherapie fand zuerst in den fünfziger Jahren in den USA statt. Mehrere Gruppen begannen, sich mit Familien zu beschäftigen und entwickelten dabei Vorstellungen von Regelzusammenhängen innerhalb der Familien. Sie verstanden die "Krankheit" eines Familienmitglieds nicht mehr als individuelles Problem, sondern sahen das Phänomen der Störung als einen Ausdruck der Struktur der Beziehung in der Familie. Zu diesem Personenkreis gehörten unter anderem Paul Watzlawick, Salvador Minuchin und Jay Haley (um nur einige zu nennen).

1.2. Modelle

[...]

Kommentare

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