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Autor: Corinna Brusch
Fach: Biologie - Cytologie
Details
Tags: Stoffwechselphysiologie
Jahr: 2001
Seiten: 7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 63 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-98859-9
Meine Arbeit gibt eine übersichtliche Zusammenfassung zum Stoffgebiet Stoffwechselpysiologie für Schüler der Oberstufe, Niveau Leistungskurs
Volltext (computergeneriert)
Biologie Leistungskurs 2.Semester Klasse 12: Stoffwechselphysiologie
ab Februar 2001
Stoffwechselphysiologie
Stoffliche Zusammensetzung der Zellen (Linder Seite 127)
Wiederholung:
Name
Verbindungsklasse
Hydroxylgruppe (-OH)
Alkanole (Alkohole)
Carboxylgruppe (-COOH)
Carbonsäuren
Carbonylgruppe (C=O)
Alkanale (Aldehyde), Alkanone (Ketone)
Aminogruppe
Amine, Aminoverbindungen
Phosphatgruppe (-PO4²¯ )
Phosphatester
(Kurzsymbol: P)
Methylgruppe (-CH3)
Methylverbindungen z.B. in Lipiden
Begriffe:
Protonen =
-positiv geladene Wasserstoff-Ionen (H+)
-Hat negative Ladung der Hülle abgegeben
-besteht nur noch aus Proton im Kern
polares Molekül = ein neg. und ein pos. Polende (z.B.Wasser)
unpolares Molekül = ausgeglichene Ladungsverhältnisse
Wasser:
Molekülbau
-besteht aus einem Sauerstoff- und zwei Wasserstoffmolekülen
-polare Atombindung (deshalb ist Wasser ein Dipolmolekül)
-Wasserstoffmoleküle im Winkel von 105° zueinander
-am Sauerstoffmolekül zwei freie Elektronenpaare
-untereinander bilden Wassermoleküle mehrere Wasserstoffbrückenbindungen
aus
daher Bindung aneinander ziemlich fest (Aggregate können entstehen)
-Wassermolekül hat negativen und positiven Ladungsschwerpunkt
-ziehen Ionen anderer polar gebauter Stoffe an und bilden Hydrathüllen um
die Ionen (darauf beruht Wirkung des Wassers als Lösungs- und Quellmittel)
Eigenschaften -Wassermoleküle können sich in Lösungen frei bewegen
-Lösung leitet den elektrischen Strom
-hat höheren Schmelz und Siedepunkt als andere Stoffe
-große Oberflächenspannung
-hohe Schmelzwärme, hohe Wärmekapazität
-nicht-polare Stoffe z.B. Fette sind nicht in Wasser löslich
Bedeutung
-erste Lebewesen entstanden im Wasser
-jede Zelle und der gesamte Organismus ist auf Wasser angewiesen
-dient als Lösungsmittel für Stoffumsetzungen in Zelle und als
Transportmittel für gelöste Stoffe
-Mittel zur Regelung der Temperatur
-Reaktionspartner bei biochemischen Prozessen
Stoffwechselvorgänge:
Assimilation
Dissimilation
Autotrophe A.
heterotrophe A.
Atmung
Gärung
Photosynthese
Chemosynthese
Assimilation
: aufbauende Vorgänge
Dissimilation : abbauende Vorgänge
Energiewechsel:
Alle Stoffwechselvorgänge sind immer mit Energieumsatz verbunden.
Es gibt:
-chemische Energie (für Stoffaufbau in Zellen)
-thermische Energie (Aufrechterhaltung der Körpertemperatur)
-elektrische Energie (in Nervenzellen)
-mechanische Energie (Muskelzellen)
Die Zelle ist ein offenes System, das bedeutet das mit der Umgebung ein Stoff- und
Energieaustausch statt findet.
Beispiel:
Zellatmung
C H O + 6O 6CO + 6H O ; H= -2820 kJ/mol exotherm
1.Hauptsatz der Thermodynamik
Bei einem Prozess kann Energie weder erschaffen noch vernichtet werden.
Energie kann nur aus einer anderen Energieform umgewandelt werden.
H = Enthalpieänderung
Enthalpie ist die Differenz zwischen Energie der Ausgangsstoffe und der Energie der
Reaktionsprodukte.
Exotherme Reaktion
Endotherme Reaktion
Ausgangsstoffe haben mehr Energie als
Es muß ständig Energie zugeführt werden
Reaktionsprodukte
sonst läuft die Reaktion nicht ab
H= -n kJ/mol
H= +n kJ/mol
Beispiel: Atmung
Beispiel: Photosynthese
2.Hauptsatz der Thermodynamik
Bei Vorgängen in einem abgeschlossenen System bleibt die Entropie bei umkehrbarem
Verlauf konstant S=0, beim tatsächlichen Verlauf in Natur und Technik nimmt die Entropie
stets zu
das heißt S>0
Es gibt kein Perpetuum mobile zweiter Art, das bedeutet 100% Wärme können nicht in !00%
Arbeit umgewandelt werden.(es geht also immer Energie verloren).
S Entropieänderung
-Entropie ist der Ordnungszustand der Teilchen
- S positiv
Zunahme der Unordnung(Entropie)
-Entropieänderung ist ausschlaggebend für freiwilligen Ablauf
einer Reaktion
G maximale Nutzbarkeit
kann unter tatsächlichen Bedingungen nicht erreicht werden
H= G + T· S
(T-Temperatur)
Lebewesen bauen ihre Ordnung auf indem sie die Entropie in ihrer Umgebung vermehren.
ATP als Energieüberträger
-da Reaktionen in Zellen exergonisch und endergonisch sind, wäre eine Möglichkeit der
Energieversorgung die Kopplung von exergonischen und endergonischen Reaktionen. (denn
endergonische Reaktionen laufen durch Energie der exergonische Reaktionen ab!)
-Das ist nicht immer möglich denn 2 Reaktionen können an unterschiedlichen Orten oder zu
unterschiedlichen Zeiten stattfinden.
-Also wird eine Speicher- und Transportform für Energie benötigt: ATP!
-ATP ist ein Energie-Speicher und bewegliches Zwischenprodukt.
-ATP wird gebildet durch Anlagerung eines Phosphatmoleküls an ADP
-dabei wird Energie gebraucht, die ATP aufnimmt
-wenn ATP wieder zerfällt wird diese Energie wieder frei
ADP + P ATP
G= + 30 kJ/mol
ATP ADP + P
G= - 30 kJ/mol
ATP ist in allen lebenden Zellen vorhanden. Pro ml Gewebe befinden sich 0,5 2,5 mg ATP.
Aufbau von ATP:
(Adenin + Ribose + 3Phosphate)
AMP
Adenosinmonophosphat
ADP
Adenosindiphosphat
ATP
Adenosintriphosphat
Phosphorylierung: Veresterung mit Phosphorsäure, entstehende Verbindung ist energiereich
und reaktionsbereit
Proteine
Grundbausteine sind Aminosäuren!
Die bestehen aus einem zentral gelegenen Kohlenstoffatom ( C ) , einem Rest R (der kann
alles mögliche sein) und einer Carboxylgruppe (COOH, sauer) sowie einer Aminogruppe
(NH², basisch). Aminosäuren unterscheiden sich nur in dem Rest R.
Aminosäuren liegen größtenteils als Zwitter-Ionen vor. Dabei geht das Wasserstoffatom von
COOH zur Aminogruppe über.
Weil AS einen sauren und einen basischen Teil haben könne sie mit Säuren und mit basen
reagieren.
Isoelektrischer Punkt: Aminosäuren liegen bei einem bestimmten pH-Wert vollständig als
Zwitter-Ionen vor.Würde man dann eine Spannung anlegen würden die Ionen im elektrischen
Feld nicht wandern.
Aminosäuren zeigen optische Aktivität. Dieses wird verursacht durch das asymetrische
Kohlenstoffatom. Die Aminosäuren existieren in 2 Spiegelbildlichen Formen.
Optische Aktivität bedeutet die Schwingungsebene des polarisierten Lichtes wird nach links
bzw. nach rechts gedreht. L-Form
links ; D-Form
rechts Als Bausteine von Proteinen
findet man nur L-As!
Beispiele für Aminosäuren: Alanin, Glycin, Serin, Glutamin, Phenylalanin...
Es gibt neutrale AS: haben eine Carboxylgruppe und eine Aminogruppe
Es gibt saure AS: enthalten noch eine weitere Carboxylgruppe
Es gibt basische AS: enthakten eine weitere Aminogruppe
Dipeptide: entstehen bei Verknüpfung von 2 AS
Dabei reagiert die Carboxylgruppe der einen mit der Aminogruppe der anderen AS.
Polypeptide entstehen wenn viele AS miteinander verknüpft werden.
Wenn eine Peptidkette eine bestimmte Länge hat, kommt es zwischen den AS zu schwachen
Bindungen und die Kette nimmt räumliche Gestalt an
Dann spricht man von einem Protein!
Primärstruktur: =Reihenfolge der AS (oder auch Aminosäuresequenz)
-ist festgelegt durch Peptidbindungen (Atombindung)
Sekundärstruktur: =räumliche Gestalt eines Proteins:
-Helix-Struktur = ein Stück der Polypeptidkette wird schraubig angeordnet
-Faltblatt-Struktur = ein Stück der Polypeptidkette tritt mit einem anderen Teilstück über
Wasserstoffbrückenbindungen in Wechselwirkung und bildet zick-zack verlaufendes Band
Tertiärstruktur: -Raumgestalt der Polypeptidkette ; hier herrschen van-der-Waals-Kräfte
Quartärstruktur: - mehrere Polypeptidketten verbinden sich zu einer Einheit, z.B. Hämoglobin
Kohlenhydrate
:
Monosaccharide
Oligosaccharide
Polysaccharide
(einfache Kohlenhydrate)
(2-10 Monosaccharide)
(10 und mehr )
Bsp: Glucose &
Bsp: Maltose
Bsp: Stärke &
Fructose
Cellulose
Allgemeine Summenformel: Cn(H²O)m
Monosaccharide
Eigenschaften und Molekülbau vom Monosaccharid Glucose:
-gehört zu Aldohexosen (6 C Atome und Aldehydgruppe)
-Glucose gibt es in Kettenform (Hydroxylgruppe + Aldehydgruppe enthalten und
Ringform (nur Hydroxylgruppen)
-spielt eine ganz zentrale Rolle im Stoffwechsel
-direktes Vorkommen in Honig, Früchten und im Blut
-süß, energiereich, weiss, kristallin, fest, gut löslich in Wasser
-Glucose ist ein entscheidendes Produkt der Photosynthese
-wird von grünen Pflanzen hergestellt
-vom Mensch über Nahrung aufgenommen
-Mitochondrien bauen Glucose ab bei Atmung
Nachweis:
Fehlingsche Lösung 1 (=Kupfersulfat) und 2 mischen und mit Glucoselösung
erhitzen
Ziegelroter Niederschlag
Weitere Monosaccharide...
Name
Bedeutung/ Vorkommen
Fructose
-Im Stoffwechsel erst nach Umbau in Glucose verwertbar
-in Früchten
Galactose
-Im Stoffwechsel erst nach Umbau in Glucose verwertbar
-Bestandteil von Milchzucker (Lactose)
-Vorkommen in Milch
Ribose
-Bestandteil der RNA
-im Stoffwechsel aus Glucose gebildet
Desoxiribose
-Bestandteil der DNA
-aus Glucose gebildet
Disaccharide
Bestehen aus 2 Monosacchariden und können durch Hydrolyse in 2 Monosaccharid-moleküle
gespalten werden.
Maltose:
-besteht aus 2 Glucosemolekülen
-ist der Grundbaustein von Stärke und Glycogen
-Ausgangsprodukt zur Bierherstellung
-auch Malzzucker genannt
Saccharose:
-besteht aus 1 Glucose- und ein Fructosemolekül
-in Rüben oder Zuckerrohr
-kann vom tierischen Organismus nicht synthetisiert werden
-Nahrungsmittel und zur Konservierung
Lactose:
Polysaccharide
(Mehrfachzucker)
-kommen besonders als Speicherstoffe in Zellen vor
-z.B. Glycogen, Stärke, Cellulose, Chitin
Stärke:
-viele Glucosemoleküle sind miteinander verknüpft, dabei entsteht
Makromolekül
-Wichtigster pflanzlicher Reservestoff
-Stärke hat 2 Bestandteile: Amylose und Amylopektin
-in Getreidekörnern und Kartoffelknollen
-Nachweisbar mit Iodkaliumiodidlösung (gelb)
blauschwarze Färbung
-Stärke quillt auf mit wasser, löst sich aber nicht
Lipide
-sind fettartige Stoffe
-Fette sind Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin
Ester werden gebildet aus Alkohol und Carbonsäuren
-Fette können gesättigte (nur Einfachbindungen z.B. Palmitinsäure) oder ungesättigte (
Doppelbindungen, z.B. Ölsäure oder Linolsäure) Fettsäuren enthalten
-Fette können durch Enzyme im Verdauungssystem durch Gallensaft abgebaut werden
-Bedeutung: Energiespeicher/ Reservestoff
-wichtige Lipide sind Neutralfette, Steroide und Phosphorlipide
-unlöslich in Wasser
Nachweis : Fettfleckprobe
Polare Lipide: haben einen wasserfreundlichen Teil und einem Wasserfeindlichen teil
Nucleinsäuren
-deren Bausteine sind Nucleotide (1 Phosphorsäuremolekül + 1 Zucker + 1 der4 organ.Basen)
-Nucleinsäuren sind Polynucleotidketten, in denen durch festgelegte Aufeinanderfolge von
Purin- und Pyrimidinbasen Erbinfos verschlüsselt sind.
Es gibt 2 Hauptgruppen: DNS und RNS (unterscheiden sich in Zuckeranteil und Funktion)
Porphyrine
=Farbstoffe, deren Moleküle 4-Pyrrolringe enthalten
-z.B. Hämoglobin und Chlorophyll und Cytochrome
-haben hohe biologische Aktivität
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