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Grundzüge der Befreiungspädagogik Paulo Freire close

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Grundzüge der Befreiungspädagogik Paulo Freire

Scholary Paper (Seminar), 2003, 13 Pages
Author: Claudia Ladner
Subject: Pedagogy - Reform Pedagogics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 13
Language: German
Archive No.: V10084
ISBN (E-book): 978-3-638-16621-8

File size: 188 KB


Excerpt (computer-generated)

Vertiefungsgebiet aus Erziehungswissenschaft

Thema 1:
Grundzüge der Befreiungspädagogik: Paulo Freire

von: Ladner Claudia

 

  • Paulo Freire - zur Person 2
  • Allgemein 5
  • Alphabetisierungsmethode 11
  • Literaturverzeichnis

 

Paulo Freire - zur Person

Hier beziehe ich mich auf 
Stöger
Peter (1996): Paulo Freire. In: Kontakte XIV (1996, Heft 1),
S. 24 - 50 und
Stöger Peter (1997): Paulo Freire - ein Nachruf. In: Kontakte XV (1997, Heft 1), S. 69 - 74

[...]

Allgemein

Im folgenden Abschnitt beziehe ich mich auf Freire Paulo (1998): Pädagogik der Unterdrückten. Bildung als Praxis der Freiheit. Reinbek bei Hamburg (Rowohlt Taschenbuch Verlag), S. 9 - 104

Am Anfang seiner Pädagogik steht ein Schock und zwar die Entdeckung der Kultur des Schweigens.

  • Viele gleiten nach dem >westlichen< Schulbesuch wieder in den Analphabetismus zurück.
  • Alphabetisierungskampagnen sind nicht zielführend.
  • Die Lernhemmung ist unbestreitbar.

Warum diese Apathie der Unterdrückten? Für Paulo Freire ist diese >Kultur des Schweigens< immer schon eine Folge des Unterdrückung. Die Herrschaft der Eliten macht die Masse apathisch und nicht umgekehrt. Die sogenannte >natürliche< Unterlegenheit der Unterdrückten ist eine Zwecklüge der Unterdrücker. Dieser Mythos hilft mit Kolonial- und Klassenherrschaft aufrecht zu erhalten. Die Unterdrückten verinnerlichen diesen Mythos - ihr Bewusstsein ist unterworfen, besetzt. Gefährlich ist die Herrschaft der Wissenden deshalb, weil sie der unterworfenen Mehrheit das befreiende Wissen - sogar die Fähigkeit Freiheitswissen anzueignen - vorenthalten. Die Sprache des Volkes wird von der Sprache der Gebildeten verdrängt. Dadurch bleibt die Erfahrung sprachlos, die Sprache wird sinnlos. Die Mitsprache der Unterdrückten, z.B. bei Entscheidungsprozessen der Gesellschaft, wird verhindert. Sie können sich dagegen nicht wehren, da ihnen die Sprache der Freiheit fehlt.

"Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen." 1 Der Eindruck der Machtentfaltung raubt dem Menschen seine innere Selbstständigkeit, dieser verzichtet - mehr oder weniger unbewusst - auf Eigeninitiative.

[...]


1 Freire Paulo (1998): Pädagogik der Unterdrückten. Bildung als Praxis der Freiheit. Reinbek bei Hamburg (Rowohlt Taschenbuch Verlag), S. 13


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http://www.grin.com/e-book/10084/grundzuege-der-befreiungspaedagogik-paulo-freire
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