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Details

Institut: FOS Gera
Tags: Gedächtnisexperiment
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 5
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 49 KB
Archivnummer: V101169
ISBN (E-Book): 978-3-638-99590-0

Volltext (computergeneriert)

Sandy Haubold FOS -001


Hausarbeit-Psychologie


Ein Gedächtnisexperiment, planen, durchführen, auswerten und Ergebnis graphisch darstellen sowie

zusammenfassen.

Vorbereitung:

Ich habe das Experiment an zwei Personen durchgeführt um einen Vergleich anstreben zu können.

Bei beiden Personen führte ich je zwei Experimente durch. Das Ziel des dieses Experiments ist es,

nachzuweisen dass im Kurzzeitgedächtnis nur noch ein geringer Teil gespeichert wird, von dem was

im Ultrakurzzeitgedächtnis vorhanden war. Weiterhin möchte ich herausfinden welche Worte besser

gemerkt werden Anfangs-,Mittel-oder Endwörter. In meinem 2.Experiment in welches

Kopfrechenaufgaben integriert sind will ich herausfinden ob Ablenkung und Zeitspanne die

Leistungsfähigkeit bzw. Merkfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses beeinflusst.

1.Experiment

Ich habe 40 Wörter erdacht (Substantive) welche ich in circa einer Minute der jeweiligen

Versuchsperson vorlas. Die Versuchsperson sollte sich so viele Worte wie möglich merken und mir

nachdem ich alle Worte vorgelesen hatte, diese gemerkten Worte wiedergeben, welche ich notierte,

zuordnete und die Zeit stoppte.

2.Experiment

Beim zweitem Experiment habe ich wiederum 40 Worte(Substantive) erdacht. Der Ablauf des Exp.

erfolgte wie bei Exp. 1 mit dem Unterschied, dass nachdem ich alle Worte vorgelesen habe nun 5

Kopfrechenaufgaben hinzu kamen, welche in min. 3 min gelöst werden mussten.

Zwischen Exp. 1 und Exp.2 habe ich eine Entspannungszeit von 15 min gegeben.

Die Versuchspersonen waren:

Versuchsperson A

-männlich

-31 Jahre alt

-Berufstätig

-Experimente fanden in ruhiger Umgebung statt

Versuchsperson B

-männlich

-27 Jahre alt

-Berufstätig

-Experimente fanden in ruhiger Umgebung statt

1


Aufbau

Experiment 1

15 min Pause

Experiment2

1.Alarm

Anfangswörter

1.Maschine

2.Baby

2.Frau

3.Club

3.Kanone

4.Gabel

4.Messer

5.Esse

5.Skala

6.U-BaIin

6.Bach

7.Zukunft

7.Hafer

8.Lenz

8.Beginn

9.Kanüle

9.Ampel

10.Grill

10.Tapete

11.Faust

11.Fussel

12.Marke

12.Sprache

13.Burg

13.Gebäck

14.Kaffee

Anfangswörter

14.Liebe

40

Worte

15.Nugat

Mitte

15.Schere

in ca. 1 min

16.Miete

16.Gehim

Vorgelesen

17.Wetter

17.Eingang

d.h. pro Wort

18.Urne

18.Pudding 1-1,5Sek

zum

19.Löffel

19.Andenken

merken

20.Heirat

20.Wicht

21 Gerüst

21.Umgang

22.Feuer

22.Vorzug

23.Bikini

23.Uhr

24.Atlas

24.Schuhe

25.Kuchen

25

Wahl

26.Paradies

26.Sklave

27.Sitz

Mitte

27.Meile

28.Unschuld

Ende

28.Hecht

29.Talent

29.Ort

30.Post

30.Loch

31.Wiese

31.Ende

32.Bild

32.Oskar

33.Aktion

33.Mauer

34.Insel

34.Weide

35.Volk

35.Pfennig

36.Natur

36.Haut

37.Freunde

37.Zeuge

38 .Gebäude

38.Neid

39.Grippe

39.Wind

40.Mandel

Ende

40.Duden

2x7+6=20

100:50=2

3min

(80-20):2=30

Zeit zur Lösung

5x9-5=40

333:3=111

2


Auswertung:

Exp.1 VP-A

Merkte sich 7 Wörter in 1 min, dabei wurden Worte vom Anfang besser behalten als am Ende der

Wortliste. Das am Anfang die Worte besser behalten wurden ist vielleicht damit zu erklären, dass die

Konzentration nachließ und eine proaktive Hemmung vorlag

Exp.2 VP-A

Merkte sich noch 4 Wörter in 1 min, nachdem die Kopfrechenaufgaben in 3 min gelöst wurden sind.

Dabei wurden die Wörter welche am Ende standen besser gemerkt. Dies wäre so zu erklären, dass die

Konzentration am Anfang der Wortliste niedriger durch die Kopfrechenaufgaben war und sich erst

wieder aufbaute. Es lag eine retroaktive Hemmung vor.

Exp.1

1 Alarm

2.Baby

4.Gabel in 1 min wiedergegeben

7.Zukunft

19.Löffel

38.Gebäude

Exp.2

2.Frau

25.Wahl in 1 min wiedergegeben

30.Loch nach 3 min Kopfrechen

32.Oskar

Exp.1 VP-B

Merkte sich noch 7 Wörter in 1 min, dabei wurden Worte vom Anfang und Worte aus dem

Mittelteil zu gleichen Teilen gemerkt. Jedoch die Worte welche am Ende der Wortliste standen

wurden am besten gemerkt. Bei VP-B fand im Exp. 1 eine proaktive Hemmung statt. Die

Konzentration war am Ende der Wortliste größer.

Exp.2 VP-B

Merkte sich 8 Wörter in 1 min, nach 3 min Kopfrechnen. Dabei wurden Worte am Anfang und am

Ende wieder am besten gemerkt, doch die Worte am Ende wurden am besten behalten, d.h. waren in

der Überzahl. Man kann davon ausgehen, dass beide Hemmungen vorlagen, denn die Worte im

Mittelteil wurden fast gar nicht gemerkt. Es fand nach dem Merken der ersten Worte eine proaktive

Hemmung sowie eine retroaktive Hemmung, da am Ende der Liste die Worte am besten gemerkt

wurden.

3


Exp.1

1 Alarm

2.Baby

20.Heirat in 1 min wiedergegeben

22.Feuer

36.Natur

37.Freude

38.Gebäude

Exp.2

1 .Maschine

2.Frau

17.Eingang

in 1 min

33 .Mauer

wiedergegeben

35 .Pfennig

nach 3 min Kopfrechen

36.Haut

37.Zeuge

40.Duden

Folgende Kriterien könnten die Experimente beeinflusst haben:

· Aufregung beider Versuchspersonen

· die physische und psychische Verfassung kann unterschiedlich gewesen sein

· die Worte waren ungeordnet, ohne Zusammenhang d.h. das Merken der Worte war

schwieriger

· es könnte sein, dass VP-B sich vielleicht im täglichen Leben häufiger etwas merken muss,

d.h. er führt im Alltag häufiger ,,unbewusstes Gedächtnistraining" durch als VP-A

· es kann möglich sein, dass das Experiment Tageszeitabhängig war, d.h. bei VP-A habe ich

das Experiment früh ca. 11:00 Uhr durchgeführt und bei VP-B habe ich das Experiment ca.

19:30 durchgeführt

· Altersabhängigkeit

Zusammenfassung:

Bei diesem Experiment ist erkennbar, dass sich 40 Worte im Ultrakurzzeitgedächtnis befanden und

nur noch 1-3% der Wort nach wenigen Minuten (siehe Auswertung) im Kurzzeitgedächtnis

gespeichert sind bei beiden VP und jeweils beiden Experimenten. Weiterhin sind meine Experimente

relativ unterschiedlich ausgefallen, allgemein ist aber festzustellen, dass das merken von

Anfangsworten und besonders zuletzt gehörtes am besten gespeichert wird. Bei 3 von 4 Experimenten

war deutlich zu erkennen, dass die Worte welche am Ende standen am besten gemerkt wurden. Bei

VP-A hatten die Kopfrechenaufgaben Einfluss auf das Merken denn es wurden weniger Worte

behalten. Bei VP-B hatten die Kopfrechenaufgaben wahrscheinlich keinen Einfluss auf das Merken,

denn es wurde sogar 1 Wort mehr behalten als beim Exp. 1 von VP-B. Meine Theorie ist, dass es

Abhängig von den beeinflussenden Kriterien ist und deshalb meine Exp. unterschiedlich im Bezug auf

Exp.2 ausgefallen sind.

4


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