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Skript, 2000, 10 Seiten
Autor: Jork Winterfeld
Fach: Elektrotechnik
Details
Jahr: 2000
Seiten: 10
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-99979-3
Dateigröße: 68 KB
Eine Zusammenfassung der Vorbereitung auf die Prüfung Grundlagen der Konstruktion im 3. Semester
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Volltext (computergeneriert)
Grundlagen Konstruktion
Inhaltsverzeichnis: Stand:
24.04.2001
1. Toleranzen 2
1.1. Unterscheidung 2
1.2. Grundlagen
nach
ISO 2
1.3. Toleranzfeldgröße (ISO Qualität) 2
1.4.
Toleranzfeldlage (nach ISO) 2
1.5. Toleranzfeldanalyse 3
2. Passungen 3
2.1. Unterscheidung 3
2.2.
Grundlagen der ISO-Paßsysteme 3
2.3. Passungsanalyse 3
Zeichnungsangabe 3
3.
Maß und Toleranzketten 4
3.1. Grundsätze 4
4.
Achsen und Wellen 5
5. Verbindungselemente 5
5.1. Formschlüssige
Verbindungen 5
5.1.1. Nietverbindungen: 5
5.1.2. Stift-
und
Keilverbindungen 5
5.1.3.
Feder- und Profilwellenverbindungen 5
5.1.4. Spreizverbindungen 6
5.2. Kraftschlüssige
Verbindungen 6
5.2.1. Pressverbindungen 6
5.2.2. Schraubverbindungen 6
5.2.3. Klemmverbindungen 6
6. Kupplungen 6
6.1. Allgemeine
Betrachtung 6
6.2. Ausgleichskupplungen 7
6.3. Schaltkupplungen 7
6.3.1. Schaltbare
Kupplungen 7
6.3.2. Selbstschaltende
Kupplungen 7
Angaben ohne Gewähr JW`99
1. Toleranzen
- Bauteile nicht ideal herstellbar
-
Für bestimmte Funktionen sind Toleranzen erwünscht Gleitlager und Preßverbindungen
-
International einheitliches ISO System
-
Tolenanzsystem für Einzelteile
-
Paßsystem für Paarung von Innen- und Außenteilen
1.1. Unterscheidung
-
3 Arten von Toleranzen:
1. ISO Toleranzen (nach DIN-ISO 286) z.B. 6 d 8 Æ Nennmaß, Lage des Toleranzfeldes und
Größe des Toleranzfeldes
2. Allgemeintoleranzen (Toleranzklasse ,,mittel" im Zeichnungsschriftfeld)
3. Nichtgenormte Toleranzen z.B.: 60-0,60-0,3 (nur für grobe Fertigung, sonst meiden)
-
Form- und Lagertoleranzen (nur bei hoher Genauigkeitsanforderung)
-
Oberflächenrauhheit (Mittelraufwert Ra, gemittelte Rauhtiefe Rz)
-
In Zeichnungen nie Maße ohne Toleranzen angeben
1.2. Grundlagen nach ISO
Bezeichnung Zeichen
Bspl. Erläuterung
Nennmaß N
0,50
Bezugsmaß
(theoretisches
Maß)
Paßmaß P
0,50+0,03-0,02
Toleriertes Maß
Istmaß
I
0,51
Maß des fertigen Teiles
zwischen Größt- und
Kleinstmaß
Abmaße, oberes
e (E)
0,03
Zulässige Abmaße von N
es (ES)
ei(EI)
Ist
eist (Eist)
e für Außenmaß (z.B. Wellen), E für Innenmaß (z.B. Bohrungen)
Wichtige Beziehungen:
ES, es = G - N, EI, ei = K N, T = G K = ES EI = es ei
1.3. Toleranzfeldgröße (ISO Qualität)
a) Grundsätze
1. Nennmaßbereiche nach R5 gestuft (N = 1..3/>3..6/>6..10/u.s.w)
2. Je Nennbereich 20 Grundtoleranzgrade (Qualitäten), ISO Toleranzreihen IT01/IT0/IT1/.../IT18,
gestuft nach R5, wobei IT6 Bezugsqualität, also: IT7 = IT6*qs, IT8 = IT6*q²s u.s.w, z.B. h7 = IT7
3. Je Nennmaßbereich sind für jedes Maß Toleranzen einer Qualität gleich groß
b) Anwendungen
- IT 2..4 Endmaße
-
IT 4..8 für Lehren und Präszisionstechnik
-
IT 5..11 normaler Arbeitsbereich in ET und Feinwerktechnik
-
IT 12..18 grobe Vorfertigung (Gießen)
! Toleriere nur so eng wie nötig, aber so grob wie möglich um die Fertigungskosten zu Senken !
1.4. Toleranzfeldlage (nach ISO)
-
Bei Außenmaße kleine Buchstaben (a...z...cb)
-
Bei Innenmaßen Großbuchstaben (A...Z...CB)
-
Felder h, H liegen an Nullinie
Einschränkungen:
27 Lagen und 20 IT Qualitäten Æ 540 verschiedene Toleranzklassen
(unvertretbar)
Deshalb in DIN-ISO-Normen
Auswahlkriterien:
für Innenmaße 10 bevorzugt, für Außenmaße 16 bevorzugt
1.5. Toleranzfeldanalyse
Bspl.: gesucht sind Größe und Lage der Toleranzfelder bei Nennmaß 6 mm für
a) d8, d9, d 10; b) f8, e8, d8
Lsg: Werte aus DIN-Normen
Zu a) gleiche Buchstaben bedeuten gleicher Abstand von Nulllinie
6 d8 = 6,000-0,03
-0,048
6 d9 = 6,000-0,03-0,06
6 d10 = 6,000-0,03-0,078
zu b) gleiche Zahlen, bedeuten gleichgroße Toleranzfelder, aber unterschiedlicher Abstand von
Nullinie
6 f8 = 6,000-0,01-0,028
6 e8 = 6,000-0,02-0,038
6d8 = 6,000-0,03-0,048
2. Passungen
- Paarung von zwei toleranzbehafteten Teilen
2.1. Unterscheidung
1. Spielpassungen (Außenmaße < Innenmaße) Æ Spiel, Teile immer beweglich, z.B. Gleitlager
2. Übermaßpassungen / Preßpassungen (Außenmaße > Innenmaße), ÆÜbermaß Teile fest verbunden,
z.B. Preßverbindung
3. Übergangspassungen (abhängig von Istmaßen, kann Spiel und Übermaß entstehen, z.B.
Wälzlagerprassung)
2.2. Grundlagen der ISO-Paßsysteme
Bei Passungen sind zulässig:
1. Für Außenmaße nur IT 4..12 (Æ 9 zuläassige Qualitäten)
2. Für Innenmaße nur IT 5..12 (Æ 8 zulässige Qualitäten), schwierigere Bearbeitung von Bohrungen
im Gegensatz zur Bearbeitung von Wellen
-
Toleranzfeld eines Teils muß an Nulllinie liegen (h, H) Æ Damit entstehen 2 Paßsysteme
1. Einheitswelle (EW): Alle Außenmaße nur mit Toleranzen h4 h12 verwenden, Passungscharakter
durch Gegenstücktoleranz
2. Einheitsbohrung (EB): Alle Innenmaße nur mit H5 H12
2.3. Passungsanalyse
Beispiel: Passung
5 F8h7
ges.:
Nennmaß, Paßsystem, Passungscharakter, Größt- und Kleinstwert
Lsg.:
Nennmaß:
5
mm
Paßsystem:
EW
h7
Passungscharakter:
Spielpassung, da F im Alphabet unter h liegt
Größt-
/Kleinstwerte:
SG = GB - KW = 5,028 4,988 = 40 µm
SK = KB - GW = 5,010 5,000 = 10 µm
Mittleres
Spiel:
SM = ½(SG + SK) = 25 µm
Toleranz: T
=
SG - SK = 30 µm
Kontrolle:
T
=
TW + TB = (Gw Kw) + (GB - KB) = 18 + 12 = 30 µm
2.4. Zeichnungsangabe
Toleranzen nicht mit Körperkanten
darstellen, sondern Toleranzen gehen
aus Beschriftzung hervor
5 F8
h7
3. Maß und Toleranzketten
-
Vermeidung von Kettenmaßen Æ Bemaßung Funktionswichtiger Körperkanten von (gedachter) Maß-
Bezugslinie aus
-
Toleranzüberlagerungen vermeiden
-
Oft jedoch Aneinanderreihung von Maßen gegeben Æ Da alle Maße toleriert sind, ergeben sich
Maßketten Æ Toleranzketten
3.1. Grundsätze
-
Betrachtung von Minimum - Maximum Methode
1. Satz: Nennmaß des Schlußgliedes ist Summe der Nennmaße aller Glieder, Schlußtoleranz ist Summe
der
Einzeltoleranzen
2. Satz: Toleranz To für Schlußmaß (Mo) liegt symmetrisch zu Toleranzmittenmaß (Co)
Mo = Co ± To/2
To/2
ES
EI
ECo
Go
Ko
Co
No
Kürzel Beschreibung Berechnungsvorschrift
Go
Größtwert des Endmaßes
(i) Gi - (i) Ki
Ko
Kleinstwert des Endmaßes
(i) Ki - (i) Gi
Co Toleranzmittelmaß
-1/k*(i) Ci*ki
Eco Toleranzmittenabmaß
EI
Unteres Abmaß
Go No To
ES
Oberes Abmaß
Go No
No Nennmaß
-1/k*(i) Ni*ki
K
=
± 1 (Richtungskoeffizient)
3. Satz: Größtmaß Go von Mo ist Summe der Größtmaße der pos. Glieder minus die Summer der
Kleinstmaße
der
negativen
Glieder,
Kleinstmaß Ko analog umgekehrt
Go = No + Eco + To/2 Ko = No + Eco To/2 To = Go Ko
3.Satz dient zur Kontrolle von Satz 2
4. Satz: Maß- und Toleranzketten bilden einen geschlossenen Linienzug, wobei der Anfangspunkt frei
wählbar
ist
Mo ist das von Mi abhängige Maß. Mo kann gegeben oder gesucht sein, deshalb immer erst
Mo
markieren
Bemerkung zu Toleranz- und Passungsgerechtes Gestalten:
-
Enge Passungen sichern zwar Funktion, aber nicht Ökonomie der Fertigung
-
Vermeide enge Passungen (durch federnde Elemente oder durch justieren)
-
Vermeide mehrfache Paßstellen
4. Achsen und Wellen
Sind Konstruktionselemente, die Gewichtskräfte rotierender Körper in Lagern aufnehmen
Unterschiede zw. Achsen und Wellen
Achsen Wellen
Beanspruchung auf Biegung, Zug
Biegung, Zug, Druck und Torsion
und Druck
Im Umlauf oder Stillstand
Immer Umlaufend
Gerade
Gerade, gekröpft und biegsam
ausgeführt
Biegespannung = Biegemoment/Widerstandsmoment
Widerstandsmoment für Stahl: pi/32*d³
Æ d = (max. Biegemoment/(pi/32*überschlägliche Spannung))^(1/3)
... Anstrengungsfaktor für ruhende, schwellende oder Wechselnde Belastung
5. Verbindungselemente
5.1. Formschlüssige Verbindungen
-
Unlösbare Verbindung durch mechanisch bearbeitete oder plastisch verformte Mitnehmer
-
Ermöglicht Übertragung großer Momente
-
Einteilung:
Zylinderstifte, Kerb- und Spannfedern, Kegelstifte, Paßfedern
-
Auftretende Belastungen: Scherspannung, Flächenpressung
5.1.1. Nietverbindungen:
-
Form- und kraftschlüssige Verbindung, zum Verbinden von Bauteilen vor allem in Blechverarbeitung
-
Beanspruchung:
Reibung (vernachlässigbar), Flächenpressung, Abscherung zwischen Niete
und
Lochwandung
-
Kraftaufteilung durch Erhöhung der Nietzahl
-
Formschlußsicherung bei Drehmomentenbelastung
-
5.1.2. Stift- und Keilverbindungen
-
Teilweise lösbare form- und Kraftschlußverbindungen
-
Formschluß durch Eingreifen eines Stiftes oder Keils in die zu verbindenden Bauteile, Stift- und
Keilachse senkrecht zu Kraftwirkung, Kraftschluß durch Übermaß eines zylindrischen Stiftes gegeüber
Bohrung (Einpressverbindung) oder kegelige Form des Stiftes (Keilverbindung)
-
Zylinderstifte (Bolzen) zur gelenkigen Verbindung und Kraftbegrenzung (Sollbruchstellen) eingesetzt
-
Stifte mit kleinem Durchmesser als Sicherungs-, Verbindungs- und Befestigungsstifte verwendet
-
Kegelstifte: Spielfreie aber leicht lösbare Verbindung, Lagesicherung von Teilen aber nicht
rüttelsicher
-
Beanspruchung:
Abscherung (zweischnittige Verbindung, da an 2 Stellen beansprucht),
Flächenpressung
-
Stiftverschiebungen durch Splinte verhindern
5.1.3. Feder- und Profilwellenverbindungen
-
Lösbare formschlüssige Verbindungen zwischen Wellen und Naben, dient der Übertragung großer
Drehmomente
-
Profilwellen mit unterschiedlichen Profilformen verhindert verrutschen
5.1.4. Spreizverbindungen
-
Formschlüssige Verbindung, die durch Verformung eines Bauteils entsteht und je nach
Verformungsgrad lösbar oder nichtlösbar ist
-
Lösbare Verbindungen durch Einspreizelemente, Sprengringe und Sicherungsringe
5.2. Kraftschlüssige Verbindungen
5.2.1. Pressverbindungen
-
Preßverbindungen beruhen auf Reibung zwischen den Verbindungspartnern infolge von
Flächenpressung
-
Flächenpressung durch plastische oder elastische Verformung aufgrund von Übermaß der Bauteile
zueinander
-
Einpreßverbindungen durch Rändelung des härteren Elements verhindert Bewegung der Elemente
zueinander, bedingt lösbar
5.2.2. Schraubverbindungen
-
lösbare Verbindung, beruht auf Kraftschluß infolge der Keilwirkung des Gewindes
-
Befestigungsschrauben: lösbare Verbindung von Teilen, unbedingt gegen lockern sichern, durch
Federring oder Gegenmutter, kleine Steigung der Gewinde, dürfen sich bei
Einwirken einer Längskraft nicht lösen Æ selbstsperrend, geringer
Steigungswinkel
des
Gewindes
-
Bewegungsschrauben:
Umformung von Dreh- in Längsbewegungen, große Gewindesteigung
(Zahnstangengetriebe, Schraubengetriebe, Wälzschraubengetriebe,
Gleitschraubengetriebe,
Zugmittelgetriebe)
-
Schraubenverbindungen können unmittelbar und mittelbar realisiert werden
-
Unmittelbar eines der zu befestigenden Bleche wird mit einem Innengewinde versehen
-
Mittelbar Schraube + Mutter
-
Beanspruchung:
Zugbeanspruchung, Flächenpressung, Abscherung der Gewindegänge,
-
Sicherung der Schraubenverbindung gegen Lösen:
Bei veränderlicher Belastung notwendig (Temperaturänderungen,
Erschütterung), Sicherung kann kraft-, form- oder stoffschlüssig erfolgen,
Einfachstes Mittel: Gegenmutter, aber relativ große Bauhöhe und nicht
ausreichende Rüttelsicherheit, deshalb sicherheitselemente wie Federring,
Zahn-
und
Fächerscheiben
5.2.3. Klemmverbindungen
-
Mittelbar und lösbare Verbindung von Bauteilen, Kraftschluß durch zusätzlicheKlemmelemente,
-
Exzenter und Schrauben in Verbindung mit Keilen,
-
u.a. Zur Befestigung von Elementen auf Wellen
6. Kupplungen
6.1. Allgemeine Betrachtung
· Dauerkupplungen:
während des Betriebes nicht lösbar
· Feste Kupplungen:
erleichtern Montage von Baugruppen, erfordern exaktes Fluchten
der Wellen
· Ausgleichskupplungen:
bei Axial-, Radial- oder Winkelabweichungen, bei
Verwendung von elastischen Elementen auch zur
Dämpfung
von
Drehschwingungen
·
Schaltkupplungen:
nur zeitweise Übertragung von Drehbewegungen
· Hülsen- und Schalenkupplungen :
nur für kleine Drehmomente
· Scheibenkupplungen:
große Drehmomente, aber auch große Bauform, Übertragung durch
Reibung, Schrauben werden auf Zug beansprucht, Zugkraft Fz = 2Md/(z*D*µ) mit z...Anzahl
Schrauben, D...Durchmesser Scheibe, µ...Reibwert, Verwendung bei großen Axialkräften und
Biegemomenten
· Selbsttätige Kupplungen:
Fliehkraftkupplungen, Freilaufkupplungen
6.2. Ausgleichskupplungen
· Fertigungs-, montage und funktionsbedingte Lagerabweichungen der Wellen können ausgeglichen
werden
· Kupplungen mit
Axialem Ausgleich
Übertragung durch Formschluß, ebenfalls Unterteilung in
Scheiben- und Hülsenkupplungen
Scheibenkupplungen:
Berechnung der Mitnehmer auf Biegung und
Flächenpressung
· Kupplungen mit
radialem Ausgleich
querbewegliche Kupplung, Versetzung oder Gefahr der V.
während des Betriebs, elastischer Kunststoffschlauch bei kleinen Momenten Æ großer Verschleiß
· Winkelbewegliche Kupplungen Ausgleich von Winkelabweichungen (Gelenkkupplungen)
· Drehelastische Kupplungen könne Stöße und Schwingungen mindern
6.3. Schaltkupplungen
6.3.1. Schaltbare Kupplungen
· Erforderlich um funktionsbedingt die Übertragung von Drehbewegungen zu unterbrechen
· Wellen werden durch Form- und Kraftpaarungen verbunden Æ Erzeugen der Andruckkraft erfolg
von außen
· Schaltung der Kupplung nur im Stillstand oder im Gleichlauf
· Kraftpaarung erfolgt durch Reibung, wobei Reibflächen Zylindermäntel, Scheiben und
Kegelmäntel sind
· Mit Kegelkupplungen aufgrund der Reibflächenform größere Momente übertragbar, Vorteile:
kleine Flächenpressung, gute Wärmeabfuhrund selbstständige Zentrierung
· Lamellenkupplung: Vervielfachung der Reibflächen durch Lamellen, wartungsfrei und
raumsparende Bauweise Æ Einsatz innerhalb von Maschinen und Getrieben, Berechnung
übertragenes Moment durch Reibungskraft:
Md = D*µ*i*F/(2*sin)
Mit D...mittlerer Scheibendurchmesser, F...Anpreßkraft, ...Neigungswinkel des Kegels,
i...Anzahl der Reibpaarungen
· VORSICHT! Bei Dimensionierung darf zulässige Flächenpressung nicht überschritten werden
6.3.2. Selbstschaltende Kupplungen
·
Schaltvorgang wird durch Änderung der Betriebsverhältisse ausgelöst, abhängig z.B. von
Drehzahl, Richtung, Drehwinkel, Drehmoment
·
Drehmomentabhängige Kupplung
¾ Sicherung der Abtriebs- oder Antriebsseite eines Gerätes, Kupplung ist für max. Drehmoment
ausgelegt, Reibungskupplungen mit einstellbarem Nenndrehmoment, gleiche
Berechnungsvorschrift wie bei schaltbaren Kupplungen
·
Drehzahlabhängige Kupplung
¾ Herstellung oder Trennung der Wellenverbindung bei fallender oder steigender Drehzahl,
durch Ausnutzen der Fliehkraftänderung
¾ Für Motoren mit geringem Anlaufmoment, wo Last erst bei erreichen der Nenndrehzahl
hinzugeschaltet werden darf
¾ Unterscheidung Einschalt- oder Ausschaltkupplungen
¾ Kostruktive Gestaltung prizipiell aus 2 oder mehreren auf dem Umfang radial beweglichen
Fliehkörpern, die an rückstellenden Federn befestigt sind
Aus Kräfteverhältnis
Æ Berechnung des Momentes:
MR = µ*Feff*r = µ*(Fz - Ff)*r Md
Mit Fz= m*rs*², Ff...Federkraft, r, rs... Kupplungsradien, i..Anzahl der
Fliehkörper
Æ Masse eines Fliehkörpers
m = (1/i*rs*²)*(Ff + Md/rµ)
· Drehrichtungsabhänige Kupplung
¾ Freilaufkupplung, Übertragung eines Momentes in nur eine Richtung, konstruktive Gestaltung
mit Zahnrichtsperren, oder Reibrichtsperren
K
Kupplungen
Ausgleichskupplungen 1
Dauerkupplung 1
Drehmomentabhängige 2
Drehrichtungsabhänige 2
Drehzahlabhängige 2
Feste Kupplungen 1
Kegelkupplungen 1
Lamellenkupplung 1
Schaltkupplungen 1
Selbsttätige Kupplungen 1
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