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Presentation (Pre-University), 2001, 9 Pages
Author: Bertram Wachinger
Subject: Technology
Details
Year: 2001
Pages: 9
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-00044-9
File size: 170 KB
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Fulltext (computer-generated)
Autor: Bertram Wachinger
Transrapid - Zug der Zukunft ?
Die Chronologie des Transrapids
1922 1934 1935 1939 -1943 1962 1966 1969 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1979 1980 1983 1984 17.8.84 1987 | Der norddeutsche Ingenieur Hermann Kemperer stellt erste Überlegungen dafür an, eine magnetische Schwebebahn zu entwickeln und zu bauen Hermann Kemperer meldet das Patent auf die erste Schwebebahn an (Patentnummer: DRP 643 316 vom 14. August) Beweis von Hermann Kemperer an einem 210 kg schweren Versuchssystem, dass sein System trag- und funktionsfähig ist An der Aerodynamischen Versuchsanstalt in Göttingen beginnt Hermann Kemperer mit den grundlegenden Arbeiten an einer EMS-Schwebebahn, die auf einer 20 km langen Fahrstrecke bei Landsberg mit Hilfe eines Düsentriebwerks berührungsfrei Geschwindigkeiten von bis zu 1800 km/h erreichen sollte. Da zur damaligen Zeit noch keine Windkanäle möglich waren, sollten mit dieser Bahn Flugmodelle getestet werden Prof. Dr. Ing. W. Bäseler schlägt vor, ein Prinzip zu entwickeln, um die Straßen zu entlasten. Es beruht darauf, das Autos auf einer Rollbahn mit hoher Geschwindigkeit zum Zielort transportiert werden. Analyse von MBB mit dem Ergebnis, dass dieses System nicht mit den zu Verfügung stehenden Mitteln zu verwirklichen wäre Verkehrsminister Georg Leber (SPD) gibt den Auftrag zu einer Studie, die sich mit der Möglichkeit beschäftigen soll, ein Hochleistungstransportsystem zu ,,erfinden": (,,Hochleistungs-Schnellbahn-Studie" (HSB-Studie)). Bau des Transrapid 01 (T01) durch Fa. Krauss - Maffai, erstes funktionsfähiges Schwebefahrzeug Das Institut für elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen (IEM) beginnt mit der Entwicklung des elektromagnetischen Schwebekonzeptes Transrapid 02 (T02) wird auf einer 660m langen Versuchsbahn mit 90 km/h getestet Konstruktion eines 900m langen Rundkurses für einen neuen Zug: EET 01 EET 01 wird mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h getestet Bau des HMB 1 durch Thyssen-Henschel, des ersten Magnetschwebers mit Langstatorantrieb Bau des HMB 2, wie HMB 1, nur für die Personenbeförderung zugelassen Der Bundesminister für Forschung und Technologie entscheidet zu Gunsten des elektromagnetischen Prinzips (EMS) mit Langstratorantrieb Der Transrapid 05 wird vorgestellt. Auf einer Versuchsstrecke mit 908m länge wird er für 6 Monate mit 75 km/h getestet. 50000 Besucher fahren mit Bau der TVE (Transrapid Versuchsanlage Emsland) Entwicklung des Transrapid 06 (T06) Inbetriebnahme des T06. Maximale Höchstgeschwindigkeit: 400 km/h TVE ist fertiggestellt, dem T06 stehen zunächst 20,6 km Versuchsstrecke zur Verfügung Geschwindigkeit von 302,0 km/h erreicht TVE 2 wird in Betrieb genommen. Länge: 31,5 km. Die Strecke ist für den 500 km/h schnellen T07 ausgelegt |
![]() | Bild vom Transrapid T07 |
1988 1989 1991 1992 10.6.93 13.10.94 1995 1996 9.5.96 Mitte 96 Januar 97 April 97 1998 5.5.98 Okt. 98 1999 | T06 erreicht einen Geschwindigkeitsrekord von 412,6 km/h T07 wird vorgestellt Inbetriebnahme des T07 Geschwindigkeitsrekord von 436,0 km/h Der Transrapid ist einsatzbereit für den öffentlichen Verkehr Das Bundesverkehrsamt bestimmt, das der Transrapid die Städte Hamburg und Berlin miteinander verbinden soll Neuer Geschwindigkeitsrekord: 450,0 km/h Der Bundestag beschließt den Bau der 283 km langen Transrapid Strecke Raumordungsverfahren beginnt Die Fahrwegsgesellschaft wird gegründet Der Bundestag verabschiedet das Gesetz zum Bau der Trasse Beginn der Planfeststellungen Raumordnungsverfahren ist beendet Wirtschaftlichkeitsberechnung der Trasse Hamburg - Berlin Die Planfeststellung steht fest Der T07 überschreitet erstmals die 500 km/h Marke - neuer Rekord Gründung der Transrapid International neue Kostenschätzung: Ursprünglich etwa 6,5 Milliarden Mark, nun 7,7 bis 8,9 Milliarden Mark Gründung der Transrapid International USA Einsatz eines 3-Sektionsfahrzeug T08 auf der TVE |
![]() | Bild vom Transrapid T08 in DB - Lackierung |
Jan. 2000 5.2.2000 Juni-Okt 2000 30.6.2000 21.1.2001 | Für die Trasse Berlin - Hamburg liegt der erste Planfeststellungsbeschluß vor Beschluß: kein Bau der Strecke Suche nach Ausweichmöglichkeiten T08 auf der EXPO 2000 Durchführungsstudie in Shanghai, ob ein Einsatz der Magnetschwebetechnik dort vorstellbar wäre Beschluß, den Transrapid in Shanghai zu bauen |
Die Zukunft des Transrapids
Der Transrapid wurde damals geplant, um eine Verbindung zwischen der Eisenbahn und dem Flugzeug zu schaffen, zu dem aber Energie sparend und umweltfreundlicher sein. Eigentlich sollte der T07 schon seit 1999 auf der Trasse zwischen Berlin und Hamburg unterwegs sein, doch wegen der mangelnden finanziellen Möglichkeiten des Bundes und der Firmen ist es bis heute nicht zum Bau dieser Trasse gekommen, und das wird es wohl auch nicht, so wie es im Moment aussieht. Der T07 sollte auf der 284 km langen Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 320 km/h fahren. Das heißt, dass der Zug weniger als eine Stunde unterwegs gewesen wäre. Der Bund würde die ursprünglich veranschlagten 6,5 Milliarden Mark zahlen, aber den Rest für die mittlerweile auf 10 Milliarden Mark geschätzten Kosten will er nicht übernhemen, genauso wenig aber auch die Deutsche Bundesbahn. Ein Vorschlag der Regierung, die Transrapid-Strecke einspurig zu bauen, lehnte die DB mit der Begründung ab, dass dies zu unwirtschaftlich sei.
Letztendlich wurde beschlossen, eine Ausweichtrasse zu suchen. Im Gespräch deutscher Strecken war oder ist zum Beispiel eine Anbindung der Stadtzentren Berlin oder München an die jeweiligen Flughäfen, so wie der sogenannte ,,Metrorapid", der als Nahverkehrszug im Ruhrgebiet eingesetzt werden sollte.
Im Ausland ist besonders das Projekt in Shanghai erwähnenswert, da dieses Projekt seit 21.01.2001 abgesegnet ist. Die Strecke soll von Shanghai an den Flughafen Pudong führen, 30 km lang und in einer Fahrzeit von weniger als 10 Minuten zu bewältigen sein. Bis 2003 soll die Strecke einsatzbereit sein. Außerdem überlegt China des weiteren, andere Strecken zu bauen, wie zum Beispiel eine 200 km lange Verbindung von Shanghai nach Hangzhou und eine 1300 km lange Trasse von Shanghai nach Peking mit den geschätzten Baukosten von ca. 50 Milliarden DM.
Die USA überlegt derzeit auch, ab 2002 ein ähnliches Projekt zu bauen, wobei hier die Beratungs- und Verhandlungsgespräche noch am Laufen sind.
Fahrzeugdaten des T 08
| Länge (3 Sektionen) <=> Breite Höhe Betriebl. Höchstgeschwdk. Leergewicht Nutzlast Sitzplätze (3 Sektionen) Sitzplätze (4 Sektionen) <==> Davon 1. Klasse Davon 2. Klasse Länge Leergewicht Nutzlast Gesamtgewicht Sitzplätze (5 Sektionen) <===> Davon 1. Klasse Davon 2. Klasse Länge Leergewicht Nutzlast Gesamtgewicht | 78,8 m 3,7 m 4,2 m 500 km/h 53 t 15 t max. 310 336 60 276 103,5 m 198,2 t 54,8 t 253,0 t 411 75 336 128,3 m 247,3 t 70,2 t 317,5 t |
Die Technik des Transrapids
![]() | Der Transrapid Fährt (oder besser gesagt fliegt) über eine Schiene, die etwa maximal 10 m über dem Erdboden auf Betonsäulen gelagert ist. Die Betonsäulen können zur Erde herabgelassen werden. Sie haben einen Abstand von etwa 61 Metern zueinander. Der untere Teil des Transrapids umfasst die Schiene der Doppelfahrspur zu etwa 70 Prozent. |
![]() | Die Spur wechselt der Transrapid über Stahlbiegeweichen: Sie bestehen aus einem durchgebogenen Stahlträger, der mit Hilfe eines elektromechanischen Stellantriebes elastisch gebogen wird. Die 80 m lange Weiche wird vorwiegend zum Spurwechsel in den Stationen eingesetzt und kann mit 100 km/h befahren werden. Für Spurwechsel mit höherer Geschwindigkeit (200 km/h) steht die 150 m lange Schnellfahrweiche (siehe Abbildung) zur Verfügung. Alle Weichen können in Geradeaus-Stellung mit Maximalgeschwindigkeit befahren werden. |
![]() | Der Transrapid hat keine Räder, Achsen, Getriebe und Oberleitungen. Sie rollt nicht, sie schwebt. Durch elektrisch erzeugte Magnetwirkung in beiden Komponenten schwebt der T08 über die Schiene. Die Führmagnete halten den T08 seitlich in der Spur. Elektronik stellt sicher, dass dabei der Abstand (10mm) immer gleich bleibt. Diese Technik ist zwar im Aufbau nicht sehr günstig, aber durch die fehlende Reibung umso günstiger in der Unterhaltung. Zum Schweben braucht der Transrapid nicht mehr Energie als seine Klimaanlage an Bord. |
Das Schwebesystem wird von Batterien im Fahrzeug mit Energie versorgt und ist somit vom Antrieb unabhängig. So kann das Fahrzeug im Stillstand ca. 1 Stunde schweben, ohne von außen mit Energie versorgt zu werden. Während der Fahrt werden die Bordbatterien durch Lineargeneratoren wieder aufgeladen.
Angetrieben und gebremst wird der Transrapid berührungsfrei durch einen Langstator-Linearmotor. Er ist im Fahrzeug installiert und funktioniert wie ein herkömmlicher Elektromotor, dessen Stator aufgechnitten und unterhalb des Fahrweges ,,gestreckt" ist. Strom erzeugt in den Kabelwicklungen ein magnetisches Wanderfeld, von dem das Fahrzeug berührungsfrei mitgezogen wird. Seine Tragmagnete wirken dabei als Rotor (Erregerteil). Die Geschwindigkeit lässt sich durch Veränderungen der Frequenz des Drehstroms stufenlos regeln. Ändert man die Kraftrichtung des Wanderfeldes, wird der Motor zum Generator, der das Fahrzeug berührungsfrei bremst.
Auf der Teststrecke im Emsland wurden Spitzengeschwindigkeiten von 435 km/h gemessen, allerdings braucht er ab einer Geschwindigkeit von 320 km/h die selbe Menge Energie wie eine herkömmliche Eisenbahn, weil der Luftwiderstand durch die fehlende Bodenhaftung enorm höher ist.
Zusammenfassung
Ich denke, dass der Transrapid ein Stück Zukunft ist, das unbedingt weiter entwickelt und ausgeführt werden sollte. Dass er in Deutschland nicht gebaut wird, halte ich persönlich für einen Fehler, da Deutschland somit einen (nötigen) Anschluss an die Zukunft verliert.
Quellen und Zitate: http://www.transrapid.de http://www.siemens.de/ts http://www.spiegel.de
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23.05.2002 21:53:24
Gut gemacht, die Technik ist etwas kurz gehalten und verstehen tut man sie auch nur mit etwas Vorkenntnissen. Diese sollte man aber vorrausetzen. Es fehlt vielleich noch, dass Strom auch durch Induktion "übertragen" werden kann. Im großen und ganzen aber echt gut