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Anilin - ein Amin - Phenylamin; Aminobenzol

Presentation (Pre-University), 2000, 3 Pages
Author: Kristina Krutzek
Subject: Chemistry

Details

Event: ChemieLK 13.Klasse
Institution/College: Humboldt-Gymnasium
Tags: Anilin, Amin, Phenylamin, Aminobenzol, ChemieLK, Klasse
Category: Presentation (Pre-University)
Year: 2000
Pages: 3
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V101732
ISBN (E-book): 978-3-640-00145-3

File size: 49 KB
Notes :
Erklärung der Struktur und Wirkungsweise von Anilin, sowie Herkunft und Verwendung! Das Referat ist Ok, aber leider fehlen die Formeln...ich musste die Zahlen mit der Hand eintragen, weil ich damals noch nicht wusste, dass sowas mit dem Compi auch geht!!! also, wer das Referat gebraucht, unbedingt die richtigen Formeln nachschauen und dazuschreiben!



Fulltext (computer-generated)

Kristina Krutzek

Ch/Anilin

September 00

$QLOLQ

(Phenylamin; Aminobenzol)

(frz. Indigopflanze)

Allgemeines:

- H C - NH , C H N

-

Ölige, farblose, an der Luft (Autoxydation) bräunliche Flüssigkeit

-

Explosionsgrenzen in der Luft bei 1,3-11 Vol.-%

-

Siedetemp.:184°C; Schmelztemp.: -6°C

-

Basische Eigenschaften (Æ

Amine

)

-

Einfachste aromatische Verbindung aus der Gruppe der Amine

- In Wasser mäßig, in Alkohol, Ether, Schwefelkohlenstoff, fetten und ätherischen Ölen

leicht löslich

- 1826

von

UNVERDORBEN

bei der Kalkdestillation von Indigo (mit Kalilauge) entdeckt,

als ,,Krystallin" bezeichnet, später umbenannt in ANILIN (von Fritzsche).

Gefahren:

Anilin ist ein starkes Blutgift. Bei Inhalation verändert es den Blutfarbstoff (Methämoglobin-

Bildung) und zerstört die roten Blutkörperchen (

Hämolyse

). Es besteht die Gefahr der

Hautresorption. Größere Mengen an Anilin rufen Lähmungen oder Tod durch Atemstillstand

hervor. Anilin ist ein Stoff mit begründetem Verdacht auf Krebs auslösendes Potential.

Verbindungen:

Anilin vermag auch schwerlösliche Stoffe (Indigo, Schwefel) aufzulösen. Anilin ist das vom

Produktionsumfang, von den Einsatzgebieten und von der Zahl der Folgeprodukte her das

wichtigste aromatische

AMIN

.

[Amine:

Je nach der Zahl der Alkylreste, die mit dem Stickstoffatom verbunden sind,

unterscheidet man primäre, sekundäre und tertiäre Amine. Die funktionelle Gruppe bildet

das Stickstoffatom, was den basischen Charakter der Amine erklärt.. Da das N-Atom noch

mindestens ein freies Elektronenpaar besitzt, ist es in der Lage, das Proton (H+) einer Säure

anzulagern. Mit einem pKb von 9,38 ist Anilin eine sehr schwache Base. Sobald weitere

Phenylgruppen mit dem Stickstoffatom verbunden werden, nimmt die Basizität noch stärker

ab. So ist Diphenylamin (Ph NH, pKb = 13,2)eine extrem schwache Base, während Ph N ,

gar keinen basischen Charakter mehr besitzt

]

Im Anilin ist das N-Atom an sp²-hybridisierten Kohlenstoff gebunden, vor allem aber kann

das einsame Elektronenpaar des Stickstoffs mit dem delokalisierten -Orbitalen des

Benzolkerns in Wechselwirkung (Mesomerie; -E-Effekt) treten:

Wenn Anilin ein Proton anlagert, wird jede derartige Mesomerie und die daraus resultierende

Stabilisierung des Moleküls aufgehoben, denn das Elektronenpaar des Stickstoffs ist jetzt in


Kristina Krutzek

Ch/Anilin

September 00

der dritten N-H Bindung fixiert. Das Anilin ist daher stabiler und bietet eine weniger gute

Substituierbarkeit als das Anilinium-Kation.

Aufgrund seiner basischen Eigenschaften bildet Anilin zusammen mit

Säuren

Salze, z.B. mit

HCL das sogenannte Anilin-Salz (Anilin-Hydrochlorid, in Wasser leicht lösliche Kristalle,

farblos). Acylierung von Anilin und seinen Kernsubstitutionsprodukten (Aniline) führt zu N-

Acylanilinen (Anilide). Mit Alkali- und Erdalkalimetallen kann Anilin Metallamide ähnliche

Verbindungen bilden, z.B. H C - NHNa .

Herstellung:

Technisch wird Anilin heute v.a. durch die Hydrierung von Nitrobenzol bei 270-475°C an

nickel- oder kupferhaltigen Katalysatoren hergestellt:

C H NO + 3H Æ C H NH + H O

Anilin kann ebenfalls durch Ammonolyse von Chlorbenzol oder Phenol hergestellt werden.

Verwendung:

Anilin ist ein wichtiges Zwischenprodukt der technischen organischen Chemie. Es dient u.a.

zur Herstellung von Vorprodukten für Polyurethane, Kautschukhilfsmittel, synthetische

Farbstoffe (z.B.

Anilin-blau

, früher oft verwendetes Textilfärbemittel ), Pharmazeutika und

Pflanzenschutzmittel.



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