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Diploma Thesis, 2002, 75 Pages
Author: Dipl.-Kfm. Ass. jur. Jan-Henning Weilep
Subject: Economics / Business, Miscellaneous
Details
Tags: Statistik, Ökonometrie, Evaluation
Year: 2002
Pages: 75
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-17003-1
File size: 793 KB
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Excerpt (computer-generated)
Evaluation eines Ausbildungsprogramms
in Chile mit ökonometrischen Methoden
3-Monats-Arbeit im Rahmen der Prüfung für
Diplom-Kaufleute an der Universität Göttingen
von
Jan-Henning Weilep
aus Hannover
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung ... 2
2 Notation ... 4
3 Ableitung des Grundmodells und der Schätzmethode ... 5
3.1 Bestimmung eines Parameters zur Beschreibung des Programmeinflusses ... 5
3.2 Multiple lineare Regressionsanalyse ... 6
4 Untersuchung der vorliegenden Datensätze ... 9
4.1 Beschreibung der Datensätze ... 9
4.2 Deskriptive Statistiken ... 10
4.2.1 Die Variablen des Einkommens ... 10
4.2.2 Die Eigenschaftsvariablen der Individuen ... 15
5 Ansätze zur Bestimmung des Programmeinflusses ... 19
5.1 Erwartungswerte des Einflusses ... 19
5.2 Einfluß im linearen Modell ... 21
6 Durchführung der Regressionsanalyse ... 23
6.1 Das klassische Modell ... 23
6.2 Die Tobit-Analyse ... 27
7 Berechnung der Programmeinflüsse ... 40
7.1 ”Average Treatment Effect“ und homogener Programmgewinn ... 40
7.2 ”E.ect of Treatment on the Treated“ ... 44
8 Bestimmung des Programmeinflusses auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit ... 51
8.1 Einflußbestimmung durch Kontingenztafelanalyse ... 51
8.2 Einflußbestimmung mittels eines Logit-Modells ... 55
9 Zusammenfassung und Ergebnis ... 59
A Symbolverzeichnis ... 62
B Abkürzungsverzeichnis ... 65
C R-Funktionen ... 66
D Bedeutung der Variablen der Datensätze ... 67
E Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ... 69
Literatur ... 70
1 Problemstellung
Von 1996 bis Ende des Jahres 2000 wurde in Argentinien und Chile das Ausbildungsprogramm” Programa Joven“ durchgeführt. Dieses Programm beinhaltete Praktika und Ausbildungskurse für jugendliche Männer und Frauen, die aus Elternhäusern der unteren Einkommensschichten stammten, eine unzureichende Ausbildung erhalten hatten und überwiegend arbeitslos waren, oder nur temporär befristete Arbeiten ausübten. Bei dieser Personengruppe waren auch zukünftig Probleme hinsichtlich der Integration in den Arbeitsmarkt zu erwarten. Das Programm sollte dazu dienen, den Teilnehmern höhere Chancen auf einen Arbeitsplatz und eine weitergehende Ausbildung zu ermöglichen.
Die Auswahlkriterien des chilenischen Programms waren folgende:
- Alter zwischen 16 und 24 Jahren
- Ein als arm eingestuftes Elternhaus
- Keine höhere Schulbildung
- Keine Integration in den Arbeitsmarkt.
Das Programm bot eine durchschnittlich 250 Unterrichtsstunden umfassende Ausbildung in Kleingruppen von meist 25 Jugendlichen und ein dreimonatiges Praktikum. Ferner wurden Bücher, Arbeitsmaterial und -kleidung sowie eine medizinische Betreuung und Reisekostenzuschüsse gestellt. Die teilnehmenden Firmen wurden anhand ihrer Eignung für Praktika und den von den Teilnehmern zu bewältigenden Aufgaben ausgewählt. Das intensive Training deckte somit sowohl die theoretische Ausbildung als auch eine praktische Anwendung des Erlernten ab.
Durch diese Maßnahmen sollten den Teilnehmern höhere Chancen auf gut bezahlte und sichere Arbeitsplätze ermöglicht werden. Das Programm wurde von den Regierungen Argentiniens und Chiles durchgeführt und finanziert. Diese sind daher daran interessiert, in welcher Beziehung und in welchem Maß ihre Investition in das Programm eine Auswirkung gezeigt hat. Insofern ergeben sich zwei im Rahmen dieser Arbeit zu untersuchende zentrale Fragen:
- Erzielen Jugendliche, die diese Ausbildungsprogramme absolviert haben, später ein höheres Einkommen als sie ohne Teilnahme am Programm erzielt hätten?
- Besteht für Jugendliche, die diese Ausbildungsprogramme absolviert haben, später eine höhere Wahrscheinlichkeit, einen Arbeitsplatz zu finden?
In der vorliegenden Arbeit sollen diese Fragen speziell für das chilenische Programm untersucht und beantwortet werden.
Aus den Fragen wird deutlich, welche Probleme sich bei der Evaluation derartiger Programme stellen. Bei den Teilnehmern kann zwar das Einkommen vor und nach der Absolvierung des Programms beobachtet werden, nicht aber, welches Einkommen dieselbe Person ohne Teilnahme an der Ausbildung gehabt hätte. Bei Nichtteilnehmern ist nicht zu beobachten, welches Einkommen diese bei einer Teilnahme gehabt hätten. Der bloße Vergleich der Einkommen vor und nach Durchführung des Programms führt nicht zu einer Aussage, die direkt auf die Wirkung des Programms zurückzuführen ist. Die zeitlichen Veränderungen können auch zufällig oder durch andere Faktoren bedingt sein.
Zur Lösung dieser Probleme und Beantwortung der Fragen sind daher statistische Modelle und Annahmen zu verwenden, die den Einfluß, der tatsächlich durch das Programm hervorgerufen wurde, extrahieren. Zur Durchführung dieser Analysen liegen mehrere Datensätze vor, die im Auftrag der chilenischen Regierung zu diesem Zweck aus Befragungen vor und nach der Durchführung des Programms entstanden sind.
Im Anschluß an diese Einleitung wird zunächst die verwendete Notation erläutert. Ausgehend von den zentralen Untersuchungszielen sind sodann folgende Teilaspekte, deren Abfolge den Gang der Untersuchung darstellen soll, zu klären:
- Welche statistischen Methoden können angewendet werden?
Im Rahmen dieser Arbeit soll nur auf parametrische Verfahren eingegangen werden, da nicht-parametrische Verfahren bereits in einer anderen Bearbeitung des Themas verfolgt werden. - Auf welche Weise kann der Einfluß des Programms bestimmt werden?
- Welche Informationen liefern die Datensätze, und eignen sie sich zur Anwendung der vorher beschriebenen Verfahren?
- Stellt das ausgewählte Modell die Realität angemessen dar?
Gegebenfalls muß ein anderes Modell gefunden werden. - Berechnung der angestrebten Werte zur Beantwortung der zentralen Fragen mittels des anwendbaren Modells.
Zur Erstellung von Graphiken und Durchführung von Berechnungen wurden die Statistikprogramme R und EViews verwendet, der Text und die Formeln wurden mit LATEX erstellt.
[...]
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