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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 28 Pages
Author: Magister Artium Roland Sonntag
Subject: Sociology - Law, Delinquency, Abnormal Behavior
Details
Institution/College: University of Freiburg (Institut für Soziologie)
Tags: Robert K. Merton, Anomietheorie, Kriminalitätstheorie
Year: 2002
Pages: 28
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-17228-8
File size: 297 KB
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Abstract
Die erstmals 1938 publizierte Anomietheorie von Robert K. Merton übt noch heute, fast 65 Jahre nach ihrer Veröffentlichung, einen großen Einfluss auf die kriminologische Forschung und Theoriebildung aus. In der nachfolgenden Arbeit werden zunächst die Ursprünge der Anomietheorie anhand einer Würdigung der Arbeiten Durkheims beleuchtet, ehe eine ausführliche Darstellung der Anomietheorie Mertons erfolgt. So wird das für die Theorie essentielle Ziel - Mittel - Schema beschrieben und eine genaue Erörterung des Begriffs der "Anomie" vorgenommen. Es folgt eine Analyse der sogenannten "individuellen Formen der Anpassung" als auch der grundsätzlichen Annahmen der Theorie. Anschließend wird die Anomietheorie einer kritischen Beurteilung unterzogen. Es werden die theoretische Konzeption und die Geltungsansprüche der Theorie thematisiert, ehe anhand einer umfangreichen Erörterung, der Mikro - und der Makroteil der Theorie sowie die ihr zugrundeliegenden Variablen bewertet werden. Hierzu werden die Ansätze von Explikationen der Mertonschen Konzeption, Kritik von außen, das heißt von Vertretern konkurrierender Theorien abweichenden Verhaltens, als auch eigenständige Überlegungen einfließen. Der nachfolgende empirische Teil der Arbeit umfasst einerseits eine Darstellung der methodologischen Notwendigkeiten, die für eine adäquate Überprüfung der Anomietheorie zu befolgen sind, andererseits wird ein kleiner Teilaspekt der Theorie, die Beziehung zwischen sozialer Schichtung und dem Delikt der Körperverletzung, anhand einer ausgewählten Studie untersucht. Schließlich wird unter Berücksichtigung der in der Arbeit gewonnenen Erkenntnisse ein abschließendes Fazit zur Anomietheorie gezogen und der Versuch unternommen einen Ausblick in die Zukunft zu werfen.
Excerpt (computer-generated)
Die Anomietheorie. Eine kritische Analyse
von Roland Sonntag
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S.1
2. Durkheims Verdienst
für die Anomietheorie S.2
3. Die Anomietheorie
von Robert K. Merton S.4
3.1. Die Kulturelle Struktur S.4
3.2. Die Soziale Struktur S.5
3.3. Zum Begriff der Anomie bei Merton S.6
3.4. Formen der Anpassung S.7
3.5. Annahmen der Theorie S.8
4. Kritische Beurteilung
der Anomietheorie von Merton S.10
4.1. Einordnung S.10
4.2. Beurteilung der Theorie
5. Empirische Studien zur Anomietheorie S.16
5.1. Methodologische Notwendigkeiten S.16
5.2 Die Beziehung von
sozialer Schicht und Gewaltdelinquenz S.16
5.3 Beurteilung der Ergebnisse S.18
6. Fazit S.19
6.1. Abschließende Beurteilung
der Anomietheorie von Merton S.19
6.2. Ausblick in die Zukunft S.20
Anhang
Literaturliste
1. Einleitung
Die erstmals 1938 publizierte Anomietheorie von Robert K. Merton, "die für einen Zeitraum von fast 30 Jahren als das Glanzstück einer soziologischen Theorie abweichenden Verhaltens galt" (Bohle 1975: 199), übt noch heute, fast 65 Jahre nach ihrer Veröffentlichung, einen großen Einfluss auf die kriminologische Forschung und Theoriebildung aus.
In der nachfolgenden Arbeit werden zunächst die Ursprünge der Anomietheorie anhand einer Würdigung der Arbeiten Durkheims beleuchtet, ehe im zweiten Kapitel eine ausführliche Darstellung der Anomietheorie Mertons erfolgt. Dabei wird das für die Theorie essentielle Ziel - Mittel - Schema beschrieben und eine genaue Erörterung des Begriffs der "Anomie" vorgenommen. Es folgt eine Analyse der "individuellen Formen der Anpassung" als auch der grundsätzlichen Annahmen der Theorie.
Anschließend wird die Anomietheorie einer kritischen Beurteilung unterzogen. Es werden die theoretische Konzeption und die Geltungsansprüche der Theorie thematisiert, ehe anhand einer umfangreichen Erörterung, der Mikro - und der Makroteil der Theorie und die ihr zugrundeliegenden Variablen bewertet werden. Hierzu werden die Ansätze von Explikationen der Mertonschen Konzeption, Kritik von außen, das heißt von Vertretern konkurrierender Theorien abweichenden Verhaltens, als auch eigenständige Überlegungen einfließen.
Der nachfolgende empirische Teil der Arbeit umfasst einerseits eine Darstellung der methodologischen Notwendigkeiten, die für eine adäquate Überprüfung der Anomietheorie zu befolgen sind, andererseits wird ein kleiner Teilaspekt der Theorie, die Beziehung zwischen sozialer Schichtung und dem Delikt der Körperverletzung, anhand einer Studie der Autoren Albrecht und Howe untersucht, um dann zu einer Beurteilung der Ergebnisse der Studie überzugehen.
Im letzten Kapitel wird unter Berücksichtigung der in der Arbeit gewonnenen Erkenntnisse, eine abschließendes Fazit zur Anomietheorie gezogen und der Versuch unternommen einen Ausblick in die Zukunft zu werfen.
2. Durkheims Verdienst für die Anomietheorie
[...]
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