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'Ein neues Lied, ein bessres Lied. Oh Freunde' - Harry Heine, Alternativen aus dem Rechner, Äquivalenzprinzip (Computer-) 'Sozialismus des 21. Jahrhunderts' - Literaturbericht aus Utopia Nova

Essay, 2006, 31 Seiten
Autor: Dr. Wilma Ruth Albrecht
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Kategorie: Essay
Jahr: 2006
Seiten: 31
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V109991
ISBN (E-Book): 978-3-640-08169-1

Dateigröße: 329 KB


Volltext (computergeneriert)

 „Ein neues Lied, ein bessres Lied. Oh Freunde

Harry Heine, Alternativen aus dem Rechner, Äquivalenzprinzip,

 (Computer-) „Sozialismus des 21. Jahrhunderts

 Literaturbericht aus Utopia Nova .

 W.-Ruth Albrecht*)

 

Am Ende seiner Studie zum „kurzen 20. Jahrhunderts, dem „Zeitalter der Extreme“, bemerkt Eric Hobsbawm:

Wenn die Menschheit eine Zukunft haben soll, kann der Kapitalismus der Krisenjahrzehnte keine haben.“

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass, nachdem die Weltökonomie in den neoliberalistischen Würgegriff genommen und in der Gorbatschow-Periode dem real existierenden Sozialismus der Geraus gemacht wurde, die Idee des Sozialismus erneut auflebt, um zu verkünden:

Die Misere ist vorbei,

Die Sterbeglocken schweigen.

Totgesagte leben länger: Auch die marxistische Arbeitswertlehre wird wieder belebt, um auf ihr das Haus für eine solidarische, soziale gerechte und demokratisch-teilhabende Gesellschaft zu erbauen.

I.

Es waren zunächst W. Paul Cockshott und Allin Cottrell, die 1993 verkündeten „Towards a New Socialism“. Als Kontrapunkt zur ökonomisch–politischen Realität beharren sie darauf, dass eine sozialistische Planung auf Basis der Arbeitszeitberechnung mit Hilfe der Computertechnik und mathematischen Verfahren, wie Iterations-, Simultantechniken und Input–Output–Tabellen möglich ist.

Mit ihrer Studie wandten sie sich gezielt gegen Alec Noves Thesen, den Markt als Zentralmechanismus zur Gestaltung komplexer Gesellschaften zu akzeptieren. Denn mit diesen Thesen beeinflusste Noves die Labour-Party, ihre Programmatik und Führung dahingehend, vom Ziel öffentliches Eigentum an Produktionsmitteln Abstand zu nehmen. Damit würde sich die traditionelle Sozialdemokratie, die immer für eine gemischte öffentlich und private Nationalökonomie eintrat, faktisch selbst aufgeben.

Mit ihrer Studie, die seit Jahresbeginn 2006 nun auch in deutscher Übersetzung von Helmut Dunkhase vorliegt, gehen die Wissenschaftler jedoch weiter. Sie wollen aufzeigen, dass eine vollständig geplante Wirtschaft aufgrund der Arbeitswerttheorie möglich ist.

Dementsprechend lautet ihre These,

„dass insbesondere eine effektive und produktive sozialistische Ökonomie sowohl möglich als auch dem Kapitalismus vorzuziehen ist (zumindest vom Standpunkt der arbeitenden Menschen aus gesehen).“

Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,

Was fleißige Hände erwarben.

In dreizehn Kapiteln wird diese These sprachlich verständlich entwickelt, mit Beispielen veranschaulicht und teilweise mathematisch begründet.

Im ersten Kapitel zeigen sie – mit Beispielen aus dem Vereinigten Königreich- die dem Kapitalismus inhärenten Formen sozialer Ungleichheit auf. Diese Ungleichheit gründe auf (1) Ausbeutung der Arbeitskräfte, (2) Vererbung des Reichtums durch eine Minderheit, (3) Arbeitslosigkeit, (4) Alter und Gebrechen, (5) ökonomischer Benachteiligung von Frauen und (6) Unterschieden in Kenntnissen und Fähigkeiten.

Unter Heranziehung von Input-Output-Tabellen der britischen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und der Datenumgruppierung berechnen die Autoren für 1977 eine Ausbeutungsrate der Arbeitskraft der abhängig Beschäftigen in England von 98% .

Der in der Ökonomie hinzugefügte Nettowert betrug 640.596 Mio. Pfund Sterling, wovon 324.324 Mio. in die Löhne der Arbeiter flossen, so dass ein Mehrwert von 316.272 Mio. Pfund St. bleibt. Das ergibt eine Ausbeutungsrate von 98%.“

Sie stellen weiterhin aufgrund offizieller staatlicher Zahlen fest, dass in England „ungefähr 330.000 Personen 55 % aller Aktien und 58 % allen Bodens besitzen“.

Hinzu komme seit den 1970er Jahren eine Massenarbeitslosigkeit, die politisch gewollt sei, um einen Käufermarkt für Arbeit aufrecht zu halten, damit Löhne gesenkt und Gewerkschaften geschwächt würden.

Die Folge niedriger Löhne seien wiederum niedrige Renten für abhängig Beschäftigte, während die Mittelschichtangehörigen, die private Renten ansparen könnten, politisch begünstigt und gegenüber dem kapitalistischen Finanzsystem neutralisiert würden.

Auch eine Quelle der Ausbeutung  - vor allem für Frauen -  sei  der Hauswirtschaftssektor, der weder innovativ noch arbeitskraftqualifizierend wirke, sondern bestehendes gesellschaftliches Ausbeutungsverhalten in „persönliche familiäre Antagonismen“ übersetze.

Demgegenüber erinnern die Autoren an zwei Prinzipien des Sozialismus:

„Das den Arbeitern zugesprochene Recht, in Form von Lohn so viel zurückzuerhalten, wie sie im Laufe eines Arbeitstages in Form von Zeit und Anstrengung ausgegeben hatten, schien ein Heilmittel gegen die Ausbeutung. Dazu kam noch ein zweites Prinzip. Nur Arbeit ist eine legitime Quelle von Einkommen.“

Folglich sollte die Entlohnung im Sozialismus/Marxismus nicht monetär, sondern in Zeiteinheiten erfolgen, die z.B. in Form von Arbeitsgutscheinen, die weder übertragbar noch wertspeichernd sein sollen, vorgestellt werden können.

Unterlegt man der Wertschöpfung der britischen Volkswirtschaft des Jahres 1997 die vorgenannten Grundsätze, dann ergäbe sich eine stündliche Arbeitsleistung im monetären Wert von 14 Pfund, genauer:

„das Einkommen der gesamten Klasse der Fabrikarbeiter/Innen (würde) bei Bezahlung nach sozialistischen Grundsätzen massiv erhöht werden, bei mehr als der Hälfte um das Doppelte.“

Sodann setzen sich die Autoren mit der Frage der Entlohnung verschieden qualifizierter Arbeit auseinander. Sie betonen, dass Unterschiede in Kenntnissen und Fähigkeiten nicht zu Klassenunterschieden führen dürfen. Da im Sozialismus die Kosten für Bildung und Ausbildung komplett vom Staat übernommen würden und die Studierenden sogar ein reguläres Einkommen bezögen, sei das Argument, qualifizierte Arbeit müsse höher bezahlt werden, um die individuellen Aufwendungen und Verdienstausfälle zu kompensieren, hinfällig, weil unzutreffend.

Andererseits erkennen die Wissenschaftler durchaus, dass es im Sozialismus Situationen gab und geben könnte, in denen Engpässe in Spezifikation und Qualifikation auftreten. Im ´realen Sozialismus´ wurden diese über „Arbeitslenkung“ oder gar Zwangsarbeit behoben.

Für ihr Sozialismusmodell lehnen die Autoren ein solches Vorgehen ab. Vielmehr solle in einem politischen Prozess entschieden werden, „ob die Arbeitsbedingungen und die Art der Arbeit verbessert werden oder ob Anreize für die Leute bezahlt werden sollen, die die Drecksarbeit machen“. Entscheide man sich in diesem Prozess für Geldanreize, dann müssten sie aus den allgemeinen Steuern bezahlt werden, um nicht das Prinzip der Arbeitszeitentlohnung zu untergraben.

Die unterschiedliche Produktivität von Beschäftigten wird auch gesehen und in der Arbeitsbewertung berücksichtigt, indem drei Kategorien vorgeschlagen werden, wobei Kategorie B der durchschnittlichen Produktivität des Berufes/Gewerbes entspricht, während Kategorie A darüber und Kategorie C darunter liegt.

Hingegen wird im vorgestellten Sozialismusmodell qualifizierte Arbeit deshalb nicht besser entlohnt als unqualifizierte, weil in der qualifizierten Arbeit schon die gesellschaftlichen Kosten des Qualifikationsprozesses eingeflossen seien.

Im dritten Kapitel „Arbeit, Zeit und Computer“ entwickeln die Wissenschaftler ein Modell gesellschaftlicher sozialer Planung, das auf der Arbeitszeit als Basiseinheit für die Berechnung fußt. Sie meinen, dass es mit Hilfe von Input-Output-Tabellen, der Komplexitätstheorie, Tabellenkalkulationsprogrammen sowie des Internets gelingt, genauer zu planen als zur Zeit des realen Sozialismus:

„In unserem hypothetischen sozialistischen Wirtschaftsmodell benutzt jede Produktionsstätte ein solches Softwarepaket  [aus einem Artikelkennzeichensystem, einer Kostenanalyse und einem Tabellenkalkulationsprogramm], um ein Modell des Produktionsprozesses abzubilden. In dem Tabellenkalkulationsmodell würden folgende Daten abgespeichert werden: Wie viele Arbeitsstunden wurden in der letzten Woche verbraucht, was wurde sonst noch benötigt (Input) und wie war der Bruttoausstoß von Waren ? Das Tabellenkalkulationsmodell würde sehr schnell die Arbeitszeiten für die erzeugten Waren berechnen und ein aktuelles Bild über die Arbeitszeiten des benötigten Inputs geben. Das Werk könnte diese ermittelten Arbeitskosten dazu benutzen, um für sich zu entscheiden, welche Produktionsmethode die beste für die ganze Volkswirtschaft ist.“

Die Arbeitsdaten für den Input erhielten die Produktionsstätten entweder über eine Web-Seite oder einen Mail-Server. Dadurch stünden tagegenaue volkswirtschaftliche Daten zur Verfügung, womit effektive Planung erreichbar wäre.

 Ja, Zuckererbsen für jedermann,

 Sobald die Schoten platzen!

Als Planungsziele einer sozialistischen Gesellschaft und Ökonomie gelten:

(1)            Hebung des kulturellen Niveaus und des Lebensstandards, vor allem der Arbeiterklasse,

(2)            Ressourcenschonende ökonomische Entwicklung,

(3)            Ökonomische Geschlechtergleichheit,

(4)            Reduzierung der klassenbezogenen und regionalen Unterschiede.

Diese Planziele sollten auf den drei Planungsebenen, der makroökonomischen, der strategischen und der detaillierten Produktplanung, umgesetzt werden.

Unter strategischer Planung verstehen die Autoren die Planung der Struktur der Ökonomie, eine Art Querschnittsplanung mit Zukunftsorientierung. Sie umfasst auch die Investitions- und Konsumgüterplanung. Die detaillierte Planung verbindet Marketing mit einem Marktrückkoppelungsmechanismus.

Als Planungsinstrumente dienen Outputlisten von Endprodukten, die über ein iteratives Verfahren in Inputlisten und Beziehungen zu den Produktionswerkstätten übersetzt werden.

Entsprechend dieses Ansatzes erfordert die makroökonomische Planung eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, die auf der Arbeitszeit als Recheneinheit beruht. Deshalb wird das in der bürgerlichen Ökonomie in Geld ausgedrückte Bruttosozialprodukt (BSP) in der sozialistischen Ökonomie verstanden als „Gesamtarbeit, die in den produzierten Gütern und Dienstleistungen innerhalb einer Ökonomie und in einer gegebenen Periode enthalten ist“

Die Gesamtarbeit teilt sich auf in gegenwärtige Arbeit und vergangene Arbeit, letztere als Abschreibung bezeichnet.

Die umlaufenden Arbeitsgutscheine entsprächen dem Nettowertprodukt, d.h. der verausgabten Arbeit. Sie sollten ausschließlich für den Erwerb von Konsumgütern genutzt werden. Auf die Arbeitsgutscheine würde eine pauschale Steuer erhoben.

Flexible Arbeitszeiten erlaubten den Menschen über die Durchschnittsarbeitszeit hinaus zu arbeiten und dafür zusätzliche Arbeitsgutscheine zu erhalten, die jedoch nicht besteuert würden.

Die Steuern dienten der Unterhaltung der Nichtproduzierenden, der sozialen Versorgung, der Akkumulation und dem Handel.

Über die Höhe des Akkumulationsprozentsatzes sollte grundsätzlich in einer Volksabstimmung entschieden werden, so dass in Folge auch die Steuerquote volkslegitimiert sei.

Im achten Kapitel entwickeln die Autoren einen Mechanismus, der versucht Produktionsstruktur von Konsumgütern in Übereinstimmung mit der Verbrauchernachfrage zu bringen. Hierzu könne auf die im Einzel- und Großhandel vorhandene Software zurückgegriffen werden, die verallgemeinert und öffentlich zugänglich gemacht werden müsste.

Mit dem Außenhandel beschäftigen sich Kapitel 10, Außenhandel zwischen sozialistischen und kapitalistischen Gemeinwesen, und Kapitel 11, Außenhandel zwischen sozialistischen Gemeinwesen.

Die Autoren lehnen staatlichen Protektionismus ab. Stattdessen begründen sie im Anschluß an David Ricardos Theorie der komparativen Kostenvorteile – daß nämlich angesichts unterschiedlich verteilter technologischer Kompetenz jedes Gemeinwesen sich auf das Produkt, das es am kostengünstigsten herstellen kann, konzentrieren soll, wodurch Vorteile für jedes Land erwachsen - eine Kontrollstrategie über Kapitalbewegungen gegen Arbeits- und Erwerbslosigkeit:

„[Es] ist für eine sozialistische Regierung ungleich wichtiger, Kontrolle über die Kapitalbewegungen auszuüben als dem Import Kontrollen aufzulegen.“

Die Importe aus den kapitalistischen Ländern würden auch nicht monetär, also durch Geld, sondern in Arbeitsguthaben beglichen. Arbeitsguthaben dürften ausgeführt werden und könnten auch im Ausland zirkulieren. Der Import fremder Währung soll verboten werden und unter strenger Strafe stehen, damit kein Schwarzmarkt entstehen könne.

„Das Außenhandelsministerium wird einem kapitalistischen Unternehmen, das das Gemeinwesen mit Importen beliefert, ein Konto einrichten und ihm ein Guthaben in Höhe einer bestimmten Anzahl von Arbeitsstunden attestieren. Die Firma könnte dann vom Handelsministerium ein übertragbares Zertifikat über das Guthaben erhalten.“

Importiert soll nur werden, wenn der Angebotsarbeitspreis unter dem im Inland möglichen liege, exportiert nur, wenn er über dem im Inland liege. Damit komme es zu keinem Nettogewinn, wenn ein Land Handelsdefizite aufweist. Vielmehr gelinge es damit, en von Ricardo vorausgesagten „merkantilen Profit“ zu realisieren.

Der Außenhandel zwischen sozialistischen Staaten sollte über eine internationale Institution erfolgen, die Produkte und produktive Ressourcen verwaltet, das heißt: Es sollte langfristig ein internationales System der Planung aufgebaut werden.

 Wer mir den Vogel herunterschießt

 Soll Kron´  und Zepter haben.

Ausgehend von der Bestimmung der westlichen Form der Demokratie im Sinne von Aristoteles als plutokratische Oligarchie/n, die über psephononische Verfahren (Wahl durch Stimmabgabe) an die Macht gelangen, und der Ablehnung des Rätesystems, das nur als Zwischenform einer Herrschaft angesehen wird und entweder zur Diktatur des Proletariats oder zum bürgerlichen Parlamentarismus führe, ziehen die Autoren für den sozialistischen Staat eine staatliche Verfassung vor, die sich an der klassischen griechischen Demokratie orientiert.

Über Volksabstimmungen sollten grundlegende Entscheidungen, wie Steuerhöhe, Investitionsumfang und Verteilung des Nationalvermögens - alles vorgestellt in Arbeitsstunden - getroffen werden. Des weiteren sollten Bürgerkontrollkomitees - analog öffentlich-rechtlichen Einrichtungen - gebildet werden, die regulierend und kontrollierend eintreten sowie wirtschaftliche Entscheidungsbefugnisse besitzen (sollen).

Das Schlusskapitel beschäftigt sich mit den Eigentumsverhältnissen.

Die Planungsbehörde besäße Eigentumsrechte über alle kollektiv betriebenen Produktionsmittel, außer denen der lokalen Gemeinschaften. Andere Institutionen, Werke und Betriebe koordinierten Prozesse und erhielten in dieser Form Eigentumsverfügung über die Arbeitwertrechnung, sie könnten selbst jedoch nicht kaufen und verkaufen.

Die Individuen wiederum hätten das Recht auf privaten Besitz, Verbrauchsgüter und Häuser, könnten aber weder Anleihen, Aktien oder produktives Kapital, mit dem nur kollektiv gearbeitet werden dürfe, erwerben; sie dürften auch niemanden für sich selbst arbeiten lassen oder für eine andere Person arbeiten. Unter diesen Bedingungen sei auch in Teilbereichen Selbständigkeit als Unternehmensform möglich.

Das öffentlich Grundeigentum müsse mit Pacht belegt werden, damit es sich nicht zum Privateigentum (rück)entwickeln könne.

Die natürlichen Ressourcen schließlich sollen einer globalen Autorität, einem sogenannten (nationalen) Umwelttrust, unterstehen, um deren intergenarativ-nachhaltige Nutzung zu sichern.

 Wir wollen hier auf Erden schon

 Das Himmelreich errichten.

Was Cockshott und Cottrell als sozialistisches Modell vorschlagen, knüpft Gedanken weiter, die der Philosoph und Nobelpreisträger Bertrand Russel vor einem halben Jahrhundert progierte. Es beinhaltet zusammenfassend, daß erstens Arbeit zum konstituierenden Element der Gesellschaft wird: Ohne Arbeit keine Gesellschaft. Keine Gesellschaft ohne Arbeit. Gesellschaftliche Arbeit wird zentral und unter Berücksichtigung von Alternativen geplant. Zweitens wird Geld abgeschafft; die Vergütung erfolgt über Arbeitsgutscheine. Drittens bleiben die individuellen Rechte der Menschen substantiell und materiell gesichert, auch indem die formale Demokratie zu einer materiellen ausgebaut wird, in der Entscheidungen alternativ diskutiert, in ihren Konsequenzen für die Gemeinschaft abgeschätzt und folglich auch verantwortlich getroffen und vollzogen werden können.

II.

Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts beschäftigte sich auch der Welthistoriker Arno Peters (1916-2002) mit globalökonomischen Problemen und veröffentlichte seine Überlegungen in einem Bändchen mit dem Titel„Das Äquivalenz-Prinzip als Grundlage der Global- Ökonomie“.

Zunächst nimmt Peters eine Standortbestimmung vor: Aufgabe der Wirtschaft sei es, „die allgemeinen Bedürfnisse durch sinnvolle Organisation der Arbeit zu befriedigen“, doch gegenwärtig „müssen wir feststellen, dass unser Wirtschaftssystem seine Aufgabe nicht erfüllt“.

Vielmehr diene der Weltmarktpreis als „Hebel der Ausbeutung“, weil in der herrschenden Marktwirtschaft „Güter und Dienstleistungen nicht zu ihrem Wert ausgetauscht werden“.

 Hat man viel, so wird man bald

 Noch viel mehr dazubekommen.

 Wer nur wenig hat, dem wird

 Auch das wenige genommen.

Auch sei die Epoche der Nationalökonomien zu Ende und die der „Global-Ökonomie“ angebrochen.

Diese neue Epoche müsse sich von der nichtäquivalenten Ökonomie, die sich vor rund 6.000 Jahren durchsetzte, trennen und zur äquivalenten Ökonomie, der ursprünglichen Wirtschaftsform der Menschheit, zurückkehren.

Peters stützt sich dabei auf die Ergebnisse seiner eigenen Forschungen zur synchronoptioschen Weltgeschichte:

„Private Aneignung der Produktionsmittel führt zur Dienstbarmachung des Menschen durch den Mitmenschen, an die Stelle der alten Solidarität zwischen Freien und Gleichen treten Befehl und Gehorsam zwischen Herr und Knecht. Der Staat entsteht als stabilisierender Faktor einer sich feindlich gegenüberstehenden Menschengemeinschaft. Macht und Zwang im Innern führen zu Gewalt und Unterwerfung im Verhältnis der Stämme und Völker untereinander: Der Krieg kommt in die Welt. Militärische Organisation ersetzt das natürliche Wachstum der menschlichen Gesellschaft. Reichtum und Armut steigen gleichzeitig ins Unermeßliche. Klassenspaltung bewirkt den Verlust des ganzheitlichen Wesens des Menschen; Käuflichkeit aller Güter und Werte nimmt ihm seine Würde. So wird jeder Sieg auf dem Wege des Fortschritts zu einer Niederlage. Die Epoche der höchsten Schöpfungen des Menschen wird zur Epoche seiner tiefsten Selbsterniedrigung.“

 Wenn du aber gar nichts hast,

 Ach, so lasse dich begraben –

 Denn ein Recht zum Leben, Lump,

 Haben nur die, die etwas haben.

Die neue Epoche der Globalökonomie müsse sich, so Arno Peters, wieder auf das Äquivalenzprinzip stützen:

„Für die Ökonomie bedeutet Äquivalenz die Gleichwertigkeit von Gütern und Leistungen, die in der arbeitsteiligen Welt ausgetauscht werden, also die vollkommenste Entsprechung von Leistung und Gegenleistung, von Wert und Preis.“

Mit der gegenwärtigen Globalisierung sei die „Stunde der äquivalenten Wirtschaft“ angebrochen.

In einem theoriegeschichtlichen Rückblick erinnert Peters daran, dass Aristoteles zwei Formen der Ökonomie unterschied: einmal Ökonomie als Bedarfsdeckung, zum anderen als Chrematistik, als Bereicherungswirtschaft mit Hilfe des Geldes. Auch sei jahrhundertlang die Ökonomie nicht als eigenständige Disziplin sondern immer als Teil der Staats- und Menschenlehre verstanden worden - wobei es darum ging, im Sinne Thomas von Aquins Wirtschaft als einen geschlossenen Kreislauf zu organisieren. 

Mit dem Aufkommen der Arbeitswertlehre durch Adam Smith und David Ricardo sei vergegenständlichte Arbeit zum Profit erklärt worden, dem eine legitime eigenständige Funktion im Wirtschaftsprozess zugesprochen wurde.

Demgegenüber forderten die auch als Ricardo´sche Linke bezeichneten Frühsozialisten „den ungeschmälerten Arbeitsertrag“ und versuchten, ihr Ziel über Genossenschaften und die Einführung von Arbeitsgeld zu verwirklichen.

Karl Marx habe mit seiner Mehrwertstheorie die klassische Arbeitswertlehre relativiert. Was Ricardo Profit genannt habe – meint Arno Peters - , heiße bei Marx Mehrwert, besitze aber die gleiche Funktion, nämlich den Arbeitern nicht den vollen Arbeitsertrag auszuzahlen.

Dies hinge auch mit Marx´ europazentrierten Geschichtsbild zusammen, das von einem Nacheinander der Epochen und ausbeutenden und ausgebeuteten Klassen ausginge.

Tatsächlich sei jedoch Geschichte ein Miteinander von Prozessen, die entweder die Gemeinschaft fördern oder spalten.

Wohl habe Marx mit der Utopie der Urgesellschaft den Sozialismus /Kommunismus ideologisch gefördert und ihn, historisch-vorübergehend, für ein Viertel der Menschheit Realität werden lassen. Auch habe die Planwirtschaft die Marktwirtschaft überwunden. Die Wirtschaft habe im Sozialismus ihre Gesellschaft und Staat dominierende Stellung verloren, doch der Kommunismus/Sozialismus habe keine Äquivalenz gebracht, genauer:

„In den kommunistischen Ländern hatte sich die Ausbeutung von Menschen durch ihre Mitmenschen auf die Unterschiede in der Lohnhöhe reduziert.“

Dies deshalb, weil diese Länder sich nicht auf eine Bezahlung des Produktwertes entsprechend gleichen Arbeitszeitaufwandes, wie es Robert Owen forderte und John Gray systematisch vorstellte, verlegten, sondern sich an Marx´ Arbeitswertlehre mit einer „Absolutsetzung der Arbeitszeit als Wertmaßstab“ orientierten und statt dessen die Kategorie der gesellschaftlich notwendigen Arbeit einführt hätte, um sich auf die gesellschaftlichen Produktionsbedingungen rückbeziehen zu können. Damit habe Marx sich wiederum indirekt auf den Markt bezogen.

Smith, Ricardo und Marx hätten den Marktpreis der Güter also nicht nach ihren in Arbeitszeit ausgedrückten Werten bestimmt (oder daran gemessen). Vielmehr hätten diese „Klassiker“ den Wert der Güter als die sich in Arbeitszeit messenden am Markt bildenden Löhne bezeichnet; der bei dieser Verfahrensweise offen gebliebenen Rest würde als Rente oder Profit ausgewiesen.

Damit sei das höchste Maß theoretischer Konsequenz aus der Arbeitswertlehre erreicht, das mit dem praktischen Fortbestand der nichtäquivalenten Marktwirtschaft vereinbar war...

Durch die Übernahme dieses Prinzips in die sozialistische Planwirtschaft hätten auch diese Länder Teil an der Ausbeutung über den Weltmarktpreis gehabt.

Was nach Arno Peters in der sich abzeichnenden Weltökonomie erforderlich sei, sei die Rückkehr zur äquivalenten Wirtschaft und der „Verbindung der Arbeitswertlehre mit dem Äquivalenz-Prinzip“, wonach allein die Arbeitszeit die Höhe des Lohnes bestimmen dürfe.

„Der Lohn entspricht der Arbeitszeit direkt und abstrakt. Die Preise entsprechen den Werten, und sie enthalten nichts anderes, als den vollen Gegenwert der in den Gütern verkörperten Arbeit.“

Da in die Arbeitswertlehre alle menschlichen Tätigkeiten einbezogen würden, die über die Selbstversorgung hinaus gingen, könnten auch Dienstleistungen etc. entsprechend berechnet und belohnt werden:

„Haben wir den Zeitaufwand und damit den Wert jedes erzeugten Gutes produktbezogen ermittelt, können wir ihn mit jeder Dienstleistung über die Errechnung des Zeitaufwandes auf einen gemeinsamen Nenner bringen.“

Die ganze Wirtschaft beruhe damit auf einem einheitlichen Prinzip und der Kreislauf könne sich auf äquivalenter Grundlage schließen.

Dabei müsse auf zentraler Ebene, der des Staates, die Frage der akkumulierten Arbeit geregelt werden, wobei zu berücksichtigen sei, dass Gebäude und Boden Gemeineigentum würden. Gleichwohl könne auch ein privatwirtschaftlicher Sektor weiter bestehen, sofern neue Wertanteile „Bestandteil des Unternehmenseinkommen bleiben“ und „mit der Verpflichtung zu seiner vollen Reinvestition“ verbunden würden.

Computer würden die Produktion nach Bedürfnissen steuern.

Durch die Umstellung auf Arbeitszeitentlohnung würde sich auch die Preisrelation von Industrieprodukt zu Naturprodukt angleichen:

„Die Übersättigung in den Industriestaaten würde ebenso aufhören wie der Hunger in den Entwicklungsländern.“

Allerdings müsste für eine Übergangszeit der Wertanteil der vergegenständlichten Arbeit erst einmal nicht in die allgemeine Arbeitszeitrechnung mit eingehen, damit die jahrhundertlange Ausbeutung der armen Welt einen Ausgleich und neue Startbedingungen erhalte.

 Nichts ist vollkommen hier auf dieser Welt.

 Der Rose ist der Stachel beigesellt;

 Ich glaube gar, die lieben holden Engel

 Im Himmel droben sind nicht ohne Mängel.

III.

Stehen bei Cockshott/Cottrell ökonomische Gesichtspunkte der Begründung eines neuen Sozialismus im Vordergrund, so bei Heinz Dieterich: „Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ erkenntnistheoretische und politische.

 Was naturgeschichtlich immer,

 Also auch gewohnheitsrechtlich,

 Seit Jahrtausenden bestanden,

 Wird negiert von frecher Schnauze.

In seinem enthusiastischen „Vorwort zur deutschen Ausgabe“ prognostiziert Manfred Wekwerth mehrmals „Dieses Buch wird etwas in Gang setzen“; denn der leichte Frühlingswind der realisierbaren Utopie des Sozialismus des 21. Jahrhunderts entmufft und entrümpelt vom ideologischen Dreck, der in den letzten Jahrzehnten in Hirnen und Herzen der Menschen abgelagert wurde, zumal auch die sprachliche Darstellung „Genuß zum Nach–Denken“ bietet.

 Von den Alten wird den Jungen

 Eingebrummt die böse Irrlehr´

 Die auf Erden die Kultur

 Und Humanität bedroht.

Dieterichs Kernthese steht aufrecht und fest wie eine Stele: Die bürgerliche Gesellschaft und Zivilisation leidet an struktureller Erschöpfung und befindet sich in Agonie.

Das historische Projekt des Sozialismus des 21. Jahrhunderts bildet die Alternative, um der Menschheit Frieden, Würde, reale Demokratie und soziale Gerechtigkeit zu geben und zu sichern.

In vier Kapiteln: „Das Ende der bürgerlichen Gesellschaft“ „Das historische Projekt von Marx: Direkte Demokratie (Sozialismus), 19. Jahrhundert“, „Das Neue Historische Projekt: Partizipative Demokratie (Sozialismus) des 21. Jahrhunderts“ und „Die Übergangsphase zum neuen Sozialismus“ breitet der Wissenschaftler so verständlich und wie wortgewaltig seine analytischen und strategischen Untersuchungsergebnisse aus.

Im ersten Kapitel wird untersucht, ob sich die bürgerliche Gesellschaft tatsächlich in der Endphase befindet. Wenngleich keine Gewissheit besteht,

 „so erlaubt uns die wissenschaftliche Kenntnis der Evolutionslogik des dynamisch komplexen Systems ´Menschheit´ die mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekte Diagnose, dass das System sich in der Übergangsphase zur postkapitalistischen Zivilisation befindet.“

Die „hohe Wahrscheinlichkeit“ ergibt sich aus der wissenschaftlichen Analyse, die sowohl deskriptiv-historisch als auch auf erkenntnistheoretische vorgenommen wird. Heinz Dieterich betont erkenntnistheoretisch:

1)      Die Existenz des Universums besteht in zwei Seinsmodalitäten: der Materie und der Energie, die sich in „drei Niveaus der Organisationskomplexität“ darstellt, dem organischen, biologischen und human-bilogisch-sozialen.

2)      Alles Existierende bewegt sich, d.h. es wandelt, verändert sich und ist vergänglich. Das gilt auch für Gesellschaften.

3)      Hinsichtlich der bürgerlichen Gesellschaft interessiert, „welches die Charakteristika ihrer transistorischen Existenz sind.“

4)      In Grenzzonen der Bewegung oder der Veränderung kann es zu sprunghaften Zustandsänderungen kommen, sogenannten qualitativen Sprüngen.

5)      Das gesamte Universum ist systematisch und vernetzt organisiert, dabei lassen sich drei Arten der Materieorganisation unterscheiden:

a)        die präbilogische oder physikalisch, physikalisch-chemische,

b)      aufbauend hierauf die biologische und

c)        die menschlich-soziale mit der Fähigkeit zu rationalem Urteil und Planung.

6)      Das menschliche Sozialsystem tritt in einen Endzustand ein, wenn es a) „die integrativen materiellen und ideellen Inputs (Unterstützung) wichtiger Sektoren der Staatsbürger oder Institutionen verliert, oder b) durch eine Intervention von außen aufgelöst wird.“

Es verliert die Unterstützung der Bevölkerung, wenn zum Beispiel das Subsystem Wirtschaft die „grundlegenden Bedürfnisse der Staatsbürger nicht mehr befriedigen kann und somit dysfunktional für den Fortbestand des Systems in seiner Gesamtheit wird.“

7)      Dieser Zustand ist heute erreicht: „keines der entscheidenden Subsysteme der bürgerlichen Gesellschaft, die nationale Marktwirtschaft, der Klassenstaat und die plutokratische Minderheitsdemokratie [wirkt systemstabilisierend].“

8)      Diese „strukturelle Erschöpfung der bürgerlichen Institutionen“ begründet - theoretisch und praktisch - das historische Projekt „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“.

 Ja, das Erbe der Gesamtheit

 Wird dem einzelnen zur Beute,

 Und von Rechten des Besitzes

 Spricht er dann, von Eigentum !

 

 Eigentum! Recht des Besitzes !

 O des Diebstahls! O der Lüge !

 Solch Gemisch von List und Unsinn

 Konnte nur der Mensch erfinden.

Die strukturelle Erschöpfung des Wirtschaftssystems zeige sich in der Denaturierung von Marktwirtschaft zur machtwirtschaftlichen Chrematistik (Bereicherungswirtschaft). Damit stützt sich Dieterich auf Arno Peters Untersuchungsergebnisse.

Die Chrematistik unterhöhle den Zweck der Wirtschaft, nämlich die Arbeitsorganisation zur Bedarfsdeckung aller Menschen. Statt dessen komme es trotz Globalisierung der Wirtschaftsaktivitäten zu einem zunehmenden Auseinanderklaffen der Bedarfsdeckung: Eine Milliarde Menschen lebt in Wohlstand, drei Milliarden leben in Armut und eine Milliarde Menschen verhungert. Weltweit sind ein Drittel der arbeitsfähigen Menschen (etwa 820 Millionen) arbeitslos. Wirtschaftlich sind die globalen Kapitalströme grundlegend auf Zins ausgerichtet und zu 99% spekulativ, während nur ein Prozent der Abwicklung des Welthandels dient. Politisch habe sich die formal-repräsentative Demokratie zu einem oligarchischen System entwickelt:

„Das ´Haus des Volkes´, das Parlament, ist nicht das Forum der sich herausbildenden Wahrheit, sondern der Ort des Marktes, wo die Verteilung von Macht und sozialem Reichtum zwischen den verschiedenen Fraktionen der Elite verhandelt wird.“

Die in einer Parteioligarchie organisierte „Elite“ stelle den verlängerten Arm der ökonomischen „Elite“ dar.

Insbesondere gebe es keinerlei Gewaltentrennung; der Gewaltenteilung fehle jede soziale Dimension. Und das bürgerliche Wahlsystem diene dazu, verschiedenen „Fraktionen der herrschenden Klasse gleichberechtigten Zugang zur Staatsmacht zu garantieren.“

Tatsächlich beherrschten nicht durch Wahlen legitimierte Weltorganisationen wie Welthandelsorganisation, Internationaler Währungsfonds, Weltbank und Nordatlantikpakt (WHO, IWF, WB, NATO) und internationale Konzerne die Welt.

Während sich die plutokratischen Demokratien in der sogenannten Ersten Welt mittels des wirtschaftlich hohen Pro-Kopf-Einkommens noch auf die Mehrheit der Bevölkerung stützen könnten, sei in der Dritten Welt „die Großbourgeoisie herrschende Klasse und sonst nichts“.

Da die Chrematistik die ursprüngliche Funktion des Staates und seine Daseinberechtigung, der Verwaltung der gemeinsamen Funktionen zu dienen, zur zweitrangigen Sache erklärt habe, sei dieser Staat unnötig.

Das bürgerlich aufgeklärte Subjekt werde zum Menschen als des Menschen Feind degradiert. Die ideologische Mystifizierung des Marktes begründe –so Heinz Dieterichs -

„eine reaktionäre Metaphysik, die nun endgültig dem cartesianischen Subjekt, dem skeptischen Subjekt Nietzsches wie dem revolutionär-dialektischen Subjekt von Marx und Engels den Garaus machen will“.

 Jetzt sind freilich aufgeklärter

 Diese Menschen, und sie töten

 Nicht einander mehr aus Eifer

 Für die himmlischen Interessen; -

 Nein, nicht mehr der fromme Wahn,

 Nicht die Schwärmerei, nicht Tollheit,

 Sondern Eigennutz und Selbstsucht

 Treibt sie jetzt zu Mord und Totschlag.

Dem setzt Heinz Dieterich als Vision entgegen:

„Die Bourgeoisie ruht auf einer Zeitbombe. Wenn diese explodiert, werden die Staatsbürger der Weltgesellschaft die Fesseln der Kapitalverwertungslogik sprengen und sich ihre geraubte Zukunft zurücknehmen. Und der Mensch wird aufhören nur menschlich noch in der Form, und das Kapital in seiner Bestimmung sein, um sich ganzheitlich der Entwicklung seines rationalen, ethischen und ästhetischen Potentials zu widmen.“

Im zweiten Kapitel geht Dieterich aufs historische Projekt von Marx ein, die direkte Demokratie, den Sozialismus und seine theoretische Grundlage, nämlich den Wertbegriff:

„Die Kategorie Wert, d.h. ein Quantum von Arbeitszeit, hat für das erklärende Begreifen gesetzmäßiger Evolution der bürgerlichen Gesellschaft die gleiche fundamentale Bedeutung, wie der Begriff Genom für die Entwicklung der biologischen Lebensformen oder das Konzept Gravitation für die Mechanik des Sonnensystems [...]  Wertgesetz und durchschnittliche Profitrate sind die Parameter, die die Handlungen der Kapitalisten und in letzter Instanz aller Klassen definieren. Diese Parameter sind objektive gesellschaftliche Kräfte, die quasi wie Naturkräfte für jedes individuelle Wirtschaftssubjekt bestimmend sind, es sei denn, es handelte in einem monopolistisch dominierten Umfeld.“

Im Gegensatz zu den Naturgesetzen werde jedoch die „Kontrolle der Systemlogik [...] über die kulturelle Software oder die Identität der sozialen Subjekte ausgeübt“.

Die Software sei das Bewusstsein, das es ermöglicht, die Systemlogik zu verstehen, ein entsprechendes eigenes Bewusstsein zu entwickeln und Veränderungspotentiale zu begreifen.

Konkret umgesetzt sei diese Systemlogik unter W.I. Lenin in der UdSSR gewesen. Dass das Projekt gescheitert sei, habe hauptsächlich daran gelegen, dass es keine Computer gab, die Wertgrößen, Wertformen und Austauschverhältnisse ermitteln konnten. Statt dessen habe man in den sozialistischen Staaten zu Kosten-Preis-Berechnungen in monetären Einheiten gegriffen, „die im allgemeinen an den Weltmarktpreisen orientiert waren oder an soziopolitischen Direktiven der Regierung und nicht an den Mengeneinheiten abstrakter Arbeit“.

Deshalb sei der Quantensprung vom ´realen´ in den wirklichen Sozialismus unmöglich gewesen:

“Ein veränderter politisch-kultureller Überbau koexistierte mit einer individuellen Produktionsweise, deren wesentliches Koordinations- und Planungssystem der Markt und die in ihm erzeugten Preise waren.“

Wohl hätten sozialistische Wissenschaftler diesen Mangel erkannt und versucht, Input-Output-Analysen zu erstellen, etwa Oskar Lange (in der DDR) oder Wassily Leontief (in der UdSSR), doch die Computerleistung seien nicht über 100 Produkte hinaus gekommen. Folglich – so Dieterich - scheiterte das Projekt des ´realen Sozialismus´ an der unzureichenden „informatischen Logistik“, damit an der objektiven Unterentwicklung der Produktivkräfte sowie auch und gerade an der stalinistischen Unterdrückung, die divergierende wissenschaftliche Positionen verbot.

Seitdem die Kybernetik einen entsprechenden Entwicklungsstand erreicht habe, könne die Umsetzung der Werttheorie in die operative Volkswirtschaftsrechnung in Angriff genommen werden.

Im dritten Kapitel werden „demokratisch geplante Äquivalenz-Ökonomie“ und „direkte Demokratie“, beide durch computerisierte Vernetzung realisierbar, propagiert.

Während die kapitalistische Nutzung der kybernetischen Produktionstechnologie mit Automation und digitaler Produktion die Verelendungstendenzen in der Welt durch Rationalisierung in allen Bereichen fördere, erlaube der „Computer-Sozialismus“ (Konrad Zuse). den realen demokratischen Einfluss der Bevölkerung auf ökonomische Entscheidungen, so dass die notwendige wirtschaftliche Planung wirklich demokratisch umgesetzt werden könne.

Planung sollte auf Grundlage einer Verbindung von Arbeitswertlehre mit Äquivalenz-Prinzip erfolgen. Empirische Berechnungen von Arbeitswerten in Input-Output-Tabellen seien gegenwärtig (rechen)technisch lösbar.

Allerdings müsse in jeder sozialistischen Gesellschaft ökonomische Planung unbedingt und als notwendige Voraussetzung mit Demokratie verbunden werden, wobei der Ausbau demokratischer Strukturen auf verschiedenen Ebenen erfolgen soll:

„1. in den ökonomischen, politischen, kulturellen und militärischen Beziehungen, 2. in den Hauptinstitutionen der Dynamisch Komplexen Menschlichen Systeme (DKMS-d.A.) und 3. den Mikro-, Meso- und Makroebenen der Gesellschaft“.

Erweiterungen plebiszitär-demokratischer Formen seien auch mittels Elektronik realisierbar.

 Sonnenaufgang. Goldne Pfeile

 Schießen nach den weißen Nebeln,

 Die sie röten, wie verwundet,

 Und im Glanz und Licht zerrinnen.

 Endlich ist der Sieg erfochten,

 Und der Tag, der Triumphator,

 Tritt, in strahlend voller Glorie,

 Auf den Nacken des Gebirges.

Damit könne dem Ziel des neuen historischen Projektes, die alltägliche Verwirklichung des menschlichen Seins in Arbeit, Eros und Kultur, erheblich näher gekommen werden.

Der gesamte Veränderungsprozess könne jedoch nur revolutionär erfolgen, genauer:  Es geht, so Heinz Dieterich, um

„die Ersetzung der zentralen Institutionen der bestehenden Gesellschaft durch qualitativ andere, historisch mögliche Institutionen“.

Im vierten Kapitel wird die Übergangsphase zum neuen Sozialismus als „Universale Partizipative Demokratie (UPD)“ skizziert Dabei gelte es, die vier Hauptinstitutionen der kapitalistischen Gesellschaft –nämlich: „1. nationale Chrematistik; 2. plutokratische Formal-Demokratie; 3. Klassenstaat und 4. das entfremdete possessiv liberale Konsumindividium“ zu verändern bzw. zu ersetzen.

Subjekt der Befreiung sei jedoch nicht mehr wie bei Marx allein die Arbeiterklasse. Das historisch revolutionäre Subjekt des neuen Jahrhundertsozialismus umfasse vielmehr viele soziale Klassen und sei multiethnisch, multikulturell und geschlechterumfassend.

 Einheit, Einheit ist das erste

 Zeitbedürfnis. Einzeln wurden

 Wir geknechtet, doch verbunden

 Übertöpeln wir die Zwingherrn.

Ziel aller dieser theoretischen und praktischen Anstrengungen müsse sein, dass der Mensch des Menschen Freund werde.

 

IV.

 Ich bitte dich, exorziere mich nicht,

 Und werde auch nicht emphatisch !

 Ich bin kein Gespenst der Vergangenheit,

 Kein grabentstiegener Strohwisch,

 Und von Rhetorik bin ich kein Freund,

 Bin auch nicht sehr philosophisch.

1)      Die vorgestellte Literatur zeigt, dass das Modell des Sozialismus als positive gesellschaftliche Utopie für ein humanes und menschlich-emanzipiertes Zusammenleben durchaus noch Kraft besitzt.

2)      Dieses Modell basiert auf gesellschaftlicher Planung, besonders Planung des Wirtschaftsprozesses, um Armut, soziale Gerechtigkeit und Gleichheit zu erreichen. Es stützt sich dabei auf die der industrialisierten, arbeitsteiligen Wirtschaft innewohnende Notwendigkeit zur Planung, die selbst in kapitalistisch verfassten Gesellschaften staatlich und privat in Form von Indikativplanung schon betrieben wird. Das utopisch-sozialistische Modell der Planung stärkt durch seine Zielvorgaben die keynesianische Position, die wiederum als Gegenposition zum herrschenden Neoliberalismus auftreten kann. Denn auch der Neoliberalismus, der unter dem Panier der Deregulierung das Gegenteil von Planung verkündet, beinhaltet ebenfalls planend dirigistische Elemente, die den monopolistischen Konzernstrategien unterliegen sowie der von ihnen beherrschten staatlichen und überstaatlichen Politik.

3)      Während sich Planung im Kapitalismus auf monetäre Prozesse und Profitrealisierung rückbezieht, soll sozialistische Planung auf der Arbeitswertlehre basieren, damit Arbeitswertakkumulation und -verteilung gerecht und unter Berücksichtigung individueller Arbeitszeit vorgenommen werden kann.

4)      Volkswirtschaftliches Rechnungswesen auf Basis der Arbeitswertlehre ist auch mittels mathematischer Verfahren und gegenwärtig entwickelter (Rechner-) Technik möglich.

5)      Sozialistische Planung erfordert Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe als Strukturprinzip. Planungsziele und Planungsprozesse sollen demokratisch legitimiert sein, damit sozialistische Planung nicht bürokratisch erstarrt. 

6)      Auch die der Entwicklung der Produktivkräfte immanente Tendenz der Internationalisierung, unter monopolistischer Herrschaft „Globalisierung“ genannt, soll nicht gehemmt, sondern über Güterhandel - anstelle von Kapitaltransfer und Finanzspekulation - unter Berücksichtigung sozialer Gerechtigkeit gefördert werden.

V.

 Ich bin von praktischer Natur,

 Und immer schweigsam und ruhig.

 Doch wisse: was du ersonnen im Geist,

 Das führ ich aus, das tu ich.

Da jede Utopie als intellektuelle und moralische Projektion ein spirituelles oder Geistesgewächs ist und der Verstand, um die Ebenmäßigkeit seines Gewächses bemüht, jeden unerwünschten Seitentrieb zu entfernen versucht, sollen diese Seitentriebe abschließend kurz angesprochen werden.

Einer dieser Seitentriebe wächst aus der Äquivalenzökonomie, die wiederum auf der Bedürfnistheorie aufbaut und im Prinzip ökonomisch objektive Gesetzlichkeiten bestreitet. Mit dem Äquivalenzprinzip jedoch lässt sich bestenfalls einfache (globale) gesellschaftliche Reproduktion erreichen. Jede Reproduktion auf erweiterter gesellschaftlicher Stufenleiter ist nicht erklärbar, wenn Werte den vollen Gegenwert der in den Gütern verkörperten Arbeitszeit darstellen und Entlohnung direkt und abstrakt der vollen Arbeitszeit entsprechen soll/en.

Ein zweiter Seitentrieb bildet die Beziehung zwischen Produktionssektor I und II. Dieser Zusammenhang wird (zu) wenig beachtet. Wenn man Planung des Produktionsmittelsektors demokratischer Abstimmung unterwirft, besitzt Planung wohl eine höhere Legitimation, ob die damit einhergehenden Auswirkungen auf den Konsummittelsektor auch auf diese Legitimation setzen können, wenn die Auswirkungen erkennbar sind, bleibt ungewiss.

Der Versuch, über Input-Output-Listen den Charakter des Produktionsmittelsektors über den Konsummittelsektor zu bestimmen, besitzt –als dritter Seitentrieb- ein beharrendes Element. Jede Herausbildung qualitativ neuer oder alternativer Konsumwünsche ist nicht ökonomisch-utilitaristisch zu erklären.

Auch der vierte unerwünschte Seitentrieb, der aus Planungsprozessen erwächst, wird zu gering geachtet. Selbst demokratisch legitimierte Planungsverfahren tendieren immer zu Technokratie mit entsprechenden Macht“eliten“ und Exekutionsapparaten, die sich nicht um demokratische Strukturen scheren...

Und dennoch bleibt mein Wunsch, dass viele das neue, bessere Lied anstimmen:

 Es wächst hinieden Brot genug

 Für alle Menschenkinder,

 Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,

 Und Zuckererbsen nicht minder.

*) Dieser Text nimmt sowohl verschiedene frühe/re Hinweise der Autorin, vor allem zu „Planung und Perspektivität“ (Albrecht 1983) und „Von der Marktwirtschaft zur Machtwirtschaft“ (Albrecht 1988) als auch eines befreundeten Autors, vor allem zur „Kritik des realexistierenden Kapitalismus“ (Albrecht 1991) und zur Begründung des Utopischen Paradigma in der empirischen Kulturwissenschaft/Sozialforschung (Albrecht 1991), wieder auf. Im Mittelpunkt stehen, mit wichtigen Hinweisen Harry Heines collagierte, Kernaussagen zweier wichtiger, einen zeitgenössischen „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ begründende, Anfang 2006 auf deutsch veröffentlichter Bücher, um deren Grundansätze es geht. Die in den Texten von Cockshott/Cottrell (2006) und Dieterichs (2006) jeweils nicht diskutierte, folglich ausgeblendete, Problematik von so aktueller wie allgemein-globaler und so perspektivischer wie speziell-regionaler Kriegsverhinderung und, weitergehender, Friedenssicherung wird ebensowenig angesprochen wie die engagiert von Richard Albrecht (2004) und Albrecht Müller (2006) kritisierte besondere deutsche Lage im so gegen- wie widerwärtigen Politdeutschland mit seinem bereits vor fünfzehn Jahren empirisch vorgeführten „doppelten demokratischen Defizit“ (Richard Albrecht) und seiner hochentwickelten, von Arno Peters (1996) Chrematistik genannten, Bereicherungswirtschaft nebst Günstlings- und politischer Korruptionsökonomie mit so nachhaltigen wie ausgeprägten totalitär-bürokratischen Tendenzen und kakistokratisch-elitärischen Zügen. Nicht diskutiert wird weiters ein, wie ich meine: nicht weiterführender, Hinweis von Hans Heinz Holz (2006), der, im traditionalmarxistischen Sinn, auf dem politischen Primat der Eigentumsfrage gegenüber der von Heinz Dieterichs (2006) betonten Bedeutung der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt beharrte. Und, mehr nolens als volens: Ich spreche auch die zuletzt von Oskar Lafontaine (2006) zu Recht beredt skandaliserte, auch im spätkapitalistisch-postbürgerlichen Deutschland noch immer realexistierende und empirisch zunehmende, soziale Ungerechtigkeit, obwohl immer noch ein Zentraltopos jeder wirklichen sozial(istisch)en Bewegung, in diesem ersten Bericht aus Neu-Utopia nicht an. [WRA]

Bibliographie

Albrecht, Richard: Von den Selbstheilungskräften zu den Selbstabschaffungstendenzen des Marktes. Zur Kritik des realexistierenden Kapitalismus; in: Gewerkschaftliche Monatshefte, 42 Jg. 1991, 8, 508-515

Albrecht, Richard: The Utopian Paradigm – A Futurist Perspective; in:

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Albrecht, Richard: Das doppelte demokratische Defizit. Ein Plädoyer für aktive Demokatie; in: Recht und Politik, 28. Jg. 1992, 1, 13-19

Albrecht, Richard: Über Phantom-Elite/n und mehr aus dem Neuesten Deutschland: Elemente einer  alternativen  sozialpsychologischen Zeitdiagnose; in: ders., StaatsRache -Justiz-kritische Beiträge gegen die Dummheit im deutschen Recht(ssystem). München (GRIN Verlag für akademische Texte, 2005 [e-Buch]), 132-140

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Dieterich, Heinz: Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Wirtschaft, Gesellschaft und Demokratie nach dem globalen Kapitalismus. Berlin (Kai Homilius) 2006, 169 p. [Mit einer Widmung aus Volker Brauns Epilog „Großer Frieden“ u. einem Vorwort von Manfred Wekwerth]

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Heine, Heinrich: Deutschland. Ein Wintermärchen (1847) Caput I und Caput VI,  Romanzero (1851), 2. Buch Lamentationen: Lazarus I und Unvollkommenheit, Atta Troll (1844), Caput VI und Caput XX  (1-4)

Hobsbawm, Eric J.: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. München (Hanser) 1994, 783 p.

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Lafontaine, Oskar: Grundlinien linker Politik; in: Mit dem Sozialismus rechnen. Berlin: 8. Mai, 2006, 4-8

Leontief, Wassily: Interregionale Beziehungen wirtschaftlicher Probleme. In: Probleme des räumlichen Gleichgewichts in den Wirtschaftswissenschaften. Berlin (DDR) 1958,  46-55

Müller, Albrecht: Machtwahn. Wie eine mittelmäßige Elite uns zugrunde richtet. München (Droemer) 2006,  364 p.

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Stahmer, Carsten: Das magische Dreieck der Input-Output-Rechnung. In: Hartard, Susanne, Stahmer, Carsten, Hinterberger, Friedrich (Hrsg): Magische Dreiecke – Berichte für eine nachhaltige Gesellschaft.  Marburg (Metropolis) 2000, 312 p.


Dr.rer.soc. Wilma-Ruth Albrecht

W.Ruth Albrecht ist Sozial- und Sprachwissenschaftlerin mit den Arbeitsschwerpunkten Literatur-, Politik- und Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie war von 1972-2007 beruflich als Wissenschaftlerin, Stadt/Regionalplanerin und Lehrerin tätig. Als Autorin publizierte W.Ruth Albrecht unter anderem Unterrichtseinheiten zur produktiven Rezeption im schulischen Deutschunterricht (in „Diskussion Deutsch“ [und] „Deutschunterricht“), über Textverständnis und -verständlichkeit (in: „deutsche sprache“ 4.1986, 345-380) und zur politiksoziologischen Regional-, Regions- und Stadtgeschichte (in: „Sociologia Internationalis“ 2.1989, 237-243)[1]. Von 1989 bis 1999 war W.Ruth Albrecht ehrenamtliche Stadtverordnete und die erste weibliche Fraktions- und Ausschußvorsitzende im Rat der Stadt Bad Münstereifel (NRW). - W.Ruth Albrecht veröffentlicht seit 2005 online-Beiträge im Münchener GRIN Verlag für akademische Texte, zuletzt eine Kritik der Amtssprache[2]. Unter dem Titel „Bildungsgeschichte/n. Texte aus drei Jahrzehnten“ erschien ihr Sammelband in der Reihe „Berichte aus der Pädagogik“ (Aachen: Shaker Verlag, 2006, 202 p., ISBN 3-8322-4897-8 [und] ISSN 978-3-8322-4897-0; 35.80 €) Weitere Veröffentlichungen der Autorin sind im DBB-Katalog verzeichnet. [3]

[1] http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/p16/25152.html

[2] http://www.wissen24.de/vorschau/38678.html

[3] http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/FKT=8500/FRM=%2522richard
%2Balbrecht%2522/IMPLAND=Y/LNG=DU/LRSET=1/SET=1/SID=
f64f72078/SRT=YOP/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA& IKT=8500& SRT=
YOP& TRM=%22wilma+albrecht%22]

*

Dr.rer.soc. W.-Ruth  Albrecht

Im Wiesenhaus * 022536215

D.53902  B a d  Münstereifel

dr.w.ruth.albrecht@web.de


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