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Kontext zwischen Gewalt und der Entstehung von Psychosen in Familien

Termpaper, 2000, 21 Pages
Author: Alexander Thomas
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Termpaper
Year: 2000
Pages: 21
Grade: sehr gut
Language: German
Archive No.: V1128
ISBN (E-book): 978-3-638-10707-5
ISBN (Book): 978-3-640-38517-1
File size: 82 KB

Abstract

In meiner Studienarbeit möchte ich mich mit dem Zusammenhang zwischen Gewalt und der Entstehung von Psychosen auseinander setzen. Hierzu möchte ich zunächst darauf eingehen, was Gewalt ist und dies in Bezug zu dem Thema stellen. Mir geht es in dieser Arbeit nicht um körperliche Misshandlungen, denen durch das Gesetz Grenzen gesetzt werden, sondern um Familiensysteme, in denen durch die persönliche Dynamik der Eltern mit den Kindern die Entstehung von Psychosen begünstigt werden. Eine nähere Erläuterung dafür, dass auch solche Dynamiken eine Gewalteinwirkung für das Kind bedeuten, möchte ich im ersten Kapitel näher ausführen. Diese Bedeutung der Gewalt möchte ich dann in Beziehung zu den folgenden verschiedenen Erklärungsansätzen von Psychosen setzen. Die verschiedenen Erklärungsansätze von Salvador Minuchin; Bateson, Jackson, Laing, Lidz, Wynne; Jay Haley; Selvini Palazzoli u.a. sowie Bert Hellinger und Robert Langlotz werde ich kurz und exemplarisch darstellen.


Excerpt (computer-generated)

Alexander Thomas

Kontext zwischen Gewalt und der Enstehung von Psychosen 

Inhalt:
1. Einleitende Gedanken 2
2. Kontext zwischen Gewalt und der Entstehung von Psychosen in Familien 3

2.1 Allgemeines zu Gewalt und der Zusammenhang von Gewalt und Psychose 3
2.2 Das Modell der psychosomatischen Familie nach Salvador Minuchin 7

2.2.1 Verstrickung 8
2.2.2 Überfürsorglichkeit 8
2.2.3 Starre Familien 8
2.2.4 Konfliktvermeidung 8

2.3 Hypothesen zur Entstehung von Schizophrenie nach Bateson et al. (1969) 9

2.3.1 double bind Situation 9
2.3.2 Pseudo Gemeinschaft 10

2.4 Zur Entstehung von Schizophrenie nach Jay Haley 11
2.5 Zur Entstehung der Schizophrenie nach Selvini Palazzoli et al. (1992), 12

2.5.1 Imbroglio (betrügerische Verwicklung) 12
2.5.2 Anstiftung 12
2.5.3 Das sechsstufige Prozessmodell 12
2.5.3.1 Das Patt zwischen den Eltern 13
2.5.3.2 Das Kind wird in das Spiel des Elternpaares miteinbezogen 13
2.5.3.3 Das ungewöhnliche Verhalten des Kindes 13
2.5.3.4 Die Kehrtwendung des vermeintlichen Verbündeten 13
2.5.3.5 Ausbruch der Psychose 14
2.5.3.6 Strategien auf der Grundlage des Symptoms 14

2.6 Erfahrungen in Familienaufstellungen von Bert Hellinger und Robert Langlotz 14

2.6.1 Identifizierung 14
2.6.2 Für die anderen etwas tragen 15
2.6.3 Übernahme von Schuld 15
2.6.4 Ausklammerung Frühergeborener 15

2.7 Virginia Satir 16

3. Schlussbetrachtung 17

Literaturverzeichnis: 19
Anhang
- Interview mit Martin Diegritz 20
- Ergebnis des Gesprächs mit einer KommilitonIn 21

1. Einleitende Gedanken
In meiner Studienarbeit möchte ich mich mit dem Zusammenhang zwischen Gewalt und der Entstehung von Psychosen auseinander setzen. Hierzu möchte ich zunächst darauf eingehen, was Gewalt ist und dies in Bezug zu dem Thema stellen. Mir geht es in dieser Arbeit nicht um körperliche Misshandlungen, denen durch das Gesetz Grenzen gesetzt werden, sondern um Familiensysteme, in denen durch die persönliche Dynamik der Eltern mit den Kindern die Entstehung von Psychosen begünstigt werden. Eine nähere Erläuterung dafür, dass auch solche Dynamiken eine Gewalteinwirkung für das Kind bedeuten, möchte ich im ersten Kapitel näher ausführen. Diese Bedeutung der Gewalt möchte ich dann in Beziehung zu den folgenden verschiedenen Erklärungsansätzen von Psychosen setzen. Die verschiedenen Erklärungsansätze werde ich kurz und exemplarisch darstellen.
Zunächst anhand des Modells von psychosomatischen Krankheiten von Salvador Minuchin. Hier geht es in engerem Sinne nicht um Psychosen, sondern um die psychosomatisch diagnostizierten Krankheiten: Anorexie, Diabetes und Asthma. Diese verschiedenen Merkmale ähneln aber den anderen Erklärungsansätzen, die ich in dieser Arbeit noch vorstellen werde (vgl.:Minuchin;1995;42).
Danach möchte ich auf zwei Hypothesen der Entstehung von Schizophrenie in dem Buch von Bateson, Jackson, Laing, Lidz, Wynne u.a., ,,Schizophrenie und Familie" eingehen. Diese Forschungsgruppe (Palo Alto Gruppe genannt) hat sich bei der Erforschung der Entstehung von Psychosen, insbesondere der Schizophrenie, die Interaktionsprozesse der Familienmitglieder miteinbezogen.
Im darauffolgenden Kapitel möchte ich auf die Entstehung der Schizophrenie aus dem Buch von Jay Haley, ,,Gemeinsamer Nenner Interaktion", der auch schon an dem vorhergehenden Buch von Bateson mitgearbeitet hat, eingehen. Haley geht in seinem Buch vordergründig auf die Kommunikationsformen der Schizophrenen ein, und schließt von der Ursache dieser Kommunikation auf die Entstehung der Krankheit.
Im nächsten Kapitel möchte ich auf die Ergebnisse von Selvini Palazzoli u.a., dem Mailänder Institut, näher eingehen. Dieses hat durch Inspiration der Palo Alto Gruppe, ein Therapiemodell entwickelt, für Familien mit schizophrener Störung. Dies wird in dem Buch ,,Paradoxon und Gegenparadoxon" beschrieben. In dieser Arbeit möchte ich das Modell zur Entstehung von Schizophrenie dieser Arbeitsgruppe vorstellen, das in dem Buch ,,Die psychotischen Spiele der Familie" beschrieben wird. In diesem Buch wird das ursprüngliche Therapiemodell weiterentwickelt und es wird auch eine Distanzierung von der extremen kommunikationstheoretischen Sichtweise Bateson beschrieben.
Weiterhin möchte ich noch auf die Erfahrungen von Bert Hellinger und Robert Langlotz bei Familienaufstellungen mit Psychosekranken berichten. Hier handelt es sich nicht um einen Erklärungsversuch zur Entstehung von Psychosen, sondern es werden an praktischen Beispielen Familiendynamiken gezeigt, die zu Psychosen geführt haben.
Bei der Auswahl dieser Erklärungsversuche war es mir wichtig, dass die Entstehung der Krankheit in einem systemischen Kontext der Familie gesehen wird, in dem ich auch die Gewalt sehe.

[...]


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