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Untertitel: Interventionsmöglichkeiten
Seminararbeit, 2008, 34 Seiten
Autor: Susann Thiem
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Institution/Hochschule: Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Braunschweig
Tags: Mobbing, Arbeitsplatz, Lernbereich, Recht, Verwaltung
Jahr: 2008
Seiten: 34
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 11 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-12792-4
ISBN (Buch): 978-3-640-12818-1
Dateigröße: 328 KB
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Zusammenfassung / Abstract
In den Zeiten der Chancengleichheit, hat jeder Mitbürger1, das Recht den Beruf zu erlernen, der ihm Spaß macht. Im „Normalfall“ steht er täglich fünf Tage in der Woche immer zur gleichen Zeit auf und geht zur Arbeit. Der Mensch ist in der Regel gewillt einen guten Job zu machen, der ihn und den Arbeitgeber zufrieden stellt und beendet meist nach acht Std. den Arbeitstag, um den Rest des Tages sinnvoll und ausgleichend zu gestalten. Das ganze hört sich noch sehr entspannt an, doch was geschieht wenn die Arbeitskollegen diese Person auf einmal wie Luft behandeln und er seit ca. einer Woche nicht mehr bei dem täglichen Schwätzchen in der Küche dabei ist? Wieso sitzen die Kollegen in der Kantine nicht mehr mit ihm an einem Tisch und letztens hat die eine Kollegin ihn in der Dienstbesprechung bloß gestellt. Was geschieht hier mit dem Mitarbeiter, der seinen Job erst nimmt? Warum gehen die Kollegen so mit ihm um, und spricht man jetzt von Mobbing? Oder ist es doch nur ein kleiner Konflikt. Welche Möglichkeiten hat der Kollege eigentlich, sich gegen diese Attacken zu wehren und wer kann ihn dabei Unterstützen? Diese Fragen sollen in dieser Arbeit beantwortet werden, indem vorerst der Begriff Mobbing definiert wird, um zu klären was Mobbing ist und wann man davon spricht. Die Beschreibung der Ursachen, der Folgen, sowie der Verlauf von Mobbing und die einzelnen Mobbinghandlungen, sollen im Kontext mit dem Betrieb unter Abschnitt 3. beschrieben werden. Diese Ausarbeitung ist für den letzten Punkt von Bedeutung, um herauszufinden wie und was Gegen Mobbing am Arbeitsplatz unternommen werden kann. Im Abschnitt 4. werden einige Mobbinghandlungen aufgegriffen, um sie rechtlich zu Bewerten, dass dient der Erkenntnis, ob diese Mobbinghandlungen auch als Straftaten gesehen werden können, um dem Mobbing ein Ende zu setzten. Weiter soll über die Individuellen sowie die betrieblichen Interventionsmöglichkeiten ein Überblick verschafft werden.
Textauszug (computergeneriert)
FH BRAUNSCHWEIG/WOLFENBÜTTEL
FACHBEREICH SOZIALWESEN
Hausarbeit im Lernbereich
Recht und Verwaltung
Zum Thema
"Mobbing am Arbeitsplatz-
Interventionsmöglichkeiten"
Eingereicht von Susann Thiem
INHALTSVERZEICHNIS
Abbildungsverzeichnis ___ 3
Abkürzungsverzeichnis ___ 4
1. Einleitung ___ 5
2. Mobbing ___ 6
2.1 Begriffsbestimmungen ___ 6
2.2 Mögliche Definitionen 7
2.3 Verbreitung von Mobbing in Deutschland ___ 9
3. Mobbing im Betrieb ___ 10
3.1 Mobbinghandlungen nach Leymann ___ 10
3.2 Die fünf Phasen des Mobbings am Arbeitsplatz ___ 13
3.3 Mögliche Ursachen von Mobbing ___ 14
3.4 Mögliche Folgen von Mobbing ___ 16
4. Interventionsmöglichkeiten ___ 20
4.1 Rechtliche Bewertung der Mobbinghandlungen ___ 20
4.2 Individuelle Interventionen ___ 22
4.3 Betriebliche Interventionen ___ 23
5. Ausblick ___ 27
Anhang ___ 28
Literaturverzeichnis ___ 33
Seite 2
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. 1 Fünf Phasen von Mobbing
Abb. 2 Ursachenmodel von Mobbing
Abb. 3 Folgen von Mobbing
Abb. 4 Drei-Phasen-Interventionsmodel
Abb. 5 Die wichtigsten Schritte im Mediationsverfahren
Seite 3
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Abs. - Absatz
Aufl. - Auflage
BetrVG - Betriebs Verfassungsgesetz
ca. -circa
d.h. - das heißt
ebd. - ebenda
DM - Deutsche Mark
etc. - et cetera
gem. - gemäß
ggf. - gegebenenfalls
Hrsg. - Herausgeber
Nr. - Nummer
StGB - Strafgesetzbuch
u. a. - unter anderem
Vgl. - Vergleich
z.B. - zum Beispiel
§ - Paragraph
f - folgende
ff - fortfolgende
Seite 4
1. Einleitung
In den Zeiten der Chancengleichheit, hat jeder Mitbürger(1), das Recht den Beruf zu erlernen, der ihm Spaß macht. Im ,,Normalfall " steht er täglich fünf Tage in der Woche immer zur gleichen Zeit auf und geht zur Arbeit. Der Mensch ist in der Regel gewillt einen guten Job zu machen, der ihn und den Arbeitgeber zufrieden stellt und beendet meist nach acht Std. den Arbeitstag, um den Rest des Tages sinnvoll und ausgleichend zu gestalten. Das ganze hört sich noch sehr entspannt an, doch was geschieht wenn die Arbeitskollegen diese Person auf einmal wie Luft behandeln und er seit ca. einer Woche nicht mehr bei dem täglichen Schwätzchen in der Küche dabei ist? Wieso sitzen die Kollegen in der Kantine nicht mehr mit ihm an einem Tisch und letztens hat die eine Kollegin ihn in der Dienstbesprechung bloß gestellt.
Was geschieht hier mit dem Mitarbeiter, der seinen Job erst nimmt? Warum gehen die Kollegen so mit ihm um, und spricht man jetzt von Mobbing? Oder ist es doch nur ein kleiner Konflikt. Welche Möglichkeiten hat der Kollege eigentlich, sich gegen diese Attacken zu wehren und wer kann ihn dabei Unterstützen?
Diese Fragen soll en in dieser Arbeit beantwortet werden, indem vorerst der Begriff Mobbing definiert wird, um zu klären was Mobbing ist und wann man davon spricht.
Die Beschreibung der Ursachen, der Folgen, sowie der Verlauf von Mobbing und die einzelnen Mobbinghandlungen, soll en im Kontext mit dem Betrieb unter Abschnitt 3. beschrieben werden. Diese Ausarbeitung ist für den letzten Punkt von Bedeutung, um herauszufinden wie und was Gegen Mobbing am Arbeitsplatz unternommen werden kann.
Im Abschnitt 4. werden einige Mobbinghandlungen aufgegriffen, um sie rechtlich zu Bewerten, dass dient der Erkenntnis, ob diese Mobbinghandlungen auch als Straftaten gesehen werden können, um dem Mobbing ein Ende zu setzten.
Weiter soll über die Individuellen sowie die betrieblichen Interventionsmöglichkeiten ein Überblick verschafft werden.
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(1) Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass in dieser Arbeit die männliche Schreibform genutzt wird, die die weibliche Form beinhaltet, um eine flüssigere Lesbarkeit zu gewährleisten.
Seite 5
2. Mobbing
Wer heutzutage das Glück hat sich als einen Arbeitnehmer zu sehen trifft nicht nur mit seinem Aufgabenbereich in seiner Tätigkeit zusammen, sondern auch mit anderen Arbeitnehmern. In der Regel sind die Mitarbeiter hinsichtlich ihrer Persönlichkeiten unterschiedlich und somit besteht die Möglichkeit mit Konflikten in Kontakt zu kommen. Werden Konflikte nicht konstruktiv behandelt, so besteht die Gefahr von Mobbing.
In diesem Abschnitt soll geklärt werden was Mobbing eigentlich bedeutet. Wann wird von Mobbing gesprochen? Häufig werden Sticheleien, kleine Streitereien und Unverschämtheiten als Mobbing bezeichnet. Dass es sich in diesem Falle um Konflikte handelt und nicht um Mobbing, zeigt, dass sich der Begriff Mobbing als ein Modewort bei vielen Menschen eingebrannt hat.
2.1 Begriffsbestimmungen
Der Begriff Mobbing stammt aus dem englischen, "to mob" (über jemand lärmend herfallen, anpöbeln, angreifen attackieren)(2)" und wird im englischen auch mit dem Begriff "mob law" in Verbindung gesetzt, welcher Lynchjustiz bedeutet(3).
Die Entstehung des Begriffs Mobbing beginnt mit der folgenden Geschichte in der "der Däumeling Nils auf einen Baum flüchtet, unter dem der Fuchs mit triefender Schnauze darauf wartet, ihn fressen zu können. Nils aber bekommt Hilfe von den Gänsen. Im Tiefflug starten sie Scheinangriffe auf den fuchs wieder und immer wieder. Am Abend liegt der Fuchs vol kommen erschöpft auf dem Rücken, und Nils kann entkommen(4)."
Diese Episode aus dem Buch Nils Holgerson von Selma Lagelöf faszinierte den Ethologen Lorenz so sehr, dass er das Verhalten von Gänsen studieren wollte. Er gab den Situationen, in den Gruppen von Tieren ein einzelnes Tier angriffen, den Ausdruck "Mobbing". Der schwedische Mediziner Peter-Paul Heinemann übernahm diesen Ausdruck für eine Beschreibung des Verhaltens von Kindern auf dem Schulhof. Er schrieb eine Literatur mit dem Titel "Mobbing - über Gruppengewalt bei Kindern".
Als der, in Wolfenbüttel geborene und jetzt in Schweden lebende, Diplompsychologe Heinz Leymann ähnliche Verhaltensweisen in der Arbeitswelt der Erwachsenen entdeckte, entschloss er sich diesen Begriff aufzunehmen und in seiner Arbeit anzuwenden(5).
____________________
(2) Wolmerath, Martin. Mobbing im Betrieb. Rechtsansprüche und deren Durchsetzbarkeit. 2001: 22
(3) Vgl. ebd: 22
(4) Leymann, Heinz (Hrsg.). Der neue Mobbingbericht. Erfahrungen und Initiativen, Auswege und Hilfsangebote. 1995: 14
(5) Vgl. Leymann 1995: 14
Seite 6
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