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Über die Bedeutung der Lebensverlängerungs- und Lebensverkürzungsmittel aus Christoph Wilhelm Hufelands „Makrobiotik“ für die gegenwärtige Gesundheitsförderung

Diploma Thesis, 2007, 175 Pages
Author: Lars Donath
Subject: Health Science

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2007
Pages: 175
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 367  Entries
Language: German
Archive No.: V113068
ISBN (E-book): 978-3-640-12578-4
ISBN (Book): 978-3-640-12652-1
File size: 2282 KB
Notes :
Arbeit zum Examenspreis 2008


Abstract

„[…] Dich zu verjüngen, gibt’s auch ein natürlich Mittel. Allein es steht in einem andern Buch und ist ein wunderlich Kapitel. […] Ein Mittel, ohne Geld und Arzt und Zauberei zu haben: Begib dich gleich hinaus auf’s Feld, fang’ an zu hacken und zu graben“ (Mephistopheles zu Faust, Goethes Faust. Eine Tragödie, Erster Teil, Hexenküche) Mit diesem schon über 200 Jahre zurückreichenden Hinweis Goethes in Faust I auf C. W. Hufelands „Die Kunst das menschliche Leben zu verlängern“ wird einerseits die Bedeutung einer ganzheitlichen Lehre der Lebensführung und andererseits die herausragende Rolle körperlicher Aktivität für die Gesunderhaltung betont. 13 Verlängerungs- und 10 Verkürzungsmittel des Leben wurden im Jahre 1797 erstmalig durch den Jenaer Arzt Hufeland in Form eines diätetischen Lehrbuchs für eine breite Öffentlichkeit publiziert. Seither gilt Hufeland als Protagonist einer präventivmedizinischen Volksaufklärungsbewegung die bis heute kaum an Relevanz verloren hat. Durch den stetig zunehmenden Einfluss evidenzbasierter Befunde für die Präventions- und Gesundheitsförderungskonzepte erwies es sich als besonders interessant, Hufelands Verlängerungs- und Verkürzungsmittel des Leben am gegenwärtigen internationalen wissenschaftlichen Kenntnisstand der Literatur zu überprüfen und gesundheitswissenschaftlich zu systematisieren. Hierfür wurden die Lebensverlängerungsmittel „Schlaf“ und „Körperliche Bewegung“ exemplarisch unter Berücksichtigung der EbM-Kriterien nach Sacket et al. untersucht und im Anschluss den gesundheitswissenschaftlichen Schutz- bzw. Risikofaktoren zugeordnet. Nach eingängiger Prüfung gesundheitswissenschaftlicher und gesundheitspolitischer Probleme und Potenziale in Deutschland und Europa haben sich unter Berücksichtigung Hufelands Makrobiotik folgende drei Kernfragestellungen herausgebildet: a) Ist eine evidenzbasierte Neubelebung diätetischer Vorstellungen im Sinne Hufelands aus epidemiologischer Sicht folgerichtig? b) Lassen sich die Lebensverlängerungs- und Lebensverkürzungsmittel den gesundheitswissenschaftlichen Risiko- bzw. Schutzfaktorengruppen nach Hurrelmann et al. zuordnen? c) Wie sind die Ausführungen Hufelands zum „Schlaf“ und zur „körperlichen Bewegung“ aus gegenwärtiger wissenschaftlicher Sicht einzuordnen?


Excerpt (computer-generated)

Friedrich - Schiller - Universität Jena

Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften

Institut für Sportwissenschaft

Lehrstuhl für Sportmedizin

Über die Bedeutung der Lebensverlängerungs- und
Lebensverkürzungsmittel aus Christoph Wilhelm Hufelands
,,Makrobiotik" für die gegenwärtige Gesundheitsförderung

Diplomarbeit
Zur Erlangung des akademischen Grades
Diplomsportwissenschaftler

Vorgelegt von:
Lars Donath

Jena, den 04.05.2007

 


Danke...

Franziska, dass du alles unternommen hast, um mich zu entlasten und zu unterstützen, ohne jemals die Geduld zu verlieren.

Anouk, dass du mich schon so aufbauen kannst.

liebe Eltern, dass ihr mir Freiheit und Rückhalt gebt.

Chris und Jürgen, dass ihr mir so viel Gutes tut.

Christian, dass du mir ein Freud, Weggefährte und kritischer Begutachter bist.

Prof. Gabriel, dass Sie mich nicht nur als Diplomand anspruchsvoll begleiten.

Axel, Anne und Steffi für die wertvollen Anmerkungen und Stunden des Lesens.

liebe Freunde, dass Ihr in einer konzentrierten Zeit Rücksicht nahmt und mir Ausgleich gabt.

 


I INHALTSVERZEICHNIS

I Inhaltsverzeichnis I
II Abkürzungsverzeichnis III
III Abbildungsverzeichnis VI
IV Tabellenverzeichnis VIII
1 EINLEITUNG 1
1.1 Epidemiologische Auswirkungen körperlicher Inaktivität 1
1.2 Historischer Kurzabriss der Lebensverlängerungsversuche und der Thüringer Christoph Wilhelm Hufeland 5
1.3 Fragen, Hypothesen, Vorgehen und Ziele der vorliegenden Arbeit 8
1.4 Gegenwärtige Bedeutung der Verlängerung aktiver Lebensjahre 11
2 THEORIETEIL 15
2.1 Gesundheitswissenschaftliche Standortbestimmung 15
2.1.1 Gesundheit als Thema im 21. Jahrhundert 18
2.1.2 Gesundheitsmodelle und -begriffe, gesundheitspolitische Probleme und Potenziale 23
2.1.3 Relevante Gesundheitsressourcen für die Gesundheitsförderung 30
2.2 Entwicklung einer medizinisch-anthropologischen Ethik 33
3 HAUPTTEIL 43
3.1 Christoph Wilhelm Hufelands Gesundheitsverständnis 43
3.1.1 Bilder der Gesundheit im Wandel der Zeiten 43
3.1.2 Hufelands Wirken zur Goethezeit 58
3.1.3 Entstehung und Inhalte von Hufelands ,,Makrobiotik" 62
3.1.4 Hufelands Lebensverlängerungs- und Lebensverkürzungsmittel 66
3.1.4.1 Lebensverkürzungsmittel und Risikofaktoren 66
3.1.4.2 Lebensverlängerungsmittel und Schutzfaktoren 69
3.1.5 Die Salutogenese als hufelandspezifische Gesundheitsvorstellung 73

I

 


3.2 Hufelands Erkenntnisse aus heutiger wissenschaftlicher Perspektive 75

3.2.1 Der wissenschaftliche Erkenntnisprozess 75

3.2.2 EbM als Leitmodell praxisrelevanter klinischer Forschung 79

3.2.3 Evidenzbasierte Prüfung der Erkenntnisse Hufelands im Spannungsfeld von Schlaf und körperlicher Bewegung 83

3.2.3.1 Schlaf 85

3.2.3.2 Körperliche Bewegung 103

3.2.4 Zusammenfassende Ableitungen von Gesundheitsförderungsempfehlungen 119

4 ZUSAMMENFASSUNG 122

V Literaturverzeichnis IX

VI Anhang XXXII

II

 


II Abkürzungsverzeichnis

$ - Dollar
% - Prozent
& - und
~ - etwa, ca.
§ - Paragraph
€ - Euro
A - Anhang
A-  - Seitenbezeichnungspräfix des Deutschen Ärzteblattes
Abb. - Abbildung
Abs. - Absatz
ACTH - Adenocorticotropes Hormon
al. - andere
AOK - Allgemeine Ortskrankenkasse
ARM - Anforderungs-Ressourcen-Modell
Bd. - Band
bspw. - beispielsweise
bzw. - beziehungsweise
ca. - circa
Chr. - Christus
d.h. - das heißt 
DGSM - Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin
DNS - Desoxyribonukleinsäure
Dr. - Doktor
DSM - Diagnostic Statistical Manual (of Mental Disorders)
ebd. - ebenda
EbM - Evidenzbasierte Medizin
ed. - Herausgeber
etc. - et cetera
EU - Europäische Union
f. - folgend
FIMS - Fédération International de Médicine Sportive
ff. - fortfolgend

III

 


fMRT - funktionelle Magnetresonanztomographie

FN - Fußnote

GH - Growth Hormone

GRR - generalisierte Widerstandressourcen

h - Stunde(n)

HAHS - Harvard Alumni Health Study

HBSC - ,,Health Behaviour in School-aged Children" - Studie

HEPA - Health-Enhancing Physical Activity

Hf - Herzfrequenz

HPA - Hypothalamic-Pituitary-Adrenal

Hrsg. - Herausgeber

ICD - International Classification of Diseases

ICSD - International Classification of Sleep Disorders

IL - Interleukin

J - Journal

Jb. - Jahrbuch

Jhd. - Jahrhundert

jun. - junior

kcal - Kilokalorien

kmh-1 - Kilometer pro Stunde

Med. - Medizin(ische)

MET - metabolische Equivalente

Min. - Minuten

mind. - mindestens

mod. - modifiziert

Mrd. - Milliarden

 MRFIT - Multiple Risk Factor Intervention Trial

multidiszipl. multidisziplinär

n. Chr. - nach Christi Geburt

neg. - negativ

NK-Zellen natürliche Killerzellen

NRW - Nordrheinwestfalen

NSDAP - Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei

P  - Irrtumswahrscheinlichkeit

IV

 


PA - Physical

Activity - PET Positronen-Emmisions-Tomograghie

pos. - positiv

Ps. - Psalm

RB  - Regula Benedicti

RCT - Randomized Controlled Trial

REM - Rapid Eye Movement

s. - siehe

S. - Seite

s.o. siehe oben

SA - Sachsen-Anhalt

SES - Socioeconomic Status

SGB - Sozialgesetzbuch

SGM - Salutogenesemodell

spez. spezifische, spezielle

St. - Sankt subj. subjektiv

Tab. - Tabelle

u. - und

u.a. - unter anderen / unter anderem

US - United States

USA - United States of America

v. - von / vor

vgl. - vergleiche

VO2max - maximale Sauerstoffaufnahme

vs. - versus

WHO - World Health Organisation

z.B. - zum Beispiel

g/dl - Mikrogramm pro Deziliter

V

 


III Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Pfaddiagramm zur Systematisierung weiterführender Vorüberlegungen (S.10)
Abbildung 2: Verhältnis der Public Health zu den Gesundheitswissenschaften (S.16)
Abbildung 3: Bausteine verschiedener Gesundheitsdefinitionen (S.25)
Abbildung 4: Faktoren der Lebensdauer nach Hufeland (S.63)
Abbildung 5: Zuordnung der Verkürzungsmittel Hufelands zu den Hauptdispositionsgruppen der Risikofaktoren (S.68)
Abbildung 6: Beziehung zwischen Gesundheitsförderung und Prävention (S.72)
Abbildung 7: Subjektive Gesundheitskonzepte (S.74)
Abbildung 8: EbM-Vollzugsstufen (S.80)
Abbildung 9: Evidenzstufen der EbM (S.80)
Abbildung 10: Faktoren klinischer Expertise (S.81)
Abbildung 11: Belastungs- und Beanspruchungsrelation in reizorientierten Stressmodellen (S.83)
Abbildung 12: Schematische GH- und Cortisolsekretion über die Schlafphasen (S.88)
Abbildung 13: Cortisolspiegel am Abend (S.89)
Abbildung 14: Prävalenzen für Insomniesymptome (S.94)
Abbildung 15: Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Mortalität (S.100)

VI

 


Abbildung 16: Gesundheitlicher Nutzen in Abhängigkeit von der körperlichen Ausgangsaktivität (S.105)

Abbildung 17: Prozentuale Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahme in Abhängigkeit vom Belastungsumfang (S.112)

Abbildung 18: Prozentuale Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahme in Abhängigkeit von der Belastungsintensität (S.112)

Abbildung 19: Wöchentlicher Stundenumfang der sportlichen Aktivität von Frauen verschiedener Altersgruppen (S.114)

Abbildung 20: Wöchentlicher Stundenumfang der sportlichen Aktivität von Männern verschiedener Altersgruppen (S.115)

Abbildung 21: Durch körperliche Aktivität verhütete Erkrankungen (S.116)

Abbildung 22: Beziehung zwischen Einkommen und Gesundheit (S.117)

Abbildung 23: Beziehung zwischen SES und Mortalität (S.118)

VII

 


IV Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vergleichende Gegenüberstellung der 4 Hauptmodelle von Gesundheit (S.24)

Tabelle 2: Zuordnung der Verlängerungsmittel Hufelands zu den Schutzfaktorengruppen (S.73)

Tabelle 3: Schlafhygieneregeln Hufelands (S.86)

Tabelle 4: Weltweites Schlafverhalten (S.92)

Tabelle 5: Schlafhygienedefinitionen verschiedener Autorengruppen im Vergleich zu Hufeland (S.97)

Tabelle 6: Ausgewählte Begrenzungen der Einschätzung von Dosis- Wirkungs-Beziehungen zwischen körperlicher Aktivität und gesundheitsbezogenen Effekten (S.110)

VIII

 



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