Pflanzenbiologische Experimente im Biologieunterricht der SEK I zur Implementation der Bildungsstandards

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Details
Autor: Ilkin Oezdemir
Fach: Pädagogik - Allgem. Didaktik, Erziehungsziele
Institution/Hochschule: Christian-Albrechts-Universität Kiel
Jahr: 2007
Seiten: 115
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 21 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 2593 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-13254-6
ISBN (Buch): 978-3-640-13501-1
Zusammenfassung / Abstract
Diese Studie beschäftigt sich mit der Implementation der Bildungsstandards für das Fach Biologie durch pflanzenphysiologische Experimente1. Die Fragestellung ist dabei, ob sich diese Experimente eignen, die Kompetenzbereiche der Bildungsstandards zu vermitteln. Es konnte gezeigt werden, dass durch pflanzenphysiologische Experimente sowohl Kompetenzen im Bereich Fachwissen, Erkenntnisgewinnung und Kommunikation vermittelt werden können, als auch speziell durch Schülerexperimente bei Schülern2 mit insgesamt schwächeren Leistungen im Fach Biologie, gemessen an der letzten Zeugnisnote, die Kompetenzen gut entwickelt werden können. Ein Frontalunterricht mit einem eingegliederten Lehrerexperiment spricht dabei vor allem leistungsstarke Schüler an, leistungsschwächere Schüler jedoch nicht so stark. Das Experimentieren im Unterricht wird von den Schülern als interessant angesehen und motiviert daher zum Mitarbeiten. Es konnte gezeigt werden, dass das allgemeine Interesse am Fach Biologie durch ein Experiment im Unterricht überdeckt werden kann, so dass weniger interessierte Schüler in Situationen mit Experimenten ebenso gute Ergebnisse erzielen, wie sehr interessierte Schüler. Dieser Vorzug des Experimentierens zeigte sich auch in einer frontalen Unterrichtseinheit, in der ein Experiment eingebaut war, der durch die Lehrkraft durchgeführt wurde. Durch das Experiment erhielt der Unterricht einen Anstoß, der die Schüler zur Mitarbeit motivierte. Das Schülerexperiment im pflanzenphysiologischen Bereich erwies sich in dieser Studie als geeignet, um Standards aus den Kompetenzbereichen zu vermitteln. Nachfolgend werden weitere Ergebnisse präsentiert und vor dem Hintergrund der Bildungsstandards diskutiert.
Textauszug (computergeneriert)
BOTANISCHES INSTITUT
und
IPN LEIBNIZ-INSTITUT FÜR DIE
PÄDAGOGIK DER NATURWISSENSCHAFTEN
an der Universität Kiel
W i s s e n s c h a f t l i c h e A r b e i t
zur
e r s t e n S t a a t s p r ü f u n g
f ü r d a s L e h r a m t a n G y m n a s i e n
Pflanzenbiologische Experimente im Biologieunterricht der
SEK I zur Implementation der Bildungsstandards
vorgelegt von: Ilkin Özdemir
HEIDE, 2007
Vorwort
Mein Werdegang zielt auf das gymnasiale Lehramt ab; daher wurde für diese
Examensarbeit eine Thematik mit pädagogisch didaktischem Schwerpunkt gewählt.
Die Beschlüsse der Kultusminister in den Bundesländern stellen Leitlinien für die
Lehrerinnen und Lehrer dar. Der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom
16.12.2004, der die Verbindlichkeit von Bildungsstandards in den Fächern Biologie,
Chemie und Physik bundesweit festlegt, ist die Grundlage dieser Arbeit. Den
biologischen Kontext bekommt sie durch die Untersuchung eines
pflanzenphysiologischen Experimentes für den Biologieunterricht. Die Relevanz, sich
später mit Schülerinnen und Schülern auseinander zu setzen, erleichterte mir die
Entscheidung in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Institut und dem IPN Kiel diese
Arbeit anzufertigen, da der Inhalt bereits die neuen Vorgaben des Kultusministeriums
behandelt. Ich wünsche den Lesern viel Spaß und viele neue Erkenntnisse aus dieser
Studie im Rahmen der Implementation der Bildungsstandards in den Biologieunterricht
durch pflanzenphysiologische Experimente.
INHALTSVERZEICHNIS
II
INHALTSVERZEICHNIS
Vorwort I
1 Zusammenfassung
01
2
Einleitung
02
2.1
Anliegen der Arbeit 02
2.2
Aufbau der Arbeit 03
3
Theoretischer Hintergrund
04
3.1 Beschlüsse
der
Kultusministerkonferenz
04
3.1.1 Die Bildungsstandards 04
3.1.2 Kompetenzbereiche des Faches Biologie 05
3.1.2.1
Fachwissen 05
3.1.2.2
Erkenntnisgewinnung 08
3.1.2.3
Kommunikation 09
3.1.2.4
Bewertung 10
4
Experimente im Biologieunterricht
13
4.1
Experimentieren im Biologieunterricht 13
4.2
Die Vielfalt des Experimentierens Experimentierweisen 15
5
Ausgewählte Experimente zur Kompetenzförderung gemäß der
Bildungsstandards
18
5.1 Versuch zum Stärkenachweis 18
5.2 Der Erwartungshorizont des Versuches 20
5.3 Der
Anforderungsbereich
22
6
Die Ziele dieser Studie
23
6.1 Vorstellung
der
Hypothesen
24
6.1.1 Hypothese 1 (H1) 24
6.1.2 Hypothese 2 (H2) und Hypothese 3 (H3) 24
6.1.3 Hypothese 4 (H4) 25
6.1.4 Hypothese 5 (H5) 26
6.1.5 Hypothese 6 (H6) 26
INHALTSVERZEICHNIS
III
6.1.6 Hypothese 7 (H7) 27
6.2
Zusammenfassung der Erwartungen bezüglich des Erwartungshorizontes 27
6.2.1 Das
Fachwissen 27
6.2.2 Die
Erkenntnisgewinnung 28
7
Methode der Datenerfassung
29
7.1 Eine grobe Übersicht zum Fragebogen 29
7.2 Anonymisierung und Personendaten 29
7.3 Ablauf der Datenerhebung 30
7.4 Der
Unterrichtverlauf
beim Schülerexperiment 31
7.5 Der Unterrichtsverlauf beim Lehrerexperiment 32
7.6 Der
Wissenstest 33
7.6.1 Fachwissen 33
7.6.2 Erkenntnisgewinnung 34
7.6.3 Kommunikation 37
7.6.4 Bewertung 37
7.6.5 Anforderungsbereich 37
7.7 Antwortformate 38
7.8 Überprüfung der Hypothesen 39
7.8.1 Hypothese 1 39
7.8.2 Hypothese 2 und 3 40
7.8.3 Hypothese 4 40
7.8.4 Hypothese 5 40
7.8.5 Hypothese 6 41
7.8.6 Hypothese 7 41
7.8.7 Zusammenfassende Darstellung der Hypothesenüberprüfung 41
8
Vorstellung der Lerngruppen und der Lernumgebung der Probanden
..
42
8.1
Die Realschule mit Grund- und Hauptschulteil Tellingstedt 42
8.1.1 Die Lernumgebung 42
8.1.2 Die Klasse 5a 43
8.1.3 Die Klasse 5b 43
8.1.4 Die Klasse 9a 44
8.1.5 Die Klasse 9b 44
8.2
Die CAU Kiel 44
8.2.1 Der
Vorlesungssaal 44
INHALTSVERZEICHNIS
IV
8.2.2 Die Studierenden des ersten Semesters Biologie zum WS 2006/2007 45
8.3
Teilnehmer in der Gesamtübersicht 46
9
Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
47
9.1
Gesamtergebnisse des Vortests 47
9.1.1 Das
Fachwissen 48
9.1.2 Die
Erkenntnisgewinnung 49
9.1.3 Zusammenfassung der Ergebnisse des Vortests 50
9.2
Die Gesamtergebnisse des Nachtests 51
9.2.1 Das
Fachwissen 52
9.2.2 Die
Erkenntnisgewinnung 53
9.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse des Nachtests 55
9.3
Vergleich der Mittelwerte des Vor- und Nachtests der Schüler (H1 und H7) 55
9.3.1 Wissenszuwachs aufgegliedert in die Kompetenzbereiche (H1) 56
9.3.2 Wissenszuwachs aufgegliedert in die Experimentengruppen (H1) 56
9.3.3 Wissensangleichung durch die Vermittlungsformen (H7) 64
9.3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Mittelwertvergleiche (H1 und H7) 64
9.4
Vergleich der Vermittlungsmethoden im Nachtest (H2, H3) 60
9.4.1 Vergleich der Vermittlungsmethoden im Gesamtergebnis 61
9.4.2 Vergleich der Wirksamkeit der Vermittlungsmethoden in Bezug auf die
Kompetenzbereiche Fachwissen und Erkenntnisgewinnung 61
9.4.2.1 Unterschiede im Kompetenzbereich Fachwissen 62
9.4.2.2 Unterscheide im Kompetenzbereich Erkenntnisgewinnung 62
9.4.3 Vergleich der Vermittlungsmethoden innerhalb der Klassenstufen 63
9.4.3.1 Die fünften Klassen 63
9.4.3.2 Die neunten Klassen 64
9.4.4 Zusammenfassung
der
Vergleiche der Vermittlungsmethoden 65
9.5
Der Entwicklungsaspekt der Kompetenzen (H4) 67
9.5.1 Der Entwicklungsaspekt zwischen den fünften, neunten und den Studenten. 67
9.5.1.1 Vergleich der Bildungsstufen untereinander in der Gesamtwertung des
Pretests 68
9.5.1.2 Vergleich der Bildungsstufen im Fachwissen untereinander 69
9.5.1.3 Vergleich der Bildungsstufen in der Erkenntnisgewinnung 70
9.5.2 Zusammenfassung
des
Entwicklungsaspektes
71
INHALTSVERZEICHNIS
V
9.6
Zusammenhang zwischen dem Interesse und dem Lernerfolg (H5) 72
9.6.1 Korrelationen in der Gesamtwertung aller Klassen 73
9.6.2 Korrelationen in den Klassenstufen 5 und 9 73
9.6.3 Zusammenfassung
der
Korrelationsmessungen des Interesses 73
9.7
Vergleich der Vermittlungsmethoden mit den Noten in Biologie (H6) 75
9.7.1 Vergleich der Gruppenmittelwerte in der Gesamtbetrachtung 75
9.7.2 Vergleich der Gruppenmittelwerte im Fachwissen 75
9.7.3 Vergleich der Gruppenmittelwerte in der Erkenntnisgewinnung 76
9.7.4 Zusammenfassung
der
Vergleiche mit Notenabhängigkeit 76
9.8
Weitere Ergebnisse der Studie 78
9.8.1 Vermittlung des Kompetenzbereiches Kommunikation 78
9.8.2 Häufigkeit des Experimentierens im Biologieunterricht 79
10
Diskussion der Ergebnisse
81
10.1 Analyse
des
Fragebogens 81
10.2 Überprüfung der Hypothesen 82
10.2.1 Hypothese 1 Vermittlung durch ein Unterricht 82
10.2.2 Hypothese 2 Fachwissenerwerb durch ein Schülerexperiment effektiver 83
10.2.3 Hypothese 3 Erkenntnisgewinnung durch ein Schülerexperiment
effektiver 84
10.2.4 Hypothese 4 Der Entwicklungsaspekt der Kompetenzen 85
10.2.5 Hypothese 5 Das Interesse wird durch ein Experiment überdeckt 85
10.2.6 Hypothese 6 Notenabhängigkeit der Vermittlungsformen 86
10.2.7 Hypothese 7 Wissensangleichung der Schüler n die der Studierenden 87
10.3 Übersicht über die Hypothesen 87
11 Ausblick
88
12 Danksagung
89
13 Erklärung
90
14 Literaturverzeichnis
91
15
Tabellen und Abbildungen
93
16 Anhang
95
1 ZUSAMMENFASSUNG
SEITE 1
1 Zusammenfassung
Diese Studie beschäftigt sich mit der Implementation der Bildungsstandards für
das Fach Biologie durch pflanzenphysiologische Experimente1. Die
Fragestellung ist dabei, ob sich diese Experimente eignen, die
Kompetenzbereiche der Bildungsstandards zu vermitteln. Es konnte gezeigt
werden, dass durch pflanzenphysiologische Experimente sowohl Kompetenzen
im Bereich Fachwissen, Erkenntnisgewinnung und Kommunikation vermittelt
werden können, als auch speziell durch Schülerexperimente bei Schülern2 mit
insgesamt schwächeren Leistungen im Fach Biologie, gemessen an der letzten
Zeugnisnote, die Kompetenzen gut entwickelt werden können. Ein
Frontalunterricht mit einem eingegliederten Lehrerexperiment spricht dabei vor
allem leistungsstarke Schüler an, leistungsschwächere Schüler jedoch nicht so
stark.
Das Experimentieren im Unterricht wird von den Schülern als interessant
angesehen und motiviert daher zum Mitarbeiten. Es konnte gezeigt werden, dass
das allgemeine Interesse am Fach Biologie durch ein Experiment im Unterricht
überdeckt werden kann, so dass weniger interessierte Schüler in Situationen mit
Experimenten ebenso gute Ergebnisse erzielen, wie sehr interessierte Schüler.
Dieser Vorzug des Experimentierens zeigte sich auch in einer frontalen
Unterrichtseinheit, in der ein Experiment eingebaut war, der durch die Lehrkraft
durchgeführt wurde. Durch das Experiment erhielt der Unterricht einen Anstoß,
der die Schüler zur Mitarbeit motivierte.
Das Schülerexperiment im pflanzenphysiologischen Bereich erwies sich in
dieser Studie als geeignet, um Standards aus den Kompetenzbereichen zu
vermitteln. Nachfolgend werden weitere Ergebnisse präsentiert und vor dem
Hintergrund der Bildungsstandards diskutiert.
1 In dieser Arbeit auch gleichbedeutend mit Versuch verwendet. Experiment: Zur Ermittlung eines
Sachverhaltes durch gezieltes eingreifen in ein System (
SAUERMOST
, 2000, Bd. 5, S. 295).
2 Im nachfolgenden Text wird aus Einfachheit und der Lesbarkeit ausschließlich die maskuline Anrede
verwendet. Gemeint sind Personen beiderlei Geschlecht. In Ausnahmen werden explizit Männer und
Frauen angesprochen.
2 EINLEITUNG ANLIEGEN DER ARBEIT
SEITE 2
2 Einleitung
In den beiden folgenden Unterkapiteln wird zum Anliegen der Arbeit und zu
ihrem Aufbau Stellung genommen, damit eine Übersicht zu dieser Studie
geschaffen wird.
2.1
Anliegen der Arbeit
Grundlage dieser Arbeit sind die neuen Beschlüsse der Kultusministerkonferenz,
welche von den naturwissenschaftlichen Fächern fordern, dass Schülern neben
einer inhaltlichen Dimension auch eine Handlungsdimension unterrichtet wird.
Die inhaltliche Dimension wird durch die Kompetenz Fachwissen und die
Handlungsdimension durch die Kompetenzen Erkenntnisgewinnung,
Kommunikation und Bewertung vermittelt (
KMK
, 2004a, S. 7
f
). Ab dem
Schuljahr 2005 / 2006 sind die Beschlüsse in Kraft getreten und stellen dem
Fach Biologie die Aufgabe, diese Kompetenzbereiche bis zur Mittleren Reife zu
vermitteln. Jedoch wird nicht explizit konkretisiert, an welchen Inhalten des
Curriculums und wie die Vermittlung der Kompetenzen methodisch
durchgeführt werden soll.
Experimente im Unterricht bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, den
Schülern naturwissenschaftliches Wissen und Handeln zu vermitteln. Im
Beschluss der Kultusministerkonferenz sind bereits Experimente im
Biologieunterricht vorgestellt worden und jeweils mit einem übersichtlichen
Erwartungshorizont dargestellt (siehe
KMK
, 2004, S. 19
ff
).
In Anlehnung an
SCHRÖDER
(2005), bei der eine Auswahl an
pflanzenphysiologischer Versuche zur Kompetenzvermittlung vorgestellt wird,
befasst sich diese Studie mit der praktischen Umsetzung eines exemplarisch
ausgesuchten Experimentes aus der oben genannten Auswahl. Hierbei wird die
Vermittlungsfähigkeit des Experimentes unter Berücksichtigung der
Kompetenzen und deren Standards überprüft.
Mit dem Ziel einer Eingliederung von pflanzenphysiologischen Experimenten in
den Biologieunterricht, werden zwei Formen des Experimentierens erprobt: Das
Schüler- und das Lehrerexperiment.
2 EINLEITUNG AUFBAU DER ARBEIT
SEITE 3
2.2
Aufbau der Arbeit
Beginnend mit Kapitel 3 wird der theoretische Bezugsrahmen erläutert, in dem
auch näher auf die schon genannten neuen Beschlüsse eingegangen wird.
Gezeigt wird, welche Kompetenzen dem Fach Biologie zugeschrieben werden,
und welche Standards es hierbei zu beachten gibt.
Der Bezug zum Experiment im Biologieunterricht wird dann nachfolgend
hergestellt. In Kapitel 4 wird daher über das Experimentieren im allgemeinem
gesprochen und die Möglichkeiten des Experimentierens aufgezeigt.
Das konkrete Thema des gewählten Experiments wird in dem folgenden Kapitel
5 vorgestellt. Neben dem fachlichen Hintergrund wird hier sowohl auf den
Erwartungshorizont des Experimentes eingegangen, in der gezeigt wird, welche
Standards durch das Thema vermittelt werden sollen, als auch auf die
Durchführung des Experimentes und der konkreten Aufgabenstellung für die
Schüler.
Die Ziele dieser Studie werden samt der Hypothesen in Kapitel 6 formuliert. In
diesem Teil werden somit Analysepunkte gesetzt, die mit der in Kapitel 7
gezeigten Methode erfasst werden sollen.
Das Kapitel 8 geht auf die Gruppen der Probanden ein. Die Experimente wurden
in einer Schule durchgeführt und zusätzlich nahmen Studierende der Christian
Albrechts Universität zu Kiel an der Studie teil.
Die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse wird aufgrund der sehr
großen Datenmenge in einem Kapitel Schritt für Schritt aufgeführt. Das Kapitel
9 stellt den Bezug zu den Hypothesen aus Kapitel 6 her.
In Kapitel 10 wird schließlich eine Diskussion weitere Daten aus dem
Fragebogen vorstellen und die Ergebnisse aus dem Kapitel 9 weiter
zusammenfassen.
Der Ausblick in Kapitel 11 schließlich soll die weiteren Möglichkeiten dieser
Studie aufzeigen und eventuelle Schwächen oder Stärken darstellen.
Mit der Danksagung und der Erklärung wird diese Arbeit beendet. Die dann
noch nachfolgenden Verzeichnisse über Literatur, Tabellen, Abbildungen und
der Anhang stellen das verwendete Material vor.
3 THEORETISCHER HINTERGRUND BESCHLÜSSE DER KMK SEITE 4
3 Theoretischer
Hintergrund
3.1
Beschlüsse der Kultusministerkonferenz
Die ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik
Deutschland (KMK) produziert Richtlinien mit dem grundsätzlichen Ziel der
Sicherung einer gemeinsamen und vergleichbaren Grundstruktur der
Bildungsgänge., welche für den Lehrer als ,,Leitfaden" für den Unterricht an
Schulen dient. Die durch die KMK veröffentlichten Beschlüsse sind für die
angesprochenen Einrichtungen bindend. Je nach Zielgruppe können hierbei
Schulen des Landes jedweder Art angesprochen werden, oder auch nur
bestimmte Fächer in ausgewählten Schulsystemen und Klassenstufen.
Grundlage dieser Arbeit ist der Beschluss vom 16.12.2004 über
Bildungsstandards im Fach Biologie für den Mittleren Schulabschluss.
3.1.1 Die Bildungsstandards
Angetrieben durch die Ergebnisse der internationalen Vergleiche der
Schülerleistungen in den Studien TIMSS (
T
hird
I
nternational
M
athematics and
S
cience
S
tudy), PISA (
P
rogramme for
I
nternational
S
tudent
A
ssessment) und
IGLU (
I
nternationale
G
rundschul
L
ese
U
ntersuchung), welche zeigten, dass
der Unterricht in Deutschland nicht zu den gewünschten Ergebnissen im
Bildungssystem führt, wurde über Verbesserungen des Unterrichts durch die
Einbindung zentraler Kompetenzen debattiert (
KMK
, 2004b, S. 5).
Die im Auftrag des Bildungsministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
verfasste Expertise zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards (siehe
KLIEME
et al, 2003) ist die Grundlage für die Einführung der Bildungsstandards
durch die KMK, welche bindend im Biologieunterricht einzugliedern sind. Der
Beschluss vom 16.12.2004 verpflichtet daher alle Länder Deutschlands ab dem
Schuljahr 2005/2006 diese Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss
als Grundlage für den Biologieunterricht zu übernehmen (
KMK
, 2004a, S. 3).
Durch die Bildungsstandards soll überprüfbar werden, ob zentrale Kompetenzen,
die in den vier Bereichen Fachwissen, Erkenntnisgewinnung, Kommunikation
und Bewerten erworben werden sollen, vermittelt und erreicht worden sind.
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