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„Quick“, „Twen“, „Tempo“ - Zeitschriften, die es nicht mehr gibt

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2007, 17 Pages
Author: Katharina Petzi
Subject: Communications - Media History

Details

Event: Zeitungen und Zeitschriften als Marke
Institution/College: University of Bamberg (Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft)
Tags: Zeitschriften, Zeitungen, Zeitschriften, Marke
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2007
Pages: 17
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V113646
ISBN (E-book): 978-3-640-14999-5
ISBN (Book): 978-3-640-15034-2
File size: 107 KB

Abstract

„Stern“, „Spiegel“ oder „Focus“ zählen mitunter zu den bekanntesten Zeitschriftentiteln in Deutschland. Neben diesen traditionsreichen Printmedien gibt es zahlreiche weitere Zeitschriften. Von Wirtschaftsmagazinen, Anzeigenblättern und Jugendzeitschriften über Fernsehzeitungen, Rätselzeitschriften oder Männermagazine bis hin zu Anzeigenblättern oder gar Gefangenenzeitungen – die Reihe der unterschiedlichen Zeitschriftenarten und -gattungen ist lang. Die, sei es in gedruckter Form oder auch online erscheinenden Presseprodukte bedienen jedes noch so außergewöhnliche Interesse der Leser. Wöchentlich tauchen am Kiosk und im Internet neue Titel auf, die sich dem schwierigen Wettbewerb der Medienbranche stellen müssen. Nicht wenige sind gezwungen, ihr Erscheinen wieder einzustellen. 2006 waren dies laut www.retromedia.com, einer Art „virtueller Friedhof der Medienbranche“, 83 Titel. Einige dieser Zeitschriften verschwinden spurlos vom Markt, ohne jemals von sich reden gemacht zu haben. Ganz anders die Titel, die in dieser Hausarbeit näher betrachtet werden sollen. Mit der Einstellung der „Quick“, „Twen“ und „Tempo“ verabschiedeten sich bekannte Namen vom Zeitschriftenmarkt, die noch heute, zum Teil über 37 Jahre (Twen) nach Erscheinen ihres letzten Heftes, weitgehend geläufig sind. Was die Besonderheit dieser drei Hefte ausmachte und wo mögliche Gründe dafür liegen, dass es dennoch zu einem Ende ihrer Auflage kam, soll im Folgenden untersucht werden.


Excerpt (computer-generated)

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft

Sommersemester 2007

HS

,,Zeitungen und Zeitschriften als Marke"

,,Quick", ,,Twen", ,,Tempo" ­

Zeitschriften, die es nicht mehr gibt


von

Katharina Petzi

Studienfächer:

Hauptfach:

Germanistik/ Schwerpunkt Journalistik

Nebenfach:

Romanistik (Italienisch)

Fachsemester 07





Inhaltsverzeichnis

1. Der bunte und bewegte Zeitschriftenmarkt 3

2. Die Zeitschrift ,,Quick" 4

2.1. Erste deutsche Illustrierte nach 1945 4

2.2. Der Verlag, Preise und Auflagenzahlen 4

2.3. Die Titelseite: Layout und Motive 5

2.4. Eine breit gefächerte Themenpalette 6

2.5. Die Charakteristika der Zeitschriftenmarke ,,Quick" 6

2.6. Mögliche Gründe für das Scheitern 7

3. Die Zeitschrift ,,twen" 9

3.1. ,,twen" ­ ein Kind der Sechzigerjahre 9

3.2. Der Verlag, Preise und Auflagenzahlen 9

3.3. Die Titelseite: Layout und Motive 9

3.4. Die Themen am Zeitgeist der ,,twens" 10

3.5. Die Charakteristika der Zeitschriftenmarke ,,twen" 10

3.6. Mögliche Gründe für das Scheitern 11

4. Die Zeitschrift ,,Tempo" 12

4.1. Eine Art ,,Erstes deutsches Lifestyle-Magazin" 12

4.2. Der Verlag, Preise und Auflagenzahlen 12

4.3. Die Titelseite: Layout und Motive 12

4.4. Themen aus Gesellschaft, Politik und Kultur 13

4.5. Die Charakteristika der Zeitschriftenmarke ,,Tempo" 13

4.6. Mögliche Gründe für das Scheitern 14

4.7. Ein einmaliges Comeback 14

5. Fazit: Kurzzeitiger Kultstatus kein Garant für langfristigen Erfolg 15

Literaturangaben: 16

2


1. Der bunte und bewegte Zeitschriftenmarkt

,,Stern", ,,Spiegel" oder ,,Focus" zählen mitunter zu den bekanntesten Zeitschriftentiteln in

Deutschland. Neben diesen traditionsreichen Printmedien gibt es zahlreiche weitere

Zeitschriften. Von Wirt-schaftsmagazinen, Anzeigenblättern und Jugendzeitschriften über

Fernsehzeitungen, Rätselzeitschriften oder Männermagazine bis hin zu Anzeigenblättern oder

gar Gefangenenzeitungen ­ die Reihe der unterschiedlichen Zeitschriftenarten und -gattungen

ist lang. Die, sei es in gedruckter Form oder auch online erscheinenden Presseprodukte

bedienen jedes noch so außergewöhnliche Interesse der Leser.

Wöchentlich tauchen am Kiosk und im Internet neue Titel auf, die sich dem schwierigen

Wettbewerb der Medienbranche stellen müssen. Nicht wenige sind gezwungen, ihr

Erscheinen wieder einzustellen. 2006 waren dies laut www.retromedia.com, einer Art

,,virtueller Friedhof der Medienbranche", 83 Titel.1

Einige dieser Zeitschriften verschwinden spurlos vom Markt, ohne jemals von sich reden

gemacht zu haben. Ganz anders die Titel, die in dieser Hausarbeit näher betrachtet werden

sollen. Mit der Einstellung der ,,Quick", ,,Twen" und ,,Tempo" verabschiedeten sich bekannte

Namen vom Zeitschriftenmarkt, die noch heute, zum Teil über 37 Jahre (Twen) nach

Erscheinen ihres letzten Heftes, weitgehend ge-läufig sind. Was die Besonderheit dieser drei

Hefte ausmachte und wo mögliche Gründe dafür liegen, dass es dennoch zu einem Ende ihrer

Auflage kam, soll im Folgenden untersucht werden.

1 Vgl. www.retromedia.de/?p=25

3


2. Die Zeitschrift ,,Quick"

2.1. Erste deutsche Illustrierte nach 1945

So breit gefächert und titelreich war der Zeitschriftenmarkt in Deutschland selbstverständlich

nicht immer. Um auf diesem hohen Sättigungsniveau anzugelangen, musste eine Reihe von

Ent-wicklungen zurückgelegt werden. Ein einschneidender Punkt in der deutschen

Pressegeschichte ist der Zusammenbruch des National-sozialismus 1945 und das damit

verbundene vorläufige Ende der deutschen Presse. Vom Wiederaufbau des Pressewesens,

über die Situation in der Presse nach der Wiedervereinigung bis hin zur Entwicklung der

neuen Medien im ,,online-Zeitalter" hat sich vieles getan.

Ganz zu Beginn dieser Entwicklungen, zum Zeitpunkt der Neuordnung der Presse nach dem

2. Weltkrieg, als die Besatzungsmächte nur zögerlich Lizenzen an deutsche Medien-vertreter

herausgaben,2 erscheint zum ersten Mal die Zeitschrift ,,Quick".

Dr. Theodor Martens und Dietrich Kenneweg gelang es am 5. März 1948 in langwierigen

Verhandlungen mit den alliierten Besatzungs-mächten die Lizenz zur Herausgabe einer

,,neuen deutschen Aktuellen Illustrierten"3 zu erwerben.

Nur zwei Monate später, am 25. April 1948, konnte die Leserschaft die erste Illustrierte nach

dem 2. Weltkrieg in der Hand halten, die aus deutscher Feder stammte. 4

2.2. Der Verlag, Preise und Auflagenzahlen

Die ,,Quick" - der Name steht womöglich in Verbindung mit der amerikanischen

Besatzungsmacht ­ wurde von der Leserschaft sehr gut angenommen. Schon am Ende des

ersten Erscheinungsjahres konnten Kenneweg und Martens eine Auflage von über 700 000

Exemplaren verzeichnen.5 18 Jahre lang war die ,,Quick" Eigentum des Verlages ,,Theodor

Martens & Co" der beiden Gründer Martens und Kenneweg bis sie in den Besitz des

,,Heinrich Bauer Verlages" überging.6

Die erste Ausgabe der Quick kostete 80 Reichspfennig, was nach der Währungsreform etwa

40 Pfennigen entsprach. Im Laufe der 44 Jahre, in der die Illustrierte erschien, gab es immer

2 Vgl. Pürer/Raabe, S. 91ff.

3 Lübkemann, S. 50.

4 Vgl. ebd.

5 Vgl. Lübkemann, S. 50.

6 Vgl. ebd., S. 70f.

4



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