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Hof und Stadt (1600 bis 1750) Würzburg

Scholary Paper (Seminar), 2002, 22 Pages
Author: Dana Bohlender
Subject: Art - Architecture / History of Construction

Details

Event: SE: Höfische und städtische Architektur in Deutschland 1500-1800
Institution/College: University of Marburg (Kunstgeschichtliches Institut)
Tags: Stadt, Würzburg, Höfische, Architektur, Deutschland
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 22
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V11406
ISBN (E-book): 978-3-638-17578-4
ISBN (Book): 978-3-638-69827-6
File size: 241 KB

Abstract

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Stadt Würzburg in den Jahren 1600 bis 1750. Für diesen Zeitraum soll untersucht werden, wie sich die Stadt architektonisch veränderte und warum. Wie dem Text von Kersten Krüger "Albrecht Dürer, Daniel Specklin und die Anfänge frühmoderner Stadtplanung in Deutschland" zu entnehmen ist, war die fortschreitende Entwicklung der Kriegstechnik Grund für die Modernisierung der Befestigungswerke. Dies ist nun ein Aspekt der städtebaulichen Veränderung. Ein anderer liegt im Machtzuwachs der Fürsten nach dem Dreißigjährigen Krieg. Ihnen wurde nun weitgehende Selbständigkeit mit eigener Gesetzgebung, Rechtsprechung und Steuerhoheit zugesprochen. Zur Darstellung dieses Machtzuwachses hielt man es zur damaligen Zeit für notwendig, daß sich der Fürst als Landesvater und Träger der Souveränität einen adäquaten Wohn- und Regierungssitz für sich und seinen Hofstaat bauen ließ mit dem dazugehörigen Rahmen zur Repräsentation seiner absolutistischen Herrschaft. Im Falle Würzburgs erfolgte dies durch Errichtung einer Residenz am Rande der Stadt. Diese blieb nicht ohne Veränderungen, die sich auf das Stadtbild insgesamt auswirkten. Außerdem sollen die Interessen und Aufgaben, die die Auftraggeber verfolgt haben, sowie ihre wirtschaftliche Situation einbezogen werden. Am Anfang steht die Geschichte Würzburgs, um aufzuzeigen, wie es ihr gelang, von einer mittelalterlichen Siedlung zu einer bedeutenden kulturellen Stadt heranzuwachsen. Voraussetzung dafür war natürlich auch ihre Lage, deren Beschreibung sich der Geschichte der Stadt anschließen wird. Die Bautätigkeit in Würzburg wird unter den Regierungsperioden der verschiedenen Fürstbischöfe dargelegt. Die Residenz soll abschließend gesondert betrachtet werden als ein Gesamtwerk der unterschiedlichen Regenten. Die Arbeit schließt mit einem Résumé.


Excerpt (computer-generated)

Hof und Stadt (1600 bis 1750) Würzburg

von Dana Bohlender



Gliederung:

1. Einleitung: S. 2

2. Erläuterung zur Historie 
und Geographie S. 3-5

2.1. Geschichte der Stadt S. 3-4

2.2 Lage der Stadt S. 4-5

3. Bautätigkeit unter : S. 5-16

3.1. Julius Echter von Mespelbrunn 1573-1617 S. 5-6

3.2. Johann Philipp von Schönborn 1642-1673 S. 6-7

3.3. Johann Philipp von Greiffenclau 1899-1769 S. 7

3.4. Johann Philipp Franz von Schönborn 1769-1724 S. 8-12

3.5. Friedrich Karl von Schönborn 1729-1746 S. 12-15

3.6. Philipp Karl von Greiffenclau 1749-1753 S. 16

4. Residenz S. 16-18

5. Résumé S. 18-19

Anhang:
1. Literaturverzeichnis S. 20



Einleitung:

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Stadt Würzburg in den Jahren 1600 bis 1750. Für diesen Zeitraum soll untersucht werden, wie sich die Stadt architektonisch veränderte und warum. Wie bereits im Seminar anhand des Textes von Kersten Krüger besprochen wurde, war die fortschreitende Entwicklung der Kriegstechnik Grund für die Modernisierung der Befestigungswerke. Dies ist nun ein Aspekt der städtebaulichen Veränderung.
Ein anderer liegt im Machtzuwachs der Fürsten nach dem Dreißígjährigen Krieg. Ihnen wurde nun weitgehende Selbständigkeit mit eigener Gesetzgebung, Rechtsprechung und Steuerhoheit zugesprochen. Zur Darstellung dieses Machtzuwachses hielt man es zur damaligen Zeit für notwendig, daß sich der Fürst als Landesvater und Träger der Souveränität einen adäquaten Wohn- und Regierungssitz für sich und seinen Hofstaat bauen ließ mit dem dazugehörigen Rahmen zur Repräsentation seiner absolutistischen Herrschaft. Im Falle Würzburgs erfolgte dies durch Errichtung einer Residenz am Rande der Stadt. Diese blieb nicht ohne Veränderungen, die sich auf das Stadtbild insgesamt auswirkten. Außerdem sollen die Interessen und Aufgaben, die die Auftraggeber verfolgt haben, sowie ihre wirtschaftliche Situation einbezogen werden. Am Anfang steht die Geschichte Würzburgs, um aufzuzeigen, wie es ihr gelang, von einer mittelalterlichen Siedlung zu einer bedeutenden kulturellen Stadt heranzuwachsen. Voraussetzung dafür war natürlich auch ihre Lage, deren Beschreibung sich der Geschichte der Stadt anschließen wird. Die Bautätigkeit in Würzburg wird unter den Regierungsperioden der verschiedenen Fürstbischöfe dargelegt. Die Residenz soll abschließend gesondert betrachtet werden als ein Gesamtwerk der unterschiedlichen Regenten. Diese Arbeit wird durch ein Résumé beschlossen.

Geschichte Würzburgs:

Eine keltische Fliehburg soll sich bereits um 1000 v. Chr. auf dem Marienberg befunden haben. Siedlungen auf rechtsmainischem Gebiet sollen hingegen erst nach der fränkischen Landnahme entstanden sein. Im 7. Jahrhundert wurde sie Sitz eines von Merowingern errichteten Herzogtums. Das Bistum Würzburg wurde 741/742 von Bonifatius gegründet und der Kirchenprovinz Mainz unterstellt, dessen Bischöfe 1030 das Münz-, Zoll- und Marktrecht von Kaiser Konrad II. verliehen bekamen. Zahlreiche königliche Schenkungen begünstigten den allmählichen Ausbau der Landeshoheit (Hochstift) bis Mitte des 13. Jahrhunderts. Seit dieser Zeit kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Bürgerschaft und den Bischöfen, die erst 1400 mit einer Niederlage der Bürger in der Schlacht von Bergtheim endete. Eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit stellt zunächst die Regierungszeit des Fürstbischofs von Scherenberg dar, unter dem auch der Bildschnitzer Tilman Riemenschneider wirkte. Auf diese soll aber nicht weiter eingegangen werden. Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617) gründete die Universität (1528) und ließ die im 13. Jahrhundert erbaute Burg auf dem Marienberg zur Festung ausbauen. Trotz dieser Ausbaumaßnahmen werden Festung und Stadt 1631 von Gustav Adolf erobert. 1633 werden die Hochstifte Würzburg und Bamberg als "Herzogtum Franken" schwedisches Lehen. Es folgt eine Epoche der Zwischenregierung, doch bereits im Jahre 1635 wurde Würzburg unter Fürstbischof Franz von Hatzfeld wieder zurückerobert. Johann Philipp von Schönborn wurde im Jahre 1642 sein Nachfolger. Er ließ die Festung weiter ausbauen und um die Stadt neuzeitliche Bastionen anlegen. Diese Baumaßnahmen markieren den Anfang der Würzburger Stadtentwicklung, die hier vorgestellt werden soll. Eine zweite kulturelle Blüte erlebte Würzburg unter den Fürstbischöfen Johann Philipp Franz und Friedrich Karl von Schönborn in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Unter beiden Regenten beschäftigte sich Balthasar Neumann einerseits mit dem Bau der Residenz, deren Grundstein 1720 gelegt wurde und die zu einem Hauptwerk des deutschen Barock gezählt wird. Zum anderen überarbeitete er aber auch die Infrastruktur Würzburgs, die Wasserversorgung, den Ausbau von Prachtstraßen u.v.m. Er setzte sich also intensiv mit der Anpassung des Stadtbildes an neuzeitliche Verhältnisse auseinander. Nach der Säkularisation 1802 fiel Würzburg an Kurbayern.

Lage der Stadt:

[...]

 


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