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Termpaper, 2002, 36 Pages
Author: Daniela Weller
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Institute: IHK Zwickau
Tags: Möglichkeiten, Grenzen, Zeitarbeit, Beschäftigungsform, Arbeitsmarkt, Sicht, Anbieter, Abnehmer, Arbeitnehmer, Betriebswirt-Lehrgang
Year: 2002
Pages: 36
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-17590-6
File size: 326 KB
Diese Projektarbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit den Grundlagen und Funktionsweisen der Zeitarbeit und deren gesetzlichen Hintergründen. In einem weiteren Schwerpunkt wird zusätzlich auf die Bedeutung von Zeitarbeit für den Arbeitsmarkt eingegangen und dargestellt, welche Chancen Zeitarbeit bieten kann. Die damit verbundenen ökonomischen Aspekte von Zeitarbeit sollen ebenfalls berührt werden.
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Excerpt (computer-generated)
Daniela Weller
Thema:
Möglichkeiten und Grenzen der Zeitarbeit
als Beschäftigungsform im Arbeitsmarkt
aus der Sicht der Anbieter, Abnehmer und Arbeitnehmer
Inhalt:
Diese Projektarbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit den Grundlagen und Funktionsweisen der Zeitarbeit und deren gesetzlichen Hintergründen.
In einem weiteren Schwerpunkt wird zusätzlich auf die Bedeutung von Zeitarbeit für den Arbeitsmarkt eingegangen und dargestellt, welche Chancen Zeitarbeit bieten kann. Die damit verbundenen ökonomischen Aspekte von Zeitarbeit sollen ebenfalls berührt werden.
Die Bedeutung der Zeitarbeit im Zusammenhang mit der EU wird hier nur nebenbei Erwähnung finden. Das gleiche gilt für die Erwähnung des Hartz-Konzeptes im Zusammenhang mit der Zeitarbeit.
Ziel dieser Projektarbeit ist es, Zeitarbeit verständlich zu erläutern und mögliche Vorurteile abzubauen oder zu unterstreichen. Des weiteren soll die Rolle der Zeitarbeit als zukünftige Beschäftigungsform im Arbeitsmarkt herausgestellt werden.
INHALTSVERZEICHNIS
1. Definition und rechtliche Rahmenbedingungen
1.1 Begriffsklärung
1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
1.2.1 Nicht gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung
1.2.2 Gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung
2. Aufbaustruktur der Zeitarbeit
2.1 Die Bundesanstalt für Arbeit als Erlaubnis- u. Kontrollbehörde
2.1.1 Eindämmung und Missbrauch der Zeitarbeit
2.2 Die Beziehung des Zeitarbeitsunternehmens zum Zeitpersonal
2.2.1 Arbeitsvertragliche Verpflichtungen
2.2.2 Schutz der Zeitarbeiter
2.2.3 Gewerkschaftliche Position
2.3 Die Beziehung des Verleihers zum Entleiher
2.3.1 Arbeitnehmerüberlassungsvertrag
2.3.1.1 Überlassungsdauer in Verbindung mit dem Job-AKTIV-Gesetz
2.4 Die Beziehung des Entleihers zum Zeitpersonal
2.4.1 Arbeitsvertragliche Elemente der Überlassungsbeziehung
2.5 Die Beziehung des Entleihers zur Krankenkasse
2.5.1 Krankenkassen als Kontrollorgane
3. Ökonomische Betrachtungsweise der Arbeitnehmerüberlassung
3.1 Der Zeitarbeitnehmer
3.2 Der Entleiher
3.3 Chancen und Risiken der Zeitarbeit
3.3.1 Kritische Bewertung aus Sicht des Entleihers und des Zeitpersonals
3.3.2 Fehlzeiten als Störgröße der Personalbedarfsplanung
3.3.3 Konzentration auf das Kerngeschäft
3.3.4 Risikoreduktion und Kosteneinsparung
3.3.5 Negative Einflussfaktoren
3.3.6 Erfolgsfaktoren für den Einsatz von Zeitpersonal
3.3.7 Perspektive der Zeitarbeiter
3.3.7.1 Psychologische Aspekte der Zeitarbeit
4. Daten zur Zeitarbeit in Deutschland
4.1 Bedeutung der Zeitarbeit für den deutschen Arbeitsmarkt
4.2 Zeitarbeit im Zusammenhang mit dem Hartz-Konzept
4.2.1 Branchentarifvertrag für die Zeitarbeit
5. Zeitarbeit in der EU
5.1 Leitbild der EU-Richtlinie
6. Zusammenfassung und Schlussbemerkungen
Literaturverzeichnis
Arbeitsgesetzbuch
59. Auflage 2001 (AÜG) Beck-Texte im dtv
Flexibilisierung betrieblicher Arbeitsmärkte
Rainer Hampp Verlag, München 2002 Dr. Ulrich Schenk
Zeitarbeit-Chancen und Risiken einer modernen Beschäftigungsvariante
IHK/DIHT, 2. Auflage Berlin 2001 Florian Ditges
1. http://www.arbeitsamt.de
2. http://www.statistik-bund.de
3. http://www.ard.de
4. http://www.zeitarbeit-online.de
5. http://www.bza.de
6. http://www.bfa.de
1. Definition der Zeitarbeit und deren rechtliche Rahmenbedingungen
1.1 Begriffsklärung
Zeitarbeit ist eine Beschäftigungsform, die in deutschen Unternehmen in den letzten Jahren verstärkt eingesetzt wird. Vor dem Hintergrund der Bemühungen von Unternehmen zu einer stärkeren Flexibilisierung ihrer Personalbestände wird diesem Konzept für die Zukunft eine stark ansteigende Bedeutung prognostiziert.
Kennzeichnend für die Zeitarbeit (Personalleasing, Arbeitnehmerüberlassung) ist ein Dreiecksverhältnis zwischen Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher, Personalleasinggeber), Zeitarbeiter (Leiharbeiter, Leasingpersonal) und Entleiher (Personalleasingnehmer). Der Arbeitsvertrag mit allen resultierenden Haupt- und Nebenpflichten wird zwischen dem Zeitarbeitsunternehmen und dem Zeitarbeiter abgeschlossen. Im Rahmen eines Arbeitnehmerüberlassungsvertrages verleiht das Zeitarbeitsunternehmen gegen eine Vergütung für maximal 24 Monate seine Zeitarbeiter an einen Entleiherbetrieb. Dort wird der Zeitarbeiter in den Betriebsablauf eingegliedert. Das aufgabenbezogene Weisungsrecht geht auf den Entleiher über und der Zeitarbeiter muss seinen Weisungen Folge leisten. Zugleich treffen den Entleiher wegen der Eingliederung in die Betriebsgemeinschaft ähnliche Fürsorgepflichten wie für seine Stammbelegschaft. Insoweit spricht man auch vom Bestehen eines "fiktiven Arbeitsvertrags" zwischen Entleiher und Zeitarbeiter. Den rechtlichen Rahmen bildet das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) von 1972 mit seiner letzten Novellierung im Jahr 1997 bzw. 2001.
1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
Für den Gesetzgeber stellte sich das Regelungsproblem. Einerseits mussten den Unternehmen im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit personalbezogene Dispositionsspielräume ermög-licht werden, andererseits sollte aber im Sinne des Schutzes der Arbeitnehmer eine zu starke Abschaffung der für traditionelle Beschäftigungsverhältnisse gültigen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen verhindert werden. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz als zentrale rechtliche Basis des Personalleasings ist das Ergebnis dieser Regelungsbemühung. In einer grundsätzlichen Unterscheidung ist zunächst einmal in nicht gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung und gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung zu differenzieren.
1.2.1 Nicht gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung
Nicht gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung liegt vor, wenn ein Unternehmen bei Auftragsmangel zur Vermeidung von Kurzarbeit oder Entlassungen temporär einzelne Mitarbeiter einem anderen Unternehmen überlässt, von dem sie dann auch bezahlt werden. Diese Option steht gem. Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigen offen. Voraussetzung dafür ist, dass die Überlassungsdauer 12 Monate nicht überschreitet und die Überlassung vorher schriftlich dem zuständigen Landesarbeits-amt angezeigt wird. Die Praxis spricht in diesem Fall auch von der sogenannten "Kollegenhilfe".
1.2.2 Gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung
Gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung liegt dagegen vor, wenn es Geschäftszweck eines Unternehmens ist, seine Mitarbeiter systematisch an andere Unternehmen zu verleihen.
2. Aufbaustruktur der Zeitarbeit
Die Konstruktion des Personalleasings ist im Überblick in der nachfolgenden Abbildung dargestellt. Aus ihr gehen auch alle Beteiligten und ihre Beziehungen zueinander hervor. Diese Beziehungen dienen im folgenden auch als Rahmen für die näheren Erläuterungen.
[...]
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