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Anwendungsintegration

Subtitle: Methoden, Konzepte und aktuelle Entwicklungen

Termpaper, 2008, 32 Pages
Author: Tim Stettner
Subject: Computer Science - General

Details

Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 32
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 21  Entries
Language: German
Archive No.: V115033
ISBN (E-book): 978-3-640-16315-1
ISBN (Book): 978-3-640-16499-8
File size: 171 KB

Abstract

Diese Arbeit soll einen Überblick über Methoden und Konzepte zur Anwendungsintegration bieten. Dabei richtet sich der Fokus auf die Grundlagen, die dem grundsätzlichen Verständnis dienen, sowie auf die aktuellen Entwicklungsansätze. Technologische Umsetzungen der vorgestellten Konzepte und eingesetzte Produkte werden in dieser Ausarbeitung nicht berücksichtigt. Vielmehr soll sie bei der objektiven Bewertung des für den Anwendungsfall richtigen Integrations-Vorgehens helfen. [...]


Excerpt (computer-generated)

FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management

Neuss

Berufsbegleitender Studiengang zum

Dipl.-Wirtschaftsinformatiker (FH)

6. Semester

Hausarbeit zum Thema
Anwendungsintegration
Methoden, Konzepte und aktuelle
Entwicklungen

Autor:
Tim Stettner

Neuss, im Juni 2008

 


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1 Einführung in die Arbeit 1
1.1 Motivation der Anwendungsintegration 1
1.2 Motivation dieser Arbeit 2
1.3 Abgrenzung und Begriffsklärung 3
1.3.1 EAI vs. Anwendungsintegration 3
1.3.2 A2A vs. B2B 3
2 Anwendungsintegration 4
2.1 Hintergrund, Zielsetzung und heutige Bedeutung 4
2.1.1 Historische Entwicklung 4
2.1.2 Zielsetzung der Anwendungsintegration 4
2.1.3 Stand heute 7
2.2 Middleware 8
2.3 Methoden der Anwendungsintegration 8
2.3.1 Integration über Benutzerschnittstellen 9
2.3.2 Integration über Funktionsaufrufe 10
2.3.3 Integration über Datenbanken 10
2.3.4 Integration über Komponenten 11
2.3.5 Wann hilft welche Methode? 12
2.4 Topologien der Anwendungsintegration 13
2.4.1 Punkt-zu-Punkt-Verbindungen 13
2.4.2 Hub-and-Spokes 14
2.4.3 Bus-Systeme 15
2.5 Integrationskonzepte 16
2.5.1 Datenintegration 16
2.5.2 Enterprise Application Integration (EAI) 17
2.5.3 Service Oriented Architecture (SOA) 20
2.6 SOA vs. EAI 22
3 Fazit und Ausblick 24
4 Literaturverzeichnis 26

 


Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Die Einteilung eines betrieblichen Informationssystems in drei Schichten 9
Abbildung 2 : Integration über die Benutzerschnittstelle 9
Abbildung 3 : Integration über Funktionsaufrufe 10
Abbildung 4 : Integration über föderierte Datenbanken 11
Abbildung 5 : Integration über gemeinsame Datenbanken 11
Abbildung 6 : Skizze einer Punkt-zu-Punkt-Integration 13
Abbildung 7 : Hub-and-Spokes-Integration 14
Abbildung 8 : Bus-Integration 15
Abbildung 9 : Schematischer Aufbau einer SOA 21

 


1 Einführung in die Arbeit

Im Umfeld der Unternehmensanwendungen sind Begriffe wie ,,Service-orientierte Architektur" (SOA) und ,,Enterprise-Service-Bus" (ESB) derzeit in aller Munde.

Der zugrunde liegende Gedanke der Anwendungsintegration ist aber keinesfalls neu. Mit den vielzähligen Technologien, Konzepten und Standards wird das Bestreben unterstützt, verschiedene Anwendungen, die nicht für eine Zusammenarbeit entworfen worden sind, in gemeinsame Abläufe zu integrieren. Schließlich und endlich geht es immer wieder um den Datentransfer von einer Anwendung zu einer anderen.

1.1 Motivation der Anwendungsintegration

Der Einsatz von Informationstechnologie ist bereits seit langer Zeit ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Organisationen. In den Arbeitsabläufen von Industrie-Unternehmen, Behörden etc. unterstützen IT-Systeme die Arbeit der Menschen oder automatisieren Vorgänge. Allerdings arbeiten die wenigsten Systeme völlig autark und unabhängig von anderen. Die Zusammenarbeit kann sich darauf beschränken, dass Anwendungslogik, die einmal entwickelt wurde, an anderer Stelle wieder benutzt wird. Sie kann sich aber auch bis zur Ausgestaltung fachlicher Prozesse entlang der kompletten Wertschöpfungskette erstrecken.1 Die Schnittstellen-Landschaften sind dabei ein jeweils historisch gewachsenes Ergebnis, mit dem spezifische Integrationsanforderungen erfüllt worden sind.

Ohne zentrale Koordination und durch die Verwendung verschiedenster Technologien ist hier an vielen Stellen die Wartung und Anpassung zu einer sehr komplexen Aufgabe geworden. In jüngerer Zeit haben sich zur Lösung dieser Problematik ganzheitliche Ansätze entwickelt.2

1 Vgl. Fischer, S., Tiedemann, M. (2006), S. 812 ff.
2 Vgl. Kaib, M. (2002), S. 2.

 


1.2 Motivation dieser Arbeit

Durch die historisch gewachsene Zahl von Alternativen ergibt sich heute oftmals das Problem der Auswahl des richtigen Integrationskonzepts für die jeweilige betriebliche Anwendungslandschaft.

Es liegt in der Natur der Sache, dass neuere Konzepte und Technologien viele Möglichkeiten und Vorteile im Vergleich zu den älteren mitbringen. Dies ist im Wesentlichen darin begründet, dass sie dazu entwickelt wurden, immer komplexere Szenarien zu bewältigen.3

Dieser Umstand bedeutet jedoch nicht, dass der Einsatz der neuesten Entwicklungen in jeder Situation die richtige Lösung ist. Jede Variante hat dabei Vor- und Nachteile, die sie zur einzigen brauchbaren Möglichkeit, aber unter anderen Bedingungen auch unbrauchbar machen können.

Die Auswahl an Möglichkeiten kann auch zu Problemen führen. Es ist keine einfache Aufgabe, für das individuelle Integrations-Problem bzw. die Schnittstelle, die man gerade entwerfen muss, die optimale Methode und Technologie zu finden.

Die Beantwortung dieser Fragen erfolgt in der Praxis zumeist äußerst subjektiv. Man orientiert sich beispielsweise an

- bisher im Unternehmen bereits erfolgreich eingesetzten Vorgehensweisen, ohne neue Entwicklungen zu berücksichtigen,

- aktuellen Trends, wobei man hier ggf. Nachteile im erhöhten Evaluierungs- und Implementierungs-Aufwand in Kauf nimmt,

- der Meinung und der favorisierten Vorgehensweise externer Berater,

- den ,,out-of-the-box" mitgelieferten Bordmitteln von eingesetzten ERP-Systemen (Bsp.: SAP Netweaver-Plattform, Oracle Fusion).

Diese Arbeit soll einen Überblick über Methoden und Konzepte zur Anwendungsintegration bieten. Dabei richtet sich der Fokus auf die Grundlagen, die dem grundsätzlichen Verständnis dienen, sowie auf die aktuellen Entwicklungsansätze. Technologische Umsetzungen der vorgestellten Konzepte

3 Vgl. Melzer, I. et al. (2007), S. 2.

 


und eingesetzte Produkte werden in dieser Ausarbeitung nicht berücksichtigt. Vielmehr soll sie bei der objektiven Bewertung des für den Anwendungsfall richtigen Integrations-Vorgehens helfen.

1.3 Abgrenzung und Begriffsklärung

1.3.1 EAI vs. Anwendungsintegration

Im täglichen Sprachgebrauch wird ,,Enterprise Application Integration" (EAI) zuweilen als Oberbegriff über alle Varianten der Integration von Anwendungen gebraucht (z.B. als Bezeichnung ,,EAI Competence Center" innerhalb einer Unternehmens-Organisation). Vom Begrifflichen her ist dagegen auch nichts einzuwenden. In der historischen Entwicklung wird mit dem Begriff EAI allerdings ein noch recht aktueller Evolutionsstand bei den Integrationskonzepten verbunden. So steht bei tatsächlichen EAI-Lösungen die so genannte Hub-and-Spokes-Architektur (,,Nabe und Speichen") im Mittelpunkt, um Anwendungen miteinander zu verbinden und Informationsflüsse im Unternehmen zu beschleunigen.4 Diese Bedeutung wird auch im Rahmen dieser Arbeit verwendet.

Auf EAI als Integrationskonzept wird im Kapitel 2.5 näher eingegangen. Als Oberbegriff für alle Varianten der Integration wird der allgemeinere Begriff ,,Anwendungsintegration" gebraucht.

1.3.2 A2A vs. B2B

Unter der genannten Voraussetzung, dass der Begriff der Anwendungsintegration als Oberbegriff verwendet wird, ist zu unterscheiden zwischen der reinen Integration von stattfindenden Geschäftsabläufen über Anwendungen innerhalb eines Unternehmens sowie der Integration von ganzheitlichen Geschäftsprozessen entlang einer Wertschöpfungskette, an denen verschiedene Unternehmen und deren Anwendungen beteiligt sind. Bei der ersten spricht von einer Integration ,,A2A" (Application to Application), letztere sind unter dem Akronym ,,B2B" (Business to Business) einzuordnen und damit auch der Kern des Electronic Business. 5

4 Vgl. Keller, W. (2002), S. 6 f.
5 Vgl. Lebender, M. et al. (2003), S. 11, 23.

 



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