Scholary Paper (Seminar), 2007, 19 Pages
Author: B. Sc. Dorothee Feuerhake
Subject: Agrarian Studies
Details
Institution/College: University of Göttingen (Institut für Agrarökonomie)
Tags: GASP, Seminar, Markt-, Preispolitik
Year: 2007
Pages: 19
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-18021-9
ISBN (Book): 978-3-640-18026-4
File size: 121 KB
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Abstract
Diese Arbeit hat die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der Europäischen Union zum Thema. Dabei soll zunächst auf die Entwicklung dieser Politik eingegangen werden, im nächsten Schritt werden dann die Ablaufprozesse und die Organisation dieses Politik-bereichs inklusive der Beteiligten erläutert. Abschließend soll auf bestehende Problembereiche und Konflikte im Zusammenhang mit diesem Bereich der Europäischen Union in der Vergangenheit und Gegenwart eingegangen werden, es sollen jedoch auch Möglichkeiten und Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt werden. Einleitend jedoch einige Worte zum Begriff „Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik“: Dieser Begriff ist die Bezeichnung für die unter Titel V des Vertrages über die Europäische Union (EUV) näher beschriebene Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten in diesen Bereichen (WICKEL ET. AL 2005: 376). Diese Politik bildet die zweite Säule in der Tempelstruktur der Europäischen Union (HERDEGEN 2004: 405).
Excerpt (computer-generated)
Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Agrarökonomie
Seminararbeit im Rahmen des Moduls:
Markt- und Preispolitik
Thema:
Die GASP der EU
WS 2006/2007
Abgegeben von:
Dorothee Feuerhake
Abgabetermin: 20.12.2006
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Entwicklung der GASP 3
2.1 Entwicklung bis 1945 3
2.2 Entwicklung nach 1945 4
2.2.1 Westunion 4
2.2.2 NATO und EVG 4
2.3 Entwicklungen seit den Römischen Verträgen 5
2.3.1 Fouchet-Plan 5
2.3.2 Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ) 5
2.3.3 Einheitliche Europäische Akte (EEA) 5
2.3.4 Verträge von Maastricht und Amsterdam 6
2.3.5 Vertrag von Nizza 6
3 Aufgaben, Instrumente und Akteure des GASP 6
3.1 GASP in der Struktur der drei Säulen 6
3.2 Ziele der GASP 7
3.3 Beschlussfassung und Beteiligung der Organe 7
3.3.1 Beteiligung des Europäischen Rates 8
3.3.2 Beteiligung des Rates 8
3.3.3 Beteiligung der Kommission 9
3.3.4 Beteiligung des Parlaments 9
3.3.5 Hoher Vertreter für die GASP 10
3.3.6 Politisches Komitee 10
3.3.7 Rechnungshof 11
3.3.8 Europäischer Gerichtshof 11
3.3.9 weitere Institutionen der GASP 11
3.4 Handlungsformen 11
3.4.1 gemeinsame Standpunkte 11
3.4.2 Gemeinsame Aktionen 12
3.4.3 Gemeinsame Strategien 12
3.4.4 Verstärkte Zusammenarbeit 12
4 Problemfelder, Möglichkeiten und Perspektiven der GASP 13
4.1 Problemfelder 13
4.1.1 Verteidigung 13
4.1.2 Außenvertretung 13
4.1.3 Völkerrechtssubjektivität 13
4.1.4 Golf-Konflikt 13
4.2 Möglichkeiten und Perspektiven 14
4.2.1 Verfassungsentwurf 14
4.2.2 deutsche Ratspräsidentschaft 15
5 Zusammenfassung 16
6 Literatur 17
6.1 Literaturverzeichnis 17
6.2 Internetquellen 17
2
1 Einleitung
Diese Arbeit hat die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der Europäischen
Union zum Thema. Dabei soll zunächst auf die Entwicklung dieser Politik eingegangen wer-
den, im nächsten Schritt werden dann die Ablaufprozesse und die Organisation dieses Politik-
bereichs inklusive der Beteiligten erläutert. Abschließend soll auf bestehende Problemberei-
che und Konflikte im Zusammenhang mit diesem Bereich der Europäischen Union in der
Vergangenheit und Gegenwart eingegangen werden, es sollen jedoch auch Möglichkeiten und
Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt werden. Einleitend jedoch einige Worte zum Begriff
,,Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik": Dieser Begriff ist die Bezeichnung für die un-
ter Titel V des Vertrages über die Europäische Union (EUV) näher beschriebene Zusammen-
arbeit der Mitgliedsstaaten in diesen Bereichen (WICKEL ET. AL 2005: 376). Diese Politik
bildet die zweite Säule in der Tempelstruktur1 der Europäischen Union (HERDEGEN 2004:
405).
2 Entwicklung der GASP
2.1 Entwicklung bis 1945
Erste Gedanken zur Einheit Europas betrafen die Friedenssicherung in Europa. Da- hinter
steckten vor allem Eigeninteressen wie die Wiedergewinnung des Heiligen Landes oder Ab-
wehr von Gefahren; diese Ideen reichten bis zu Immanuel Kants ,,Zum ewigen Frieden"
(1795) und Victor Hugos ,,Vereinigten Staaten von Europa" (1849) (STREINZ 2001: 5). Im
20. Jahrhundert wurden diese Europaideen weiterentwickelt. Der erste Weltkrieg jedoch stell-
te einen Einschnitt dar und ließ diese Gedanken für einige Zeit ruhen. Im Jahre 1929 entwi-
ckelte der französische Außenminister Aristide Briand einen Europaplan, das sog. ,,Briand-
Memorandum", an dem auch der deutsche Außenminister Gustav Stresemann mitwirkte. Die-
ser Plan schlug die Einrichtung eines Sicherheitssystems in Europa vor, also eine Zusammen-
arbeit der europäischen Staaten auf diesem Gebiet, jedoch konnte sich dieser Plan schließlich
nicht durchsetzen (GÜTT 2003: 26). Eine weitere Bewegung für ein geeintes Europa war die
Paneuropa-Bewegung, die von Graf Richard Coudenhove-Kalergi initiiert wurde, und großen
Anklang fand. Dieser Paneuropa-Bewegung lag die Idee der Gründung der Vereinigten Staa-
ten von Europa zugrunde, vor allem mit dem Ziel der Friedenssicherung, wobei diese Idee
jedoch auf den Weltfrieden ausgedehnt wurde und schließlich in der Gründung des Völker-
1 Die Struktur der EU beruht auf einer sog. Tempelkonstruktion mit drei Säulen. Die erste Säule beinhaltet die
Europäische Gemeinschaft (EG), die zweite Säule die GASP und die dritte Säule Polizeiliche und justizielle
Zusammenarbeit in Strafsachen (PJZS).
3
bundes mündete (STREINZ 2001: 6). Ein erneuter Einschnitt in die Gedanken zu einem ge-
einten Europa folgte durch den Zweiten Weltkrieg.
2.2 Entwicklung nach 1945
Die Paneuropäische Bewegung hatte den Zweiten Weltkrieg überlebt und ihre Anhänger
schlossen sich in den europäischen Bewegungen der Nachkriegszeit zusammen, wie bei-
spielsweise der Europäischen Union der Föderalisten, der Europa-Union in den einzelnen
Staaten usw. (STREINZ 2001: 6). Der britische Premierminister Sir Winston Churchill hielt
am 19.September 1946 eine sehr berühmte Rede vor der Universität Zürich, in der er die Idee
der ,,Neugründung der Europäischen Familie", insbesondere eine Partnerschaft zwischen
Deutschland und Frankreich, aufgreift (GÜTT 2003: 26). In der folgenden Zeit wurden im
militärischen und verteidigungspolitischen Bereich mehrere Organisationen gegründet.
2.2.1 Westunion
Zu nennen sind hierbei vor allem die Westeunion, die spätere Westeuropäische Union
(WEU), die im Jahre 1947 gegründet wurde, jedoch in ihrer gegenwärtigen Gestalt auf den
Vertrag von Brüssel von 1954 zurückgeht (HERDEGEN 2004: 427). Die Westunion existierte
zunächst selbstständig neben den Europäischen Gemeinschaften, wurde aber im Laufe der
Zeit immer näher an die Europäische Union herangeführt und durch die Vertrag von Maast-
richt, die Petersberg-Erklärung über humanitäre Hilfe und Konfliktbewältigung, die in den
Vertrag von Amsterdam übernommen wurde, immer tiefer in die Europäische Union integ-
riert. Diese Integrationsbemühungen mündeten im Vertrag von Nizza schließlich darin, dass
Teilbereiche der WEU auf die Europäische Union übertragen wurden, andere liefen aus, so
dass die WEU mehr oder weniger in die EU überführt wurde (GÜTT 2003: 27).
2.2.2 NATO und EVG
Weitere wichtige Zusammenschlüsse auf europäischer Ebene im Bereich der Außen- und Si-
cherheitspolitik sind der Nordatlantikpakt (NATO), der im Jahre 1949 gegründet wurde, und
die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG). Die EVG wurde von den Mitgliedern der
Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) initiiert, um die Verteidigungspoli-
tik der Länder zu stärken. Der Vertrag zur Errichtung der EVG wurde am 27.Mai 1952 von
den Mitgliedsstaaten der EGKS unterzeichnet, scheiterte jedoch zwei Jahre später, da sich die
französische Nationalversammlung im Ratifikationsverfahren gegen das Ziel der Schaffung
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