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Subtitle: Über Schwierigkeiten im bewussten Umgang mit dem allgegenwärtigen Fernsehen und dessen psychosoziale Auswirkungen
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2007, 34 Pages
Author: Eric Wallis
Subject: Communications: Movies and Television
Details
Institution/College: Ernst Moritz Arndt University of Greifswald (Institut für Deutsche Philologie)
Tags: Kritik, Fernsehens, Mobile, Media
Year: 2007
Pages: 34
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 36 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-18498-9
ISBN (Book): 978-3-640-18506-1
File size: 231 KB
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Abstract
In den nächsten Jahren soll - glaubt man den Handyherstellern und Medienproduzenten – das Fernsehen auf dem Handy durchgesetzt werden. Diese neue Technik birgt sehr großes Potential, welches sich bisher in durchweg positiven Erwartungen und Analysen niederschlägt. „Doch jede positive Seite hat auch eine Kehrseite. Das gilt nicht nur für das Mobiltelefon, sondern allgemein für den Gebrauch von Technik. Es bringt nämlich nicht nur negative oder positive Effekte, sondern im Sinne einer ‚Hypothese dualer Effekte’ beides mit sich.“ Darum soll mit der vorliegenden Arbeit dieses Immer und Überall des Fernsehens auf seine Kehrseite hin untersucht werden. Die vielfältigen Auswirkungen der Hybris Fernsehen- Mobiltelefon sind zurückzuführen auf diverse sich gegenseitig beeinflussende Faktoren. Viele der folgenden Feststellungen sind deshalb sehr stark ineinander verzahnt, aufeinander aufbauend bzw. auseinander resultierend, was die Abgrenzung der Teilthemen erschwerte. In Verbindung mit der Beschreibung menschlicher Handlungen werden im Folgenden oft die Pronomen uns und wir gebraucht werden, weil die Verwendung von Phrasen wie „die Menschen“ oder „menschliche Individuen“ aufgrund ihrer unangebrachten Ferne abzulehnen sind, wenn es um Medien und Kommunikation geht, und nicht zuletzt auch, weil der Autor sich bezüglich der dargestellten Phänomene nicht ausschließen darf. Die Mittel der Argumentation setzen sich aus philosophischen, psychologischen, neuropsychologischen, sprach-, kommunikations-, und populärwissenschaftlichen sowie künstlerischen Ansätzen zusammen. Vor allem die beiden Letztgenannten sind eher unkonventionelle Hilfsmittel beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Durch ihre besondere Eignung und Nähe zur Thematik allerdings, die nicht nur aus dem Fehlen von Berührungsängsten besteht, möchte ich mich hier ihrer bedienen, auf dass sie durch ihren Drang zu praktischer Veranschaulichung dem Verständnis dienen und - natürlich - der Argumentation nützen. Außen vor werde ich lassen die verschiedenen Arten von mobile-TV, die sich auch in der Entwicklung immer neuer Standards der technischen Realisation äußern. Gehen soll es hier um die pure Paarung des mit Abstand persönlichsten Gegenstands des Menschen, den die Industrie seit Jahren hervorgebracht hat mit dem immer noch wichtigsten Medium der Massenkommunikation für die öffentlichen und privaten Kommunikationsverhältniss bekannt unter den Namen Handy-TV, mobile-tv, Mobile TV, mobiles Fernsehen u. Ä. und um davon ausgehende Gefährdungen.
Excerpt (computer-generated)
ERNST-MORITZ-ARNDT-UNIVERSITÄT GREIFSWALD
Institut für Deutsche Philologie
Mobile Media (Hauptseminar)
Sommersemester 2007
Kritik des mobilen Fernsehens
Warum es sich lohnen wird auch weiterhin
und auch mit Fremden - von Angesicht zu
Angesicht zu reden.
Über Schwierigkeiten im bewussten Umgang mit dem allgegenwärtigen Fernsehen und
dessen psychosoziale Auswirkungen
vorgelegt von Eric Wallis
Germanistik (7. Semester)
Psychologie (7. Semester)
Kommunikationswissenschaften (7. Semester)
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Gefahr kommt von gefährlich 4
3. mobile media - Handy-TV eine Begriffsfindung 5
4. Das Mobiltelefon absolute Beweglichkeit Unentbehrlichkeit 6
5. Das Walkman-Syndrom - private Kommunikation in der Öffentlichkeit vs. öffentliche
Kommunikation 7
5.1 Das anwesende Abwesendsein 8
5.2 Anwesende Abwesenheit während des Telefonierens 9
5.3 Anwesende Abwesenheit während des Fernsehens 10
5.4 Bedeutungsverlust kollokaler Kommunikation durch Handy-TV 12
6. Das Prinzip Einfachheit Teil I 13
6.1 Ursache des Erfolgs mobiler Telefonie 13
6.2 Warum mediale Kommunikation einfacher ist 15
6.3 Warum es einfacher ist mobil erreichbar zu sein/ zu telefonieren 15
6.4 Warum es einfacher ist fernzusehen 17
7. Das Prinzip Einfachheit Teil II 18
7.1 Der Ort Die Wohnung Menschlicher Privatbereich 19
7.2. Der Ort Der Körper Menschlicher Intimbereich 20
7.3 Was die Entkopplung des Fernsehens vom statischen Ort bedeutet 20
7.4 Was die Ankopplung des Fernsehens an den menschlichen Körper bedeutet22
8. Konklusion 23
9. Ein Ausblick 26
2
1. Einleitung
In den nächsten Jahren soll - glaubt man den Handyherstellern und Medienproduzenten das Fernsehen auf dem Handy durchgesetzt werden.
Diese neue Technik birgt sehr großes Potential, welches sich bisher in durchweg positiven Erwartungen und Analysen niederschlägt. ,,Doch jede positive Seite hat auch eine Kehrseite. Das gilt nicht nur für das Mobiltelefon, sondern allgemein für den Gebrauch von Technik. Es bringt nämlich nicht nur negative oder positive Effekte, sondern im Sinne einer ,Hypothese dualer Effekte′ beides mit sich." 1
Darum soll mit der vorliegenden Arbeit dieses Immer und Überall des Fernsehens auf seine Kehrseite hin untersucht werden. Die vielfältigen Auswirkungen der Hybris Fernsehen-Mobiltelefon sind zurückzuführen auf diverse sich gegenseitig beeinflussende Faktoren. Viele der folgenden Feststellungen sind deshalb sehr stark ineinander verzahnt, aufeinander aufbauend bzw. auseinander resultierend, was die Abgrenzung der Teilthemen erschwerte. In Verbindung mit der Beschreibung menschlicher Handlungen werden im Folgenden oft die Pronomen uns und wir gebraucht werden, weil die Verwendung von Phrasen wie ,,die Menschen" oder ,,menschliche Individuen" aufgrund ihrer unangebrachten Ferne abzulehnen sind, wenn es um Medien und Kommunikation geht, und nicht zuletzt auch, weil der Autor sich bezüglich der dargestellten Phänomene nicht ausschließen darf.
Die Mittel der Argumentation setzen sich aus philosophischen, psychologischen, neuropsychologischen, sprach-, kommunikations-, und populärwissenschaftlichen sowie künstlerischen Ansätzen zusammen. Vor allem die beiden Letztgenannten sind eher unkonventionelle Hilfsmittel beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Durch ihre besondere Eignung und Nähe zur Thematik allerdings, die nicht nur aus dem Fehlen von Berührungsängsten besteht, möchte ich mich hier ihrer bedienen, auf dass sie durch ihren Drang zu praktischer Veranschaulichung dem Verständnis dienen und - natürlich - der Argumentation nützen.
Außen vor werde ich lassen die verschiedenen Arten von mobile-TV, die sich auch in der Entwicklung immer neuer Standards der technischen Realisation äußern.2
Gehen soll es hier um die pure Paarung des mit Abstand persönlichsten Gegenstands des Menschen, den die Industrie seit Jahren hervorgebracht hat3 mit dem immer noch wichtigsten
1 Mobile Kommunikation Perspektiven und Forschungsfelder, Höflich, Joachim R. und Gebhardt, Julian, Frankfurt am Main, 2005, S. 27
2 Streaming vs. Broadcasting, DVB-H, DMB-H usw.
3 http://www.flachgau.cc/?ly=sup&pg=ad&id=22&sb=sup&vi=1, Abruf: 13.05.2007, 12:22 MEZ
3
Medium der Massenkommunikation für die öffentlichen und privaten Kommunikationsverhältnisse4 bekannt unter den Namen Handy-TV, mobile-tv, Mobile TV, mobiles Fernsehen u. Ä. und um davon ausgehende Gefährdungen.
2. Gefahr kommt von gefährlich
Warum sollte mobile-tv gefährlich sein? Wir haben es selber geschaffen, haben viel investiert und haben viel lernen müssen, um es zu ermöglichen. Die Frage nach den Gefahren ist in der Menschheitsgeschichte recht unpopulär, wenn es um Errungenschaften geht. Meist wurde sie erst gestellt nachdem Erfindungen ihre Kehrseiten durch nicht erwarteten Gebrauch offenbarten, wie dies im Falle des Dynamits und auch nach Entdeckung der kontrolliert unkontrollierten Atomspaltung geschah. Zugegeben, der Vergleich klingt extrem oder expressionistisch oder - noch anders gesagt - unwissenschaftlich. Da aber Kunst in der Lage ist wachzurütteln und Wissenschaft eher nicht, mag man dem Autor diesen Expressionismus gestatten.5
Den Gefahren im Umgang mit Handy-TV stehen wiederum die mit dem Wort Gefahr verbundenen Gefahren gegenüber. Gefahr bedeutet ,, ursprünglich auflauern als feind (...) zum kampfe reizen."6 und steht heute für ,,drohendes Unheil"7 Mit diesen Konnotationen bliebe als einzige menschliche Reaktion nur die Angst übrig, denn mit Angst reagiert der Mensch auf drohendes Unheil. Angst aber ist lähmend und macht somit machtlos. Wer machtlos ist, kann nichts ausrichten. Darum möchte ich mich nicht ängstigen, wohl aber in Acht nehmen und Acht geben8 im Umgang mit mobile-tv. Wer acht gibt oder sich in Acht
4 Werner Holly, Fernsehen, S.1
5 Man erlaube mir diesen Expressionismus, denn ich halte Wissenschaft und Kunst zu mehr fähig in der gegenseitigen Synthese. [Vgl.: ,,Die gängige Antithese von Kunst und Wissenschaft, die beide als Kulturbereiche voneinander reißt, um sie als Kulturbereiche gemeinsam verwaltbar zu machen, lässt sie am Ende als genaue Gegensätze vermöge ihrer eigenen Tendenzen ineinander übergehen." Quelle: Max Horkheimer & Theodor W. Adorno, Dialektik der Aufklärung - philosophische Fragmente, Hrsg.: Rolf Tiedemann, Frankfurt Main, 1984, S.34] Die Trennung von Kunst und Wissenschaft ist aktuell, schaut man auf die traurige Entwicklung der deutschen Bildung, die man heute einen Bildungsmarkt nennt, auf welchem das Gesetz des Marktes das Menschwerden der kurzfristigen Effizienz untergeordnet hat. So sind - und hier nehme ich den Faden wieder auf - Kunst und Wissenschaft infolge ihrer Trennung eher zur Vorabendunterhaltung verkommen, gelähmt und traurig. Und darum möge man mich diese Brücke schlagen lassen - für den Moment - und erst weiter lesen, bevor ein Urteil mangelnder Form wegen, den Genuss des Lesens im Weiteren so sehr eintrübte, dass sich die Offenheit, die ich beim Leser begrüßte in Abneigung verschlüge.
6 Jacob & Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, ed. Zweitausendeins, Der Digitale Grimm, Frankfurt Main, Bd. 4 Sp. 2062,38
7 Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts - http://www.dwds.de/?kompakt=1&sh=1&qu=gefahr, Abruf: 5.07.2007, 12.11 MEZ
8 ,,Acht, die; -, /ohne Pl./ veralt. Aufmerksamkeit; /heute nur in festen verbalen Verbindungen/: etw. außer acht, außer aller A. lassen etw. nicht berücksichtigen, nicht beachten: d. Vorsicht, Regeln, einen Umstand, jmds.
4
nimmt, der ist aufmerksam9 wobei Aufmerksamkeit der Beginn gefühlter Verantwortung ist. Statt von Gefahren möchte ich lieber von Nebenwirkungen und Risiken sprechen. Diese Begriffe stehen weniger im Zusammenhang mit Angst, die panisch und unproduktiv machen kann, und messen mobile-tv weniger Schrecken als vielmehr Achtung bei.
3. mobile media - Handy-TV eine Begriffsfindung
Objekt der Betrachtung soll die Möglichkeit des Fernsehens auf dem mobilen Telefon sein. Beworben wird dieses Produkt10 auch auf dem deutschen Markt im Allgemeinen unter dem Oberbegriff mobile media und im Speziellen unter mobile-tv11 und handy-tv12. Um der Tatsache gerecht zu werden, dass dieser Text auf Deutsch verfasst wird, erfolgt zunächst die Übersetzung von mobile media, wobei ,,mobile adj. - beweglich"13 und ,,media pl. - die Medien Pl."14 im Deutschen zu der Formulierung bewegliche Medien werden.
Das Adjektiv beweglich ,,mobilis, (...) regsam, veränderlich"15 scheint hier weniger das Problem zu sein, als sein Bezugswort Medien, dessen Bedeutung durch inflationären Gebrauch heute in Wolken von Konnotationen verschwimmt.
Medien ist ein so umfassender, wie mehrdeutiger Begriff, ,,(...) denn die Skala reicht (...) schon im Bereich so genannter primärer Medien von einfachsten körpernahen Ausdrucksmitteln, über bloße Hilfsmittel der Verstärkung körperlicher Kommunikation zu Medien der Zeichenherstellung, Zeichenmaterialien und Zeichenträgern. Von sekundären Medien ist die Rede, wenn die Produktion des Kommunikats technisch geschieht wie bei den Druckmedien, von tertiären Medien, wenn auch die Übertragung und Rezeption technisch vorgenommen wird, wie bei den elektronischen Medien"16
Einwände außer acht lassen; (...) in acht nehmen sich (vor etw., jmdm). vorsehen, sich hüten: nimm dich (vor dem Hund, diesem Menschen) in acht!; etw. in acht nehmen auf etw. achten, mit etw. sorgfältig, vorsichtig umgehen: seine Gesundheit in acht nehmen" Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts - http://www.dwds.de/?kompakt=1&sh=1&qu=acht, Abruf: 14.06.2007, 23:05 MEZ
9 ebd.
10 bevor man es Medium nennen kann, ist es in erster Linie ein Produkt
11 551.000.000 Einträge für mobile-tv, http://www.google.de/search?q=mobile+tv&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a, Abruf: 15.06.2007, 10:17 MEZ
12
947.000
Einträge
für
handy-tv,
http://www.google.de/search?hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&hs=Cm6&q=handy-tv&btnG=Suche&meta=, Abruf: 15.06.2007, 10:17 MEZ
13 http://dict.leo.org/ende?lp=ende&p=/gQPU.&search=mobile, Abruf am 11.05.2007, 18:22 MEZ
14 ttp://dict.leo.org/ende?lp=ende&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed§Hdr=on&spell Toler=on&search=media&relink=on, Abruf: 11.05.2007, 18:22 MEZ
15 Jacob & Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, ed. Zweitausendeins, Der Digitale Grimm, Frankfurt Main, Bd. 1, Sp. 1773,72
16 Werner Holly, Fernsehen, S.3
5
Telefon und Fernsehen sind demnach tertiäre Medien, deren Eigentümlichkeiten eine weitere Einengung des Medienbegriffes verlangen. So lassen sich Medien ,,zunächst nach ihrer Zeichenverarbeitungskapazität in visuelle, auditive und audiovisuelle unterscheiden. Dann lassen sich nach der Funktionsweise Speicher- und Übertragungsmedien und schließlich nach der möglichen Kommunikationsrichtung unidirektionale oder Einwegmedien von interaktionalen Medien unterscheiden."17 Demnach ließe sich das Fernsehen als audiovisuelles, übertragenes Einwegmedium klassifizieren, das Telefon ist ein auditives, übertragenes interaktionales Medium. Das Fernsehen ist weiterhin ein Medium der Massenkommunikation, wobei der Kommunikationsbegriff in diesem Sinne nicht unumstritten ist. Jedoch gilt es mittlerweile als ,,(...) gerechtfertigt, Fernsehen als einen Kommunikationsprozess zu modellieren, in dem einerseits Handlungsrollen der Produktion und Vermittlung bzw. der Rezeption und Verarbeitung unterschieden werden können, in dem aber andererseits anhand der Kommunikate und ihrer Eigenschaften gezeigt werden kann, wie vermittelnde Kategorien die Kommunikate strukturieren und die unterschiedlichen Kommunikationsbeteiligten zusammenbinden."18
4. Das Mobiltelefon absolute Beweglichkeit Unentbehrlichkeit
Im mobilen Telefon äußert sich die Beweglichkeit schlechthin. Es unterscheidet sich im Vergleich zum [Auto]Mobil darin, dass nicht wir durch es befördert werden, sondern es durch uns. Damit ist es genauso beweglich wie wir selbst. Wer es nicht bewegt, weil er sich nicht bewegt, wird trotzdem nicht das Gefühl haben, nicht mobil erreichbar zu sein. Wer sich viel bewegt und es viel bewegt, wird die Sicherheit zu schätzen wissen mobil erreichbar zu sein. Seine Mobilität ist unsere Mobilität. Die einzigen Abhängigkeiten bestehen zu externen Elektrizitätsquellen betreffs regelmäßiger Aufladung des Akkus sowie zum nächsten Sendemast, der die Funkverbindung unsichtbarerweise aufrechterhält. Nachdem das Mobiltelefon zuvor lediglich Träger der Telefonfunktion im Sinne des auditiven, übertragenen Interaktionsmediums Telefon war, wurde es im Laufe der Jahre um andere Möglichkeiten der Medialität erweitert. ,,Dabei schafft das neue Medium nicht nur neue Möglichkeiten, sondern, so wird zumindest behauptet, neue Abhängigkeiten in Gestalt einer Handy- und SMS-Sucht. (...) Sie ergeben sich allein schon daraus, dass das
17 Ebd.
18 Werner Holly, Fernsehen, S.27
6
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