Presentation (Elaboration), 2005, 18 Pages
Author: Stefanie Pohl
Subject: Psychology - Biological Psychology
Details
Institution/College: University of Bamberg
Tags: Psychoakustik, Psychologische, Grundlagen
Year: 2005
Pages: 18
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19239-7
File size: 403 KB
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Abstract
Psychoakustik Was ist das eigentlich? Die Psychoakustik ist ein Teilgebiet der Psychophysik. Sie beschäftigt sich mit der Messung von menschlichen Empfindungen auf physikalische Reizparameter. Diese Messungen sind meist schwierig, weil jeder Mensch eine individuelle Beschaffenheit der Hörorgane besitzt und die Empfindung bzw. danach die Handlung als Reaktion von Erfahrung und Wertschätzung geprägt sind. Der direkte Zugang zu den Empfindungen ist also versperrt, denn als Beobachter nimmt man nur die folgende Reaktion wahr. Das bedeutet, dass man mit einer Invarianz bei der Untersuchung der durch Reize ausgelösten Reaktion rechnen muss. „Obwohl die Ergebnisse der Psychoakustik im physikalischen Sinne nicht exakt sind, da beispielsweise für die Empfindung „laut“ nie ein absolutes Maß angegeben werden kann, sind quantitative Aussagen möglich, da die psychophysischen Empfindungen des Menschen durch Lernprozesse trainiert werden.“ Methoden: Die Tests, die in der Psychoakustik angewandt werden, beschreiben subjektive Beurteilungen von Versuchspersonen. Jede dieser Personen urteilt individuell anders. Man versucht aber die Ergebnisse gültig werden zu lassen, in dem man eine Vielzahl von Urteilen statistisch auswertet. Dabei verwendet man zwei unterschiedliche Methoden: die adaptive und die klassische. Während bei der adaptiven Testart die Urteile der Versuchspersonen den Verlauf beeinflussen, hängt die klassische nicht von den Urteilen ab.
Excerpt (computer-generated)
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Fachbereich Soziale Arbeit
Von: Stefanie Pohl
Psychoakustik
Gliederung:
l. Psychoakustik
Was ist das eigentlich?
l . Beschreibung der Parameter
1. Lautheit
2. Schärfe
3. Rauhigkeit
4. Tonhöhe
5. Schwankungsstärke
6. Tonhaltigkeit
l l. Bespiele aus dem Leben
lV. Nutzungsbereiche
V. Wichtige Begriffe der Psychoakustik
1. Schal
2. Ruhehörschwel e und Hörfläche
3. Ober- und Untertöne
4. Maskierungseffekte
5. Sinustöne
6. Amplitude
7. Anpassung
8. Schwebung
Vl. Bedeutende Wissenschaftler und ihre Theorien
Vl . Akustische Täuschungen
VIII. Verständnisfragen
lX. Antworten
X. Einarbeitung der Disskusion
Xl. Abschließende Anmerkungen
XII. Quel enverzeichnis, Literaturangaben
2
I. Psychoakustik
Was ist das eigentlich?
Die Psychoakustik ist ein Teilgebiet der Psychophysik. Sie beschäftigt sich mit der
Messung von menschlichen Empfindungen auf physikalische Reizparameter. Diese
Messungen sind meist schwierig, weil jeder Mensch eine individuel e Beschaffenheit
der Hörorgane besitzt und die Empfindung bzw. danach die Handlung als Reaktion
von Erfahrung und Wertschätzung geprägt sind. Der direkte Zugang zu den
Empfindungen ist also versperrt, denn als Beobachter nimmt man nur die folgende
Reaktion wahr. Das bedeutet, dass man mit einer Invarianz bei der Untersuchung
der durch Reize ausgelösten Reaktion rechnen muss.
,,Obwohl die Ergebnisse der Psychoakustik im physikalischen Sinne nicht exakt sind,
da beispielsweise für die Empfindung ,,laut" nie ein absolutes Maß angegeben
werden kann, sind quantitative Aussagen möglich, da die psychophysischen
Empfindungen des Menschen durch Lernprozesse trainiert werden."1
Methoden: Die Tests, die in der Psychoakustik angewandt werden, beschreiben
subjektive Beurteilungen von Versuchspersonen. Jede dieser Personen urteilt
individuel anders. Man versucht aber die Ergebnisse gültig werden zu lassen, in dem
man eine Vielzahl von Urteilen statistisch auswertet. Dabei verwendet man zwei
unterschiedliche Methoden: die adaptive und die klassische. Während bei der
adaptiven Testart die Urteile der Versuchspersonen den Verlauf beeinflussen, hängt
die klassische nicht von den Urteilen ab.
Abbildung 1
Wenn man die Untersuchungen der entstehenden Empfindungen durch
physikalische Reize direkt auf das Hörorgan und den Hörvorgang bezieht, dann
spricht man von Psychoakustik. Für die Beurteilung der Reize werden die
Tonhaltigkeit und Impulshaftigkeit als wichtige Größen gebildet. ,,Verbreitete
psychoakustische Parameter sind: Lautheit (Einheit sone), Schärfe (Einheit acum),
Tonhöhe (Einheit mel), Rauhigkeit (Einheit asper) und Schwankungsstärke (Einheit
vacil)." 2
1 Eska, Georg (1997): Schall & Klang; Seite 160, Birkhäuser Verlag
2 http://www.de.wikipedia.org/wiki/Psychoakustik
3
l . Beschreibung der Parameter
1. Lautheit:
Sie bestimmt, wie Schal (wird später noch erklärt!) subjektive Empfindungen auslöst.
Erst durch sie erhält man ein Maß, wodurch man sagen kann, um wie viel lauter ein
Ton wirklich ist. Beispiel: Einen gleichen Ton, der von 10 Instrumenten gleichzeitig
gespielt wird, hört man doppelt so laut, wie wenn nur ein Instrument den Ton al eine
spielt (funktioniert nur, wenn jeweils nur wenige Obertöne mitklingen). In der Praxis
sieht das natürlich anders aus, da al e Instrumente einen individuel en, mit vielen
Obertönen versehenen Klangcharakter haben. Wenn der Schal doppelt so laut
empfunden wird, verdoppelt sich auch die Lautheit. Sie sol es erleichtern zwei
Schal ereignisse vergleichen zu können. Es geht darum, wie die empfundene
Lautstärke von uns Menschen beurteilt wird.
So stehen physikalische und medizinische Gegebenheiten psychoakustischer
Ereignisse miteinander in Verbindung. Es wird der Zusammenhang zwischen sone
(Einheit der Lautheit =empfundene Lautstärke eines Schal ereignisses) und Phon
(Lautstärkepegel) dargestel t. Ein sone sind 40 Phon (Sinuston mit 1000 Hz, 40 dB
über der Hörschwel e).
Mittlere und hohe Lautstärke Erhöhung um 10 Phon Verdoppelung der Lautheit
Niedrige Lautstärke geringe Erhöhung Verdoppelung der Lautheit.
Al erdings wird die Lautheit vor al em in der Lärmmessung verwendet, in der Sprache
und in der Musik spielt sie eine weniger bedeutende Rol e.
Wenn ein Schal signal von beiden Ohren gleichzeitig gehört (binaural) wird, hört der
Mensch die Töne mit einer
bestimmten
Lautstärke
(Wahrnehmung). Wird nur auf
einem
Ohr
der
gleiche
Schal pegel nur einem Ohr
dargeboten (monaural), nahm
man zunächst an, dass sich die
Wahrnehmung wie laut dieses
Signal ist, nicht ändert. Diese
Annahme ist aber falsch, denn
selbst bei gleich gebliebenem
Schal pegel ändert sich die
Lautheit um 70% - 50%. Das
bedeutet, dass bei binauraler
Darbietung (beide Ohren können den Ton hören) man jeweils die Summe aus der
Lautheit bilden muss, die jedes einzelne Ohr wahrnimmt. Dies trifft auch zu, wenn
man zwei verschiedene Schal signale hört. Das Auge empfindet hingegen Hel igkeit
nicht als hel er, wenn beide Augen geöffnet sind. Bei kürzer andauernden Tönen wird
die empfundene Lautheit weniger.
Beispiel: Ein Ton der circa 10 Mil isekunden dargeboten wird, wird als leiser
empfunden als der gleiche Ton, der aber 100 Mil isekunden andauert.
2. Schärfe:
wird als Empfindungsgröße bezeichnet und tritt bei schmalbandigen Geräuschen
(Rauschen von 920 Hz bis 1080 Hz bei Schal druckpegel von 60dB) auf.
3. Rauhigkeit: ,,Wenn sich die Schwankung des Schal signals schnel ändert, so hat
man das Gefühl der Ton würde rau klingen. Hierbei liegt die Schwankungsfrequenz
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