Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2007, 24 Pages
Author: Silvia Traby
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Institution/College: Klagenfurt University (Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung)
Tags: Gewalt, Schulen, Bedeutung, Geschlechtszugehörigkeit, Sozialisationsprozesse, Schule, Umfeld“
Year: 2007
Pages: 24
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19570-1
ISBN (Book): 978-3-640-19582-4
File size: 153 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Geschlechtstypische Sozialisationsprozesse in Schule und Umfeld“ unter der Leitung von Uni.-Prof. Dr. Popp Ulrike bekam ich die Gelegenheit mich mit dem Forschungsfeld der Frauen- und Geschlechterforschung näher auseinanderzusetzen. Zu Beginn des Semesters gab es eine Einführung in das Thema. Begriffe wie Geschlechterdifferenzen, Geschlecht als soziale Konstruktion und die Bedeutung von „Gender“ wurden geklärt. Die nächsten großen Themenfelder betrafen die Geschlechtersozialisation an Schulen und im außerschulischen Umfeld. Der letzte Themenkomplex befasste sich mit den praktischen Ansätzen einer genderbewussten Pädagogik. Während des gesamten Semesters wurden oben genannte Themen immer wieder gemeinsam diskutiert und in Gruppen erarbeitet. Vier Arbeitsgruppen erstellten außerdem Referate, welche folgende Themen zum Inhalt hatten: „Die Sicht der Schülerinnen und Schüler auf die koedukative Praxis“, „Gewalt an Schulen und die Bedeutung der Geschlechtszugehörigkeit“, „Mädchen und Jungen – männliche und weibliche Jugendliche in der Familie“, „Geschlechtersensibilisierung und geschlechterbewusste pädagogische Arbeit“. Das Thema „Gewalt an Schulen und die Bedeutung der Geschlechtszugehörigkeit“ hat mich besonders bewegt, daher möchte ich in meiner Seminararbeit näher darauf eingehen. Gewalt an Schulen wurde zu Beginn der 90iger Jahre durch diverse Presseberichte thematisiert. Man hörte immer öfter von Schülern, die zu Amokläufern an amerikanischen Schulen wurden. Aber auch in Europa häuften sich die Fälle. Die Medien berichten seit diesem Zeitpunkt immer öfter über die Gewalttätigkeit von Schülern. Besonders erschreckend ist für mich die Tatsache, dass die Gewaltausübung immer roher und brutaler wird und die Hemmschwelle zur Gewaltbereitschaft sinkt. In folgender Arbeit werde ich zu Beginn den Gewaltbegriff näher erläutern und auf die Dimensionen von Gewalt genauer eingehen. Weiters behandle ich das Thema der Gewalt an Schulen unter dem Geschichtspunkt der Geschlechterdifferenz. Abschließend gehe ich noch kurz auf die Gewaltprävention ein. [...]
Excerpt (computer-generated)
Alpen - Adria Universität Klagenfurt
Fakultät für Kulturwissenschaften
Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung
Lehrveranstaltungstitel:
,,Geschlechtstypische Sozialisationsprozesse in Schule und Umfeld"
Lehrveranstaltungsnummer:
120.401
Thema:
,,Gewalt an Schulen und die Bedeutung der Geschlechtszugehörigkeit"
Lehrveranstaltungstyp:
Seminar
Semesterwochenstunden:
2
LV-Leiterin:
Univ.-Prof. Dr. Ulrike Popp
Semester:
SS 2007
Verfasserin:
Traby Silvia
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Begriffsdefinition Gewalt 4
3. Dimensionen von Gewalt 6
3.1 Personale Gewalt 7
3.1.1 Physische Gewalt 8
3.1.2 Psychische Gewalt 9
3.1.3 Mobbing / Bullying 10
3.2. Strukturelle Gewalt 10
4. Gewalt und Schule 11
4.1 Erkenntnisse der erziehungswissenschaftlichen Forschung 11
4.2 Ursachen für Gewaltverhalten 12
4.2.1. Familie 12
4.2.2. Peer group 12
4.2.3. Medienbereich 13
4.3. Schulformen 13
4.4. Einfluss der Schul- und Klassengröße 14
4.5. Internationale Vergleiche 14
5. Gewalt unter Jungen und Mädchen 16
5.1 Gewaltopfer 16
5.2 Gewalttäter/innen 16
5.3. Ergebnisse aus diversen Studien zur Geschlechtsspezifischen Gewalt an Schulen 17
6. Gewaltprävention 18
6.1. Praxisbeispiel: Gewaltprävention 19
7. Literaturverzeichnis 22
2
1. Einleitung
Im Rahmen der Lehrveranstaltung ,,Geschlechtstypische Sozialisationsprozesse in
Schule und Umfeld" unter der Leitung von Uni.-Prof. Dr. Popp Ulrike bekam ich die
Gelegenheit mich mit dem Forschungsfeld der Frauen- und Geschlechterforschung
näher auseinanderzusetzen.
Zu Beginn des Semesters gab es eine Einführung in das Thema. Begriffe wie
Geschlechterdifferenzen, Geschlecht als soziale Konstruktion und die Bedeutung von
,,Gender" wurden geklärt. Die nächsten großen Themenfelder betrafen die
Geschlechtersozialisation an Schulen und im außerschulischen Umfeld. Der letzte
Themenkomplex befasste sich mit den praktischen Ansätzen einer gender-
bewussten Pädagogik. Während des gesamten Semesters wurden oben genannte
Themen immer wieder gemeinsam diskutiert und in Gruppen erarbeitet.
Vier Arbeitsgruppen erstellten außerdem Referate, welche folgende Themen zum
Inhalt hatten: ,,Die Sicht der Schülerinnen und Schüler auf die koedukative Praxis",
,,Gewalt an Schulen und die Bedeutung der Geschlechtszugehörigkeit",
,,Mädchen und Jungen männliche und weibliche Jugendliche in der Familie",
,,Geschlechtersensibilisierung und geschlechterbewusste pädagogische Arbeit".
Das Thema ,,Gewalt an Schulen und die Bedeutung der Geschlechtszugehörigkeit"
hat mich besonders bewegt, daher möchte ich in meiner Seminararbeit näher darauf
eingehen.
Gewalt an Schulen wurde zu Beginn der 90iger Jahre durch diverse Presseberichte
thematisiert. Man hörte immer öfter von Schülern, die zu Amokläufern an
amerikanischen Schulen wurden. Aber auch in Europa häuften sich die Fälle. Die
Medien berichten seit diesem Zeitpunkt immer öfter über die Gewalttätigkeit von
Schülern. Besonders erschreckend ist für mich die Tatsache, dass die
Gewaltausübung immer roher und brutaler wird und die Hemmschwelle zur
Gewaltbereitschaft sinkt.
In folgender Arbeit werde ich zu Beginn den Gewaltbegriff näher erläutern und auf
die Dimensionen von Gewalt genauer eingehen. Weiters behandle ich das Thema
der Gewalt an Schulen unter dem Geschichtspunkt der Geschlechterdifferenz.
Abschließend gehe ich noch kurz auf die Gewaltprävention ein.
3
2. Begriffsdefinition Gewalt
Das Verständnis von Gewalt ist oft sehr unterschiedlich. Was für die eine Person
schon eine Form Gewalt ist, fasst eine andere Person noch nicht als Gewalttätigkeit
auf. Der Gewaltbegriff ist somit sehr umfassend und unterliegt oft dem subjektiven
Empfinden. In zahlreichen Studien wird der Gewaltbegriff unterschiedlich definiert
und ist sehr oft ungenau und zweideutig. Bis heute konnten sich die Wissenschaft
und die Gesellschaft noch nicht auf eine gemeinsame Begriffsdefinition von Gewalt
einigen. Auch in der Pädagogik gibt es noch keine einheitliche Definition, daher ist es
bei empirischen Studien immer notwendig den Gewaltbegriff zu präzisieren, um zu
validen Forschungsergebnissen zu kommen.
Folgend möchte ich drei Definitionen von Gewalt näher beschreiben:
,,Ein Schüler oder eine Schülerin ist Gewalt ausgesetzt oder wird gemobbt, wenn er
oder sie wiederholt und über eine längere Zeit den negativen Handlungen eines oder
mehrerer anderer Schüler oder Schülerinnen ausgesetzt ist. (...) Negative
Handlungen können mit Worten (verbal) begangen werden, zum Beispiel durch
Drohen, Spotten, Hänseln und Beschimpfen. Eine negative Handlung besteht auch,
wenn jemand einen anderen durch Körperkontakt schlägt, tritt, stößt, kneift oder
festhält. Es ist auch möglich, eine negative Handlung ohne den Gebrauch von
Worten oder Körperkontakt zu begehen, zum Beispiel durch Fratzenschneiden oder
schmutzige Gesten oder indem man jemanden von einer Gruppe ausschließt oder
sich weigert, den Wünschen eines anderen entgegenzukommen. (...) Wenn der
Begriff Gewalt verwendet wird, muss ein Ungleichgewicht der Kräfte vorliegen (ein
asymmetrisches Kräfteverhältnis). (...) Es ist nützlich, zwischen unmittelbarer Gewalt
mit verhältnismäßig offenen Angriffen gegen das Opfer und mittelbarer Gewalt in
Form gesellschaftlicher Ausgrenzung und absichtlichem Ausschluss zu
unterscheiden. Es ist wichtig, auch auf die zweite, weniger sichtbare Form der
Gewalt zu achten." (Olweus 1996, 22-23)
Dan Olweus bezieht in seine Definition sowohl personale als auch strukturelle Gewalt
mit ein. Er berücksichtigt physische, psychische und verbale Gewalthandlungen.
Gewalt gegen Sachen schließt er allerdings nicht mit ein. Weiters wichtig für ihn ist,
4
dass die Gewalthandlungen über einen längeren Zeitraum erfolgen, sowie das
Herrschen eines Ungleichgewichts zwischen Täter und Opfer.
In Helga Theunerts Werk: ,,Gewalt in den Medien Gewalt in der Realität", 2.
Auflage, KoPäd Verlag 1996 wird Gewalt auf der Seite 59 wie folgt definiert:
,,Die Manifestation von Macht und/oder Herrschaft, mit der Folge und/oder dem Ziel
der Schädigung von einzelnen oder Gruppen von Menschen."
Nach dieser Begriffsdefinition müssen zwei Faktoren vorhanden sein, um von Gewalt
sprechen zu können. Einerseits muss eine Schädigung des/der Betroffenen
vorliegen, andererseits muss ein ungleiches Macht und Herrschaftsverhältnis
vorherrschen. Theunert bezieht sich in ihrer Begriffsdefinition von Gewalt auf den
Ansatz von Galtung Johan (1971), welcher zwischen personaler und struktureller
Gewalt differenziert.
Winfried Böhm definiert im Wörterbuch der Pädagogik Gewalt wie folgt:
,,Aufgrund auseinanderdriftender römisch-rechtl. u. dt.-umgangsprachl. Tradition ist
der Begriff doppeldeutig u. meint sowohl die auf Recht beruhende u. rechtl.
begrenzte, also rationale Amts- und Staatsg. (lat. potestas) als auch die
unrechtmäßige und (oft) irrationale Verletzung oder Zerstörung (sog. >>rohe G.<<)
von Personen u. Sachen (lat.violentia); als eine dritte Bedeutung ist in letzter Zeit die
Gleichsetzung von G. und Zwang hinzugekommen (vgl. H. Marcuses Rede von der
>>G. des Bestehenden<< oder J. Galtungs Theorie von der >>strukturellen G.<<)
und hat den G.- Begriff übermäßig ausgedehnt (G. in allen Gesellschaften, die nicht
die volle Entwicklung aller Anlagen jedes Menschen uneingeschränkt zulassen). Ob
G. in der Geschichte (wie die Aufklärung hoffte) abgenommen hat oder
angewachsen ist, erscheint fraglich; gewiß aber ist die Sensibilität gegenüber G.
gestiegen. Die Vorstellung von einer (vollkommen) von G. freien Gesellschaft bleibt
eine Utopie.
In Schule u. Erziehung wird neuerdings eine Zunahme von G. zwischen Kindern u.
Schülern beobachtet, bei der sich die Deutung nahe legt, sie spiegele die in der
Gesellschaft gesteigerte irrationale G. wider u. diene der psychischen Entladung
5
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Regionale vs. weltwirtschaftliche Integration
Author: Rico HetzscholdEconomics / Business: Economic Policy, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Frauen und ihre Handlungen und Haltungen im Nationalsozialismus
Author: Karin LedererWomen Studies / Gender Studies, 1999 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Schnittmengen: Paschtunen, Islam, Paschtunwali und Politik
Author: Andre KahlmeyerOrientalism / Sinology - General, 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Gehört die Türkei, auf Grund ihrer geschichtlichen Entwicklung, zu Europa?
Author: Andreas BerkenkampPolitics - International Politics - Region: South East Europe, Balkans, 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR
"Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit und die damit zusammenhängenden Gegenstände" von Schelling im Vergleich mit Goethes "Faust"
Author: Christina WarnekeGerman Studies - Modern German Literature, 2005 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Die Ökonomisierung des Lebens(wertes) von Menschen mit Behinderung
Author: Guido DiederichPedagogy - Miscellaneous Topics, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Gewalt, Schule und Geschlecht
Author: Thomas HöötmannPedagogy - Pedagogic Sociology, 2003 Download as PDF-file for 11,99 EUR
Das Frauenbild im NS-Staat
Author: Eva FründtPedagogy - School Pedagogics, 2004 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Gewalt an Schulen
Author: Sabrina HetjansPedagogy - School Pedagogics, 2004 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Datensicherheit und Datenschutz als immer größer werdende Herausforderung für moderne Unternehmen
Author: Christian SchmidComputer Science - General, 2004 Download as PDF-file for 7,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: