Subtitle: Zusammenarbeit mit außerschulischen Instanzen
Scholary Paper (Seminar), 2006, 18 Pages
Author: Paul Rosen
Subject: Sport - Sport Medicine, Therapy, Prevention, Nutrition
Details
Institution/College: Humboldt-University of Berlin (Sportwissenschaft)
Tags: Adipositas, Kooperation, Schulsports, Trägern, Bewegung
Year: 2006
Pages: 18
Grade: 1,9
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-20771-8
ISBN (Book): 978-3-640-20778-7
File size: 103 KB
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Abstract
Thema der folgenden Arbeit soll die Zusammenarbeit von schulischen und außerschulischen Instanzen zur Bekämpfung bzw. zur Prävention von Adipositas sein.
Excerpt (computer-generated)
Adipositas -
Zusammenarbeit mit außerschulischen
Instanzen
Belegarbeit für das Hauptseminar:
Kooperation des Schulsports mit außerschulischen Trägern
von Bewegung
Dr. Sergio Ziroli
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung _______________________________________________________________ 3
2. Kooperationsformen mit der Schule __________________________________________ 5
3. Außerschulische Maßnahmen der Adipositasbekämpfung:________________________ 9
3.1.
Das Programm zur Behandlung der Adipositas ________________________________ 9
3.2.
Freiburger Interventionsprogramm zur ambulanten Therapie der Adipositas im
Kindesalter - FITOC ___________________________________________________________ 13
3.3.
Das Berliner Programm ,,Mopsfidel" ________________________________________ 14
3.4 Die Umsetzung der Zielstellungen beider Programme___________________________ 15
4.
Literatur ____________________________________________________________ 17
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1. Einleitung
Thema der folgenden Arbeit soll die Zusammenarbeit von schulischen und außerschulischen
Instanzen zur Bekämpfung bzw. zur Prävention von Adipositas sein.
Dabei soll zuerst ein kurzer Überblick über die Problematik des Themas gegeben werden.
Durch Berücksichtigung der Hauptintention dieser Arbeit kann dieser Überblick nicht den
Anspruch der Vollständigkeit für sich in Anspruch nehmen. Er soll nur der Einstimmung in
das Thema dienen und die Problematik der Adipositas verdeutlichen.
Die Adipositas - auch Fettleibigkeit oder Fettsucht genannt ist im Kindes- und Jugendalter
eine der häufigsten chronischen Krankheiten. Bei jüngeren Kindern haben 10 15 % eine
Adipositas.
Dieser Anteil steigt auf 15 20 % bei den höheren Altersstufen an. Sind ein oder beide
Elternteile adipös, so steigt das Risiko für ein Kind, adipös zu werden, auf 40 % an. Von
Adipositas wird erst gesprochen, wenn der Wert des Gewichtes im Verhältnis zur
Körpergröße (Der sogenannte BMI = Body Mass Index) den Normwert um 20 %
übersteigt. Zwischen 10 und 20 % wird von Übergewicht gesprochen. Davon sind bis zu 40 %
der deutschen Bevölkerung betroffen.(Vgl. Ziroli 1999, S.333.)
Die Formel ist: Körpermassenindex oder Body mass index (BMI) = Körpergewicht in
Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße (Vgl. Gottschall, Heilig 2000, S. 28.)
Dabei sind die Ursachen und Bedingungen für das Auftreten der Adipositas noch nicht
vollständig erschlossen. Es gilt jedoch als sicher, dass der Bewegungsmangel mit zusätzlicher
überkalorischer Ernährung eine entscheidende Rolle spielt.
Weiterhin deuten neuere wissenschaftliche Untersuchen darauf hin, dass auch eine genetische
Komponente eine große Rolle spielt.
So wurden bei Tieren wie auch bei Menschen einzelne Gene entdeckt, die unmittelbar mit der
Steuerung der Nahrungsaufnahme, der körperlichen Bewegung und dem Energieverbrauch
zusammenhängen.
Prinzipiell kann man jedoch immer davon ausgehen, dass der Adipositas immer eine positive
Energiebilanz zugrunde liegt. Die Energiezufuhr ist also größer als der Energiebedarf. Als
Resultat davon wird die überschüssige Energie im Körper in Form von Körperfetten in
Fettzellen eingelagert. Dieses System der Energiereserve geht noch auf die Frühzeit der
3
menschlichen Entwicklung zurück, wo eine geregelte Energiezufuhr nicht immer
gewährleistet werden konnte und man sich so einen Vorrat für schlechte Zeiten anlegen
konnte (ähnlich dem Winterspeck bei unterschiedlichen Tieren).
Dieser von der Natur entwickelte geniale Mechanismus, der das Überleben auch in schlechten
Zeiten gewährleistete, wird in der heutigen Zeit der hochkalorischen Lebensmittel und der
permanenten Zufuhr von solchen zum Verhängnis.(Vgl. Ziroli 1999, S. 334.)
In Deutschland gelten ca. 6 Millionen Erwachsene als übergewichtig und damit als
behandlungsbedürftig. Daraus resultieren Kosten, die nach Schätzungen des
Gesundheitsminiteriums über 10 Millarden Euro des Gesundheitsetas belasten (entspricht ca.
3-8 Prozent des Gesundheitsetas moderner Industriestaaten). Diese enormen Kosten, die
durch die Adipositas entstehen, hängen mit den zahlreichen und zum Teil sehr gravierenden
Folgeerscheinungen der Fettleibigkeit zusammen.
Die körperlichen Beschwerden, die als Folgeerscheinungen des erhöhten Gewichtes auftreten
können, sind vielfältig, z. B.:
· Folgen mechanischer Überbelastung, z. B. Arthrosen, Rückenbeschwerden, verminderte
körperliche Leistungsfähigkeit, Atemnot.
· psychische Probleme und soziale Isolation, Potenz- und Libidostörungen.
· nässende Ekzeme zwischen Fettwülsten.
· erhöhtes Risiko, an z. B. Diabetes, Gallensteinen, Hypertonie, Koronarer Herzkrankheit,
Schlaganfall, Schlafapnoe-Syndrom, Gicht, Gallenblasenerkrankungen zu erkranken. (vgl.
unter: http://www.medizinfo.de/ernaehrung/adipositas.htm#allgemein (7.1.2003.))
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist es erforderlich, eine Adipositas Früherkennung
zu gewährleisten. Ein weiterer Aspekt, der die Überzeugung stützt, dass eine im Kindesalter
einsetzende Prävention und Bekämpfung der Adipositas erfolgversprechender ist als in
späterem Alter, ist in der Annahme zu finden, dass der Grundstock der Fettleibigkeit, die
Anlage von modifizierten Fettzellen, in der Säuglingsphase einsetzt und noch bis in die frühe
Adoleszenz eine Fettzellenneubildung ermöglicht.
Als Ansatz für die folgende Arbeit sollen die erschreckenden Erkenntnisse dienen, die einem
Aufschluß über die Lebens- und Eßgewohnheiten heutiger Kinder geben.
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