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Scholary Paper (Seminar), 2000, 25 Pages
Author: Andreas Hönicke
Subject: History - World War I, Weimar Republic
Details
Institution/College: University of the Federal Armed Forces München (Historisches Institut)
Tags: NSDAP, DAP, Faschismus, Nationalsozialismus, Adolf Hitler, Eckart, 25 Punkte Programm, Gründung der NSDAP, Weimarer Republik, Partei, Nazi, Thulegesellschaft, Antisemitismus, Propaganda, Versailler V
Year: 2000
Pages: 25
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-17835-8
ISBN (Book): 978-3-638-68237-4
File size: 186 KB
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Abstract
In der vorliegenden Arbeit werden die Entstehung und die Entwicklung der DAP zur NSDAP näher untersucht. Dazu erfolgt zunächst eine Betrachtung der relevanten nationalistischen Bewegungen, deren tragender Kräfte und deren Verbindungen zu antisemitischen Vereinigungen. Neben Ausführungen zur Gründungsgeschichte, Struktur und Arbeitsweise der DAP, bilden vor allem Hitlers Eintritt und Wirken in der Partei den Schwerpunkt. Am Ende der Arbeit wird die Gründung und das damit verbundene 25-Punkte-Programm näher erläutert.
Excerpt (computer-generated)
Proseminar
„Die Weimarer Republik“
Herbsttrimester 1999
Die Entwicklung der DAP zur NSDAP
FJ Andreas Hönicke
Universität der Bundeswehr München
Gliederung Seminararbeit
1. Einleitung
1.1. Forschungsgegenstand und Materiallage S. 4
1.2. Fragestellungen und Schwerpunkte der Arbeit S. 4
2. Vorgeschichte der DAP
2.1. Entstehung von antisemitischen Organisationen S. 5
2.2. Der „Freie Arbeiterausschuß für einen guten Frieden“ S. 6
2.3. Die Thulegesellschaft S. 7
2.4. Der politische Arbeitszirkel S. 8
3. Die Entstehung der Deutschen Arbeiterpartei
3.1. Gründungsgeschichte S. 9
3.2. Richtlinien der deutschen Arbeiterpartei S. 9
4. Hitlers erste Kontakte mit der DAP
4.1. Ein Gefreiter wird „Bildungsoffizier“ S. 10
4.2. Erste Begegnung mit der Partei S. 11
4.3. Hitlers Eintritt in die Partei S. 12
5. Hitlers Aufbauarbeit
5.1. Struktur der DAP S. 13
5.2. Erste Schritte in die Öffentlichkeit S. 14
5.3. Parteiwachstum durch steigende Besucherzahlen S. 15
5.4. Aufbauhelfer S. 16
6. Erfolgskonzept – Propaganda
6.1. Hitlers Einstellung zur Propaganda S. 18
6.2. Aufgaben und Formen der Hitler’schen Agitation S. 19
7. Entstehung der NSDAP
7.1. Entwicklung des 25 – Punkte – Programms S. 19
7.2. Die Großversammlung im Hofbräuhaus am 24. Februar 1920 S. 20
7.3. Das 25 – Punkte Programm S. 21
7.4. Ausblick S. 22
8. Schluß
8.1. Zusammenfassung der Ergebnisse S. 23
8.2. Weitere Forschungsansätze und Darstellung der eigenen Position S. 24
9. Literaturverzeichnis S. 25
1. Einleitung
1.1. Forschungsgegenstand und Materiallage
Nach dem Ende des I. Weltkrieges erwies es sich als unumgänglich, eine grundlegende Neuordnung für das politisch und wirtschaftlich am Boden liegende Deutschland zu schaffen. Politische Umwälzungen im November 1918 führten zur Entstehung der Weimarer Republik und damit der ersten Demokratie auf deutschem Boden. Dieser bedeutende geschichtliche Einschnitt beschäftigt bis heute Wissenschaftler in aller Welt, da anhand der Republik mit ihrer Masse an Problemen sich Vor- und Nachteile, sowie Normen für ein demokratisches Gemeinwesen aufzeigen lassen.
Aufgrund der Themenvielfalt im Bereich Weimarer Republik ist es notwendig, sich auf spezifische Gesichtspunkte zu beschränken. Zu den jeweiligen Einzelaspekten existieren Quellen, historische Abhandlungen, Erzählungen und aktuelle Artikel in Fachzeitschriften, was den Grund für eine teilweise große Anzahl unterschiedlicher wissenschaftlicher Standpunkte darstellt. Basis für meine Seminararbeit sind geschichtliche Aufsätze bzw. Abhandlungen in Zeitschriften und historische Quellen. Der Vergleich und das Ausfiltern der wichtigen Informationen stellen die Hauptaufgabe für eine Erörterung der gestellten Fragen dar.
1.2. Fragestellungen und Schwerpunkte der Arbeit
Innerhalb dieser Seminararbeit ist es aufgrund des umfangreichen Themengebiets der Weimarer Republik unerläßlich, einzelne Schwerpunkte in den Vordergrund zu stellen und sich auf spezielle Fragen zu beschränken. Mein persönliches Interesse gilt in dieser Arbeit der Entstehung und Entwicklung der DAP zur NSDAP. Aufgrund dessen möchte ich mich in detaillierter Art und Weise mit der Vorgeschichte, der Struktur und der Arbeitsweise der DAP beschäftigen. Hierzu stellen sich für mich einige interessante Fragen. Welche gesellschaftlichen Voraussetzungen und historischen Umstände verhalfen der DAP zu ihrer Gründung?
Dazu muß eine entsprechende Aufarbeitung der nationalistischen Bewegungen und deren tragenden Kräften gemacht werden. Für die Entstehung der DAP ist es besonders wichtig, die Verknüpfungen mit den antisemitischen Münchner Vereinigungen zu beleuchten. Ganz besondere Beachtung verdient dabei der Beitritt Hitlers zur Partei und seine Vorgehensweise, welche dieser unbedeutenden Organisation entscheidende Impulse gab. In diesem Sinne werde ich vor allem auf individuelle Arbeitsweisen Hitlers, seine propagandistischen Mittel als auch seine Aufbauhelfer eingehen.
Des weiteren soll in dieser Abhandlung die spezifische strukturelle Entwicklung der DAP hin zur NSDAP behandelt werden. Ziel dieser Arbeit ist es, die in der Einleitung angesprochenen Aspekte geschichtlich aufzubereiten, sowie die gestellten Fragen in einem abschließenden Fazit zu beantworten. Abschließend möchte ich meine eigene Meinung zu diesem Thema darstellen.
2. Vorgeschichte der DAP
2.1. Entstehung von antisemitischen Organisationen
Nach dem Waffenstillstand von 1918 und der sich damit abzeichnenden Niederlage für das Kaiserreich, suchten viele Deutschen einen Sündenbock, dem sie die Schuld für den verlorenen Krieg zuweisen konnten. Als Hauptverantwortliche wurden die Juden deklariert, da sie durch ihre „Herrsch- und Geldgier“1 am Krieg gut verdient und sich somit unbeliebt gemacht hätten. Man ging sogar soweit zu behaupten, daß die jüdische Bevölkerung Deutschland mutwillig in den Ruin getrieben habe, um eine europäische Herrschaft ihres Volkes zu errichten. Diese Anschuldigungen waren die Grundlage für eine, das ganze Reich erfassende, antisemitische Bewegung, die aktiv versuchte das arg angekratzte Nationalgefühl mit Hilfe der Sündenbockthese wieder aufzupolieren.2 Streiks, Umsturzversuche, wirtschaftliche und politische Notlagen waren entscheidende Faktoren, welche die Ausweitung der antijüdischen Bewegung begünstigten. Flugblätter wie zum Beispiel das des Deutschvölkischen Bundes trugen zur Verbreitung des Gedankengutes bei. Sie beinhalteten vor allem Hetzparolen, welche sich gegen hohe jüdische Persönlichkeiten in Politik und Wirtschaft richteten.
[....]
1 Maser, Werner: Sturm auf die Republik. Frühgeschichte der NSDAP, Stuttgart, 1973, S. 141.
2 ebenda.
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