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Subtitle: Die unsichtbare Gefahr durch Feinstaub
Presentation (Pre-University), 2005, 28 Pages
Author: Kristina Wallner
Subject: Technology
Details
Tags: Entstaubung, Abgasen
Year: 2005
Pages: 28
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-20923-1
File size: 381 KB
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Fulltext (computer-generated)
Staatliche Berufsoberschule
Schuljahr 2005/2006
Seminararbeit
Entstaubung von Abgasen
Die unsichtbare Gefahr durch Feinstaub
Lehrkraft: Herr XX
Verfasserin: Kristina Wallner
Abgabetermin:
xx
Klasse:
xx
Inhaltsverzeichnis
1 Hinführung zum Thema 4
2 Feinstaub 6
2.1 Was ist Feinstaub? 6
2.2 Entstehung von Feinstaub 8
2.2.1 Natürliche Quellen 9
2.2.1.1 Primäre Quellen 9
2.2.1.2 Sekundäre Quellen 9
2.2.2 Anthropogene Quellen 9
2.2.2.1 Primäre Quellen 9
2.2.2.2 Sekundäre Quellen 10
2.3 Rechtliche Instrumentarien zur Luftreinhaltung 11
2.4 Situation der Feinstaubbelastung in Deutschland 13
2.5 Wirkung von Feinstaub auf die Gesundheit des Menschen 15
3 Rußpartikelfiltersysteme 17
3.1 Abgasnachbehandlung zur Rußpartikelminderung 17
3.1.1 Wandstromfilter 17
3.1.2 Durchflussfilter 20
3.2 Europäische Abgasgrenzwerte für Diesel-Pkws 22
4 Anmerkung 23
5. Anhang 25
5.1 Literaturverzeichnis 25
2
Vorwort
In meiner Seminararbeit 2005 habe ich das Thema ,,Entstaubung von Abgasen: Die
unsichtbare Gefahr durch Feinstaub", gewählt, weil sich meine beste Freundin
vergangenen Sommer erstmals einen Diesel-Pkw gekauft hat. Ich habe sie einige Male
mit zum Händler begleitet, wobei uns der Verkäufer Einiges über Feinstaub und
Rußpartikel berichtet hat. Diese Thematik hat bei mir Interesse geweckt und ich habe sie
deshalb als Thema meiner Seminararbeit ausgewählt.
Zunächst werde ich mit einer kurzen Einleitung zum Thema hinführen. Ich gehe in Punkt 2
auf die Entstehung und Herkunft von Feinstaub ein. Anschließend werde ich die
rechtlichen Instrumentarien zur Luftreinhaltung darstellen und über die aktuelle
Feinstaubsituation in Deutschland berichten. Des Weiteren beschäftige ich mich, wie sich
Feinstaub auf die Gesundheit des Menschen auswirkt. Im folgenden Gliederungspunkt
gehe ich auf die verschiedenen Arten von Rußpartikelfiltern ein und erläutere die EU-
Abgasgrenzwerte für Diesel-Pkws. Abschließend werde ich meine eigene Meinung zu
diesem Thema äußern.
Bezüglich der Fachliteratur verwende ich ausschließlich Quellen aus dem Internet, da
dieses Thema noch sehr aktuell ist und sich keine zeitgemäßen Bücher dazu finden
ließen.
Ziel meiner Seminararbeit 2005 soll ein kurzer und wissensreicher Einblick in die
Feinstaubproblematik sein, da diese Angelegenheit uns alle betrifft und gegen diese
wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen werden müssen.
3
1 Hinführung zum Thema
In den vergangen Jahren konnte man eine enorme Verringerung der Staubbelastung in
unseren Breitengraden feststellen. In relativ kurzer Zeit wurden in den Unternehmen
große Investitionen in Filteranlagen getätigt um die Schadstoffemissionen zu verringern.
Jedoch ist nicht alles Gold was glänzt, denn größtenteils wurde nur der so genannte
,,sichtbare Staub" (Grobstaub) reduziert. Allerdings sind für den menschlichen Organismus
die kleinsten (unsichtbaren) Staubpartikel von wesentlich größerer Bedeutung, da wegen
ihrer ,,Winzigkeit"1 von ihnen eine besondere Gesundheitsgefährdung ausgeht. Bevor ich
in meiner Seminararbeit näher auf diese Gefahr eingehe, möchte ich zunächst noch einen
kurzen Überblick über Staub im Allgemeinen verschaffen.2
Alle in der Luft verteilten Feststoffe mit unterschiedlicher Form, Struktur und Dichte
werden unter dem Allgemeinbegriff ,,Staub" oder ,,Partikel" zusammengefasst. Staub ist
eine natürliche Ingredienz der Luft und somit fast überall existent. Als Schwebstaub
bezeichnet man im Prinzip den gesamten Staub der sich in der Atmosphäre befindet.
Dieser umfasst zusätzlich zum Staub, auch noch den Ruß und Rauch. Im internationalen
Fachjargon wird er auch als ,,total suspended particulates (TSP)" bezeichnet.
Schwebstaub lässt sich nach Partikelgröße und Staubart differenzieren. Die Partikelgröße
lässt sich in Feinstaub und Grobstaub und die Staubart in Hausstaub, Faserstaub,
Gesteinsstaub und Blütenstaub unterteilen. Die folgende Grafik soll dies
veranschaulichen.3
1 Press Releases, Neue EU-Grenzwerte für die Luftverschmutzung: Fragen und Antworten,
http://europa.eu.int/rapid/pressReleasesAction , 01.11.2005
2 Vgl. ebenda und vgl. Bayerischer Rundfunk, Woher kommt der Staub?, http://www.br-online.de/umwelt-
gesundheit/thema/feinstaub/feinstaub-entstehung.xml, 01.11.2005 und vgl. Landeshauptstadt München,
Feinstaub, http://www.muenchen.de/feinstaub, 12.12.2005
3 Vgl. Landeshauptstadt München, Feinstaub, a.a.O., 03.11.2005 und vgl. Rein GmbH, Grundlagen:
Verunreinigung der Luft, http://www.reinkaelte.de/Neue_Dateien/klitech.html, 01.11.2005 und vgl.
Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband, Aktuelle Fragen und Antworten zum Themenkomplex
,,Partikelminderungssysteme", http://www.centro-handel.de/pdf_news..., 05.11.2005, S. 2 und
vgl. Wikipedia, Staub, http://de.wikipedia.org/wiki/Staub, 01.11.2005
4
4
Da ich anschließend im Detail auf den Feinstaub eingehe, möchte ich bei dieser
Gelegenheit noch kurz das Thema Grobstaub erläutern. Staub mit einer Größe von mehr
als 10 Mikrometer (µm) wird als Grobstaub bezeichnet. Dieser wird durch die modernen
Filteranlagen aus der Luft gefiltert. Für das menschliche Auge ist er relativ gut sichtbar, da
er sich schnell absetzt. Durch ,,Schnäuzen" oder ,,Niesen" wird dieser Staub, der sich auf
den Flimmerhärchen der Nasenschleimwand abgesetzt hat, wieder aus dem Körper
befördert. In meiner Seminararbeit werde ich die so genannten Partikel mit der gängigen
Abkürzung ,,PM (Particulate Matter)"5 bezeichnen.6
4 Wikipedia, Staub, a.a.O.
5 Vgl. Lahl, Dr. Uwe/Steven, Dr. Wilhelm, Reduzierung von Partikelimmissionen eine gesundheitspolitische
Schwerpunktaufgabe, http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/..., 01.11.2005, S. 325
6 Vgl. Stadt Halle, Teilchengröße, http://www.halle.de/index.asp?MenuID=3139&SubPage=2, 01.11.2005
5
2 Feinstaub
2.1 Was ist Feinstaub?
Als Feinstaub werden Partikel bezeichnet, die so klein sind, dass man sie mit bloßem
Auge nicht sehen kann und einen ,,aerodynamischen Durchmesser"7 von höchstens 10
µm haben (PM10). Diese Partikel sind so winzig, dass sie nicht einmal ein Zehntel des
Durchmessers eines Haares erreichen, wie auf der Abbildung gut zu erkennen ist.8
Abbildung von Größenvergleich9
Feinstaub bildet den größten Anteil am Schwebstaub. Es ist ein komplexes,
atmosphärisches Gemisch aus festen und flüssigen Teilchen, die eine Mischung aus einer
Vielzahl von chemischen Verbindungen darstellen. Sulfat, Nitrate, Ammoniak,
Natriumchlorid, Kohlenstoff, Mineralstaub und Wasser sind die wichtigsten Bestandteile.
Durch ihre Größe, Form, Farbe, chemische Zusammensetzung, physikalischen
Eigenschaften aber auch durch ihre Herkunft und Entstehung unterscheiden sich die
Partikel. Sie entstehen überwiegend durch menschliche Aktivitäten, wie beispielsweise
Verbrennungsprozesse. Somit stellen sie den am schwierigsten abzubauenden Teil der
Luftschadstoffe dar. Die Größe der Feinstaubpartikel ist dafür verantwortlich, wie lange sie
sich in der Atmosphäre aufhalten und wie weit sie transportiert werden können. Die
7 Der aerodynamische Durchmesser eines Teilchens beliebiger Form und Dichte wird mit Hilfe des
Durchmessers einer Kugel mit Dichte 1 (1 g/cm³) bestimmt, welches die gleiche Sinkgeschwindigkeit in
ruhender oder laminar strömender Luft besitzen würde wie das zu betrachtende Staubteilchen. Universität
Karlsruhe, Schadstoffmessung, http://www-iip.wiwi.uni-karlsruhe.de/forschung/..., 23.10.2005, S. 5
8 Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Frische Luft für alle die
Feinstaubdebatte Fragen und Antworten, http://www.bmu.de/files/luftreinhaltung/..., 05.12.2005, S.1 und
vgl. Medicalpicture, Feinstaub, Partikel Emissionen, http://www.medicalpicture.de/cont_62.feinstaub.php,
20.12.2005
9 Oberland-Mangold GmbH, Gesundheit, http://www.oberland-mangold.de/index... , 18.12.2005
6
größeren Partikel (PM10) sind durch Ablagerung und Niederschlag innerhalb weniger
Stunden aus der Luft verschwunden. Dagegen können sehr kleine Partikel (PM2,5)
mehrere Tage oder sogar Wochen in der Luft bleiben
und so innerhalb kurzer Zeit
Strecken über mehrere tausend Kilometer zurücklegen. Ein oft zu besichtigendes
Phänomen ist der Saharastaub, der je nach Windrichtung nach Europa oder sogar über
den Atlantik verstreut werden kann und dort manchmal auf den Autos vorzufinden ist.10
Die Einteilung und Definition der Partikel ist in der deutschen Literatur nicht schlüssig und
teilweise sogar widersprüchlich. Die Partikel lassen sich sehr gut ihrer Größe nach
einteilen. In der nachfolgenden Übersicht wurde eine derartige Einteilung vorgenommen.11
Schwebstaub
,,(...) die Aerosolkomponente der in der Luft
(total suspended particulates, TSP) vorhandenen Partikeln bis zu einem oberen
aerodynamischen Durchmesser von rund 30 µm
(...)."
Thorakaler Schwebstaub
,,(...) Partikeln, die einen in ISO 7708 definierten
(thoracic particulates, PM10)
größenselektierenden Lufteinlass passieren, der
für einen aerodynamischen Durchmesser von 10
µm eine Abscheidewirksamkeit von 50%
aufweist."
Alveolengängiger Schwebstaub
,, (...) Partikeln, die einen in ISO 7708 definierten
(respirable particulates, PM2,5)
größenselektierenden Lufteinlass passieren, der
für einen aerodynamischen Durchmesser von 2,5
µm eine Abscheidewirksamkeit von 50%
aufweist."
Ultrafeine Partikel
,,(...) Teilchen mit einem aerodynamischen
(UFP)
Durchmesser von weniger als 0,1 µm."
Grobe Partikel
,,(...) in der internationalen Literatur Partikeln im
(coarse particles)
Größenbereich von 2,5 bis 10µm."
12
10 Vgl. Deutsche Atemwegsliga e.V., Feinstaub kleine Partikel mit großer Wirkung,
http://www.atemwegsliga.de/pages/aktuell.htm#Feinstaub, 02.11.2005 und vgl. Medicalpicture, Feinstaub,
Partikel Emissionen, a.a.O. und vgl. Umweltbundesamt, Hintergrundpapier zum Thema Staub/Feinstaub
(PM), http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-p presse/hintergrund/feinstaub.pdf, 23.10.2005, S. 3
11 Vgl. Lahl/Steven, Reduzierung von Partikelemissionen, a.a.O., S 325
12 Vgl. ebenda, S. 325
7
,,Die Massenkonzentration von Feinstaub wird in Milligramm [(mg)], Mikrogramm [(g)]
oder Nanogramm [(ng)] pro Kubikmeter [(m³)] Luft angegeben."13
Um das Verhältnis der Partikelgrößen zueinander besser verständlich zu machen, kann
man auch sagen: ,,Die ultrafeinen Partikeln (UFP) sind eine Teilmenge von PM2,5, diese
sind eine Teilmenge von PM10 und diese wiederum eine Teilmenge von TSP."14 Der Anteil
der UFP an der Gesamtmasse ist relativ unbedeutend. Da aber ihre Zahl beachtlich ist,
werden sie anstatt in ,,Masse-Konzentrationen"15 in ,,Anzahl-Konzentrationen"16
angeführt.17
2.2 Entstehung von Feinstaub
Feinstaubemissionen lassen sich auf eine Vielzahl von Quellen zurückführen. Sie
können entweder durch natürliche Vorgänge (natürliche Quellen) entstehen oder
durch den Menschen (anthropogene Quellen) verursacht werden. Die nachfolgende
Tabelle soll einen Überblick über die natürlichen und anthropogenen Quellen
vermitteln.18
19
13 GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Feinstaub - Kleine Partikel mit großer Wirkung,
http://www0.gsf.de/flugs/feinstaub_neu_2.phtml, 23.10.2005
14 Lahl/Steven, Reduzierung von Partikelemissionen, a.a.O., S. 325
15 ebenda, S. 326
16 ebenda, S. 326
17 Vgl. ebenda, S. 325, 326
18 Vgl. Umweltbundesamt, Hintergrundpapier, a.a.O., S 3
19 Regierungspräsidium Karlsruhe, Luftreinhalte-/Aktionsplan für den Regierungsbezirk Karlsruhe,
http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/show/1188387/rpk54.1_lrp_pf_internet.pdf, 18.12.2005, S. 13
8
Aus der Tabelle wird erkennbar, dass durch natürliche Quellen sehr große als auch winzig
kleine Partikel entstehen. Von den anthropogenen Quellen werden überwiegend
Feinstaubpartikel emittiert. Die ultrafeinen Partikel stammen überwiegend aus
Verbrennungsprozessen.
Die beiden oben genannten Quellen, lassen sich wiederum in primäre und sekundäre
Quellen unterteilen. Die Primärpartikel werden direkt von den Schadstoffverursachern an
die Luft abgegeben. Hingegen entstehen die Sekundärpartikel durch eine chemische
Reaktion von gasförmigen Vorläufersubstanzen in der Atmosphäre.20
2.2.1 Natürliche Quellen
2.2.1.1 Primäre Quellen
Emissionsquellen dieser Partikel sind:
Vulkane (ohne Gasemissionen), Meere (Seesalzaerosole), Bodenerosion, Wald- und
Buschfeuer, sowie biologisches organisches Material (Pollen, Sporen oder
Mikroorganismen wie Viren, Bakterien, Pilze).21
2.2.1.2 Sekundäre Quellen
Vulkangase (SO2, H2S, NH3), Methan aus Feuchtgebieten,
Nitrat aus Böden und Gewässern, Sulfat (meist aus Dimethylsulfat und
Schwefelwasserstoff aus den Meeren), Distickstoffoxid (N2O) durch biologische
Aktivitäten in Böden22
2.2.2 Anthropogene Quellen
2.2.2.1 Primäre Quellen
Hier werden die Partikel, wie bereits oben erwähnt, unmittelbar freigesetzt. Dies
geschieht besonders in Verbrennungsanlagen der Energieversorgung (Kraftwerke und
Fernheizkraftwerke) und der Müllverbrennungsanlagen. Auch Hausbrand (Gas, Öl,
Kohle), Industrieprozesse (Metall- und Stahlerzeugung) und Schüttgutumschlag
zählen zu den größten ortsfesten Verursachern dieser Art von Partikeln.
20 Vgl. Umweltbundesamt, Hintergrundpapier, a.a.O., S. 3 und vgl. Lahl/Steven, Reduzierung von
Partikelemissionen, a.a.O., S. 326
21 Vgl. Umweltbundesamt, Hintergrundpapier, a.a.O., S. 4
22 Vgl. ebenda, S. 4
9
Aber auch mobile Quellen, wie der Straßenverkehr, hier vor allem Dieselfahrzeuge,
tragen durch Auspuffgase, insbesondere durch unvollständig verbrannte Treib- und
Brennstoffe, wesentlich zur Luftbelastung bei. Aber auch der Abrieb der Reifen,
Bremsen und Kupplungsbeläge, als auch die Aufwirbelung des Straßenstaubs haben
einen nicht unbedeutsamen Anteil an der Verschmutzung. Man bezeichnet diese
Verursachungsquellen auch als ,,diffuse Emissionen"23. Ebenfalls zählen zu den
mobilen Quellen der Schienen-, Schifffahrts- und Luftverkehr.24
2.2.2.2 Sekundäre Quellen
Von sekundären anthropogenen Quellen werden reaktionsfähige Gase freigesetzt, die in
der Luft durch chemische Reaktionen in sekundäre Staubteilchen umgewandelt werden.
Solche Gase sind Schwefeloxide (SO2, SO3), Stickstoffoxide (NO, NO2), Ammoniak (NH3)
und flüchtige Nichtmethankohlenwasserstoffe (NMVOC). Ammoniumsulfate und
Ammoniumnitrate als auch Aldehyde und Ketone als Oxidationsprodukte der NMVOC sind
die Reaktionsprodukte dieser Stoffe. Die Hauptproduzenten dieser sekundären PM sind
stationäre Verbrennungsanlagen (Energie, Industrie, Hausbrand), Landwirtschaft (NH3),
Lösemitteleinsatz, chemische Industrie und Petrochemie (NMVOC).25
Im Jahr 1990 wurden in Deutschland 1.858.000 Tonnen Gesamtstaub emittiert. Durch die
technische Verbesserung von Filteranlagen, vor allem in den Neuen Bundesländern, war
es möglich bis 1999 die Gesamtstaub-Emission auf 259.000 Tonnen zu verringern. Von
dieser Menge sind rund 179.000 Tonnen dem Feinstaub zuzurechnen. Die nachfolgende
Tabelle zeigt im Jahr 1999, welchen Anteil in Tonnen die einzelnen Quellgruppen an der
anthropogenen Feinstaubemission in Deutschland hatten.26
23 ebenda, S.4
24 Vgl. ebenda, S. 3,4
25 Vgl. ebenda, S. 4
26 Gesundheitsrisiko Verbrennungsanlage Thanhof e.V., Informationen zum Thema Feinstaub in Regensburg,
http://www.grvt.de/zdf/fstb_rg.pdf, 03.11.2005, S. 2
10
Feinstaubemissionen in Deutschland im Jahr 1999 27
2.3 Rechtliche Instrumentarien zur Luftreinhaltung
Die Luftreinhaltungsgesetzgebung in der Europäischen Union basiert hauptsächlich auf
der EU-Rahmenrichtlinie (1996/62/EG) über die Beurteilung und die Kontrolle der
Luftqualität und den drei dazu erlassenen Tochterrichtlinien (1999/30/EG; 2000/69/EG;
2002/3/EG) sowie der NEC-Richtlinie. In der Richtlinie 1999/30/EG, die auch als
Feinstaubrichtlinie bezeichnet wird, sind die Grenzwerte für Schwefeldioxid (SO2),
Stickstoffdioxid (NO2) und Stickstoffoxide, Blei und Partikel in der Luft geregelt. Mit der
,,Zweiundzwanzigsten Verordnung zur Durchführung des Bundes-
Immissionsschutzgesetzes"28 vom 11. September 2002 (22. BImSchV) wurde die
Feinstaubrichtlinie in das nationale Recht integriert. Die 22. BImSchV ist eine ,,Verordnung
über Immissionswerte für Schadstoffe in der Luft"29, in der die Grenzwerte für PM10 zum
Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegt sind.30
Wie man der nachfolgenden Tabelle entnehmen kann, gelten seit dem 01. Januar 2005
strengere Grenzwerte im Bezug auf den Ausstoß von Feinstaubteilchen. Zum
voraussichtlich letzten Mal werden die Grenzwerte nochmals zum Januar 2010 verschärft
werden. 31
27 ebenda, S. 3
28 Vgl. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Der Aktuelle Begriff: Feinstaub-
Richtlinie, http://www.bundestag.de/bic/analysen/2005/2005_03_21.pdf, 23.10.2005
29 Lahl/Steven, Reduzierung von Partikelemissionen, a.a.O., S. 381
30 Vgl. ebenda, S. 381 und vgl. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Der Aktuelle Begriff:
Feinstaub-Richtlinie, a.a.O. und vgl. Umweltbundesamt, Hintergrundpapier, a.a.O, S. 17
31 Vgl. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Der Aktuelle Begriff: Feinstaub-Richtlinie, a.a.O.
11
Immissionsgrenzwerte für PM10-Partikel nach Europäischem und nationalem
Recht:
Zeitpunkt der
Mittelungs-
Grenzwert Erlaubte
Einhaltung
Zeitraum
Überschreitungen
bis 31.12.2004
24-Stunden
300 µg/m³
---
bis 31.12.2004
Kalenderjahr
150 µg/m³
---
ab 01.01.2005
24-Stunden
50 µg/m³
35mal im Jahr
ab 01.01.2005
Kalenderjahr
40 µg/m³
---
ab 01.01.2010
24-Stunden
50 µg/m³
7mal im Jahr
ab 01.01.2010
Kalenderjahr
20 µg/m³
---
32
Um jedoch eine dauerhafte und effektive Reduktion zu erlangen, dürfen nicht nur
Maßnahmen verordnet werden, die die direkte Reduzierung der Emissionen von PM
betreffen, sondern es müssen auch Bestimmungen gelten, die die Vorläuferstoffe für die
Sekundärbildung von Partikeln verringern. Für derartige Stoffe sind ebenfalls Grenzwerte
in der 22. BImSchV geregelt. 33
SO2- und NO2-Grenzwerte nach Europäischem und nationalem Recht:
Zeitpunkt der
Mittelungs-
Erlaubte
Stoff
Grenzwert
Einhaltung
zeitraum
Überschreitungen
24 Stunden pro
01.01.2005 1-Stunde 350
µg/m³
SO2
Jahr
01.01.2005
24-Stunden
125 µg/m³
3 Tage pro Jahr
18 Stunden pro
01.01.2010 1-Stunde 200
µg/m³
NO2
Jahr
01.01.2010 Kalenderjahr 40
µg/m³
---
34
Zwei weitere Vorläufersubstanzen Ammoniak (NH3) und flüchtige Nichtmethankohlen-
wasserstoffe (NMVOC) sind mit Schwefeldioxid und Stickoxide (NOx) zusammen in der
33. BImSchV geregelt. In dieser wird die Emissionsminderung über ,,Höchstmengen"35
32 Vgl. Bundesministerium der Justiz, § 4 Immissionsgrenzwerte und Toleranzmargen für Schwebstaub und
Partikel (PM10), http://bundesrecht.juris.de..., 18.12.2005 und vgl. Landeshauptstadt München, Feinstaub,
a.a.O.
33 Vgl. Lahl/Steven, Reduzierung von Partikelemissionen, a.a.O., S. 381, 382
34 Vgl. ebenda, S. 382
35 ebenda, S.382
12
reguliert, wobei alle in der 22. BImSchV verfassten Grenzwerte als
,,Schadstoffkonzentrationen"36 in der Luft angegeben werden. 37
SO2-, NOx-, NH3- und NMVOC Grenzwerte nach der 33. BImSchV:
Emissionen SO2 in kt
NOx in kt
NH3 in kt NMVOC in kt
Emissionshöchstmengen der
520 1051 550 995
33. BImSchV 2010
38
Vollständigkeitshalber habe ich eine Tabelle mit diesen Stoffen eingefügt, aber ich werde
im Detail jedoch nicht weiter darauf eingehen, um den Rahmen meiner Arbeit nicht zu
sprengen.
Die deutschen Kommunen sind dafür verantwortlich, dass die Anforderungen der
Richtlinie eingehalten werden. Wird gegen diese Grenzwerte verstoßen, kann dies
gerichtlich eingefordert werden. Die ersten Urteile fielen recht unterschiedlich aus. So
wurde in München eine Klage abgewiesen, in Stuttgart jedoch gab man dem Kläger
Recht. Zudem kann die Europäische Kommission, die über die Einhaltung wacht, ein
Vertragsverletzungsverfahren, beim Europäischen Gerichtshof veranlassen. Dieser wird
im Falle eines Nachweises der Verletzung Sanktionen aussprechen. Eine solche kann
beispielsweise eine Geldstrafe in empfindlicher Höhe sein. Eine Überschreitung des
Grenzwertes im Jahr 2005, wird aber noch nicht geahndet werden.39
2.4 Situation der Feinstaubbelastung in Deutschland
In zahlreichen deutschen Städten stellt die Einhaltung der seit 01. Januar 2005 geltenden
Grenzwerte eine scheinbar nicht zu bewältigende Aufgabe dar. Der Feinstaub belastet die
Luft öfter als erlaubt und an manchen Tagen sind die Werte sogar um ein Mehrfaches zu
hoch. Am 13. März 2005, nur 73 Tage nach Inkrafttreten derer, hat Stuttgart (Messstelle
Neckartor) als erste deutsche Stadt den zulässigen Grenzwert zum 35. Mal überschritten.
Über das gesamte Jahr 2005 hinweg wurde dieser Grenzwert, allein von Stuttgart, an 173
36 ebenda, S. 382
37 Vgl. ebenda, S. 382
38 ebenda, S. 382
39 Vgl. Bayerischer Rundfunk, Feinstaub liegt in der Luft, http://www.br-online.de/umwelt-
gesundheit/thema/feinstaub/, 01.11.2005 und vgl. Landeshauptstadt München, Feinstaub, a.a.O. und vgl.
Umweltlexikon, Feinstaub, http://www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBluft/Feinstaub.php,
05.11.2005
13
Tagen nicht eingehalten. Damit ist diese Stadt Spitzenreiter, gefolgt von München und
Leipzig mit jeweils 107 Überschreitungen. Deutschlandweit konnten 30 Städte die von der
Richtlinie verlangten Werte nicht einhalten. In der nachfolgenden Tabelle sind die Städte
aufgeführt, die 2005 den Grenzwert mehr als das Doppelte überschritten haben.40
Stationsname
Anzahl der Überschreitungen
Stuttgart/Neckartor 173
Leipzig-Mitte 107
München/Landshuter Allee
107
Düsseldorf Corneliusstraße
88
Bremen Verkehr
82
Leipzig Lützner Straße
82
Dresden-Mitte 78
Dortmund Brackeler Straße
76
Berlin Neukölln-Silbersteinstraße
72
Berlin Friedrichshain-Frankfurter Allee
71
41
Vereinzelt, wird der PM10-Jahresmittelwert überschritten, jedoch liegt er in Deutschland
meistens zwischen 20 und 35 µm/m3. Besonders an Messstationen die in der Nähe von
viel befahrenen Straßen liegen, werden Überschreitungen beobachtet.42
Von den Städten und Kommunen die gegen die vorgeschriebenen Werte verstoßen,
müssen Luftreinhaltepläne erstellt werden, in denen sie der EU mitteilen, wie die
Schadstoffbelastung verringert werden soll. Dabei wird besonders auf die Reduzierung
von Dieselruß Wert gelegt. Es gibt viele Maßnahmen, die von den Städten eingeführt
werden können und sofort zur Reduzierung beitragen. Dazu der umweltpolitische
Sprecher Winfrid Hermann von der Grünen-Fraktion.
"Mit Abstand die erfolgreichsten Sofortmaßnahmen, die Kommunen und Länder jetzt ergreifen
können, wären die Umlenkung von Verkehr, die Reduktion von Verkehr, etwa durch eine City-
Maut, und gezielte Fahrverbote für Dieselfahrzeuge ohne Rußfilter"43
40 Vgl. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Der Aktuelle Begriff: Feinstaub-Richtlinie, a.a.O.
und vgl. Umweltlexikon, Feinstaub, a.a.O. und vgl. Fiedler, Carsten, Feinstaub-Grenzwert in 30 Städten
überschritten, http://www.welt.de/data/2006/01/03/826089.html, 02.01.2006
41 Vgl. Umweltbundesamt, Überschreitungen im Jahr 2005, http://www.env-it.de/luftdaten/trsyear.fwd?state=UB&
month=1&comp=PM1&year=2005, 02.01.2006 und vgl. Fiedler, Feinstaub-Grenzwert, a.a.O.
42 Vgl. Umweltbundesamt, Hintergrundpapier, a.a.O., S. 7
43 FAZ.NET, Feinstaub: Städte fordern schnelle Umrüstung auf Rußfilter,
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E0B0B6085A9E9464F8CD24C4
C928FE4AB~ATpl~Ecommon~Scontent.html, 05.11.2005
14
In einigen Europäischen Ländern wurden solche Maßnahmen schon umgesetzt. So wurde
beispielsweise in London eine City-Maut eingeführt, die zu 18 Prozent weniger Verkehr
und zu 12 Prozent weniger Feinstaub geführt hat. In Italien gibt es verschiedene Arten von
Fahrverboten. In Deutschland gibt es noch keine rechtskräftigen Maßnahmen. Jedoch ist
eine Subventionierung von Partikelfiltern bei Dieselfahrzeugen geplant, wobei aber noch
nicht endgültig entschieden ist, ab wann und in welcher Höhe diese bezuschusst werden
sollen. Den Behörden ist es aber heute schon möglich, durch vorübergehende Stilllegung
von Industriebetrieben, Verhängung von Tempolimits und das Sperren von
Ballungszentren für den Verkehr zu versuchen, die von der Richtlinie vorgeschriebenen
Grenzwerte einzuhalten.44
2.5 Wirkung von Feinstaub auf die Gesundheit des Menschen
Auch wenn wir sie nicht sehen, riechen oder schmecken können sind die feinsten
Staubpartikel, die wir mit der Atemluft in unsere Körper aufnehmen, allgegenwärtig.
Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass der Feinstaub in der Luft schädigende
Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben kann. Durchgeführte Studien
zeigen, dass die Gefährdung des Menschen unter anderem von der Größe des Partikels
abhängig ist. Denn je kleiner dieser ist, desto weiter kann er in die menschlichen
Atemwege eindringen.45
Teilchen mit einem aerodynamischen Durchmesser von 5 10 µm werden im Nasen- und
Rachenraum zurückgehalten. In der Luftröhre lagern sich Partikel mit einer Größe von 3
5µm ab. Noch kleinere Stäube mit einer Größe von 1 3 µm gelangen bis in die
Bronchien und Bronchialen. Dort können sie entzündliche Reaktionen wie Bronchitis und
Asthma verursachen. Die hervorgerufenen Entzündungen stellen eine Belastung für Herz
und Kreislauf dar. Metallpartikel können dafür verantwortlich sein, dass allergisch bedingte
Atemwegserkrankungen wie Asthma verschlimmert werden. Stäube wie Ruß können
Krebs verursachen. Staubteilchen mit einer Größe von nur 0,1 1 µm dringen bis in die
Lungenbläschen (Alveolen) vor. Von dort aus können sie sogar in den Blutstrom
gelangen. Durch den Blutkreislauf können sie im ganzen Körper verteilt werden und rufen
Blutgerinnsel als auch Arteriosklerose hervor. Obwohl noch keine genaue Wirkungsweise
44 Vgl. ebenda und vgl. Wikipedia, Feinstaub, http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub, 01.11.2005 und vgl. Fiedler,
Feinstaub-Grenzwert, a.a.O. und vgl. Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband, Aktuelle Fragen und
Antworten, a.a.O., S. 3
45 Vgl. FAZ.NET, Feinstaub: Je kleiner die Partikeln, desto größer das Risiko,
http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6/Doc~E67831243A9FB4FD0868
88AF90FEDFDA9~ATpl~Ecommon~Scontent.html, 05.11.2005 und vgl. Ruby, Claudia, Staubige Killer,
http://www.wdr.de/tv/q21/1512.0.phtml, 12.12.2005
15
bekannt ist, steht aber fest, dass durch die feinen Stäube das Herz belastet wird. So ist es
auch nicht verwunderlich, dass Herzinfarkte und Schlaganfälle an Tagen mit hoher
Feinstaubbelastung häufiger auftreten.46
Ablagerung von Feinpartikeln im menschlichen Atemtrakt47
Kinder, ältere Menschen und Personen die bereits unter Atemwegs- oder
Herzkreislauferkrankungen leiden, sind besonders betroffen. Eine EU-Studie geht davon
aus, dass in Deutschland, verursacht durch Feinstaub, 65.000 Menschen vorzeitig
sterben. Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2004 zufolge verkürzt sich
die durchschnittliche Lebenserwartung durch die momentane Feinstaub-Konzentration um
8,6 Monate in der EU und um 10,2 Monate in Deutschland. Eine Langzeitstudie, die im
Ruhrgebiet durchgeführt wurde, bestätigt dies.48
Auch die chemische Zusammensetzung des Partikels spielt auch eine wichtige Rolle,
inwiefern er sich gesundheitlich auswirkt. So ist davon auszugehen, dass Teilchen aus
Verbrennungsprozessen schädlicher sind, als solche, die durch natürliche Quellen
hervorgerufen werden, auch wenn sie die gleiche Größe haben. Bei diesen ist es eher
unwahrscheinlich, dass sie mit negativen Gesundheitseffekten verbunden sind, obwohl
man nach heutigem Wissensstand annehmen muss, dass Partikel, egal welcher Art und
Herkunft, Einfluss auf die Mortalität und das Krankheitsgeschehen nehmen. Mögliche
46 Vgl. Ruby, Staubige Killer, a.a.O. und vgl. FAZ.NET, Feinstaub: Je kleiner die Partikel, desto größer das
Risiko, a.a.O. und vgl. Gesundheitsrisiko Verbrennungsanlage Thanhof e.V., Informationen zum Thema
Feinstaub in Regensburg, a.a.O.
47 Gesundheitsrisiko Verbrennungsanlage Thanhof e.V., Informationen zum Thema Feinstaub in Regensburg,
a.a.O.
48 Vgl. Landeshauptstadt München, Feinstaub, a.a.O.
16
Erkrankungen, die durch Feinstaub verursacht werden können, sind Husten, chronischer
Husten, Bronchitis, Herz-Lungen-Probleme, Lungenkrebs und die Verringerung der
Lebenserwartung.49
3 Rußpartikelfiltersysteme
3.1 Abgasnachbehandlung zur Rußpartikelminderung
Schon heute sind, nicht zuletzt wegen Ihrer Effizienz, rund 40% aller in Deutschland neu
zugelassenen Autos Dieselfahrzeuge. Aber durch den Feinstaub, auch Rußpartikel
genannt, der von diesen Pkws produziert wird, entsteht eine unsichtbare Bedrohung für
den Menschen. Diese Tatsache sollte uns umso nachdenklicher machen, da bis zum
Jahre 2005 kaum Autos serienmäßig mit Rußpartikelfilter ausgestattet wurden. Hingegen
bauen zwei französische Automobilhersteller schon seit 2000 bei verschiedenen Modellen
serienmäßig diese Filteranlagen ein.50
Rußpartikel entstehen durch unvollständige Verbrennung des Kraftstoffes und gelangen
ohne Filterung in die Umwelt. Der Kern eines Rußpartikels besteht aus reinem
Kohlenstoff, an dem sich verschiedene Kohlenwasserstoffverbindungen, Metalloxide und
Schwefel anlagern. Um die Emission dieser Partikel zu reduzieren, gibt es
unterschiedliche technische Möglichkeiten. Zum einen gibt es innermotorische
Maßnahmen, bei denen man beispielsweise versucht durch hohen Einspritzdruck ein
optimales Dieselkraftstoff-Luftgemisch zu erhalten, um die Verbrenngüte zu steigern. Oder
man gestaltet die Ein- und Auslasskanäle so, dass optimale Strömungsverhältnisse
vorliegen. Zum anderen gibt es außermotorische Maßnahmen, durch die man den
Partikelausstoß mittels geschlossenen oder offenen Filtersystemen verringern kann. 51
3.1.1 Wandstromfilter
Bei diesem geschlossenem System strömt das mit Rußpartikeln versetzte Abgas durch
die kanalartigen Kammern eines wabenförmigen Keramikfilters. Diese sind wechselseitig
49 Vgl. FAZ.NET, Feinstaub: Je kleiner die Partikel, desto größer das Risiko, a.a.O. und vgl. Umweltbundesamt,
Hintergrundpapier, a.a.O., S. 16 und vgl. Lahl/Steven, Reduzierung von Partikelemissionen, a.a.O., S. 331
50 Vgl. Hein, Volker, Partikelfilter zum Nachrüsten,
http://www.wdr.de/tv/service/verkehr/inhalt/20030311/b_3.phtml, 12.12.2005 und Vgl. Deutsches
Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband, Aktuelle Fragen und Antworten, a.a.O., S. 2
51 Vgl. Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband, Aktuelle Fragen und Antworten, a.a.O., S. 2,5
17
verschlossen, damit die Abgase durch die porösen Keramikwände strömen müssen, um
aus dem Filter zu entweichen.52
Abbildung der kanalartigen Kammern eines Keramikfilter53
Verwendete Keramikarten für den Filterkörper sind beispielsweise Cordierit, Siliziumcarbid
oder Aluminiumoxid.54
Wabenförmiger Dieselrußfilter
aus Cordierit-Keramik55
Die im Abgas enthaltenen Partikel können die Filterwände nicht passieren und lagern sich
dort ab. Dadurch bildet sich allmählich ein ,,Oberflächenfiltrat"56, das auch als
,,Rußkuchen"57 bezeichnet wird, und größtenteils aus brennbarem Ruß und den daran
hängenden Kohlenwasserstoffen besteht. Ein kleiner Anteil davon ist nicht brennbar
(Sulfat-Asche), die aus der Verbrennung von Schmiermitteln entsteht. Die Abgase
52 Vgl. Fairkehr GmbH, Kein Diesel ohne Filter,
http://www.fairkehr.de/magframeset.html?fair_0405/titel/diesel.htm, 02.12.2005 und vgl. Fh-Koblenz,
Dieselrußfilter inert, http://www.fh-koblenz.de/fachbereiche/fbwt/cdrom/produkte/filter/f21.htm, 12.12.2005
und vgl. Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband, Aktuelle Fragen und Antworten, a.a.O., S. 6
53 Borges GmbH, Rußfiltersysteme von Borges, http://www.borges-seelze.de/Downloads/Borges%20Filter.PDF,
12.12.2005, S. 6
54 Vgl. Wikipedia, Partikelfilter, http://de.wikipedia.org/wiki/Ru%C3%9Ffilter, 01.11.2005
55 Fh-Koblenz, Dieselrußfilter inert, a.a.O.
56 Edel, Rainald, Schwierige Marktlage, http://www.autoservice-
online.at/upload/pulsSchlag/AS_6_pulsSchlag.pdf, 12.12.2005
57 ebenda
18
müssen sich dann mehr und mehr durch die Wand, als auch durch den wachsenden
,,Rußkuchen" kämpfen. Dadurch wird der Abgasgegendruck erhöht und bei
Überschreitung eines bestimmten Grenzwertes, den Sensoren messen, muss eine
Verbrennung der Partikel erfolgen, da ansonsten der Filter vollkommen verstopfen würde.
Diesen Ablauf bezeichnet man als ,,Regeneration"58.59
Um diese einzuleiten muss die Abgastemperatur kurzfristig angehoben werden, damit die
Schadstoffe verbrennen können. Bei sehr hohen Motorlasten und Drehzahlen, wie sie
beispielsweise bei schneller Autobahnfahrt erreicht werden, kann die benötigte
Temperatur ohne zusätzliche Maßnahmen erreicht werden. Aber um die Rußpartikel auch
bei geringerer Motorleistung verbrennen zu können, muss eine Nacheinspritzung des
Kraftstoffes erfolgen.
Ein Dieselmotor hat je Verbrennungstakt zwei Kraftstoffeinspritzungen, eine
Voreinspritzung und eine Haupteinspritzung. Durch eine weitere, die bereits erwähnte
Nacheinspritzung, wird die Abgastemperatur erhöht. Zunächst treten dabei im Abgas
unverbrannte Kohlenwasserstoffe auf, die im Vorkatalysator oxidieren. Dadurch wird
weitere Wärme freigesetzt. Die jetzt vorherrschende Temperatur von ca. 500°C ist aber
nur ausreichend, wenn dem Kraftstoff ein Additiv60 beigemengt wird. Dieser Zusatzstoff ist
nämlich dafür verantwortlich, dass die ursprüngliche Verbrennungstemperatur der
Rußpartikel von über 600°C auf ca. 450°C gesenkt wird. Die Beimengung des Additivs
erfolgt automatisch bei jedem Tankvorgang. Je nach Automobil, muss es nach ungefähr
80.000 Kilometern nachgefüllt werden. Damit sind die optimalen Voraussetzungen
gegeben, um den Abbrand der im Filter befindlichen Rußpartikel durchzuführen. Dieser
Prozess ist nach circa einer Minute abgeschlossen. Während des Abbrennens kommt es
vermehrt zu gasförmigen Emissionen, wobei es sich hier hauptsächlich um Kohlendioxid
handelt. Bis auf den nicht brennbaren Anteil, ist der ,,Rußkuchen" nach abgeschlossener
Regeneration völlig abgebrannt.61
Auch mit einer Heizspirale, die vor dem Filter installiert ist, kann die nötige
Verbrennungstemperatur erzeugt werden. Je nachdem wie oft man in der Stadt oder auf
der Autobahn fährt, wird eine Regeneration in einem Streckenintervall von 300 bis 500
58 Fairkehr GmbH, Kein Diesel ohne Filter, a.a.O.
59 Vgl. Edel, Schwierige Marktlage, a.a.O. und vgl. Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband, Aktuelle
Fragen und Antworten, a.a.O., 6
60 Additiv: Zusatzstoffe, die Produkten zugesetzt werden um bestimmte Eigenschaften zu erreichen. Hier z.B.
Eisen-Sauerstoff-Verbindung um die Verbrennungstemperatur der Rußpartikel zu senken. Vgl. Wikipedia,
Additiv, http://de.wikipedia.org/wiki/Additiv, 12.12.2005 und vgl. Hein, Partikelfilter zum Nachrüsten, a.a.O.
61 Vgl. Gauss, Christof, Testbericht vom ADAC: Untersuchung Partikelfiltertechnik am Peugeot 607 HDi +
FAP, http://www.umwelt-schweiz.ch/imperia/..., 12.12.2005, S. 3 und vgl. Edel, Schwierige Marktlage, a.a.O.
19
Kilometern durchgeführt. Für den Fahrer bleibt dieser Vorgang unbemerkbar, denn die
Motorleistung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Jedoch kann sich durch die kurzzeitig
höhere Temperatur beim Verbrennungsakt im Motor der Wirkungsgrad verschlechtern und
somit einen geringfügig höheren Kraftstoffverbrauch hervorrufen. Wandstromfilter haben
eine sehr hohe, über lange Zeit stabile Abscheiderate von mindestens 95 Prozent. Auch
die gefährlichen ultrafeinen Partikel werden größtenteils herausgefiltert. ,,Für die
Nachrüstung sind solche Systeme nur bedingt geeignet, da die Abstimmung des Systems
auf das Fahrzeug schwierig und mit hohen technischen und finanziellen Aufwand
verbunden ist." 62 63
Die Nachrüstung mit einem Wandstromfilter, verursacht Kosten in Höhe von ungefähr:
Preis für
Preis für
Preis für
Gesamtpreis
Rußpartikelfilter
Einbau
Abgasuntersuchung (AU)
1.000 1.200
100 150
35
1.140 1.390
64
3.1.2 Durchflussfilter
Bei diesem offenem System werden die Dieselabgase durch dünne Stahlfolien geleitet,
wobei die größeren Teilchen an der Innenseite hängen bleiben. Dieses System arbeitet
mit einer kontinuierlichen Regeneration, die als Continous Regeneration Trap (CRT-
Prinzip), also einer so genannten kontinuierlich regenerierenden Partikelfalle, bezeichnet
wird. Das bedeutet, dass die angesammelten Partikel fortlaufend verbrannt werden.
Voraussetzung dafür ist eine ausreichend hohe Temperatur und Stickstoffdioxid
Konzentration. Die Abgastemperatur bei Fahrten mit normalem Tempo beträgt bis zu 250
Grad Celsius und ist für diesen Prozess ausreichend. 65
Der Wirkungsgrad eines Durchflussfilters beträgt nur 30 bis 50 Prozent und ist damit
deutlich niedriger als der eines Wandstromfilters. Partikel mit einem Durchmesser unter
100 Nanometern (nm), werden kaum gefiltert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das
Abgas bei dieser Art des Filters keine feinporöse Wand durchdringen muss. Vorteilhaft ist
jedoch, dass der niedrige Gegendruck und die Durchlässigkeit für Motorölasche dafür
sorgen, dass sich der Kraftstoffverbrauch gar nicht oder nur geringfügig erhöht.
Grundsätzlich ist der Einbau eines Durchflussfilters, wegen der niedrigeren
Abscheidequote, aber nur bei den Fahrzeugen zu empfehlen, in die kein Wandstromfilter
62 Oberland-Mangold GmbH, Gesundheit, a.a.O.
63 Vgl. Wikipedia, Partikelfilter, a.a.O. und vgl. Fairkehr GmbH, Kein Diesel ohne Filter, a.a.O.
64 Vgl. Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband, Aktuelle Fragen und Antworten, a.a.O., S. 7
65 Vgl. Fairkehr GmbH, Kein Diesel ohne Filter, a.a.O. und vgl. Wikipedia, Partikelfilter, a.a.O. und vgl. Hein,
Partikelfilter zum Nachrüsten, a.a.O.
20
eingebaut werden kann. Das Nachrüsten eines Durchflussfilters ist innerhalb einer Stunde
möglich, da keine Änderungen am Fahrzeug (Sensoren, Elektronik) erforderlich sind. Dies
ist auf die kontinuierliche Regeneration zurückzuführen.66
Der einbaufertige Rußfilterkat kann sofort anstelle des in Form und Größe ähnlich
aufgebauten, serienmäßigen Oxidationskatalysators in die Abgasanlage eingebaut
werden (siehe Abbildung 1). Die Rußpartikelfilter sind so konstruiert, dass die Aufgaben
des Oxidationskatalysators übernommen werden können. Die im Dieselabgas enthaltenen
schädlichen Stoffe HC und CO werden vom Rußfilter zu H2O und CO2 oxidiert (siehe
Abbildung 2).67
68 69
Abbildung 1: oben: Oxidationskatalysator Abbildung 2: Abbildung der
unten: Rußpartikelfilter Schadstoffreduktion
Bei dieser Filterart sind kostenintensive Elektronik und zusätzliche Module oder
zeitaufwendige teure Wartungen, wie das Nachfüllen des Additivs, nicht notwendig und
somit ist diese Variante der Nachrüstung günstiger.70
66 Vgl. Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband, Aktuelle Fragen und Antworten, a.a.O., S.6 und vgl.
Wikipedia., Partikelfilter, a.a.O. und vgl. Twin-Tec, Filter rein ... Ruß raus,
http://www.dieselrussfilter.de/deutsch/index2.html, 03.11.2005 und vgl. Fairkehr GmbH, Kein Diesel ohne
Filter, a.a.O.
67 Vgl. Oberland-Mangold GmbH, Einsatzmöglichkeiten, http://www.oberland-
mangold.de/index.php?option=content&task=view&id=12&Itemid=36, 18.12.2005 und vgl. Oberland-Mangold
GmbH, Effizienz, http://www.oberland-mangold.de/index.php?option=content&task=view&id=10&Itemid=34,
18.12.2005
68 Oberland-Mangold GmbH, Einsatzmöglichkeiten, a.a.O
69 Oberland-Mangold GmbH, Effizienz, a.a.O.
70 Vgl. Oberland-Mangold GmbH, Einsatzmöglichkeiten, a.a.O
21
Die Kosten für die Nachrüstung mit dieser Filterart belaufen sich etwa auf:
Preis für
Preis für
Preis für
Gesamtpreis
Rußpartikelfilter
Einbau
Abgasuntersuchung (AU)
500 700
40 60
35
575 795
71
In Deutschland werden unter anderem von den unten aufgeführten Firmen
Rußpartikelfilter hergestellt.
Anbieter Internetadresse
Oberland Mangold Katalysatortechnik
www.oberland-mangold.de
Twin-Tec Entwicklungsgesellschaft für
www.twintec.de
emissionsreduzierte Technologien mbH
HJS Fahrzeugtechnik GmbH & Co. KG
www.hjs.com
72
3.2 Europäische Abgasgrenzwerte für Diesel-Pkws
In den vergangenen Jahren wurde der Partikelausstoß kräftig reduziert. Dies ist nicht
zuletzt auf die Europäischen Abgasgrenzwerte zurückzuführen. Darin ist festgelegt welche
Grenzwerte für Kohlenmonoxid (CO), Stickstoffoxide (NOx), Kohlenwasserstoffe
insgesamt (HC) und Partikel (PM) gelten, die von allen neuen Kraftfahrzeugen einzuhalten
sind. Dabei kommt es darauf an, um welchen Kraftfahrzeugtyp (Pkw, Lkw, Bus) und um
welche Art Motor (Otto- oder Dieselmotor) es sich handelt. Die Grenzwerte werden
schrittweise verschärft.73
Meiner Arbeit entsprechend werde ich speziell auf die für Diesel-Pkw gültigen Grenzwerte
eingehen. Am 01.Juli 1992 war der erste Grenzwert (Euro 1) in Kraft getreten, welcher
einen Partikelausstoß von 0,18 g/km erlaubte. Gegenüber diesem, hat sich die zulässige
Menge des Schadstoffausstoßes für Personenwagen bis heute um mehr als 86 Prozent
reduziert. Seit dem 01. Januar 2005 ist die Europäische Abgasnorm Euro 4 in Kraft. Mit
dieser hat sich der zulässige Rußpartikelausstoß gegenüber Euro 3 von 0,05 g/km auf
0,025 g/km halbiert. Die ,,Euro 5-Norm" ist noch nicht rechtsgültig, sieht aber eine
Senkung von 80%, auf 0,005 g/km vor. Dieser Vorschlag wird zurzeit vom Europäischen
Parlament und vom Rat geprüft und kann frühestens Mitte 2008 in Kraft treten. Um diesen
71 Vgl. Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband, Aktuelle Fragen und Antworten, a.a.O., S. 7
72 Vgl. ebenda
73 Vgl. Oberland-Mangold GmbH, Gesundheit, a.a.O. und Wikipedia, Abgasnorm,
http://de.wikipedia.org/wiki/Abgasnorm, 12.12.2005
22
verschärften Grenzwert einhalten zu können, ist es unumgänglich Partikelfilter zum
Einsatz zu bringen.74
Abgasgrenzwert für
Diesel-Pkw
Gültig ab
Dieselruß
Euro 1
0,18
g/km
01.07.1992
Euro 2
0,08
g/km
01.01.1996
Euro 3
0,05
g/km
01.01.2000
Euro 4
0,025
g/km
01.01.2005
Euro 5
wahrscheinlich 0,005 g/km
frühestens Mitte 2008
75
4 Anmerkung
Seit vielen Jahren wird man immer wieder auf den Feinstaub und die damit verbundenen
Probleme aufmerksam gemacht. Durch technisch verbesserte Filteranlagen konnte man
die Staubemission in den letzten Jahren deutlich verringern, wobei sich der Rückgang
lediglich auf den Grobstaub beschränkt. Die Feinstaubpartikel werden größtenteils immer
noch ungefiltert an die Atmosphäre abgegeben. Die per Gesetz erlassenen Richtlinien
sind die richtigen Maßnahmen zur Verbesserung, aber in Anbetracht der Anzahl der
Grenzwertüberschreitungen werden sie von den Behörden kaum beachtet. Um die
Einhaltung der vorgeschriebenen Werte zu gewährleisten, muss der Gesetzgeber tätig
werden und abschreckende Sanktionen bei Missachtung einführen, damit das Gesetz
endlich ernst genommen wird. Außerdem sollte sich Deutschland ein Beispiel an den
Europäischen Städten nehmen, die bereits Maßnahmen zur Verringerung der
Feinstaubbelastung, wie die City-Maut oder Fahrverbote, ergriffen haben.
Feinstaub ist zum größten Teil ein hausgemachtes Umweltproblem, womit ich meine,
dass er überwiegend vom Menschen verursacht wird. Deshalb sollte man auch in der
Lage sein, wirkungsvolle Gegenmaßnahmen zur Verminderung des Ausstoßes zu treffen.
74 Vgl. Umweltbundesamt, Abgasgrenzwerte für Pkw und für leichte Nutzfahrzeuge bis 2,5 t Gesamtgewicht,
http://www.umweltdaten.de/verkehr/gwpkwlnfz-2.pdf, 02.12.2005 und vgl. Eu-Kommission, Saubere Abgase,
http://www.eu-kommission.de/html/presse/pressemeldung.asp?meldung=6030, 28.12.2005
75 Vgl. ebenda
23
Mit den Rußpartikelfiltern ist zumindest schon einmal der Anfang gemacht, denn sie
tragen einen wirklich effektiven Teil dazu bei, die Schadstoffmenge der Dieselfahrzeuge
zu reduzieren. Aber um die Besitzer dieser Fortbewegungsmittel zur Nutzung solcher
Systeme zu überzeugen, ist es erforderlich, dass die von der Regierung geplanten
steuerlichen Förderungen endlich in die Tat umgesetzt werden.
Eine nachhaltige Verbesserung der Luftqualität wird auch bei der Durchführung der oben
genannten Maßnahmen nicht von heute auf morgen geschehen, denn jeder einzelne
muss seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und sich seiner Verantwortung bewusst
sein. Es macht auch wenig Sinn, nur in Deutschland oder Europa die Feinstaubemission
zu vermindern. Dies ist ein grenzüberschreitendes Problem und muss von allen Ländern
gleichermaßen bekämpft werden.
Mit diesen abschließenden Worten hoffe ich, dass ich mit meiner Arbeit einen
aufschlussreichen Einblick in die Feinstaubproblematik geben konnte.
24
5. Anhang
5.1 Literaturverzeichnis
Bayerischer Rundfunk, Feinstaub liegt in der Luft,
http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/feinstaub/, 01.11.2005
Bayerischer Rundfunk, Woher kommt der Staub?,
http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/feinstaub/feinstaub-entstehung.xml,
01.11.2005
Borges GmbH, Rußfiltersysteme von Borges,
http://www.borges-seelze.de/Downloads/Borges%20Filter.PDF, 12.12.2005, S. 6
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit,
Frische Luft für alle die Feinstaubdebatte Fragen und Antworten,
http://www.bmu.de/files/luftreinhaltung/downloads/application/pdf/feinstaub_faq.pdf,
05.12.2005
Deutsche Atemwegsliga e.V., Feinstaub kleine Partikel mit großer Wirkung,
http://www.atemwegsliga.de/pages/aktuell.htm#Feinstaub, 02.11.2005
Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Zentralverband,
Aktuelle Fragen und Antworten zum Themenkomplex ,,Partikelminderungssysteme",
http://www.centro-handel.de/pdf_news/ZDK%20Feinstaub%203479.pdf, 05.11.2005
Edel, Rainald, Schwierige Marktlage,
http://www.autoservice-online.at/upload/pulsSchlag/AS_6_pulsSchlag.pdf, 12.12.2005
Eu-Kommission, Saubere Abgase,
http://www.eu-kommission.de/html/presse/pressemeldung.asp?meldung=6030,
28.12.2005
Fairkehr GmbH, Kein Diesel ohne Filter,
http://www.fairkehr.de/magframeset.html?fair_0405/titel/diesel.htm, 02.12.2005
FAZ.NET, Je kleiner die Partikeln, desto größer das Risiko,
http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6/Doc~E6783124
3A9FB4FD086888AF90FEDFDA9~ATpl~Ecommon~Scontent.html, 05.11.2005
FAZ.NET, Städte fordern schnelle Umrüstung auf Rußfilter,
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E0B0B6085
A9E9464F8CD24C4C928FE4AB~ATpl~Ecommon~Scontent.html, 05.11.2005
Fh-Koblenz, Dieselrußfilter inert,
http://www.fh-koblenz.de/fachbereiche/fbwt/cdrom/produkte/filter/f21.htm, 12.12.2005
Fiedler, Carsten, Feinstaub-Grenzwert in 30 Städten überschritten,
http://www.welt.de/data/2006/01/03/826089.html, 02.01.2006
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Gauss, Christof,
Testbericht vom ADAC: Untersuchung Partikelfiltertechnik am Peugeot 607 HDi +
FAP,
http://www.umwelt-
schweiz.ch/imperia/md/content/luft/fachgebiet/d/stab/filtertest_adac.pdf, 12.12.2005
Gesundheitsrisiko Verbrennungsanlage Thanhof e.V.,
Informationen zum Thema Feinstaub in Regensburg,
http://www.grvt.de/zdf/fstb_rg.pdf, 03.11.2005
GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit,
Feinstaub - Kleine Partikel mit großer Wirkung,
http://www0.gsf.de/flugs/feinstaub_neu_2.phtml, 23.10.2005
Hein, Volker, Partikelfilter zum Nachrüsten,
http://www.wdr.de/tv/service/verkehr/inhalt/20030311/b_3.phtml, 12.12.2005
Lahl, Dr. Uwe/Steven, Dr. Wilhelm,
Reduzierung von Partikelimmissionen eine gesundheitspolitische
Schwerpunktaufgabe,
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/partikelimmissionen_reduzierun
g.pdf,
01.11.2005
Landeshauptstadt München, Feinstaub,
http://www.muenchen.de/feinstaub, 12.12.2005
Medicalpicture, Feinstaub, Partikel Emissionen,
http://www.medicalpicture.de/cont_62.feinstaub.php, 20.12.2005
Oberland-Mangold GmbH, Effizienz,
http://www.oberland-
mangold.de/index.php?option=content&task=view&id=10&Itemid=34, 18.12.2005
Oberland-Mangold GmbH, Einsatzmöglichkeiten,
http://www.oberland-
mangold.de/index.php?option=content&task=view&id=12&Itemid=36, 18.12.2005
Oberland-Mangold GmbH, Gesundheit,
http://www.oberland-
mangold.de/index.php?option=content&task=view&id=28&Itemid=51, 18.12.2005
Press Releases, Neue EU-Grenzwerte für die Luftverschmutzung: Fragen und
Antworten,
http://europa.eu.int/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/05/15&format=H
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http://www.rp.baden-
wuerttemberg.de/servlet/PB/show/1188387/rpk54.1_lrp_pf_internet.pdf, 18.12.2005
26
Rein GmbH, Grundlagen: Verunreinigung der Luft,
http://www.reinkaelte.de/Neue_Dateien/klitech.html, 01.11.2005
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http://www.wdr.de/tv/q21/1512.0.phtml, 12.12.2005
Stadt Halle, Teilchengröße,
http://www.halle.de/index.asp?MenuID=3139&SubPage=2, 01.11.2005
Twin-Tec, Filter rein ... Ruß raus,
http://www.dieselrussfilter.de/deutsch/index2.html, 03.11.2005
Umweltbundesamt,
Abgasgrenzwerte für Pkw und für leichte Nutzfahrzeuge bis 2,5 t Gesamtgewicht,
http://www.umweltdaten.de/verkehr/gwpkwlnfz-2.pdf, 02.12.2005
Umweltbundesamt, Hintergrundpapier zum Thema Staub/Feinstaub (PM),
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/feinstaub.pdf,
23.10.2005
Umweltbundesamt, Überschreitungen im Jahr 2005,
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it.de/luftdaten/trsyear.fwd?state=UB&month=1&comp=PM1&year=2005, 02.01.2006
Umweltlexikon, Feinstaub,
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http://www-iip.wiwi.uni-karlsruhe.de/forschung/aw_html/doc/Schadstoffmessung.pdf,
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Wikipedia, Abgasnorm,
http://de.wikipedia.org/wiki/Abgasnorm, 12.12.2005
Wikipedia, Additiv,
http://de.wikipedia.org/wiki/Additiv, 12.12.2005
Wikipedia, Feinstaub,
http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub, 01.11.2005
Wikipedia, Partikelfilter,
http://de.wikipedia.org/wiki/Ru%C3%9Ffilter, 01.11.2005
Wikipedia, Staub,
http://de.wikipedia.org/wiki/Staub, 01.11.2005
Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Der Aktuelle Begriff:
Feinstaub-Richtlinie, http://www.bundestag.de/bic/analysen/2005/2005_03_21.pdf,
23.10.2005
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