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Kommunikation im und durch den "Goldenen Spiegel" von C.M. Wieland

Hauptseminararbeit, 1999, 23 Seiten
Autor: Hanno Frey
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 1999
Seiten: 23
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V11817
ISBN (E-Book): 978-3-638-17872-3
ISBN (Buch): 978-3-638-64210-1
Dateigröße: 299 KB

Zusammenfassung / Abstract

Wer sich mit der Literatur Christoph Martin Wielands beschäftigt, kann eine höchst merkwürdige Entdeckung machen: Der Fülle und dem Umfang seiner Werke steht ein extrem geringes Spektrum an Sekundärliteratur gegenüber. Die wenigen Werke, die sich überhaupt mit Wieland und seinen Schriften beschäftigen, stellen im wesentlichen Rezeptionsdokumente seiner Zeit dar. Darüber hinaus aber findet sich wenig. Dabei wird Wieland in fast allen Literaturhandbüchern genannt und die Leistungen, die er (nicht nur als Schriftsteller) vollbrachte, werden dort auch gewürdigt. So heißt es z.B. in Barbara Baumanns Werk „Deutsche Literatur in Epochen” über Wielands Zeitschrift Teutscher Merkur: „Diese erste bedeutende Literaturzeitschrift Deutschlands erschien monatlich und genoss großes Ansehen. Sie beschäftigte sich mit literarischen, politischen, philosophischen und theologischen Fragen der Zeit und gab dem Bürgertum auf diese Weise Gelegenheit zur Meinungsbildung.” Doch Wielands Wirkungskreis erschöpfte sich hier keineswegs, denn es heißt weiter: „Wieland trug außerdem durch die Übersetzung von 22 Shakespeare- Dramen zur wachsenden Beliebtheit der englischen Literatur in Deutschland bei”. Ein drittes Betätigungsfeld – neben der Herausgabe von Zeitschriften und Übersetzungen – war schließlich das Verfassen umfangreicher eigener Werke, die ihrerseits wichtige Meilensteine der deutschen Literaturgeschichte waren. So wird über Wielands Roman Agathon bemerkt: „Mit diesem Roman, den Wieland mehrmals umarbeitete (1773; 1794) begann die Tradition des deutschen Bildungsromans”.


Textauszug (computergeneriert)

„Kommunikation im und durch den Goldenen Spiegel
von C.M. Wieland“

Vorgelegt von: Hanno Frey

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  4

2 Analyse der Gespräche  6

2.1 Voraussetzungen und Ziele  6
2.1.1 Die Ziele Danischmends 6
2.1.2 Die Ziele des Sultans  7

2.2 Über das Verhältnis zwischen 
Danischmend und Schach- Gebal 8

2.2.1 Die Auswirkungen auf die Erzählung 9
2.2.2 Zusammenfassung  10

2.3 Charakterisierungen 
Danischmends und Schach- Gebals  10

2.3.1 Schach- Gebal  11
2.3.2 Danischmend 12

2.4 Der Erfolg der Erzählung  14

3 Zur Ebenengestaltung der Erzählung  15

3.1 Über den intendierten Wahrheitsgehalt  16
3.1.1 Zum Aufbau  16
3.1.2 Zum Inhalt  17
3.1.3 Schlussfolgerungen 18

3.2 Das Ziel der Erzählung auf einer Metaebene  18

4 Abschließende Bemerkungen 21

5 Literaturverzeichnis 23

 

1 Einleitung

Wer sich mit der Literatur Christoph Martin Wielands beschäftigt, kann eine höchst merkwürdige Entdeckung machen: Der Fülle und dem Umfang seiner Werke steht ein extrem geringes Spektrum an Sekundärliteratur gegenüber. Die wenigen Werke, die sich überhaupt mit Wieland und seinen Schriften beschäftigen, stellen im wesentlichen Rezeptionsdokumente seiner Zeit dar1. Darüber hinaus aber findet sich wenig2.

Dabei wird Wieland in fast allen Literaturhandbüchern genannt und die Leistungen, die er (nicht nur als Schriftsteller) vollbrachte, werden dort auch gewürdigt. So heißt es z.B. in Barbara Baumanns Werk „Deutsche Literatur in Epochen” über Wielands Zeitschrift Teutscher Merkur: „Diese erste bedeutende Literaturzeitschrift Deutschlands erschien monatlich und genoss großes Ansehen. Sie beschäftigte sich mit literarischen, politischen, philosophischen und theologischen Fragen der Zeit und gab dem Bürgertum auf diese Weise Gelegenheit zur Meinungsbildung.”3 Doch Wielands Wirkungskreis erschöpfte sich hier keineswegs, denn es heißt weiter: „Wieland trug außerdem durch die Übersetzung von 22 Shakespeare- Dramen zur wachsenden Beliebtheit der englischen Literatur in Deutschland bei”4. Ein drittes Betätigungsfeld – neben der Herausgabe von Zeitschriften und Übersetzungen – war schließlich das Verfassen umfangreicher eigener Werke, die ihrerseits wichtige Meilensteine der deutschen Literaturgeschichte waren . So wird über Wielands Roman Agathon bemerkt: „Mit diesem Roman, den Wieland mehrmals umarbeitete (1773; 1794) begann die Tradition des deutschen Bildungsromans”5.

Aufgrund der eben dargestellten Tatsachen stellt sich fast automatisch die Frage warum Wieland zwar einerseits in Literaturhandbüchern so stark gewürdigt wird, die Interpretation seiner Werke andererseits aber so wenig attraktiv zu sein scheint. Ein möglicher Grund ist, dass die Hochschätzung der Literatur Wielands von vielen Literaturwissenschaftlern nicht geteilt wird. Ein Vertreter dieser Ansicht ist z.B. Herman Meyer, nach dessen Meinung man zur Literatur Wielands gelangt, „wenn wir jene Gipfelhöhen der Dichtung verlassen und die Regionen von mittlerer Höhenlage aufsuchen”6. Letztendlich lässt sich die Diskrepanz zwischen literauturhistorischer Würdigung und literaturwissenschaftlicher Vernachlässigung Wielands nicht ohne Weiteres aufklären und dies kann auch nicht das Ziel einer Hausarbeit sein, die sich vornehmlich mit einer Erzählung Wielands beschäftigt. Es gilt gleichwohl, auf diesen Zustand hinzuweisen und vielleicht durch die folgenden Gedanken den Gewinn, den eine Beschäftigung mit der Literatur Wielands bringen kann, anzudeuten. Interessanterweise wird sich im Verlaufe dieser Arbeit herausstellen, dass eben dieser Gewinn gleichzeitig Ursache der Geringschätzung sein könnte, die Wielands Werken oftmals zuteil wird.

Die Erzählung Der Goldene Spiegel oder Die Könige von Scheschian bietet eine Vielzahl an Interpretationsansätzen: 

[...]


1vgl.: Mayr, 735 ff..

2 Vgl.: Bibliographie Wielands In: Mayr, 715 ff..

3 Baumann, 76.

4 Ebd..

5 Ebd., 85.

6 Meyer, 129.


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