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Presentation (Elaboration), 2008, 12 Pages
Author: Helene Erwin
Subject: Pedagogy - Pedagogic Sociology
Details
Tags: Bestimmungsversuch
Year: 2008
Pages: 12
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-22056-4
ISBN (Book): 978-3-640-22289-6
File size: 87 KB
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Abstract
Im Allgemeinen wird unter einem Raum etwas verstanden, das, wie ein Hohlmaß, mathematisch und physikalisch ermittelt werden kann und durch die Höhen-, Längen- und Breitenangaben bestimmt ist. Der Wirklichkeitsbegriff des Raumes wird also dargestellt, da die Definition dazu eine fixierte Einheit beschreibt, die kontextunabhängig ist. Dass der Raum aber „eine an den Menschen und seine Kultur gebundene ,Dimension' sei“, wird von der Gesellschaft größtenteils geleugnet. Der mittelhochdeutsche Wortursprung des Begriffs Raum weißt jedoch auch „einestheils [auf] die bedeutung des freien platzes und der weite mit ihren ausläufern“ hin. Der hier erwähnte freie Platz ist nicht gezwungenermaßen als Örtlichkeit zu verstehen, sondern kann auch unter einem sozialen Aspekt gesehen werden, auf den im Folgenden näher eingegangen wird..
Excerpt (computer-generated)
Fachbereich 06: Erziehungswissenschaften
Sommersemester 2008
Referatsausarbeitung:
(Sozial)Raum ein Bestimmungsversuch
von
Helene Erwin
Inhaltsverzeichnis
1. Der Raum-Begriff im Allgemeinen und speziell in den Sozialwissenschaften 3
1.1 Der absolute und der relative Raum 4
1.2 Der Sozialraum und der Raum 4
1.3 Die natürliche und die konstruierte Raumordnung 6
2.0 Was verbindet den Sozialraum mit der Sozialen Arbeit? 7
2.1 Die Sozialraumorientierung 8
Quellenverzeichnis 11
2
1. Der Raum-Begriff im Allgemeinen und speziell in den Sozialwissenschaften
Raum
, der; -[e]s, Räume:
1.
von Wänden, Boden und Decke umschlossener Teil eines Gebäudes
[...]
3. a)
geographisch-politischer Bereich: der mitteleuropäische R.
[...]
b)
Bereich, in dem
etwas wirkt:
der kirchliche, geistige R.
sinnv.:
Aktionsbereich, Wirkungsbereich, Wirkungsfeld.
4.
in Länge, Breite und Höhe nicht eingegrenzte Ausdehnung: [...].1
Im Allgemeinen wird unter einem Raum etwas verstanden, das, wie ein Hohlmaß,
mathematisch und physikalisch ermittelt werden kann und durch die Höhen-, Längen- und
Breitenangaben bestimmt ist. Der Wirklichkeitsbegriff des Raumes wird also dargestellt, da
die Definition dazu eine fixierte Einheit beschreibt, die kontextunabhängig ist. Dass der Raum
aber ,,eine an den Menschen und seine Kultur gebundene ,Dimension′ sei"2, wird von der
Gesellschaft größtenteils geleugnet.
Der mittelhochdeutsche Wortursprung des Begriffs
Raum
weißt jedoch auch ,,
einestheils [auf]
die bedeutung des freien platzes und der weite mit ihren ausläufern"3
hin. Der hier erwähnte
freie Platz
ist nicht gezwungenermaßen als rtlichkeit zu verstehen, sondern kann auch unter
einem sozialen Aspekt gesehen werden, auf den im Folgenden näher eingegangen wird..
Der Raum ist kein [...] allgemeiner Begriff von Verhältnissen der Dinge überhaupt, sondern eine
reine Anschauung. Denn erstlich kann man sich nur einen einigen Raum vorstellen, und wenn man
von vielen Räumen redet, so verstehet man darunter nur Teile eines und desselben, alleinigen
Raumes. Diese Teile können auch nicht vor dem einigen allbefassenden Raume gleichsam als
dessen Bestandteile (daraus seine Zusammensetzung möglich sei) vorhergehen, sondern nur
in ihm
gedacht werden. Er ist wesentlich einig, das Mannigfaltige in ihm, mithin auch der allgemeine
Begriff von Räumen überhaupt, beruht lediglich auf Einschränkungen.[...]4
Der Philosoph Immanuel Kant spricht in seinem Werk
Kritik der reinen Vernunft
von einem
Raumbegriff, den er für sich definiert hat. Raum stellt hier eine gegebene Größe dar, die
unendlich, doch
subjektiv
zu sehen ist; nicht der Inhalt des Raumes ist konkret benannt,
sondern der Raum macht Namenloses anschaulich. Das bedeutet, dass der Raum-Begriff ein
relationaler ist. Genau wie in den Sozialwissenschaften ist dieser ,,kontextunabhängig und
1 Müller, Wolfgang (Hrsg.): Schülerduden ,,Bedeutungswörterbuch". Wortbildung und Wortschatz. 2. Auflage.
Manneim/Leipzig/Wien/Zürich: Dudenverlag 1986, S.295.
2 Kessl, Fabian, Christian Reutlinger: (Sozial)Raum - ein Bestimmungsversuch.. In: Sozialraum eine
Einführung. 1. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007, S.20
3 Deutsches Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm. http://germazope.uni-trier.de/Projects/DWB. Stand:
13.09.2008
4 Kant, Immanuel: Kritik der reinen Vernunft. 2. Auflage. Hamburg: Meiner Verlag 1998. S.99.
3
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