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Termpaper, 2006, 18 Pages
Author: Diplom Sozialpädagoge Alexander Bauer
Subject: Mathematics For Pre-University Students
Details
Institution/College: University of Cologne (Heilpädagogische Fakultät)
Tags: Dyskalkulie, Ursachen, Feststellung, Hilfen, Kinder, Rechenschwäche, Möglichkeiten, Förderung
Year: 2006
Pages: 18
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-22176-9
ISBN (Book): 978-3-640-23007-5
File size: 96 KB
Diese Arbeit wurde im Studium des Lehramtes für Sonderpädagogik im Fachbereich Lernen geschrieben.
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Abstract
Unter dem Begriff der Dyskalkulie versteht man eine „Rechenstörung“/ bzw. „Rechenschwäche“, wobei letztere Begriffe von vielen Verfassern synonym verwendet werden. Andere aber ziehen auch den Gebrauch eines der Wörter vor. Nach der internationalen Klassifikation der WHO wird die Rechenstörung als eine Teilleistungsschwäche angesehen, die aus verschiedenen Ursachen entstehen kann „Diese Störung beinhaltet eine umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten“ (DSM-III-R, Beltz-Verlag Weinheim, Basel 1989, 277, zit. n. Ganser, 2001, S.7). Demnach kann bei einer Rechenstörung eine Intelligenzminderung vorliegen und eine besondere Beschulung nötig sein, muss aber nicht unbedingt. Die Klassifikation klammert andere Faktoren, die zu einer Rechenschwäche führen können, aus. Rechenschwäche wird auch als „anhaltende Schwierigkeiten im Erfassen rechnerischer Sachverhalte“ (Ortner und Ortner, 1991, S.244 ff. zit. n. Ganser, 2001, S.7) gesehen. Dabei ist der Umgang mit Zahlen und den Rechentechniken gemeint. Sucht man eine Definition, die sich besonders auf die Form des Unterrichtes bezieht, kann man sagen, dass alle Schüler eine Rechenschwäche haben, „ die einer Förderung jenseits des Standardsunterrichts bedürfen“ (Lorenz, Radatz 1993, S.16 zit. n. Ganser, 2001, S.7). Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Rechenschwäche/ Rechenstörung über eine längere Zeit anhält, den Betroffenen das Folgen des Matheunterrichts sehr erschwert und sich auf das Selbstbewusstsein auswirken kann, so dass letzteres die Schwierigkeit des Begreifens wiederum verstärken kann. Wie entsteht aber eine Rechenschwäche, woran erkennt man sie, oder wie kann den Kindern, die rechenschwach sind geholfen werden? Darauf wird im Folgenden eingegangen. [...]
Excerpt (computer-generated)
Universität zu Köln
Heilpädagogische Fakultät
Förderschwerpunkt Lernen
Seminar: SDK 1.2 „Möglichkeiten der intellektuellen Förderung“
Dyskalkulie - Ursachen, Feststellung und Hilfen für Kinder mit Rechenschwäche
Alexander Bauer
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. Ursachen einer Rechenschwäche ... 4
2.1 Der neuropsychologische Ansatz ... 4
2.1.1 Störungen in der visuellen und taktilen Wahrnehmung ... 4
2.1.2 Störungen in der auditiven Wahrnehmung ... 5
2.1.3 Störungen in der taktil- kinästhetischen Wahrnehmung ... 5
2.1.4 Soziokulturelle und familiäre Ursachen für Rechenschwäche ... 7
2.2 Schulische Ursachen für Rechenschwäche ... 8
3. Feststellung einer Rechenschwäche ... 9
4. Verschiedene Hilfen für rechenschwache Kinder ... 11
4.1 Die Förderarbeit in der Schule ... 12
4.2 Die Dyskalkulietherapie ... 13
4.3 Elternarbeit als unterstützende Hilfe für das rechenschwache Kind ... 14
5. Resümee ... 16
6. Literaturverzeichnis ... 17
1. Einleitung
Unter dem Begriff der Dyskalkulie versteht man eine „Rechenstörung“/ bzw. „Rechenschwäche“, wobei letztere Begriffe von vielen Verfassern synonym verwendet werden. Andere aber ziehen auch den Gebrauch eines der Wörter vor.
Nach der internationalen Klassifikation der WHO wird die Rechenstörung als eine Teilleistungsschwäche angesehen, die aus verschiedenen Ursachen entstehen kann „Diese Störung beinhaltet eine umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten“ (DSM-III-R, Beltz-Verlag Weinheim, Basel 1989, 277, zit. n. Ganser, 2001, S.7).
Demnach kann bei einer Rechenstörung eine Intelligenzminderung vorliegen und eine besondere Beschulung nötig sein, muss aber nicht unbedingt. Die Klassifikation klammert andere Faktoren, die zu einer Rechenschwäche führen können, aus.
Rechenschwäche wird auch als „anhaltende Schwierigkeiten im Erfassen rechnerischer Sachverhalte“ (Ortner und Ortner, 1991, S.244 ff. zit. n. Ganser, 2001, S.7) gesehen. Dabei ist der Umgang mit Zahlen und den Rechentechniken gemeint.
Sucht man eine Definition, die sich besonders auf die Form des Unterrichtes bezieht, kann man sagen, dass alle Schüler eine Rechenschwäche haben, „ die einer Förderung jenseits des Standardsunterrichts bedürfen“ (Lorenz, Radatz 1993, S.16 zit. n. Ganser, 2001, S.7). Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Rechenschwäche/ Rechenstörung über eine längere Zeit anhält, den Betroffenen das Folgen des Matheunterrichts sehr erschwert und sich auf das Selbstbewusstsein auswirken kann, so dass letzteres die Schwierigkeit des Begreifens wiederum verstärken kann.
Wie entsteht aber eine Rechenschwäche, woran erkennt man sie, oder wie kann den Kindern, die rechenschwach sind geholfen werden? Darauf wird im Folgenden eingegangen.
2. Ursachen einer Rechenschwäche
Zu der Frage, warum ein Kind eine Rechenschwäche hat, gibt es verschiedene Erklärungsansätze, wobei die Forschung noch nicht so weit ist, antworten zu können, welcher Ansatz nun der zutreffendste ist.
Man geht davon aus, dass vielmehr das Zusammenspiel der Faktoren aus den verschiedenen Bereichen zu verschiedenen Defiziten führt, die eine Rechenschwäche entstehen lassen.
2.1 Der neuropsychologische Ansatz
Die Neuropsychologen gingen zunächst davon aus, dass ein bestimmtes Hirnareal bei Menschen mit einer Rechenschwäche verletzt sei. Dies traf zwar bei manchen Untersuchten zu, jedoch gab es auch Andere, die von einer Rechenschwäche betroffen waren, bei denen keine organische Störung vorlag. (vgl. Nolte, 2000, S.16)
Aus neuropsychologischer Sicht, kann die Fähigkeit zu rechnen erst dann entwickelt sein, wenn verschiedene Wahrnehmungsbereiche gereift sind und auch in Kontakt zueinander stehen, also integriert sind. Dabei handelt es sich um die Bereiche der Motorik, der räumlichen Orientierungsfähigkeit, der auditiven Wahrnehmung, der visuellen Wahrnehmung, der Reaktionsgeschwindigkeit, dem Gedächtnis und der Orientierung in der Zeit. (vgl. Ganser, 2001, S. 9, 10)
2.1.1 Störungen in der visuellen und taktilen Wahrnehmung
Hat ein Kind z.B. Beeinträchtigungen in der visuellen und taktilen Wahrnehmung, wird dadurch eine defizitiäre Auge- Hand- Koordination verursacht. Diese wird aber für die Fähigkeit des Ordnens, Vergleichen und Zählens gebraucht. Das Auge muss z.B. eine Zahl fixieren können, aber gleichzeitig auch zwischen verschiedenen Zahlen hin- und herschwenken können, um eine Menge zu erfassen. Kinder lernen oft auch die Addition anhand von Holzperlenspielen. Auch hier müssen sie zum einen die Perlen schieben und damit auch tasten, zum anderen sie aber auch visuell wahrnehmen. Gelingt ihnen dies nicht, erfüllt das Hilfsmittel bei diesen Kindern nicht seinen Sinn. Rechenschwachen Kindern fehlt die Fähigkeit, Zahlen einzuordnen „Danach beinhaltet jede geistige Repräsentation einer Zahl notwendig eine visuelle Vorstellung im Raum, d.h. Zahlen werden als Elemente in diesem Raum aufgefasst (Lorenz, Radatz 1993 zit. n. Ganser, 2001, S. 10).
[...]
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