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Hutu und Tutsi - Konfliktanalyse

Research Paper, 2008, 11 Pages
Author: Elzbieta Szumanska
Subject: African Studies

Details

Event: Ethnische Konflikte
Institution/College: European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Tags: Hutu, Tutsi, Konfliktanalyse, Ethnische, Konflikte
Category: Research Paper
Year: 2008
Pages: 11
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V122235
ISBN (E-book): 978-3-640-26938-9
ISBN (Book): 978-3-640-27043-9

Abstract

Die historischen Ursachen für den Konflikt in der Region der Großen Seen liegen in einer grenzüberschreitenden „Ethnisierung“ der Bevölkerung zu politischen Zwecken. Man hat versucht die Probleme des neu gegründeten Staates zu "ethnisieren", indem es die beiden Ethnien künstlich abgegrenzt hat und dadurch den Konflikt verschärft hatte. Die Tutsi mussten von der Propaganda dehumanisiert werden, um die Definitionsbasis der Gruppenidentität aufrechtzuerhalten. Das erklärt, warum funktionierende moderne Nationalstaaten wie Ruanda die sozialen Strukturen übernehmen – eben um die Grenzziehung bestimmen zu können und damit einen Zugang zu Ressourcen zu sichern. Das Individuum selbst ist nicht flexibel. Es ist der Staat oder seine Elite, der Stereotypen und Kategorien benutzt und die festgeschriebene Identität bürokratisch überwacht, wodurch es zu blutigen Konflikten gekommen ist. Das Beispiel der Massaker 1994 zeigt deutlich, wie blutig und dauerhaft gerade die ethnischen Konflikten sein können. Es hat sich auch gezeigt, wie machtlos die internationale Gemeinschaft ist, wenn sie mit dem Genozid der Art konfrontiert wurde.


Excerpt (computer-generated)

Kulturwissenschaftliche Fakultät

Sommersemester 2008

Seminar:

Ethnische Konflikte. Theoretische
Ansätze und empirische Fallstudien.

Hutu und Tutsi Konfliktanalyse

Master of European Studies

Eingereicht von:

Elbieta Szumaska

am 24. Oktober 2008

Fachsemester: 2

1


Inhaltsverzeichnis

1. Konfliktakteure----------------------------------------------------------------- 3

2. Gründe des Konflikts, seine Problematik, Machtbalance----------------- 4

3. Schlussfolgerungen------------------------------------------------------------ 9

2


Konfliktakteure

Der ethnische Konflikt zwischen Hutu und Tutsi ist uralt und bezieht sich nicht nur

auf die Massaker 1994. Um die Konfliktanalyse beginnen zu können, muss man zuerst die

Konfliktakteure kennen lernen. Rwanda, der drittkleinste Staat Afrikas, wird durch drei

Nationalitäten bewohnt und zwar: Hutu (oder: Bahutu), Tutsi (oder: Batutsi) und Twa (oder

Batwa).

Abb1: Zusammenstellund der Rwandischen Bevoelkerung 1994.

Quelle: http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761560996_6/Ruanda.html

Die drei Nationalitäten bevölkern denselben geographischen Raum, sprechen dieselbe

Sprache- Ikinyarwanda, haben eine gemeinsame Kultur und gehören derselben Nation der

Banyarwanda. Hutu sprechen genau wie die Tutsi eine westliche Variante der Bantusprachen

des Zwischenseengebiets, das Kinyarwanda (heutige Kamerun). Es liegen keine verlässlichen

aktuellen Zahlen für die Hutu-Bevölkerung vor, die unmittelbar vor der Unabhängigkeit

Ruandas und Burundis zu Beginn der 60er Jahre des XX Jahrhunderts bei knapp 4 Millionen

lag. Heute dürfte ihre Zahl zwischen 7 und 10 Millionen liegen. Die Tutsi bildeten eine

Minderheit in den Gesellschaften, an deren Spitze sie standen, wobei ihre Zahl auf nicht mehr

als 16 % der Landesbevölkerung geschätzt wird, d. h., dass in Ruanda mit 7 Millionen

Einwohnern 1994 weniger als 1 Million Tutsi lebten (de.encarta.msn.com). Doch handelt es

sich hier nicht um drei klar definierte Volksstämme. Bis heute kann eine unterschiedliche

Abstammung wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen werden. Es gibt Theorien, die

nachzuweisen versuchen, dass die Hutu der Bantu-Rasse entstammen und die Tutsi

Nachkommen der Hamiten seien, die im XVII Jahrhundert von Äthiopien eingewandert seien

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